Training – Tier1
Hier auf Stufe 1 startet das Training an konkreten Beispielen, wie etwa unten Apple, und verfolgt systematische alle Themen, die mit kurz- bis langfristigen Trading-Chancen und -strategien zusammenhängen.
Chartanalysen, Ein- und Ausstiegsszenarien, Money Managment etc. werden an konkreten Anlagen bzw. Investments vorgestellt.

24.04.2026: Apple Spitze wechselt von Tim Cook (Sept.2026) auf John Ternus, bisher SVP of Hardware Engineering. Chart.
Das Kursbild zeigt ein positives Signal bei 270 USD. Was seht Ihr da?
Schaut Euch zunächst die Fibonnacci Umkehrformationen an.
Dann werft einen intensiven Blick auf Unterstützung und Widerstand hier in diesem Kapitel.
Und schließlich noch als quasi Höhepunkt, schaut hier nach.

Und es gilt wie immer: Mut zur Lücke!
Nehmt so viel wie Euch zur Zeit möglich ist auf; Ihr müsst nicht alles auf einmal Euch reinziehen. Wir wiederholen und vertiefen oft, stelle die Sachverhalte der Chartanalyse in verschiedene Zusammenhänge und, und, und…Ihr werdet das alles ziemlich stressfrei lernen; ganz bestimmt.
Seht Ihr den Elefanten im Raum? Nicht? Dann ran an die elementaren Werkzeuge für das Finanz-Trading.
Was genau ist los bei Spotify?
Die aktuellen Nachrichten zeigen ein klares Muster: operativ läuft es bei Spotify hervorragend, aber die Börse reagiert trotzdem negativ. Hier die wichtigsten Punkte aus den jüngsten Berichten:
Starke Zahlen im ersten Quartal
Umsatz: rund 4,5 Mrd. Euro, +8 % im Jahresvergleich
Gewinn: 721 Mio. Euro, mehr als verdreifacht gegenüber dem Vorjahr
Monatlich aktive Nutzer: 761 Mio., +12 %
Premium-Abonnenten: 293 Mio., +9 %
Diese Zahlen übertreffen teilweise die Erwartungen – eigentlich ein bullishes Signal.
Warum fällt die Aktie dann so stark?
Trotz der guten Ergebnisse ist die Aktie zweistellig eingebrochen:
Rückgang von über 10 % laut mehreren Berichten
An der NYSE zeitweise sogar –13,6 %
Der Grund:
Der Ausblick auf das nächste Quartal ist schwächer als erwartet.
Spotify prognostiziert:
778 Mio. Nutzer (leicht über Erwartung)
630 Mio. Euro operativer Gewinn, aber Analysten hatten mehr erwartet
Anleger fokussieren sich weniger auf die starken Ist-Zahlen, sondern auf die Frage:
Kann Spotify das Wachstumstempo halten – vor allem angesichts steigender Kosten, Preiserhöhungen und KI-Wettbewerb?

Der Chart spricht hier eine ganz eindeutige Sprache. Seit Juli 2025 befindet sich der Kurs in einer Abwärtsbewegung. Die wichtigsten Umkehrmarken – 38er und 61er – sind weit weg. Mein-Börse ist davon überzeugt, dass mit dem KI-Boom weiter schlechte Zeiten für den Social-Media-Markt wahrscheinlich sind und die Situation sich hier deutlich zuspitzen dürfte.
KI als Unsicherheitsfaktor
Mehrere Berichte betonen, dass die Börse skeptisch ist, ob Spotify eine klare KI-Strategie hat:
Konkurrenz durch YouTube, Amazon, Meta
KI könnte Playlists, Empfehlungen und Content-Produktion verändern
Anleger sehen hier ein strategisches Risiko
Preiserhöhungen – Nutzer bleiben, aber…
Spotify hat die Preise in vielen Märkten erhöht (z. B. USA +8 %, Deutschland Premium von 11 € auf 13 €).
Operativ top, strategisch Fragezeichen – und genau das drückt die Aktie.
Spotify wächst, verdient gut und gewinnt Nutzer. Aber der Markt zweifelt, ob das Unternehmen in einem härteren KI- und Streaming-Umfeld weiter outperformen kann.
Zwischen operativem Geschäft und strategischem Potenzial: Anleger wissen, wofür sie sich entscheiden.
Zwischen operativem Geschäft und strategischem Potenzial: Anleger wissen, wofür sie sich entscheiden.
KI-Gewinner Bloom Energy hat die Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Das hoch bewertete Unternehmen, das sich auf stationäre Brennstoffzellen-Lösungen zur Energieversorgung fokussiert, hat geliefert – und wie. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 130 Prozent auf gut 751 Millionen Dollar.

Ein Beispiel für junge, langfristig orientierte Anleger.
Die Ausgangslage:
Damals im Jahr 2021 wusste in Deutschland bzw. in Europa so ziemlich niemand etwas von Reddit, einer Plattform, auf der sich Privatanleger versammelt hatten, um den Hedgfont-Spielern gehörig in die Parade zu fahren. Die – hauptsächlich in den Hamptons auf Long Islang ansäßige, schwerreiche Nachbar-Cluster von Hedgefonds-Managern – verabredtene sich zu bestimmte Geschäften, im Wesentlichen auf Leerverkäufen basierendenden Short-Positionen. Deren Optionsschein-Strategien waren einfach zu durchschauen und für die „Reddits“ die ideale Gelegenheit, um riesige Gewinne einzufahren, indem sie sich deren Plänen umgekehrt reziprok zu Nutze machten.
Der GameStop-Hype Anfang 2021 war ein beispielloses „Meme-Stock“-Phänomen, bei dem Kleinanleger (v.a. über Reddit/r/wallstreetbets) den Kurs der Aktie von ca. 20 $ auf über 480 $ trieben. Dies erzwang einen „Short Squeeze“, der Hedgefonds, die auf fallende Kurse wetteten, Milliardenverluste einbrachte. Der Kurs wurde durch massiven Kaufdruck aus einer fast schon verschworenen Gemeinschaft in die Höhe getrieben und gezeigt, welche Möglichkeiten in engen Märkten die Zusammenarbeit von Kleinanlegern entwickeln kann.
Kernfakten zum GameStop-Hype (Anfang 2021):
Auslöser: Nutzer auf Reddit (r/wallstreetbets) erkannten, dass Hedgefonds massiv gegen GameStop wetteten (Shortselling), und koordinierten Käufe, um den Kurs nach oben zu treiben.
Short Squeeze: Durch den rapiden Kursanstieg mussten dieLeerverkäufer ihre Positionen schließen, indem sie Aktien zu extrem hohen Preisen zurückkauften, was den Kurs weiter in die Höhe trieb.
„Meme-Aktie“: GameStop wurde zum Symbol für den Kampf „Kleinanleger gegen Wall Street“.
Hintergrund: Das Unternehmen galt zuvor als sterbender Einzelhändler (Videospielgeschäft).
Folgen: Der Kurs stürzte nach dem Peak ab, blieb aber volatil. Der Vorfall führte zu zahlreichen Untersuchungen über Marktmanipulation, konnte bzw. wollte aber nicht die eigentliche Struktur der Kursmanipulation durch Hedgefonds freilegen. (siehe dazu auch Franz Rieder: Band 5).
Schaut Euch mal die Charts an. Den von Gamestopp und den von eBay Das Chart von Gamestopp zeigt die Zeit vor dem Jahr 2021 bis heute. Da sieht nichts nach einer Wiederholung heute aus. Und auch bei eBay sieht es kaum besser aus, obwohl heute auch noch die Nachricht lanciert wurde, dass Gamestopp die Finanzierung über 56 Mrd. USD gesichert habe. Wohl dem, der im festen Glauben wandelt.
Die Nummer aus 2021 ist dann wohl doch nicht einfach zu wiederholen; basta cosi.
Ein zwar nicht repräsentatives, dafür sehr interessantes Lehrbeispiel.
Wollt Ihr sehen, was eine (krasse) Bärische Divergenz ist: Volà.
Ihr seht: Der Kurs steigt noch, während der RSI (unten durch die rote Linie markiert) bereits fällt.
Das ist ein Marker, der kluge Traderinnen und Trader gemahnt, nicht in vermeintlich weiter steigende Kurse zu investieren.
Vorsicht und Zurückhaltung mit Investments in solche Märkte (hier der S&P 500) sind eher angezeigt.

Bärische Divergenzen werden im RSI angezeigt. Der RSI ist eins der wichtigsten Werkzeuge im Finanz-Trading.
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