Vorab: Zu den Gesamtwirtschaftlichen Leistungen von China gibt es nur unzureichende Informationen. Selbst die, die wir vom Auswärtigen Amt erhalten, sind nicht vollständig. Auch die KI versagt total. Bemüht man die KI dazu, erhält man Inhalte und Webseiten, die aus dem Jahr 2020 sind; soviel dazu.
Mein-börse hat für Euch soweit wie es geht nur brauchbare und aktuelle Informationen zusammengestellt. Unser Blickwinckel dabei ist die Frage:
Welchen Einfluss hat die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auf die deutsche und die europäischen Börsen?
Natürlich schauen wir auch auf bestimmte Branchen-Entwicklungen, sei es in der AI/KI oder in der Industrie etc.
Deutschland ist der mit großem Abstand wichtigste Handelspartner Chinas in Europa. Umgekehrt ist China wirtschaftliches Partnerland Nummer eins für Deutschland in Asien; auch mit großem Abstand.
Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Deutschland und China lag im Jahr 2025 bei 252,4 Milliarden Euro. Damit löste China die USA ab und war im gesamten Jahr 2025 wieder der wichtigste Handelspartner Deutschlands.
Die detaillierte Aufschlüsselung der Handelsbilanz für 2025:
Deutsche Importe aus China: 170,6 Milliarden Euro (+ 8,8 % im Vergleich zum Vorjahr)
Deutsche Exporte nach China: 81,3 Milliarden Euro (- 9,7 %)
Handelsbilanzdefizit für Deutschland: 89,3 Milliarden Euro.
Mit weitem Abstand kommen die meisten importierten Waren in Deutschland aus dem „Reich der Mitte“.
Chinesische Direktinvestitionen in Deutschland belaufen sich auf einen Gesamtbestand von rund 16 Milliarden Euro. US-Unternehmen im Vergleich dazu zeichneten 2024 ein Investitionsvolumen von über 160 Milliarden Euro in Deutschland.
Im Exportsektor ist der chinesische Markt besonders wichtig. Vor allem in den Bereichen Kfz und Kfz-Teile, Maschinenbau, Elektrotechnik sowie optische und photographische Erzeugnisse für deutsche Unternehmen ist China von zentraler Bedeutung, bei Investitionen dominierten neben den Sektoren Maschinen- und Anlagenbau vor allem die Chemie- und Automobilbranche.
Im Fokus der im Jahr 2015 beschlossenen chinesischen „Made in China 2025“-Strategie stehen zehn Industrien, unter anderem die
Luft- und Raumfahrt, Hochgeschwindigkeitszüge, Elektromobilität und der Ausbau der Stromnetze.
Hier will China seine Produktionsanlagen modernisieren und ausländische Technologieimporte durch eigene Innovationen ersetzen. Auch die Entwicklung von Schlüsseltechnologien in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz, Quantencomputing oder Big Data stehen für China im Fokus.
Seit 2020 gilt zudem die Strategie der zwei Kreisläufe. Danach soll die Abhängigkeit vom Ausland durch die Stärkung des eigenen Binnenmarkts vermindert werden, ohne die Chancen für die exportierende Industrie außer Acht zu lassen.
Beide Strategien stellen für die deutsche Wirtschaft eine starke Herausforderung dar. Die Wettbewerbsintensität auf dem chinesischen Markt und die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Unternehmen ist in den vergangenen Jahren in einer Vielzahl von Branchen gestiegen.
Zwischen-Fazit: In den bilateralen Wirtschafts-Beziehungen ist vieles, wenn nicht alles, in den letzten Jahren in Bewegung zugunsten der VRC geraten.
Die Narrative von einer veritablen Krise mehren sich in den Medien und in der Politik.
Die deutsche Wirtschaft sieht enorme Wettbewerbsnachteile für sich gegenüber China. Was davon überwiegend hausgemacht ist – etwa die Krise in der Automobil-Industrie – und was schlich „Politik“ der Wirtschaftsverbände ist, wollen wir strikt unterscheiden.
Nehmen wir ein Beispiel: Die KI. Hier hat China gegenüber den USA entgegen allen Unkenrufen wenig zu bieten. OpenAI ist und bleibt wohl noch eine Weile der Platzhirsch im KI-Business, gleichwohl
*Die offiziellen Daten und detaillierten Statistiken zum Außenhandel könnt Ihr direkt auf den Seiten des Statistischen Bundesamtes einsehen.
