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Wochenausblicke

Meine-börse Veröffentlicht am 23. Februar 2026 von Franz31. August 2026

Erscheint regelmäßig zum Wochenbeginn – es sei denn, es sind keine oder nur unsigifikante Änderungen zu erwarten.

KW9 – KW10 – KW11 – KW12 – KW13 – KW14 – KW15 – KW16 – KW17 – KW18 – KW19 – KW20 – KW21 – KW22 – KW 23 – KW24 – KW 25 – KW26 – KW27 – KW28 – KW29 – KW30 – KW31 – KW32 – KW33 – KW34 – KW35 – KW36

KW36: Wochenausblick vom 31.08.-04.09.2026

Rückblick
Der Dax vollführte zwar – wie angekündigt – keine dynamische Aufwärtsbewegung, übertraf entgegen unseren Erwartungen  sein bisheriges Allzeithoch jedoch um satte 70 Punkte, so daß jetzt ein Wert von 26.618,74 den jemals erreichten Höchststand notiert.
Ob weitere Anschlussziele im Bereich von 26.673 bis 26.718 auf direktem Weg erreicht werden können, ist zu Wochenbeginn offen.

Auf dem jährlich stattfindenden Jackson Hole Economic Symposium – dem internationalen Treffen der Notenbankpräsidenten – äusserte sich US-Notenbankpräsident Kevin Warsh so besorgt über die Inflationsentwicklung, dass die Märkte (zumindest für diesen Tag) einen U-Turn einlegten. Im technologielastigen Nasdaq 100 führte dies zu einem 300-Punkte-Ausflug gen Süden.

Ob sich hiermit die Saisonalität durchzusetzen beginnt oder – wie im bisherigen Jahresverlauf – die allerorten zitierte ‚erstaunliche Resilienz der Märkte‘, die trotz geopolitischer Konflikte, hoher Ölpreise und persistierender Inflation die Aktienwerte weiter gen Norden zieht, werden die kommenden Handelstage – wieder einmal – zeigen.

Zum Wochenbeginn ist eine Gegenbewegung wahrscheinlich – steht doch mit dem 31.8.26 der letzte Handelstag im August sowie mit dem 1. September der 1. Handelstag des neuen Monats bevor. Beide Tage sind mit tendenziell freundlichen Kursverläufen verbunden.

Ausblick:
Ob sich mit dem neuen Monat die Handelsgeschäfte an der Börse – beispielsweise mit Aussicht auf den angekündigten Börsengang von Anthropic – Insider rechnen mit September bis Oktober – wieder beleben, bleibt ebenfalls ein Thema für den kommenden Monat.

Wir widmen uns wie gewohnt den technischen Aspekten des Marktes:
Der unten angefügte Chart des Nasdaq 100 zeigt einige mögliche Routen für die nähere Zukunft auf – abgeleitet von prägnanten Unterstützungs- und Widerstandsbereichen sowie Projektionen der Elliott-Wellen-Analyse.
Wichtig: Sowohl die Projektionen als auch die eingezeichneten Unterstützungs- und Widerstandsbereiche müssen nicht notwendigerweise erreicht werden. Wenn der Kurs aber dorthin kommt, sind sie sog. Reaktionsmarken, d.h. hier ist zumindest mit einem Zwischenstopp zu rechnen, der aber durchaus auch zum Wendebereich werden kann.

Chart NAS 100

Zum Schluss noch ein Blick auf Adobe, einen Titel auf unserer Watchlist, den wir vor einigen Wochen als potenziellen Turnaroundkandidaten vorgestellt hatten. Mittlerweile ist der (sekundäre, s. Chart) Abwärtstrend bereits gebrochen. Die Werte in den blauen Kästchen stehen bereits seit Wochen dort und konnten das Kursgeschehen recht gut eingrenzen. Das macht doch Spass, oder?

Chart Adobe

KW35: Wochenausblick vom 24.08.-28.08.2026

Rückblick:
40 Billionen USD – das ist die Zahl, die in der vergangenen Wochen die Märkte bewegte. 40 Billionen USD, so hoch ist die (offizielle) Schuldenlast der Vereinigten Staaten von Amerika. Zugegeben – durchschlagend war die Reaktion der Märkte nicht, so dass die seit Mitte August andauernde Korrektur an den Aktienmärkten nach wie vor als moderat bezeichnet werden kann – und das in der vergangenen Ausgabe skizzierte Stimmungsbild „bullisch und träge“ nach wie vor als zutreffend bezeichnet werden kann.
US-Finanzminister Bessent kündigte Maßnahmen zur Stützung langlaufender US-Staatsanleihen an, um einen deutlichen Anstieg der Renditen zu verhindern. Der Erfolg? Bleibt abzuwarten.

Deutlicher und temperamentvoller fiel die Reaktion bei Währungen und den Edelmetallen aus. Auch die Kryptowährungen schnellten kräftig nach oben. Die Rallyes bei Gold und Silber wie auch bei Bitcoin erreichten das 38ger Retracement der vorangegangenen Abwärtsbewegung, so dass hier eine Pause einkalkuliert werden muss. (Zur Erinnerung: Oftmals kennzeichnet das 38ger-Retracement einer vorangegangenen Bewegung nicht nur das Ziel für einen sog. Retracement-Trade, sondern ist selbst auch pot. Schaltstelle für den weiteren Kursverlauf)

Zum Dax:
Auch der Dax erreichte nach 7 roten Tageskerzen in Folge am Freitag das 38ger Retracement dieser Abwärtsbewegung. Auch hier passt das Attribut bullisch und träge (zumindest zur Zeit) noch: An den 7 Minustagen gab der Dax gerade einmal 2,5% ab – also im Schnitt ca. 0,35% pro Handelstag. Das ist nun wirklich träge.
Umso spannender wird die Frage, ob die Korrektur trotz angespannter Saisonalität bereits wieder zu Ende ist. In diesem Fall wäre – vorzugsweise nach einem tieferen Hoch – eine Wiederaufnahme der Abwärtsbewegung zu erwarten. Im bullischen Fall kann weiterhin keine sich dynamisch gen Norden ausdehnende Bewegung abgeleitet werden. Das obere Bollinger Band – s. unten stehendes Chart – mahnt weiterhin zur Vorsicht.

Chart DAX

Ausblick:
Dax: Handelsmarken für die kommende Woche:
nach oben: Gap bei 26.292-358, max. Bereich des bisherigen Allzeithochs bei 26.500-575.
Unterstützungsbereiche:
Die bereits letzte Woche genannten Bereiche behalten bei erneuter Schwäche ihre Gültigkeit:
26.043-26.002+
25.988-923+
25.816 – 777

Hinzu kommt:
25.500 – 400 (bis 25.200) – hier ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Gegenreaktion zu rechnen.

Ein Wort zum Nasdaq 100:
Um erneutes Aufwärtspotenzial freizuschalten, müsste der Nasdaq 100 mindestens die Widerstandszone von 29.548-29.743 überwinden. (38,2% Retracement und 200-Stdn.-Linie bilden einen Kreuzwiderstand.)  Das 61,8% Retracement folgt in unmittelbarer Nähe bei 29.841, bevor die 30.000er Marke in Erscheinung tritt.

Chart US100

KW34: Wochenausblick vom 17.08. – 21.08.2026

Rückblick:
Träge und bullisch – so lässt sich das Geschehen der letzten Handelstage an den Kapitalmärkten zusammenfassen.
Im Xetra-Dax wurden neue Allzeithochs erreicht – die Handelsspanne der gesamten Woche bewegte sich allerdings gerade einmal in einer Amplitude von einem guten Prozent. Das neue Allzeithoch von 26.573 lag dementsprechend auch nur knapp 130 Punkte über dem Allzeithoch der Vorwoche (26.445). Und entsprach damit recht exakt den in der Vorwoche formulierten Erwartungen (s. dort). Das obere Bollinger Band befindet sich mit 26.396 Punkten immer noch unter dem Schlusskurs von Freitag. 3 rote Tageskerzen in Folge – wenn auch in enger Handelsspanne – betonen ebenfalls, dass der Sprung auf neue Allzeithochs erst einmal verarbeitet werden möchte.
Auch die US-indizes blieben bullisch – der Nasdaq 100 konnte die 30.000er Marke zurückerobern, im S&P500 gab’s neue Allzeithochs.

Ausblick:
Aus dem oben Gesagten lässt sich auch für die kommende Woche keine dynamische Bewegung gen Norden ableiten. Vielmehr deutet einiges auf eine Pause oder leichte Konsolidierung hin. Politische Störfeuer – interessant ist nach wie vor der Ölpreis – sind jederzeit einzukalkulieren und könnten auch für größere Unruhe sorgen.
Bis dahin sind folgende Handelsmarken zu nennen:
Auf der Oberseite sollten der Bereich um 26.685 bis 26.825 für die nächste Haltestelle sorgen, bevor ggf. die 27.000er Marke angesteuert wird.
Unterstützungen sind eng gestaffelt:
26.360-26.319/284 bis 231
26.088-112 sollten möglichst nicht unterschritten werden, um eine direkte Fortsetzung der Aufwärtsbewegung nicht zu gefährden.
Darunter liegt schon der alte Ausbruchsbereich mit den kurzfristig erreichten 25.900 Punkten sowie der Zone bei ca. 25.800-25.700.

Xetra-Dax im Tageschart

DAX Chart

Im Nasdaq 100 warten nach oben: 30.425 – 30.500. Darüber ist der Weg frei bis zum Allzeithoch aus dem Juni bei 30.758.
Unterstützung bieten: 29.954, 29.779 und 29.479. Ein nachhaltiger Rutsch unter 29.200-29.000 sollte vermieden werden.
Der S&P500 sollte sich weiter über dem wichtigen Fibo-Cluster bei 7.766 festigen.

Nasdaq Chart

Kleiner Tipp: Nehmt diesen Wochenausblick zum Anlass, mal wieder in die Chartanalyse und dort ganz besonders nach Widerstand und Unterstützung zu schauen.

KW33: Wochenausblick vom 10.08. – 14.08.2026

Rückblick:
Und wieder ist es geschehen: die erneute Aussicht auf eine Beilegung des Konflikts in Nahost war gleich zu Wochenbeginn der willkommene Anlass für einen Turnaround bzw. Push an den Märkten: Nasdaq 100 und S&P500 hatten – wie letzte Woche berichtet – jeweils auf Wochenbasis eine Hammerkerze ausgebildet, der Dax bekam den nötigen Schub(s) für ein neues Allzeithoch incl. der Eroberung der 26.000er Schwelle.
Eine große grüne Wochenkerze im heimischen Index ist die Folge. Gleichzeitig mahnt das Erreichen des oberen Bollinger Bandes (vgl. gelb gestrichelte Linien für zwei ähnliche Konstellationen in jüngerer Vergangenheit im u.a. Chart), daß eine Pause jederzeit möglich bzw. das direkte Anschlusspotenzial erst einmal begrenzt erscheint. Ein bißchen Luft nach oben ist aber noch auszumachen. Die nächsten Ziele sind 26.917 und mittelfristig 27.778.
Zu einer gewissen Zurückhaltung mahnt die Saisonalität, gelten die Monate von August/September bis sogar Oktober eher als schwach.
Dennoch bleibt: Solange der Dax sich über den alten Ausbruchsmarken (26.000 Punkte, 25.700-25.900 Punkte) halten kann, wird die direkte Fortsetzung der Reise nach Norden favorisiert.

Chart DAX

US-Märkte:
Die US-Märkte – S&P 500 und Nasdaq 100 – boten gleich zwei Highlights in dieser Woche: Zum einen der direkte Durchmarsch zum 78,6% Retracement – nach 9 Wochen Korrektur, die allerdings noch nicht abgeschlossen sein muss, und zum anderen der Sprung des S&P 500 auf ein neues Allzeithoch.

Chart NASDAQ

Dieses Allzeithoch ist umso bedeutender – sollte es sich als nachhaltig erweisen – weil es gleichzeitig den Sprung über eine mehrfache Fibonacci-Widerstandszone bezeichnet. Widerstände in einem Bereich, den der Kurs noch nie berührt hat? Ja, genau, Fibonacci-Projektionen in sog. uncharted Territory zeigen wichtige Widerstände und damit potenzielle (zumindest) temporäre Wendepunkte, also auch Kursziele, an denen es sich lohnen kann, etwas Geld vom Tisch zu nehmen. Wie das funktioniert, erfahrt Ihr demnächst im Level-III-Training hier auf meine-börse.de.

Im angefügten Chart gut zu sehen ist:

  • die im Konsolidierungsmuster ansteigenden Tiefs (higher lows),
  • die Reversalkerze der vorvergangenen Woche
  • und natürlich die große grüne Wochenkerze der letzten Handelswoche.

Und zum Schluss: Wie sich das neue Kursziel von 8.000 Punktenaus der Höhe der Korrekturformation ableiten lässt. Das Kursziel gilt, solange der S&P500 sich oberhalb der Ausbruchzone halten kann.

Chart S&P

Ausblick:
Unsere Erwartung ergibt sich bereits aus dem oben Gesagten. Wir erwarten, dass die Indizes die begonnene Bewegung – ggf. nach kurzer Pause fortsetzen werden, es sei denn, der Konflikt in Nahost.

KW32: Wochenausblick vom 03.08. – 07.08.2026

Rückblick
Eine ereignisreiche Handelswoche liegt hinter uns.
Das Fed-Meeting am vergangenen Mittwoch brachte keine neuen Erkenntnisse. Der Zinssatz blieb erwartungsgemäß unverändert.

Dominierende Ereignisse waren der fortgesetzte sich beschleunigende Abverkauf im Chip-Segment, wo der südkoreanische Kospi in der Spitze bis zu 42% unter seinem Allzeithoch vom 22.6. notierte, um am Freitag um spektakuläre 18% zu steigen. Übrig bleibt eine Wochenkerze mit langer Lunte und zwar einem rotem, aber kleinem Kerzenkörper – eine sog. Hammerkerze, die möglicherweise eine Gegenbewegung einleitet. Trotz dieser Achterbahnfahrt blieb der Index – auf das Jahr 2026 bezogen – stets im grünen Bereich.

Chart Korea Composite Stock Price Index 8-26

Spektakulär auch die Ergebnisse zweier Big Techs:
Microsoft legte nach Zahlen im Donnerstagshandel um bis zu 15% zu, während Zweifel an Metas KI-Strategie den Titel um ca. 10% in die Tiefe schickten. Am Freitag wiederholte sich das zweigeteilte Bild – dieses Mal waren Amazon + 15% und Apple mit bis zu – 10% die Protagonisten. In der Regel sind die Unternehmen mit der weltweit höchsten Marktkapitalisierung eher schwerfällig in ihren Bewegungen – ein Move von 15% ist da eher die Ausnahme. Im Fall von Microsoft könnte damit eine einjährige Konsolidierungsphase ihr Ende gefunden haben. Und Amazon notiert nur wenige Dollar unter seinem Allzeithoch.

Auf Indexbasis soll noch ein Blick auf die Monatskerzen folgen: Im Tech-Bereich dominiert die Farbe rot, auch der S&P500 produzierte eine rote Kerze, die an einen sog. Doji erinnernd viele Fragen offen läßt. (Remember: Doji kleiner Kerzenkörper, d.h. geringe Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs signalisiert Unsicherheit oder Unentschlossenheit.)
Auf Wochenbasis jedoch sind bei Nasdaq 100 und S&P500 Umkehrkerzen zu verzeichnen.
Und unser Dax? Er schaffte es bis auf wenige winzig kleine 9 Pünktchen bis an sein bisheriges Allzeithoch bei 25.900, fiel von dort jedoch leider recht kraftlos um gute dreihundert Punkte zurück. Die letzte Entschlossenheit für einen nachaltigen Ausbruch ist leider noch nicht zu erkennen.

Ausblick
Die spannendste Frage in den kommenden Tagen wird sein, ob der Techbereich das Vorwochentief halten kann und – falls ja – wie. Eine Seitwärtsbewegung, eine sich hinziehende Bodenbildung oder doch noch eine kleine Bärenfalle nach unten?
Zur Erinnerung: Unser Basisszenario mit einem möglichen Tief in der zweiten Augusthälfte bleibt bestehen. Eine zwischengeschaltete Erholung ist da kein Widerspruch. Nach den Big-Tech-Quartalsberichten – traditionell dem Höhepunkt einer jeden Berichtssaison fehlen ein wenig die Impulse. Und auch saisonaler Rückenwind – Stichwort: Urlaubszeit/rückläufige Liquidität – ist eher nicht auszumachen. Nichtsdestotrotz die wichtigsten Handelsmarken am Beispiel des Nasdaq 100:
Über dem Freitaghoch bei 28.606 bietet die Gapunterkante bei 28.721 den nächsten Widerstand, bevor bei knapp 29.000 eine ganze Reihe früherer Hochs und Tiefs ein wahres Bollwerk an Widerständen zu überwinden wäre incl. des bisherigen Abwärtstrends. Hier ist eine Pause hochwahrscheinlich.
Nach unten bieten die Retracements und Unterstützungen bei 27.795/27.729 und 27.607 Halt.

Falls erneuter Abwärtsdruck aufkommt, befindet sich bei 26.00 sowie 25.400-25.800 das nächste Unterstützungsband.

NASDAQ 1. 8-26

KW31: Wochenausblick vom 27.07. – 31.07.2026

Rückblick:
Irgendwann schlägt er dann doch wieder durch – der Nahost-Konflikt. Wer sich mit den Charts der Ölsorten Brent Crude-Oil bzw. West Texas Intermediate Crude Oil auskennt – konnte beobachten, wie sich die Preise seit Anfang des Monats dynamisch nach oben bewegten – in der Spitze bis zu 36%. In der Sprache der Fibonnacci-Relationen erreichten die Kurse recht exakt das 61,8% Retracement der Abwärtsbewegung vom 24. April bis Ende Juni.
In der Folge stiegen die Inflationsbefürchtungen wieder deutlich an – auch die EZB deutete die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung an.
Hinzu kamen die glänzenden Geschäftszahlen Zahlen von Alphabet – die Marktreaktion fiel mit knapp 7% Kursabschlag verhalten aus. Die mittlerweile hinlänglich bekannte Befürchtung, dass sich die gigantischen KI-Investitionen nicht rechnen könnten, scheint neben anderen Belastungsfaktoren – Liquiditätsverknappung in den Kapitalmärkten auf grund der Mega-Börsengänge von Space X und SK Hynix sowie rekordverdächtig hoher Neuemissionen von Unternehmensanleihen (mehr als 300 Mrd. USD in 2026) – Kaufimpulse von Investoren zu dämpfen.
Dennoch deutet sich zum Wochenende ein kräftiger Rebound an – besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen von Dax-Schwergewicht SAP stützen den heimischen Leitindex, der nach dem gescheiterten Ausbruchsversuch mit neuen ATHs in seine zähe Range zurückgekehrt ist. Die im vergangenen Wochenausblick genannten Marken: das 38ger Retracement bei 25.133 Punkten sowie das 50ger Retracement bei 25.279 Punkten, das mit der Oberkante des Gaps vom 8. Juli einen kleinen Kreuzwiderstand bildet, wurden erreicht. Der Kreuzwiderstand jedoch wirkte als Bremse und beendete vorerst den Rücklauf. Übergeordnet bleibt das Chartbild jedoch bullisch – und auch ein weiterer Versuch mit der Möglichkeit, das Gap zu schließen, bleibt somit vorstellbar. Mit einem nachhaltigen Ausbruch nach oben rechnen wir zur Zeit allerdings nicht.

Space X
Ein heftiger Kursabschlag von über 14% bei“ Elon Musk’s“ Tesla lenkt den Blick automatisch auf Space X, die zweite Wirkungsstätte des Herrn Musk.
Dort entwickelt sich das von uns in früheren Beiträgen skizzierte typische „IPO-Szenario“. Nach diesem Szenario folgt einer „feurigen“ hochdynamischen Einstiegsphase in den Aktienmarkt eine Phase der Preisfindung und der Entwicklung eines „normalen“ Handels, die sich sehr, sehr lange hinziehen kann.

Chart Space Exploration Technologies Corp

Ausblick:
Auch die kommenden Woche dürfte noch nicht von sommerlicher Ruhe gekennzeichnet sein. Im Gegenteil: Sowohl das Fed-Meeting am
29. Juli – es wird überwiegend mit einer erneuten Zinspause gerechnet – als auch die am gleichen Tag nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalszahlen von Microsoft und Meta dürfen als kursbewegend angesehen werden. Mit Amazon und Apple folgen einen Tag später am 30.7.26 die Zahlen zweier weiterer Schwergewichte. Die Big-Tech-Ergebnisse bilden traditionell den Höhepunkt der Berichtssaison. Wir dürfen gespannt sein.
Unserem Basisszenario, in dem ein wichtiger Tiefpunkt im August erreicht werden sollte, geben wir einem direkten Anstieg gegenüber nach wie vor den Vorzug. Dennoch kann zuvor ein Ausflug nach Norden durchaus stattfinden.

KW30: Wochenausblick vom 20.07. – 25.07.2026

Rückblick:
Unser in der vergangenen Woche vorgestelltes Basisszenario hat an Wahrscheinlichkeit gewonnen. Zwar wird in der vor uns liegenden Handelswoche mit einer Gegenbewegung gerechnet, ein Ende der Korrektur bleibt das z.Zt. weniger wahrscheinliche Szeanrio.
Lange rote Wochenkerzen und z.Zt. zweistellige Kursverlsute in Asien – im unmittelbaren Anschluss an die Zweitplatzierung von SK Hynix an der Nasdaq – kennzeichneten das Bild. Unser heimischer Index – im bisherigen Jahresverlauf bekannterweise eher durch Underperformance am besten beschrieben – hielt sich in diesem Umfeld mit einer Handelsspanne von rund 600 Punkten recht stabil.
Sollte vor der erwarteten Rücklaufbewegung noch ein weiteres Tief „erforderlich“ sein, so wäre der Bereich um 24.561 ein mögliches Sprungbrett. Ziele wären die Retracements der Abwärtsstrecke vom Allzeithoch bei 25.900 bis zum Freitagstief bei 24.651 (gleichzeitig Gap Close der Ende Juni gerissenen Aufwärtslücke): das 38ger bei 25.133, das 50ger bei 25.279, das durch die Oberkante des Gaps vom  8. Juli einen kleinen Kreuwiderstand bildet. Die Oberkante dieses Gaps bei 25.475 bietet zusammen mit dem 61ger Retracement und der ehemalgen Ausbruchsmarke bei 25.507 einen weiteren markanten Rücklaufbereich.

Chart DAX

Die Zahl der vergangenen Woche war jedoch kein Inflationsdatum, kein Übernahmeangebot und auch keine neue Kreditsumme zur Finanzierung von KI-Investitionen, nein es war die Anzahl der von der Vermögensverwaltung des US-Präsidenten getätigten Trades. Nach diesen Gerüchten sollen mehr als 21.000 Börsendeals für Mr. Presidents Portfolio getätigt worden sein.

Ausblick:
Dem EZB-Entscheid am kommenden Donnerstag wird kein marktbewegender Einfluss beigemessen, das Zinsniveau sollte unverändert bleiben.
Ein Lackmustest in der kommenden Woche werden die Zahlen von Alphabet sein, die am Mittwoch nach Börsenschluss vorgelegt werden. Die Zahlen werden aller Voraussicht nach sehr gut ausfallen, entscheidend wird wie bei allen Unternehmensergebnissen der letzten Wochen die Reaktion der Marktteilnehmer darauf sein. Angesichts der läufenden Korrektur könnten bereits Schlussfolgerungen möglich sein, wie stark sich das überhitzte Sentiment bereits abgekühlt hat.

KW29: Wochenausblick vom 13.07.-19.07.2026

Rückblick:
Die Skepsis bzgl. des Dax-Ausbruchs aus der vergangenen Woche erwies sich als berechtigt. Am Montag erreichte der Index noch einmal ein neues Rekordhoch auf 25.902 Punkte (ca. 40-60 Punkte über den von uns angegebenen Kurszielen) – im Anschluss folgte ein zweitägiger Rückgang um ca. 1.000 Punkte. Seitdem erfolgt ein Rücklauf in die Retracements, wobei das 38ger Retracement bei 25.234  noch nicht wieder erreicht werden konnte. Nicht weit von hier verläuft die Unterkante des in der Abwärtsbewegung gerissenen Gaps bei 25.280 Xetra-Dax-Punkten.

Nachzutragen ist, daß seit dem 29. Juni Alphabet im Dow Jones die Verizon-Aktie ersetzt hat. Damit sind mit Apple, Amazon, Microsoft und Nvidia insgesamt 5 Tech-Schwergewichte im Dow Jones vertreten.

Am Freitag schliesslich startete der südkoreanische Chipkonzern SK Hynix sein Börsen-Listing an der Nasdaq. Der Ausgabepreis lag bei 149 USD, der Erlös bei 26,5 Mrd. USD. 26,5 Mrd. bezeichnet den höchsten Erlös, den jemals ein ausländisches Unternehmen an einer US-Börse erzielt hat. SK Hynix gehört neben Samsung zu den beiden tragenden Säulen des südkoreanischen Leitindex Kospi.

SK Hynix im Tageschart – südkoreanische Börse

Tages-Chart SK Hynix

Das am Mittwoch veröffentlichte Fed-Protokoll unterstrich die Entschlossenheit des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh, die Inflation konsequent zu bekämpfen.

Ausblick:
Sollte es dem Dax gelingen, die Abwärtskurslücke bei ca. 25.500 Punkte zu schließen, hätte er gleichzeitig einen Rücklauf an das Ausbruchsniveau und das alte Allzeithoch bei 25.507 vollendet. Im bullischsten Fall stünde nach einer Atempause der erneute, direkte Angriff auf die 26.000 auf der Tagesordnung. Hier wäre die Unterstützung durch die US-Indizes allerdings zwingend, so dass dieses Szenario nicht unser Favorit ist. Hintergrund: zeitlich bräuchten die US-Indizes noch etwas Luft, um die kräftige Frühjahrsrallye noch etwas ausbalancieren zu können und „Kraft“ für den nächsten Aufwärtsschub sammeln zu können. In unserem Basisszenario bilden die Indizes im August ein wichtiges Tief aus. Die Chartbilder sind allerdings übergeordnet nach wie vor bullisch, so dass auch das Alternativszenario eines direkten Ausbruchs im Hinterkopf behalten werden muß.

Wichtigste Konjunkturdaten in der kommenden Woche sind der Consumer Price Index (CPI) am Dienstag und der Erzeugerpreisindex (PPI) am Mittwoch.

Am Dienstag eröffnen die US-Banken den neuen Berichtszyklus an den US-Börsen.
Außer Morgan Stanley – 15.7. –  öffnen Bank of America, Citibank, Goldman Sachs, JP Morgan und Wells Fargo am 14. Juli ihre Bücher.

Big Tech – der jeweilige Höhepunkt einer Berichtssaison – greift erst ab Ende des Monats in das Geschehen ein.
Einen Vorgeschmack gibt am Donnerstag Taiwan Semiconductor Manufacturing.

Chart SK Hynix

KW 28: Wochenausblick vom 06.07.- 10.07.2027

Rückblick – endlich – er hat’s getan:
Die wichtigste Nachricht aus deutscher Sicht ist für uns Börsianer sicherlich das neue Allzeithoch im Dax nach einem Jahr mit oftmals zähem Ringen – unterbrochen von volatilen Hakenschlägen. Erst danach folgt das Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und der Rücktritt des Bundestrainers.
Zum Wochenschluss liegt der Dax mit 25.779 Zählern ca. 270 Punkte oder rund 1% über seinem bisherigen Allzeithoch bei 25.507 und hinterlässt eine große grüne Wochenkerze. Somit steht die spannendste Frage für die kommenden Woche schon fest: Kann sich der Dax dauerhaft in dieser Höhenluft behaupten oder muss er sich erst ein wenig z.B. durch eine Seitwärtsbewegung akklimatisieren.
Für alle Fälle: Mögliche nächste Ziele auf der Oberseite sind bei 25.844/863 zu finden, bevor die runde 26.000er Marke lockt. Unterstützungsbereiche auf der Unterseite liegen bei 25.000 bis 25.200. Tiefer sollte der Dax in den nächsten Tagen möglichst nicht fallen, um einen nachhaltigen Ausbruch für sich in Anspruch nehmen zu können.

Die erste Abbildung zeigt den Dax im Wochenchart:

Chart Dax

Die zweite Abbildung – Xetra-Dax im Tageschart -mahnt uns ein wenig zur Geduld. Die Freitagskerze befindet sich fast vollständig außerhalb des Bollinger Bandes. -> Link. Dieser beliebte Indikator zeigt uns, dass der Kurs zu schnell zu weit gestiegen ist und das unmittelbare Aufwärtspotenzial begrenzt ist. Für Nicht-Investierte also kein günstiger Einstiegspunkt. Im Chart sind ähnliche Konstellationen markiert. Schaut sie Euch an!
Hinzu kommt, dass der Dax an einer 1,618ter Extension knabbert.

Dax Tages-Chart

Ganz anders das Bild in den USA. Der Dow Jones wartete zwar ebenfalls mit neuen Allzeithochs auf – Nasdaq 100 und S&P500 brachten die 5. Woche einer (milden) Konsolidierung hinter sich. Besonders die heiss gelaufenen Techs zeigten relative Schwäche.
Weil’s so schön ist, Widerstand und Unterstützung im Future des S&P 500: Bereich um 7.600 als Widerstand – 4 mal war hier Schluss und Bereich um 7.400 als Unterstützung – 5 Auflagepunkte.

Chart S6P

Aufhorchen ließen zwei weitere Nachrichten in der vergangenen Woche:
Zum einen kündigte Apple drastische Preiserhöhungen von bis zu 60% an – als Folge der immens gestiegenen Halbleiter- und Speicherchips-Preise. Die Kehrseite der Medaille der parabolischen Rallye in diesem Sektor bei explodierender Nachfrage: Stichwort KI. Gleichzeitig sprachen Analysten bereits von KI-getriebener Inflation.

Zum zweiten blieben die bereits am Donnerstag publizierten Arbeitsmarktdaten mit nur 50.000 neu geschaffenen Stellen deutlich unter den Erwartungen.

Ausblick:
Die spannendste Frage ist bereits oben skizziert. Schafft es der Dax – ggf. nach kurzer Konsolidierung – seinen Weg nach Norden fortzusetzen? „Overseas“ rechnen wir bei Nasdaq 100 und S&P 500 eher mit einer Fortsetzung der Konsolidierung, auch wenn kurzfristig noch etwas Platz ist zum oberen Ende der Range, während der Dow Jones noch Luft nach oben hat und weiter steigen kann. Ab dem 15. Juli beginnt die neue Berichtssaison – ein Blick auf die Aktien der Banken kann hier möglicherweise Aufschluss über die Erwartungshaltung der Investoren geben.

KW 27: Wochenausblick vom 29.06.-03.07.2026

Rückblick:
Die Aktienmärkte folgten der in der letzten Woche angesprochenen Statistik, wonach nach dem großen Verfall im Juni oftmals eine Phase der Konsolidierung bzw. erhöhter Volatilität folgt. Mit nur 590 Punkten im Dax entschied sich unser heimischer Index für eine moderate Form der Bewegung – in der Disziplin „Seitwärtsbewegung“ hat er im vergangenen Jahr ja sehr viel Erfahrung gesammelt.
Im Vergleich hierzu hat der Nasdaq 100 knapp 6% eingebüßt – und wird wohl erstmals wie auch der S&P 500 seit März diesen Jahres eine rote Monatskerze ausbilden. Der Dow Jones hingegen wird das erste Halbjahr 26 wohl mit der dritten grünen Monatskerze in Folge abschließen. Neben einem Favoritenwechsel (weg von sehr gut gelaufenen Techs – hin zu defensiveren Branchen und Werten mit Catch-up-Potenzial) mag auch der fallende Ölpreis seinen Teil hierzu beigetragen haben. Er erreichte das Vorkriegsniveau (Rückgang seit Hoch – knapp 40%)

Nachdem am Mittwoch nach Börsenschluss die von Micron Technology vorgelegten Quartalszahlen mit einem Kursplus von ca. 15% von den Investoren bejubelt wurden, sorgten auf Indexebene schlechte Nachrichten von Apple für Abgaben. Apple kündigte an, die Preise für seine Geräte aufgrund stark gestiegener Preise für Speicherchips erhöhen zu müssen. Hier deutet sich also an, dass einer die Zeche bezahlen muss für die gigantische Rallye im Chip- und Halbleiterbereich. Hinzu kam das Gerücht, dass der Börsengang von Open AI auf 2027 verschoben oder aber Abstand von der angestrebten Bewertung genommen werden sollte. Aussichten, die Investoren immer skeptisch stimmen.

Zum Schluss unseres Rückblicks möchten wir uns noch der Entwicklung der Space X-Aktie zuwenden. Nach dem kolossalen Mediengetöse zum IPO flachte das Interesse doch überraschend schnell ab. 600 Mrd. USD Verlust an Marktkapitalisierung soll der bisherige Rücklauf der Aktie bedeutet haben. Besonders traurig stimmt natürlich die Nachricht, dass Elon Musk kein Billionär mehr ist.
Spannend wird zu beobachten sein, ob die Aufnahme in den Nasdaq 100 und die hierdurch ausgelösten Käufe von passiv investierenden ETFs den Kurs weiter stützen kann. (s. auch unsere Beiträge in den vorangegangenen Wochenausblicken).

Wir werden die Entwicklung der Aktie weiter begleiten. Grund: Es deutet sich ein typischer Kursverlauf nach einem IPO an. Zum IPO wird das Papier gepushed, die so erzeugten Zeichnungsgewinne werden materialisiert. Vor allem Investoren, die bereits vor dem Börsengang investiert waren, erzielen die höchsten Gewinne. Bis die Aktie sich von der „Sondersituation des IPO“ lösen kann und in einen gängigeren Handelsrhythmus übergeht, kann eine geraume Zeit vergehen.

Ausblick:

Historisch gesehen ist der Halbjahreswechsel durch etwas stärkere Schwankungen gekennzeichnet. Traditionell werden im Fondsbereich Anpassungen vorgenommen (s. auch Window-Dressing). Der Start in den Juli verläuft eher positiv. Am 4. Juli ist in den USA Feiertag – Independence Day, 250 Jahre Unabhängigkeit. Da der 4. Juli auf einen Samstag fällt, bleibt die Börse in den USA am Freitag, den 3. Juli geschlossen. Wir denken an den Feiertags-Bias, der den Kursen etwas Optimismus verleihen könnte.

Medial dürften die Kommentare zum bisherigen Börsenverlauf 2026 und die Prognosen für den weiteren Jahresverlauf nicht lange auf sich warten lassen.

Unternehmensseitig dürfte der Report von Nike am Dienstag von großem Interesse sein. Trotz der Fußball-Weltmeisterschaft – fast immer Garant für verstärktes Interesse im Sportartikelbereich – ist die Aktie in der vergangenen Woche durch ein neues Mehrjahrestief aufgefallen. Der bisherige Kursrückgang seit dem Allzeithoch in 2021 beläuft sich auf ca. 77% und dauert immerhin schon fast 5 Jahre. Auch wenn die Geschäftszahlen ein weiteres Mal die Ergebnisse verfehlen sollten, kann aus dem einstigen Highflyer ein interessanter Turnaround-Kandidat werden – eine Bodenbildung sollte allerdings in jedem Fall abgewartet werden. Von daher ist Nike ein Kandidat für die Watchlist.

KW 26: Wochenausblick vom 22.06.-26.06.2026

Rückblick:
Die Absichtserklärung einer Waffenruhe und anschliessende Friedensverhandlungen in Nahost- zum ersten Mal schriftlich – ließ die Aktienmärkte mit grünen Vorzeichen in die neue Woche starten. Die entstandenen Aufwärtslücken (Gaps) wurden im Wochenverlauf sowohl im Nasdaq 100 als auch im S&P 500 geschlossen. Einen Spalt offen blieb das Gap im Dax und im Dow Jones.
Deutliche (kurzfritstige) Marktreaktionen erzeugte der erste Auftritt des neuen US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh. Deutlicher als bereits bekannt, sieht er seine Rolle als Hüter der Geldstabilität. Darüber hinaus kündigte er eine umfangreiche Überprüfung der Arbeitsweise der Fed an.
Bis Jahresende werden fünf Arbeitsgruppen die Arbeitsweise der Fed überprüfen: Bilanzverwaltung, Datennutzung und Produktivität, Inflationsbewertung und nicht zuletzt die Kommunikation mit den Kapitalmärkten sind die Themen. Die Zinsen blieben – wie erwartet – unverändert. 

Aufgrund eines US-Feiertags am Freitag fand der große Verfall an den US-Märkten bereits am Donnerstag statt. Grüne Vorzeichen dominierten das Bild. Auf Wochensicht bleibt das Bild bullisch. Der Nasdaq 100 z.B. bewegt sich mit nur 360 Punkten Abstand zu seinem Allzeithoch.
Der Dax verbrachte die gesamte Woche in einer recht engen Handelsspanne von ca. 500 Punkten – wie gehabt in seiner seit einem Jahr währenden Seitwärtsphase.


Der erste Raketen(p)flug – erste Handelswoche von Space X


Schaut Euch den Chart an! Alles Wichtige ist darin markiert. Seit Dienstag sind die ersten Optionen auf Space X erhältlich. Und daran denken: Ab 29.6. bauen die ETFs auf den Nasdaq 100 Positionen in Space X auf – ab diesem Datum ist Space X Mitglied im Index.

Einig sind sich die Kommentatoren und Analystenhäuser in einem: Die 1,8 Billionen USD Bewertung von Space X sind sehr, sehr stolz.
Beispiele von Börsengängen, bei denen nach einer initialen Anstiegsphase eine sehr, sehr lange Zeit der Konsolidierung folgte, sind zahlreich.

Chart - Space Exploration Technologies Corp.

Ausblick
Saisonal gesehen folgt dem großen Juni-Verfall eine volatilere Marktphase mit erhöhter Korrekturgefahr, bevor im Juli oftmals die sog. Sommerrallye beginnt. Mögliche Treiber sind starke Unternehmensergebnisse, ab Mitte Juli eröffnen die US-Banken die Berichtssaison für das 2. Quartal 2026.
Unternehmensseitig berichtet als Vertreter der KI-Story Micron Technology am Mittwoch, nachdem am Dienstag Fedex als Vertreter „traditionellerer“ wirtschaftlicher Aktivität einen Blick in seine Bücher gewährt.

KW 25: Wochenausblick vom 15.06.- 18.06.2026

Rückblick:
Die US-Märkte setzten ihre Korrektur nach einer anfänglichen Gegenbewegung mit neuen Bewegungstiefs fort. in Es folgte eine volatile Bodenbildungsphase, die – ja wer? – donald t. mit seiner lt. Washington Post 38. „Nahost-Friedensverkündung“ am Donnerstag beendete. Justament einen Tag vor – ja wovor wohl? – dem Mega-Börsengang von Space X, der der Menschheit den ersten USD-Billionär bescherte.
Zu der Korrektur des Nasdaq 100 ist anzumerken, dass weniger die Korrekturtiefe mit ca. 8% Minus als die Dauer – nur 5 Handelstage (vgl. Gummibandeffekt im Wochenausblick der Vorwoche) wurden benötigt – bemerkenswert sind. Zurück bleiben ein Doppelboden (Level I) im Tageschart und eine grüne Wochenkerze.

Was die Earnings der im letzten Beitrag vorgestellten Oracle und Adobe anbelangt, so waren die Marktreaktionen in beiden Fällen negativ ( jeweils ca. -19%). Oracle verfehlte trotz exzellenter Ergebnisse die Markterwartungen bzgl. des „KI-Ausblicks“, bei Adobe scheinen die Schwierigkeiten anzuhalten. Nachdem der Konzernchef bereits drei Monate zuvor seinen Weggang angekündigt hat, verlässt auch der Finanzchef, der zu Marvell wechseln wird, das Unternehmen. Der Titel bleibt weiterhin auf der Watchlist.

Ab 29.6.26 (bereits nach 15 Tagen) dürfen Space-X-Aktien durch eine Regeländerung in den Nasdaq 100 aufgenommen werden. D.h. passive Investmentfonds, die ETFs auf den Nasdaq 100 kaufen, kaufen ab diesem Datum die Aktie. Interessierte nehmen sich den Titel auf die Watchlist, um diesen Effekt, der stützend wirken dürfte – zu beobachten.

Auch OpenAI (Chatgpt) soll mittlerweile seine Unterlagen für einen Börsengang noch in 2026 eingereicht haben. Interessant in diesem Zusammenhang: Open AI war anfangs als gemeinnützige Stiftung unterwegs – also ohne Gewinnerzielungsabsicht; interessanter Artikel hierzu bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/OpenAI. Sollten die Pläne Realität werden, stünden dem Jahrgang 2026 mit Space X, Anthropic und Open AI drei billionenschwere Börsengänge ins Haus. Die Auswirkungen der 3 Mega IPOs werden bereits heute heiß diskutiert: Allen voran, aus welchen Quellen das Kapital kommen soll. Werden vorher andere Assets (aus dem Nasdaq 100) verkauft? Anleihen abgestoßen?

Die Zinsentscheidung der EZB war so erwartet worden und von daher ein Nonevent (nicht kursbewegend).

Ausblick:
Ganz sicher bleibt die Entwicklung von Space X im Fokus von Investoren.
Die wichtigsten Termine der vor uns liegenden Handelswoche sind der US-Zinsentscheid am Mittwoch und der große Verfall/Hexensabbat am Freitag in Europa. Wegen eines Feiertags in den USA am Freitag – Juneteenth – Tag zur Erinnerung an das Ende der Sklaverei) wird der große Verfall vorverlegt und findet bereits am Donnerstag statt.
Am Mittwoch wird der neue US-Notenbankpräsident Kevin Warsh erstmals in seiner neuen Funktion an die Öffentlichkeit treten. Ganz sicher wird sich die focussierte Aufmerksamkeit auf Aussagen zur Inflationsentwicklung richten. Wir erinnern uns: die Inflationszahlen waren hoch, die Arbeitsmarktdaten besser als erwartet. Welche Schlüsse ziehen die Notenbanker hieraus?

Was machen unsere heimischen Indizes aus dieser Gemengelage?
Der TecDax – etwas später gestartet als der Nasdaq 100 und vielleicht nicht ganz so temperamentvoll in seinem Aufwärtsdrive – ging mit einem respektablen Plus von ca. 3,5% aus dem Handel. Und auch unser Dax schaffte ein respektables Plus von ca. 3% – das Ganze allerdings in einer zähen Seitwärtsphase.
Die nachfolgenden Charts zeigen Euch den Xetra-Dax – einmal in einer bullischen Variante. Hier könnte sich eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation bilden. Und einmal in einer bärischen Variante: Statt der Bewegung nach oben entwickelt sich ein Doppeltop. Der Dax würde noch einmal Schwung holen und erst einmal ein Stück nach unten wandern. Ihr seht, beide Varianten sind möglich.

Wenn Ihr selber solche Analysen erstellen möchtet – unser Level I – Training macht’s möglich. Also, ‚ran an den Speck:

1. Bullische Variante

Chart DAX
Chart DAX Bull

KW24: Wochenausblick 08.06.- 12.06.2026

Rückblick:
In der abgelaufenen Handelswoche war von einer bevorstehenden saisonalen Sommerflaute (noch) nichts zu spüren.
In den ersten drei Handelstagen konnten die Märkte noch nahtlos an die euphorische Stimmung der Vorwoche anknüpfen. Positive Analystenkommentare und Quartalsergebnisse – beispielsweise von HPE (Hewlett Packard Enterprise) – ließen die Kurse prozentual zweistellig in die Höhe hüpfen. Dies änderte sich abrupt, als Broadcom – vor den Zahlen noch mit neuen Allzeithochs – die Anleger mit den am Mittwochabend nach Börsenschluss vorgelegten Zahlen enttäuschte. Die Enttäuschung bezog sich insbesondere auf den Ausblick für den KI-Bereich. Am Donnerstag schloss die Aktie mit einem Minus von ca. 13%, zu dem sich weitere Kursverluste von knapp 8% am Freitag gesellten, so dass insgesamt ein Minus von 20% in zwei Tagen zu Buche schlägt.

Am Freitag setzte nach Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen – sie waren besser ausgefallen als erwartet –  ein Abverkauf auf breiterer Ebene ein, der Nasdaq als Vertreter der Techs verzeichnete mit 4,7% den stärksten Rückgang, die übrigen Indizes begnügten sich mit einem Minus von 1-2%.
Eigentlich sind gute Arbeitsmarktdaten doch eine positive Nachricht, oder? Warum fallen die Märkte?
Der Hintergrund ist die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer, die enttäuscht wurde. Passt diese Erwartungshaltung nicht mehr zum Marktgeschehen, positionieren sich die Investoren neu. Dies kann je nach Anlass eine kurzzeitige oder auch grundsätzlichere „Umkehr“ sein.

Wir halten an dieser Stelle fest: Sowohl die Broadcom-Reaktion als auch der heftige Abverkauf im Nasdaq verdeutlichen, wie stark die Märkte nach einer sehr, sehr starken Rallye – oftmals nur mit Superlativen zu beschreiben – überhitzt sind und wie ein gedehntes Gummiband kräftig zurückschnappen können.


Wird jetzt die überfällige Korrektur im Nasdaq eingeleitet?

Wie im letzten Ausblick berichtet, befinden sich die US-Indizes an einem sog. Inflection Point (einer Schlüsselstelle), der erheblichen Einfluss auf den weiteren Kursverlauf haben könnte.
Tiefe und Dauer der gestarteten Korrekturbewegung werden uns Aufschluss darüber geben, welche Lesart für die Märkte in den kommenden Monaten die wahrscheinlichere ist.

Doch zuvor richtet sich das Augenmerk auf die Road-Show zum Space X-Börsengang am kommenden Freitag, den 12. Juni. Hier haben wir einen kurzen Artikel zum Thema „Investition Weltall“ mit den wichtigsten Branchen ETFs und den Eckdaten zum Börsengang von Space X vorbereitet.


Kurze Randnotiz zum Thema Passive Investments:

Auch der MSCI-World verzeichnete ein neues Rekord-Hoch. Wer meint, mit einem Investment in den MSCI-World zu diversifizieren, kauft momentan zu 72%(!) US-Aktien.
Insgesamt erfreuen sich die ETFs hoher Beliebtheit. Die Käufe befinden sich auf Rekordhoch!

Ausblick
Neben dem Mega-IPO findet in der kommenden Woche die turnusmäßige EZB -Sitzung am kommenden Donnerstag statt.
Es wird mit einer Zinserhöhung gerechnet.
Die Erzeugerpreise (PPI Production Prices Index ) sind in der Euro-Zone sind auf 4,9% gestiegen. Die Erzeigerpreise gelten als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise.

Darüber hinaus berichten Oracle und Adobe ihre Geschäftsergebnisse für das erste Quartal 2026.

Adobe zeigt eine interessante Ausgangskonstellation. Schaut Euch den Chart an!
ATH im November 21, mehrjährige starke Korrektur – ein Kandidat für einen möglichen Turnaround.
Aber besser immer abwarten, ob sich der Kurs tatsächlich Richtung Norden absetzen kann.
„Aufspringen auf einen fahrenden Zug“ heißt das Motto.

Der blaue Pfeil im Chart kennzeichnet ein weiteres klassisches Chart-Setup.
Korrektur bis auf’s 38,2% Retracement. Ist oftmals ein wichtiger Wendepunkt.

Chart Adobe Inc.

In unseren Augen ist eine starke Korrektur im Nasdaq keineswegs eine ausgemachte Sache. Für den Space X Mega IPO ist eine gute Stimmung an der Börse Pflicht. Außerdem haben US-Investoren eine Schwäche für Doppeltops….

KW23: Wochenausblick 01.-05.06.2026

Rückblick
Der in der vergangenen Woche veröffentlichte PCE (Personal Consumption Expenditures)-Index ist auf 3% gestiegen. Der PCE-Index ist das für die amerikanische Notenbank wichtigste Inflationsmaß.

Nach wie vor gibt es keine klare Tendenz im Nahost-Konflikt. Die Aktienmärkte zeigen weiterhin eine hohe Immunität gegen Belastungen, die aus diesem Krieg resultieren (könnten). Interessant wird sein, ob sich diese Immunität, falls tatsächlich eine Einigung erzielt wird, fortsetzt.
Zum heutigen Monatsanfang ist ein eher freundlicher Bias zu erwarten.
Unser heimischer Aktienindex imponierte mit einem furiosem Wochenbeginn am Pfingstmontag und damit verbunden dem Sprung über die 25.000er Marke, um danach in eine mehr oder minder stabile Seitenlage überzugehen. Der so entstandene Momentumverlust mit leichten Abgaben zum Wochenschluss führt zu einem deutlichen Docht in der Wochenkerze.

Wie bereits letzte Woche berichtet, wirft der für Mitte Juni angekündigte Space X-Börsengang seine Schatten voraus.

Im Nasdaq 100 wurden die 30.000 Punkte beim 2. Versuch übersprungen. Ob nachhaltig, bleibt abzuwarten bzw. eine erste Antwort könnten wir bereits in der vor uns liegenden Handelswoche erhalten. Runde Marken haben oftmals eine gewisse psychologische Signalfunktion an den Märkten, und der Kurs beschäftigt sich eine ganze Weile mit ihnen, bevor ein Richtungsentscheid erfolgt. Die US-Märkte befinden sich an einem sog. Inflection Point, der aus Sicht der Elliott-Wellen-Theorie eine Entscheidung über unterschiedliche Lesarten bzgl. des zukünftigen Kursverlaufs ( sog. Elliott-Wellen-Counts) nach sich ziehen wird.

Eine dieser Lesarten ist eine maximal bullische und der Aktienmarkt-Rallye in den 1990ger Jahren vergleichbar.
Folgend einige Beispiele für an den Internet-Boom dieser Zeit erinnernde Kursreaktionen. An dieser Stelle der Hinweis für alle Börsenneulinge: Eine solche Marktphase ist in keinerlei Hinsicht der Normalfall, sondern absolut aussergewöhnlich. 30 lange Jahre sind seit dem letzten vergleichbaren Technologie-Boom vergangen.

Nun aber zu den Beispielen: Dell meldet einen Anstieg seines KI-Server-Umsatzes um 757 Prozent.
Die Titel stiegen im Freitagshandel an der Wall Street (NYSE) um mehr als 30 Prozent auf ein Rekordhoch von 439,12 Dollar. Ein absoluter Rekord in der Firmengeschichte. Und – wie das so ist – sitzt die Verwandschaft gleich mit am Tisch: Hewlett Packard Enterprise (HPE) gewinnen 15% und Super Micro Computer (SMCI) 14 Prozent. Die Liste ist sehr, sehr lang. An der Hongkonger Börse erzielte  Lenovo mit einem Plus von 22 Prozent den höchsten Zuwachs seit über 16 Jahren.
Und: Der europäische Technologie-Index hingegen rückte 1,2 Prozent vor.
Dell im Monatschart:

Dell im Monatschart:


Noch ein kurzer Blick auf die Indizes in Fernost:
100% Plus seit Jahresanfang im Kospi (Südkorea)
Auch Japan präsentiert sich stark: In Tokio geht es für den japanischen Technologieindex Topix um 2,0 Prozent nach oben – auch hier ein neues Allzeithoch. Der Kospi verweilt knapp unter seiner Bestmarke, liegt aber seit Jahresbeginn bereits 100 Prozent im Plus.
Damit ist der Kospi gleichzeitig unser Chart der Woche – ein Index, kein Einzeltitel, der sich innerhalb von fünf Monaten verdoppelt:

Chart Kospi (Südkorea)


Aber wir möchten auch den heimischen Markt nicht vergessen und werfen daher einen Blick auf den TecDax:
Und siehe da: Unsere heimischen Techs haben nach 4 1/2jähriger Konsolidierung den Ausbruch geschafft. Wie bereits mehrfach erwähnt, ist ein solches Setup erfolgversprechend. Solange der Ausbruch gehalten wird, bleibt das Setup gültig. Eine erste Bestätigung ist das Halten der Bewegung per Monatsschluss.
Unten stehender TecDax-Monatschart illustriert das Gesagte:

TecDax-Monatschart

KW22: Wochenausblick 25.-29.05.2026

Rückblick:
Erwartungsgemäß schlossen die Börsen vor dem verlängerten Wochenende mit grünen Vorzeichen. Der Feiertags-Bias lässt herzlich grüßen. Insbesondere der Dax setzte mit einer großen grünen Wochenkerze und einer Amplitude von gut 1.000 Punkten (sog. Trendkerze) ein Ausrufezeichen. Im gestrigen Feiertagshandel gelang zusätzlich der Sprung über die runde 25.000er Marke und eine flache seit dem bisherigen Allzeithoch bestehende Abwärtstrendlinie. Damit liegt das bisherige ATH bei 25.507 Punkten in Schlagdistanz.
Ob ein direkter Angriff im ersten Versuch erfolgreich sein kann oder zuvor noch eine Atempause erforderlich ist, bleibt abzuwarten
Etwas anders stellt sich der Wochenverlauf in den US-Indizes dar. Hier musste mit einer Fortsetzung der Korrektur gerechnet werden, die auch eintrat und bis zum vergangenen Dienstag andauerte. In „Vorfreude“ auf die am Mittwoch nach Börsenschluss veröffentlichten Nvidia-Zahlen ging es dann kräftig nach oben. Die Nvidia-Zahlen waren wie erwartet glänzend – und weitgehend eingepreist.
Auch bei den US-Indizes bleibt abzuwarten, ob der Angriff auf die 30.000 Punkte im Nasdaq 100 direkt stattfinden kann oder noch etwas Pause benötigt wird. Die US-Märkte haben einen strammen Anstieg ohne nennenswerte Konsolidierungen hinter sich, sind daher sehr „gedehnt“ und für Konsolidierungen entsprechend anfällig. Vorbörslich signalisieren die Futures allerdings neue Allzeithochs.

Ingesamt gesehen bleibt die Stimmung an der Börse positiv. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass Meldungen aus der politischen Ecke – die die kleinste Hoffnung auf die Öffnung die Straße von Hormus erlauben -,  die Aktienkurse mit schöner Regelmäßigkeit in die Höhe hüpfen lassen – und die Ölpreise- zumindest ein wenig – in den Keller.  Selbst steigende Renditen am Anleihemarkt und damit verbunden aufkommende Inflationssorgen, vermochten bis dato nichts daran zu verändern.

Ausblick letzte Maiwoche und Vorschau auf Juni:
Unsere im vergangenen Wochenausblick – KW21 – gezeigte Technik – Wie ermittele ich mögliche „Haltestellen“ in einer Korrektur? – hat sich ein weiteres Mal bewährt. Für die ganz Mutigen war auch ein kleiner Countertrend-Trade an dieser Stelle möglich.

In den kommenden Handelstagen wird sich erweisen, ob die Aktienmärkte direkt neue ATHS erklimmen bzw. die 30.000er Marke im Nasdaq100 angreifen oder aber erst noch einmal ein Luftholen angesagt ist.
Vieles spricht dafür, dass die aktuell positive Börsenstimmung bis Mitte Juni – hochgehalten werden soll.
Schließlich wartet auf Trader und Investoren ein abolutes Mega-Ereignis des Jahres 2026 an der Börse: Space X – der Börsengang, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen soll (und wahrscheinlich auch wird.).
Aus diesem Anlass werden wir in den kommenden Wochen den Sektor „Raumfahrt“ etwas genauer beleuchten.
Neugierige werfen schon einmal einen Blick auf die zugehörigen Branchen-ETFs, die unter den folgenden Kürzeln zu finden sind:
UFO, ARKX, NASA, ROKT, MARS.

Unser Chart der Woche ist der Chart von Nvidia in der Wochenansicht (1 Kerze = 1 Woche).
Hier zeigen die blauen Pfeile die Stellen im Chart, an denen der Kurs aus dem Bollinger Band herausgetreten ist. Das bedeutet, dass der Kurs zu schnell zu stark gestiegen ist. Im Anschluss folgt in der Regel eine zumindest kleine Korrektur. Tritt der Kurs vice versa nach unten aus dem Bollinger Band, heisst es entsprechend, dass der Kurs zu schnell zu stark gefallen ist. Eine empfehlenswerte Technik.

Chart NVIDISA






KW21: Wochenausblick 18.-22.5.26

Rückblick
Das wichtigste politische Ereignis war zweifellos die Reise von Mr. President in den Fernen Osten – nach China. Das Treffen mit Mr. Xi zog keine gemeinsame Abschlusserklärung nach sich sich. Mr. President zollte Mr. Xi Respekt bzgl. seiner Qualitäten als Leader einer Weltmacht, Fähnchenschwenken, lecker essen, und das war’s.

Während der Dax nach wie vor in seiner mittlerweile seit 1 Jahr bestehenden Seitwärtsbewegung verblieb, setzten die US-Indizes ihren Gipfelsturm unbeirrt fort.

Zum Wochenschluss nun steht die 24.00er Marke im Dax – mal wieder – unter Beschuss, und auch die US-Indizes signalisieren vorbörslich deutliche Abgaben.

Gleichzeitig lohnt ein Blick auf den USD und die Edelmetalle:
Während britisches Pfund und Euro gegenüber dem US-Dollar zurücksetzen, verlieren auch die Edelmetalle deutlich.
Wenn unterschiedliche Assetklassen zeitgleich (temporäre, auch relative) Hochs ausbilden, setzt dies in der Regel ein Ausrufezeichen und erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine – auch deutlichere – Korrektur.

Ausblick:
Höhepunkt in der kommenden Woche dürfte der Quartalsbericht von Nvidia am Mittwoch nach Börsenschluss sein. Interessant ist natürlich wie immer die Frage. „Wieviel von der Party“ ist bereits in den Kursen enthalten? Können die zweifellos glänzenden Ergebnisse und der Ausblick auf den weiteren geschäftlichen Jahresverlauf die Investoren zu weiteren Käufen motivieren oder heisst es: Enough is enough – zumindest für den Moment.

Darüber hinaus steht natürlich die Frage immer deutlicher im Raum, welche Schäden der nicht enden wollende Nahostkonflikt tatsächlich verursacht, nicht zuletzt im Hinblick auf steigende Preise, also die Inflation. Unter diesem Blickwinkel könnten die Kurse also durchaus zu schnell zu weit nach oben gelaufen sein.

Unten stehender Chart zeigt den Nasdaq 100.
An diesem Beispiel soll eine Technik gezeigt werden, die feststellen hilft, ob ein Bewegungsabschnitt beendet ist.
Auch eine noch so starke Rallye weist mehr oder weniger kleine Rücksetzer auf. Diese Rücksetzer werden ausgemessen – sowohl in ihrer absoluten Punktzahl als auch in ihrem prozentualen Wertzuwachs (s. blaue Kästchen im Chart).
In unserem Fall betrug der maximale prozentuale Rücklauf 2,75%, der größte Punktabschlag 750 Punkte.
Zieht man diesen Betrag vom Allzeithoch ab, landet man bei ca. 28.900 Punkten.
Dreht der Kurs in diesem Bereich – es handelt sich nicht um punktgenaue Marken – ist dies häufig ein guter Einstiegspunkt für eine Fortsetzung der Rallye. Geht es jedoch deutlich darunter, ist die Rallye – zumindest vorerst – beendet und man beobachtet die Retracements des gesamten Bewegungsabschnitts.
Fällt ein solcher Rücklaufbereich mit anderen charttechnischen Parametern zusammen (Hier: hypothetisch mit einer Trendlinie), erhöht sich die Signifikanz.

Chart US 100

KW20:
Kommt etwas später wegen Erkrankung.


KW19
Rückblick:
Während der Einfluss der Fed-Zinsentscheidung wie erwartet ausfiel und der Einfluss auf das Kursgeschehen überschaubar blieb, bildete der vergangene Mittwoch mit den Quartalsberichten von vier Unternehmen der Magnificent Seven den Höhepunkt des Börseninteresses:
Während die Börsianer die Ergebnisse von Alphabet und Amazon mit Kursaufschlägen goutierten, straften sie insbesondere Meta mit Abgaben knapp unter 10% und Microsoft mit Abschlägen von 5%.

Ein Sonderthema am Markt bleiben die Investitionen in die KI, die im Rahmen der Earnings bekannt gegeben wurden:
Microsoft: 190 Mrd. USD
Amazon: 200 Mrd. USD
Alphabet: 175 bis 185 Mrd. USD
Meta: 120-140 Mrd. USD
Apple: Kein genauerer Wert zu erhalten.

Ausblick:
Nach der ereignisreichen Vorwoche dürfte in den kommenden Handelstagen zuerst einmal Durchatmen insbes. für die US-Märkte angesagt sein. Mit Palantir, AMD und Paypal warten aber auch noch weitere interessante Unternehmen mit ihren Geschäftsergebnissen auf; Meine-Börse ist kein Fan von Palantir.

In der kommenden Handelswoche „schwappt“ jedoch die Berichtssaison zu uns herüber:
Aus dem Dax berichten gleich acht Unternehmen:
Commerzbank, Henkel, Infineon, Daimler Truck, Rheinmetall, Siemens Healthineers, Vonovia und Zalando.

Der Dax blieb im internationalen Vergleich in den vergangenen Wochen performancemäßig deutlich zurück und bewegt sich z.Zt. in der Spanne des Vorjahresmonats, also auf gleicher Höhe wie im Mai 2025. Das momentane Fazit für den Buy-and-Hold-Investor lautet daher auf Jahressicht: Außer Spesen nichts gewesen. Im Vergleich dazu: Neue Allzeithochs in vielen Teilen der Welt: z.B.: von den US-Indizes S&P 500, Nasdaq 100 und Russell 2000 in nie dagewesener Höhe, ebenso Nikkei 200 und Kospi (Südkorea). Aber auch der italienische und der niederländische Aktienindex erreichten neue Bestmarken.

Aus dem momentanen Kursgeschehen im Dax lässt sich keine klare Tendenz ableiten. Statt unseren heimischen Index näher zu beleuchten, werfen wir als Beispiel für ein erfolgversprechendes Chart-Setup einen Blick auf Infineon:

Infineon Chart

Die wichtigsten Eckpunkte:
Hohe Zeitebene – Monatschart. Je höher die Zeitebene, desto bedeutsamer die Parameter: Unterstützung und Widerstand, Chartmuster, etc.
Mehrjährige Konsolidierung: Bricht ein Basiswert erfolgreich aus einem längerfristigen Chartmuster aus, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er die einmal eingeschlagene Richtung für längere Zeit fortsetzt höher als in niedrigeren Zeitebenen.
Kursziel aus Chartmuster abgeleitet: Bei vielen der klassischen Chartmuster wird einfach die Höhe der Formation 1:1 abgetragen.

Für alle Neulinge: Diese Analysen könnt Ihr nach kurzer Zeit bereits selbständig durchführen. Schaut einfach in unsere Chartanalyse, Level I.


KW18
Eine ereignisreiche – wenn auch bei uns verkürzte – Handelswoche steht bevor:
Die Quartalsberichte der großen Tech-Unternehmen – s. auch unsere Rubrik

[b]“Big Tech“ – bilden traditionell den Höhepunkt einer jeden Berichtssaison. Hinzu kommen das Fed-Meeting und der Monatswechsel in den Mai [/b]

Nun ist es wieder einmal soweit:
Amazon: 29.4.26
Alphabet: 29.4.26
Meta: 29.4.26
Microsoft: 29.4.26 und
Apple: 30.4.26

Interessant wird sein, wie neben den zu erwartenden glänzenden Quartalszahlen die Investitionen in die Künstliche Intelligenz aufgenommen werden.
Wir erinnern uns: Ende 2025 herrschte unter den Investoren erhebliche Unsicherheit, ob sich die gigantischen Investitionen jemals rechnen werden und „leitete“ eine mehrmonatige Korrekturphase ein.
Je nach Quelle werden für das Jahr 2026 noch einmal Steigerungen dieser bereits rekordhohen Summen um ca. 50% erwartet.

Big Tech hat jedenfalls die Rally seit Ende März in erheblichem Ausmaß befeuert, was einmal mehr den Vorlaufcharakter der Börse verdeutlicht. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, wie weit das Zutrauen der Anleger und Trader reicht. Sprich: Gewinnmitnahmen ja oder nein, und falls ja: in welchem Ausmaß.

Am Mittwoch wird das Ergebnis der US-Notenbanksitzung (Federal Reserve) bekannt gegeben: der US-Zinsentscheid. Investoren rechnen fest mit einem unveränderten Zinssatz. Mit besonders großem Interesse wird die im Anschluss stattfindende Pressekonferenz verfolgt werden. Hier erhofft man sich natürlich Hinweise auf die künftige Inflationsentwicklung in den USA. Die geopolitischen Probleme halten leider unvermindert an.
Unter diesem Link kann die Pressekonferenz live mitverfolgt werden:
https://www.federalreserve.gov/

Während S&P500 und Nasdaq 100 unverändert steil nach Norden streben, führt unser Dax eher ein Mauerblümchendasein. So trennen ihn noch gut 1.000 Punkte von seinem Anfang 2026 erreichten Allzeithoch.
Statt des hier regelmäßig erscheinenden Blicks auf die Indizes, heute mal ein Blick auf die BASF-Aktie:

Der Titel arbeitet seit geschlagenen 4 Jahren an einer Bodenbildung. Sollte dies gelingen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für weiter steigende Preise. Ein erstes Ziel wäre das 38,2% Retracement bei ca. 60,88€, ein Aufschlag von ca. 10%.

BASF Chart


So eine Analyse könnt Ihr bereits durchführen, wenn Ihr unseren Level 1-Trainingsbereich durchgearbeitet habt. Also, ran an den Speck!


KW17

Rückblick
Wie berichtet, war die Korrektur der Aktienmärkte seit ihren in 2025 nach steilem Anstieg erreichten Allzeithochs nur als mild zu bezeichnen – ein Fakt, der bereits auf die bestehende Marktstärke hingewiesen hatte.
Diese Marktstärke führte in der abgelaufenen Handelswoche nicht nur zu großen grünen Wochenkerzen in den etablierten Indizes, sondern auch zu neuen Allzeithochs im S&P500 und Nasdaq 100. (Übrigens auch im Nikkei!). Treiber der fulminanten Rallye ist eindeutig Big Tech, das vor der Vorlage seiner Quartalsergebnisse mit hohem Momentum gen Norden strebt.
Am Freitag – als kurzfristig die Öffnung der Straße von Hormus verkündet wurde – gesellten sich auch Dow Jones und Dax und Co. zu den „Nordlichtern“, die mit ihrem Schwerpunkt eher im klassischen Industriebereich am stärksten von fallenden Ölpreisen profitieren „würden“.
Fazit: Große grüne Wochenkerzen all over the place!

Bei der vermutet 3. Ölpreismanipulation – Freitagnachmittag – ermittelt nun wohl die US-Börsenaufsicht

Das bereits in den vergangenen Wochenausblicken beschriebene Dilemma für Trader und Investoren sollte weiterhin im Hinterkopf behalten werden. Eine nach wie vor mögliche Eskalation im Nahostkonflikt könnte jederzeit den Aufwärtsschub an den Aktienmärkten umkehren und ggf. „krasse“ Abwärtsgaps zur Folge haben.

Ausblick
Die Politik als wesentlicher Einflussfaktor und unberechenbarer Volatilitätstreiber wird auch in der kommenden Woche ihrer Rolle treu bleiben. So dürfte die erneute Schließung der Strasse von Hormus – neben dem technisch überkauften Zustand zumindest kurzfristig für Abkühlung sorgen.

Die Berichtssaison nimmt Fahrt auf, von den Big Tech berichtet am Mittwoch, den 23.4, nach Börsenschluss Amazon, nachdem am Dienstag das z.Zt. nicht mehr ganz so „magnificente“ Tesla seine Zahlen vorgelegt haben wird.
Der eigentliche Schwerpunkt der Berichtssaison- die Highlightwoche der Big Tech’s  – ist die  Woche ab 27.4.26.

Nachfolgende Charts zeigen den Nasdaq 100 – einmal im 15 Min. Chart zur Illustration der Gaps und Unterstützungen – und einmal im Wochenchart, der die grüne „Monster“-Kerze zeigt!

Nasdaq Chart 20.04.2026
Nasdaq Chart 20.04.2026 - 2

In dieser Woche erscheint der erste Trainigsabschnitt über Fibonacci-Techniken, schaut einfach immer mal wieder vorbei!


KW16

Rückblick:
Mr. Trump schoss die Aktienindizes mit der Ankündigung einer 14tätgigen Waffenruhe im Nahostkonflikt kurzfristig in den Himmel und den Ölpreis (leider nicht) in die Hölle, aber zumindest kurzfristig prozentual zweistellig nach unten.
Für den Dax war damit die „Wochenarbeit“ erledigt, und er verbrachte die restliche „Arbeitszeit“ mit der Konsolidierung dieser Bewegung, ein nicht untypisches Muster. Das Ausmaß der Konsolidierung – ca. 38,2% und damit ebenfalls typisch- lässt für die kommende Woche alle Bewegungsrichtungen offen. Das zumindest vorläufige Scheitern der US-/Iran-Gespräche dürfte jedoch einem zügellosem Optimismus vorerst einen Riegel vorschieben.
Etwas mehr Zügellosigkeit darf man den US-Indizes – und hier insbesondere dem Nasdaq 100 und dem S&P500, attestieren, die auch an den Folgetagen nach der Ankündigung neue Hochs erreichen und in der Nähe ihrer Wochenhochs schließen konnten.
Der S&P500 bildete gar die größte bullische Wochenkerze seit Juni 2025 aus.

Earnings:
Am Freitag berichtete TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Europe) – s. Aktuelles vom 10.04.26 – einen Umsatzsprung von 35% für das 1. Quartal 2026. Die Reaktion fiel mit einem Plus von 1,4% eher verhalten aus. Kein Wunder: Hatten die Analysten dieses Ergebnis nahezu exakt geschätzt und die Marktteilnehmer die Party bereits gefeiert. In unserer neuen Sparte „Big Tech“ gibt’s eine Elliott-Wellen-Analyse für diesen wichtigen Titel.

Inflationsdaten:  Der PCE (Personal Consumption Expenditures)-Index – auf grund seiner robusten Berechnungsweise die für die FED maßgeblichste Kennziffer unter den Inflationsdaten – bewegte sich im Rahmen der Erwartungen, der CPI (Consumer Price Index) wies einen Anstieg auf.

Ausblick:
Wie geht es weiter?
Es gibt ein Dilemma, das Investoren und Tradern auch in der kommenden Woche erhalten bleibt. Welches? Nicht schwer zu erraten – der Nahostkonflikt.
Diesen Umstand bitten wir unsere Leser, trotz geltender Waffenruhe und auch bei optimistisch anmutenden Kursprognosen weiterhin im Hinterkopf zu behalten.

Wichtigstes Ereignis der kommenden Woche dürfte der Beginn der US-Berichtssaison sein, deren Startschuss traditionell mit den Quartalsergebnissen der Banken zusammenfällt.
Die Termine sind:
Montag: Goldman Sachs
Dienstag: JP Morgan, Wells Fargo, Citigroup
Mittwoch: Bank of America, Morgan Stanley

Zu den Berichtsterminen der US-Schwergewichte – sprich: der Magnificent Seven erscheint ein gesonderter Beitrag.
Hier wird auch in einem kurzen Exkurs eine Trading-Strategie zum Thema Berichtssaison vorgestellt.

Kurzfristig ist insbesondere den US-Indizes weiteres Aufwärtspotenzial zuzugestehen. Aus den bisherigen Kursstrukturen seit den Tiefs Ende März lassen sich ggf. nach kurzer Konsolidierung Ziele bis in den Bereich 25.557 – bis knapp 25.900 und in der Folge nach einer abermaligen Konsolidierung Ziele bis 26.172 bis 26.483 – also neuen Allzeithochs – herleiten. Eine Änderung wird zeitnah kommuniziert.

Folgender Chart zeigt diese Möglichkeiten für den Nasdaq 100:

Nasdaq Chart KW16

KW15

Rückblick:
Der Feiertags-Bias hat für Stabilisierung gesorgt. Der Dax schloss die Vorosterwoche ohne neues Verlaufstief mit grüner Wochenkerze ab, während seine US-amerikanischen Pendants noch ein weiteres Tief ausbildeten. Aber auch dort setzen lange grüne Kerzen im Wochenchart ein Ausrufezeichen.
Im Dow Jones und S&P500 endete somit eine Serie von fünf roten Wochenkerzen in Folge.
Inwieweit Monats- und Quartalswechsel – Stichwort: Window-Dressing – einen Beitrag geleistet haben, sei dahingestellt.
Politik:
Die Unsicherheit bzgl. des Nahostkonfliktes bleibt. Ultimatum ja, Ultimatum nein. Neues Ultimatum – ja, neues Ultimatum – nein?
Der Ölpreis spielt natürlich nach wie vor eine dominante Rolle.
Ausblick:
Termine:

In der neuen Woche dürften neben der Politik wichtige Inflationsdaten die Musik bestimmen:
Mittwoch – FOMC- Protokoll: Sitzungsprotokoll der US-Notenbank
Donnerstag: PCE (Personal Consumption Expenditures) – bevorzugtes Inflationsmaß der FED (US-Notenbank)
PPI (Producer Price index) – Erzeugerpreise
Freitag – CPI (Consumer Price Index) – Konsumentenpreise

Aktienindizes:
Der Blick auf die Aktienindizes läßt einen deutlichen „Willen“ zur Stabilisierung erkennen, s.o.: Obwohl die Nachrichtenlage sich in keinerlei Hinsicht gebessert hat – Mr. President stellt in immer kürzeren Zeitabständen ein nahendes Kriegsende in Aussicht und bleibt natürlich sowohl im Hinblick auf die Midterm-Elections als auch bodentiefer Umfragewerte unter Druck – reagieren die Aktienmärkte nicht mehr mit Ausflügen gen Süden.
Aus sentimenttechnischer Sicht spricht man davon, dass der Markt alles (bisher bekannte) Negative erst einmal eingepreist hat.

Die Aussicht auf die US-Berichtssaison ab der kommenden Woche und ein bevorstehender Dividendenrekord im Dax könnten die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer von geopolitischen Spannungen zumindest zeitweise ablenken. Darüber hinaus gehört der April auch unter saisonalen Gesichtspunkten zu den stärkeren Monaten im Jahr.

Fazit:
Sollten weitere – unerwartete – politische Störfeuer ausbleiben, gehen wir von einer mehrwöchigen Stabilisierung aus.
Eine großartige Übung für (künftige) Rebound- bzw. Retracement-Trader: Schaut Euch die Charts an – und notiert die zentralen Widerstände und Unterstützungen.
Ausgehend vom Monats- oder Wochenchart bis hinunter zu den Zeitebenen, auf denen Ihr (zukünftig) handeln möchtet!
Erläuterung und Beispiele findet Ihr unter Chartanalyse Level I, Unterstützung und Widerstand!

Alle genutzten Begriffe wie Sentiment – Fibonnacci – Gaps – Inflationsmaße, usw. werden von uns in separaten Beiträgen praxisnah erläutert.

Unten stehend ein aktueller Xetra-Dax-Tageschart:
Sowohl die Fibonnacci-Retracements als auch die Unter- und Oberkanten der eingezeichneten Gaps stellen potenzielle Rücklaufmarken dar.
Gaps (Kurslücken) tendieren dazu, früher oder später geschlossen zu werden.

Dax Chart KW15

KW14

Verkürzte Handelswoche – positiver Feiertagsbias?

Im Vorfeld wichtiger Feiertage steigt in der Regel nicht allein die Vorfreude auf die freie Zeit, sondern auch die Zuversicht der Marktteilnehmer an den Börsenplätzen. Dieses auch „Feiertags-Bias“ genannte Phänomen schlägt sich im langjährigen Vergleich in einer positiveren Performance für diese Zeiträume nieder. Aber zuerst ein Rückblick auf die vergangene Handelswoche:

Rückblick:
Der – wie berichtet – turbulente Wochenanfang mit Mr. Presidents Ankündigung eines quasi unmittelbar bevorstehendem Friedensabkommens wurde im Dax mit einer Handelsspanne von ca. 1.200 Punkten quittiert. Den Rest der Handelswoche verbrachte der Dax innerhalb dieser außergewöhnlichen Montagskerze – er bildete aus charttechnischer Sicht sog. Inside Bars aus, d.h. er konsolidierte die dynamische Bewegung.

Ganz wesentlich für’s Traden/Shorten: Wie bereits mehrfach erwähnt, steigt mit zunehmender Dauer besonders einer scharfen Abwärtsbewegung das Risiko heftigster Gegenbewegungen. Bestehende Gewinne aus Short-Positionen werden pulverisiert, spät eingegangene Short-Positionen rutschen vielleicht sogar ins Minus. Selbst ein protektiv eingezogener Stopp Loss-Kurs wird nur zu schlechteren Konditionen oder gar nicht ausgelöst.

Am Donnerstagabend folgten Nasdaq 100 und S&P500 unserem deutschen Leitindex und vollendeten ebenfalls eine obere Umkehr, der sich ein dynamischer Abverkauf am Freitag anschloss.

Ausblick:
Xetra-Dax:
Sollte weitere Schwäche auftreten, so bildet das noch offene Gap im Xetra-Dax bei 21.722-21.436 Punkten weiteren Support. Bei 21.438 liegt noch eine wichtige Fibonnacci-Projektion (Erklärung später.) Zuvor ist jedoch noch bei 21.863 – dem Vorwochentief – auf eine Gegenreaktion zu achten.

US-Aktienmärkte:
Im Nasdaq 100 ergibt sich aus der oberen Umkehr ein rechnerisches Ziel bei ca. 21.700. Das entspricht einem rechnerischen Abschlagspotential von ca. 2000 Punkten. Ob das Abschlagpotential unmittelbar ausgeschöpft wird, bleibt trotz des dynamischen Abverkaufs offen. Rein technisch befindet sich der Index im Tageschart unter dem unteren Rand des Bollinger Bandes, ist also deutlich überverkauft, so dass auf Gegenreaktionen zu achten ist.
Knapp unter 23.000 Punkten befindet sich der nächste Unterstützungsbereich – wie nachfolgender Chart zeigt.

Nasdaq KW 14

Im S&P 500 liegt das Ziel aus der oberen Umkehr bei ca. 6.100 Punkten.
Besorgniserregend ist, daß auch die Index-Schwergewichte – insbes. Meta, aber auch Alphabet – mittlerweile Verkaufssignale gegeben haben.
Wir werden in den kommenden Tagen Updates für diese Titel erstellen.
Das wichtigste Wirtschaftsdatum der Woche ist der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Die Börsen bei uns sind wegen Karfreitag geschlossen.


KW13 vom 23.03.-27.03.2026

Rückblick:
Der Nahostkonflikt und natürlich insbesondere die sich immer mehr abzeichnende Energiekrise mit ihren negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ließ die Zinsentscheidungen der Notenbanken verblassen – zumal wenig Überraschendes zu erwarten war und sich entsprechend auch wenig Überraschendes ereignet hat.
Auch der große Verfall brachte nur einen kurzen Aufwärtsmove im frühen Handel, bevor der Dax das in unserem Update vom 19.3.26 beschriebene Top bestätigte. Der Wochenverlust betrug ca. 6,4%, der gesamte Rückgang seit dem Allzeithoch etwas mehr als 12%. Nach der starken Rallye der vergangenen Jahre ist ein Kursverlust in dieser Größenordnung – auch ohne ein kriegerisches Ereignis – immer einzukalkulieren. Dennoch ist der Dax im direkten Vergleich zum S&P500 deutlich schwächer. Dort betrug der Kursrückkgang in der Spitze  ca. 7,7%.

Ausblick:

Die nächstgelegene Unterstützungszone bei 22.254 ist für den Xetra-Dax zu Wochenbeginn in Reichweite und mögliche Reaktionsmarke – von Norden wie von Süden – sollte er darunter gappen. Darunter warten ca. 21.700-21.800.
Wichtig zur Struktur: Sollte der Dax in eine sich beschleunigende Abwärtsbewegung übergehen, sind deutlich tiefere Ziele wahrscheinlich (Unser genanntes Ziel aus der Oberen Umkehr bei 20.700-20.400 und sogar Richtung der 2025ger April-Tiefs.)
Nachfolgender Chart zeigt den Xetra-Dax im Wochenchart.
KW 13 Xetra-Dax im Wochenchart.
Der S&P500 hat einen wichtigen Supportbereich kurzfristig unterschritten, und es bleibt abzuwarten, ob hier eine zumindest temporäre Erholung stattfinden kann. Falls nicht, könnte auch hier das Szenario einer sich beschleunigenden Abwärtsbewegung Wirklichkeit werden.
Im Hinterkopf behalten sollte man:
Ein nicht unerheblicher Teil der Marktteilnehmer rechnet mit baldigen Maßnahmen zur Eindämmung der Krise, da als politisches US-Großereignis die sog. Midterm elections im November anstehen.
KW 13 S&P500

KW12 vom 16.03.-20.03.2026

Knapp drei Handelstage lang gelang es dem Dax, sich in der Spanne der Vorwochenbewegung zu halten.
Am gestrigen Mittwoch jedoch stürzte der Dax ab Mittag in die Tiefe – ausgelöst durch eine Verschärfung des Nahostkonflikts.

Inzwischen hat er den Bereich des Vorwochentiefs nach unten verlassen und dami aus charttechnischer Sicht eine größere Topbildung vervollständigt, die ein rechnerisches (!) Ziel bei ca. 20.400 vorsieht. Nur eine schnelle Rückkehr in die alte Handelsspanne kann dieses Signal neutralisieren. Zu beachten ist jedoch, daß der Markt bereits jetzt sehr überverkauft ist, was oftmals zu schnellen, scharfen Gegenbewegungen führt.
Am morgigen Freitag wartet darüber hinaus der große Verfall. (Erklärung folgt später!)

Bemerkenswert am heutigen Donnerstag war die sehr schwache Gegenreaktion des Index im Bereich der Vorwochentiefs – zwei Reaktionen mit einer Spanne von nur 70 bzw. 80 Punkten, die weitere Schwäche wahrscheinlicher werden ließen.
DAX Wochenausböick KW 12

Dax im Tageschart

DAX KW 12 im Tageschart


KW11 vom 09.03. – 13.03.2026

Wochenausblick-KW12-Screenshot 2026-03-16 083443

Rückblick
Das Wochentief im Xetra-Dax wie auch den US-Indizes wurde am Montag zu Handelsbeginn bei 22.927 Punkten ausgebildet. Es entstand eine große, grüne Tageskerze – eine sog. Trendkerze, d.h. der Eröffnungskurs entspricht mit geringer Abweichung dem Tagestief, der Schlusskurs mit geringer Abweichung dem Tageshoch – , der auch am Dienstag weitere Kursgewinne folgten, die das Hoch der abgelaufenen Handelswoche bildeten. An den folgenden Handelstagen verblieb der Dax innerhalb der Spanne der ersten beiden Handelstage. Die sich zunehmend eintrübende Stimmung trieb den Index im Wochenverlauf jedoch zunehmend dem unteren Ende entgegen.
Neben den kriegerischen Nahost-Auseinandersetzungen treten zunehmend die Sorge um den Private-Credit Markt sowie Befürchtungen vor den Folgen höherer Energiepreise in Form steigender Inflation, die wiederum nicht nur an den Zapfsäulen sichtbar bleibt, sondern auch perspektivisch auf Güter des täglichen Bedarfs durchschlagen und insgesamt die wirtschaftliche Aktivität hemmen dürfte.

Aus Sicht der Börse ist das Inflationsszenario schon Realität: So hat der Euro-Bund-Future nach ziemlich exakt einjähriger Korrektur neue Mehrjahrestiefs ausgebildet.

Der USD wird weiterhin als sicherer Hafen angesehen und konnte auch gegenüber Euro/USD zulegen. Die Edelmetalle hingegen verbleiben im Seitwärtsmodus und können somit auch in dieser Woche ihrer Rolle als Krisen-Asset nicht gerecht werden. (Warum dies eher typisch ist, erklären wir an späterer Stelle.)

Ausblick:
Mit der US-Fed-Zinsentscheidung am Mittwoch und dem ersten großen Verfall im Jahr 2026 am kommenden Freitag stehen gleich zwei hochkarätige, traditionell kursbewegende Ereignisse auf der Agenda.
Der weitere Kursverlauf in den Aktienindizes bleibt nicht nur aufgrund der Kriegsereignisse schwierig einzuschätzen. Auch im Bereich Private Credit Funds brodelt es mittlerweile deutlich. Hierzulande sollte dem Kurs der Deutschen Bank – s. auch unsere Meldung unter Aktuelles – nach Bekanntgabe ihrer Beteiligungen im Private Credit Bereich im aktuellen Geschäftsbericht und vor allem der darin geäußerten Absicht, ihre Engagements weiter ausbauen zu wollen – besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Aber auch die US-Banken sollten – nach den deutlichen Abgaben zum Wochenschluss – weiterhin unter Beobachtung stehen.


Entlang der anstehenden Termine wäre eine Seitwärtsbewegung innerhalb der Vorwochenspanne denkbar.
Bei aufkommender Schwäche wäre auf der Unterseite auch ein leichtes Unterschreiten des Vorwochentiefs mit anschließender Gegenbewegung vorstellbar, was eine sehr kurzfristige, hochspekulative Tradingmöglichkeit ergeben könnte.
Im beigefügten Chart sind gestaffelte Widerstände und Unterstützungen exemplarisch eingezeichnet. (Zu diesem zentralen Konzept der Technischen Analyse erscheint in Kürze ein ausführlicher Beitrag. Ebenso zum großen Verfall bzw. Hexensabbat).
Sollten sich im Wochenverlauf signifikante Änderungen ergeben, werden wir ein Update erstellen.

Termine
Mi – Fed-Zinsentscheid – Schwacher Arbeitsmarkt vs. Inflationsschub durch Energiepreise; schwaches 4. Quatal mit lediglich 0,7% BIP-Wachstum
Frei, 20.3.26 – Hexensabbat/großer VerfallRückblick:
US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag schickt Börsen gen Süden
US-Wirtschaft verliert 92.000 Jobs im Februar
Krieg im Iran/Nahen Osten: Weiterer Verlauf schwer absehbar/Ölpreis haussiert

Dax mit deutlicher Underperformance gegenüber US-Märkten
Charttechnisch dominiert eine lange rote Kerze im Wochenchart mit Schluss nahe Wochentief. (ca. -6,3% im Xetra-Dax).
Der im Dax-Update skizzierte Unterstützungsbereich wurde knapp getroffen. Ca. 300 Punkte ging es von dort aus aufwärts.
Ähnliches Kursverhalten zeigte sich im S&P500, s. auch unser Update vom 3.3.26.
Wichtig für alle Trader: Die hier beispielhaft aufgeführten Countertrend-Trades von gut identifizierbaren Unterstützungsbereichen aus sollten natürlich mit hohem Risikobewusstsein bzgl. Positionsgröße und Haltedauer bedacht werden. So sollte selbstverständlich eine das Wochenende einschliessende Haltedauer vermieden werden.
Berichtssaison: Positive Kursreaktionen auf Quartalsberichte von Broadcom (+4,8%) und Marwell Technologies (+18%).

Ausblick:
Wichtige Wirtschaftsdaten:
Mi – CPI – US-Consumer Price Index
Frei – PPI – US-Production Price Index
Kommentar: Der durch den Nahost-Konflikt ausgelöste Ölpreisschub (Brent in der Nacht zum Montag in der Spitze + 25%) läßt ungute Erinnerungen an den Ausbruch des Ukraine-Konflikts aufkommen. Insbesondere befürchtet wird ein durch hohe Energiepreise ausgelöster kräftiger Inflationsschub – der zur Vollbremsung von Wirtschaft und Konsum führen könnte.

Kapitalmärkte:
Noch ein kurzer Rückblick, dieses Mal auf die sog. Krisenassets (d.s. Anlagen, die bei aufkommender Unsicherheit/Panik für aus Verkäufen freiwerdendes Kapital gesucht sind.)
Mit Kriegsausbruch erschien plötzlich wieder der US-Dollar als sog. „Safe Haven“-Asset, das Gold als klassiches Krisen-Asset konnte nicht profitieren und verbleibt in seiner volatilen Seitwärtsbewegung.
Gleichfalls unter Druck gerieten die Kurse von Staatsanleihen – der deutsche Bund-Future markierte am heutigen Montagmorgen nach über 2jähriger Seitwärtsspanne ein neues Verlaufstief. Folgerichtig steigen die Zinsen für die 10jährige Bundesanleihe.

Aktienmärkte:
Dax – Xetra
Die in unserem Update vom 3.3.26 genannte Unterstüzungszone wurde – am heutigen Montag erneut mit einer Kurslücke zu Handelsbeginn unterboten.
Stützend wirkt hier ein wichtiges Fibonnacci-Retracement (61,8% Retracement der gesamten Strecke vom signifikanten April-Tief aus 2025 bis zum Allzeithoch bei 25.507 vom 12.1.2026), das bei 22.830 zusammen mit dem Kursbereich von 22.578/22.439/22.280 den Kursrückgang zumindest vorübergehend bremsen könnte.
Im Laufe der Woche werden – abhängig vom Kursgeschehen – weitere Updates erscheinen.

Analystenkommentar…
…US-Aktienmarkt insgesamt weiter nahe seines Rekordhochs notiert, zeigen einzelne Titel deutlich stärkere Schwankungen. Unter der Oberfläche der Indizes gebe es ungewöhnlich große Kursbewegungen,
-> Hindenburg-Syndrom: demnächst mehr dazu.


KW10 vom 02. – 06.03.2026

DAX–Ausblick:
Hieß es im ersten Entwurf zu dieser Rubrik am Freitagabend noch „Geopolitische Spannungen belasten weiterhin -> Ölpreis beachten“, so diktieren die Ereignisse vom Wochenende die erwartete Richtung an den Börsen wie folgt:
Die Indizes waren in der abgelaufenen Woche weiterhin in ihrer mehrmonatigen Range (Handelsspanne) gefangen. Zum Wochenbeginn werden nachgebende Kurse  erwartet. Das Ausmaß und die Dauer dieser Kursreaktion sind momentan schwer abzuschätzen. Weiten sich die militärischen Auseinandersetzungen aus? Wird das iranische Regierungssystem abgelöst? Wie schwer sind die wirtschaftlichen Schäden durch die Sperrung/Einschränkung des Verkehrs auf der Straße von Hormus? Wie reagiert der Ölpreis? Diese und weitere Fragen werden das Marktgeschehen in den nächsten Tagen dominieren.

Bevor wir die Aktienindizes näher beleuchten, müssen wir den Blick noch auf ein weiteres (unerfreuliches) Thema richten. Am Freitag kam es zu deutlichen Kursverlusten bei Finanzwerten. Eine Folge zunehmender Besorgnis bzgl. der immensen (Über-)Investitionen in die KI bzw. KI-Infrastruktur. Background-Infos gibt es in Kürze hier. Ebenso wie Chartanalysen ausgewählter Finanztitel. 

Doch nun zu den Aktienindizes:
Rückblick: Der Dax imponierte – wie schon seit Anfang des Jahres – mit relativer Stärke (er war im Vergleich bullischer) gegenüber den US-Indizes – die Kursmuster waren jedoch korrektiv (viele Überschneidungen/Überlappungen) und lassen anschließende Korrektur erwarten. Überschneidungen/Überlappungen signalisieren eine Pause in einem Trend.

Der Xetra-Dax wird heute mit einer gewaltigen Kurslücke (Gap) eröffnen. Im Chart eingezeichnet sind mögliche Unterstützungsbereiche (Supportbereiche), an denen der Kurs zumindest vorübergehend Halt finden kann. Diese Supportbereiche gilt es zu beobachten.

Chart Dax vom 02.03.2026

US-Indizes
Der S&P500 bildete bereits seit Ende Januar eine Seriefallender Hochs, eine sehr moderate Konsolidierung (Kursrückgang)setzte ein.

Der beigefügte Chart zeigt einen sehr markanten Supportbereich (Unterstützung) bei ca. 6630-6600 Punkten. Dieser setzt sich zusammen aus einem 78,6% Retracement und der unter Investoren viel beachteten 200-Tage-Linie (Durchschnitt der letzten 200 Tage) (Als Beispiel dient der Future auf den S&P500). In diesem Bereich dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Gegenreaktion kommen, d.h. der Kurs dürfte – zumindest im ersten Anlauf – wieder ein Stück nach Norden laufen.
Von diesem Bereich sind wir am heutigen Montag noch ein gutes Stück entfernt.

Chart S&P 500 vom 02.03.2026


KW9 – Woche vom 23.02.- 27.02.2026

Dax Futures.

Geopolitische Spannungen – Iran-Krise – Ölpreis als Krisenindikator
Reaktion auf Supreme Court Urteil u. „neue Trump-Zölle“
-> Moderate Abgaben in Europa/Dax
-> Edelmetalle gesucht
-> Kryptos – weiterhin sehr schwach
Earnings:
Mittwoch Nvidia – Highlight der Woche
Do Salesforce
Markttechnik:
Hohe Put-Call Ratio US-Indizes
-> Erholung begünstigt?Zyklen:
20-Tage-Tief Dax – ca. Mitte der Woche
Für nachhaltigen Ausbruch aus der (aufgeweiteten) Schiebezone seit Juni ’25 fehlen Treiber und Momentum.
200-Tage-Linie 24.100.
s. Chart FDax

Zu beachten:
Monatswechsel/Freitag letzter Handelstag im Februar

Avi Gilburt: Elliottwavetrader…
We have already written an article debunking BAC’s own claim that its balance sheet and overall position have improved massively since 2009. And, as we concluded, there are issues sitting within BAC’s balance sheets that could lead to worse consequences than what they experienced during the Great Financial Crisis. In this article, we take a fresh look at the bank and its FY2025 financial results. And, it does not look any better….


Microsoft Chart 23-02-26

Viel zu lesen war in den letzten Jahren über die sog. Magnificent 7, die wir hier der Reihe nach beleuchten werden. 
Microsoft
Nach langanhaltendem Hype mit satten Kursgewinnen ist die Aktie nach einem Allzeithoch bei 555,45USD Ende Juli 2025 in eine Konsolidierung eingetreten.
Bis heute hat der Titel ca. 30% seines Wertes abgegeben.
Soll man jetzt wieder einsteigen? Ein Blick auf den Chart hilft hier weiter.

Stand Chart: 23.2.2026, 1 Kerze – 1 Woche

Wir sehen den Bereich um 340 USD als starke Unterstützung (Fibunacci) eingezeichnet.
Was bedeutet das?
Das bedeutet, dass mehrere Chartparameter in diesem Bereich ein sog. Cluster bilden.
Oder auch: Viele Hände halten den Kurs.
In diesem Fall handelt es sich um Fibonnacci-Parameter. (Detaillierte Erklärung folgt später!)

Muss der Kurs dorthin kommen? Nein. Aber wenn er dorthin kommt, wird er für uns möglicherweise interessant.
Und wir werden ein Beispiel konstruieren, wie, d.h. mit welchen Instrumenten wir eine solche Situation für einen Trade nutzen können.
Bis dahin steht er bei uns unter Beobachtung (D.h. er kommt auf die Watchlist.)


JPMorgan-CEO Jamie Dimon zeigt sich weniger optimistisch als andere Führungskräfte bezüglich der Aussichten für den Rest des Jahres. Er verweist auf erhöhte Sorgen um Geopolitik, Defizite und Handelsfragen, die die Wirtschaft belasten könnten und die wir mit ihm durchaus teilen.


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Sammlung Europa

Meine-börse Veröffentlicht am 20. Februar 2026 von Franz4. September 2026

Seite 1 – Einträge 1–100

Name Datum Kurs Veränderung in % Chart
ATX 03.06.2026 6.106,13 € Chart ansehen
ATX 04.09.2026 6.835,57 € +11,95 % Chart ansehen
DAX 03.06.2026 24.852,70 € Chart ansehen
DAX 04.09.2026 25.999,44 € +4,61 % Chart ansehen
EuroStoxx 03.06.2026 6.062,85 € —
EuroStoxx 04.09.2026 6.376,56 € +5,17 % —
MDax 03.06.2026 32.726,38 € Chart ansehen
MDax 04.09.2026 32.382,47 € -1,05 % Chart ansehen
SMI 03.06.2026 13.221,04 CHF Chart ansehen
SMI 04.09.2026 14.389,58 CHF +8,84 % Chart ansehen
TecDax 03.06.2026 4.170,39 € Chart ansehen
TecDax 04.09.2026 4.038,96 € -3,15 % Chart ansehen
UK 100 03.06.2026 10.355,72 £ Chart ansehen
UK 100 04.09.2026 10.827,30 £ +4,55 % Chart ansehen
1&1 AG 11.06.2026 24,25 € —
ABB Ltd 21.05.2026 89,28 € Chart ansehen
ABB Ltd 04.09.2026 82,48 € -7,62 % Chart ansehen
adidas AG 09.06.2026 164,15 € —
adidas AG 04.09.2026 149,55 € -8,89 % —
AeroVironment Inc 28.05.2026 165,950 € Chart ansehen
AeroVironment Inc 04.09.2026 147,21 $ -11,29 % Chart ansehen
Air France-KLM S.A 08.07.2026 13,300 € Chart ansehen
Airbus SE 05.06.2026 176,28 € —
Airbus SE 03.09.2026 193,32 € +9,67 % —
Aixtron 15.06.2026 56,760 € Chart ansehen
Aixtron 04.09.2026 35,70 € -37,10 % Chart ansehen
AIXTRON SE 09.06.2026 56,36 € —
AIXTRON SE 14.06.2026 57,00 € +1,14 % —
Aker Solutions ASA 06.05.2025 4,152 € Chart ansehen
Aker Solutions ASA 04.09.2026 42,24 kr +917,34 % Chart ansehen
ALCON N 05.06.2026 57,26 € —
Alibaba Group (ADR) 27.08.2026 101,80 € Chart ansehen
Alibaba Group (ADR) 04.09.2026 111,81 $ +9,83 % Chart ansehen
American Airlines Group Inc 24.07.2026 13,056 € Chart ansehen
American Airlines Group Inc 04.09.2026 12,97 $ -0,66 % Chart ansehen
Amkor Technology Inc 28.07.2026 47,010 € Chart ansehen
Amkor Technology Inc 04.09.2026 46,94 $ -0,15 % Chart ansehen
Amrize AG 01.06.2026 46,42 € —
Andritz AG 05.06.2026 77,50 € —
Anheuser-Busch InBev SA/NV 06.05.2025 68,98 € Chart ansehen
Anheuser-Busch InBev SA/NV 04.09.2026 68,70 € -0,41 % Chart ansehen
ArcelorMittal S.A 08.07.2026 55,68 € Chart ansehen
ArcelorMittal S.A 04.09.2026 76,07 $ +36,62 % Chart ansehen
Aroundtown SA 09.06.2026 2,19 € —
AT&S Austria Techn.&Systemt.AG 09.06.2026 138,40 € —
Atlassian Corporation (vorbörslich) 01.05.2026 84,1100 € Chart ansehen
Atlassian Corporation (vorbörslich) 04.09.2026 194,68 $ +131,46 % Chart ansehen
ATOSS Software AG 20.05.2026 80,30 € —
Aurubis AG 09.06.2026 202,60 € —
Aurubis AG 03.09.2026 171,80 € -15,20 % —
Auto1 Group 08.06.2026 21,16 € —
BASF SE 09.06.2026 48,88 € —
BASF SE 27.08.2026 51,68 € +5,73 % —
BAWAG Group AG 05.06.2026 151,10 € —
Bayer AG 12.05.2026 38,01 € Chart ansehen
Bayer AG 04.09.2026 49,03 € +28,99 % Chart ansehen
Bechtle AG 08.05.2026 32,02 € Chart ansehen
Bechtle AG 04.09.2026 36,36 € +13,55 % Chart ansehen
Beiersdorf AG 10.06.2026 70,48 € —
Beiersdorf AG 26.08.2026 81,28 € +15,32 % —
Big Yellow Group PLC 24.08.2026 10,000 € Chart ansehen
Bilfinger SE 22.05.2026 86,85 € —
BioNTech SE (ADR) 06.05.2025 79,500 € Chart ansehen
BioNTech SE (ADR) 04.09.2026 102,88 $ +29,41 % Chart ansehen
BMW AG 17.06.2026 63,72 € —
BMW AG 01.09.2026 62,64 € -1,69 % —
Brenntag AG 09.06.2026 54,64 € —
CA Immobilien Anlagen AG 29.05.2026 24,25 € —
CANCOM SE 04.06.2026 26,85 € —
CANCOM SE 03.09.2026 22,50 € -16,20 % —
Carl Zeiss Meditec AG 12.05.2026 24,46 € Chart ansehen
Carl Zeiss Meditec AG 04.09.2026 31,82 € +30,09 % Chart ansehen
CATL Contemporary Amperex Technology Registered Shares A HD 1 23.06.2026 79,110 € Chart ansehen
Ceconomy AG 04.09.2026 3,88 € -95,92 % Chart ansehen
Cie Financière Richemont AG 01.06.2026 183,85 € —
Coca-Cola HBC AG 08.05.2026 49,450 € Chart ansehen
Coca-Cola HBC AG 04.09.2026 88,81 $ +79,60 % Chart ansehen
Commerzbank AG 22.05.2026 36,10 € —
Commerzbank AG 04.09.2026 40,68 € +12,69 % —
Continental AG 05.06.2026 69,08 € —
Continental AG 02.09.2026 71,32 € +3,24 % —
Corcept Therapeutics Inc 30.07.2026 96,340 € Chart ansehen
Corcept Therapeutics Inc 04.09.2026 112,80 $ +17,09 % Chart ansehen
CTS Eventim AG & Co. KGaA 03.06.2026 58,00 € —
Daimler Truck Holding 22.05.2026 40,010 € Chart ansehen
Daimler Truck Holding 04.09.2026 45,10 € +12,72 % Chart ansehen
DAX erholt sich. Kurs heute: 30.06.2026 24.831,92 € Chart ansehen
DAX erholt sich. Kurs heute: 04.09.2026 25.999,44 € +4,70 % Chart ansehen
Delivery Hero SE 01.06.2026 36,32 € —
Delivery Hero SE 20.07.2026 38,96 € +7,27 % —
Deutsche Bank AG 21.05.2026 28,21 € —
Deutsche Bank AG 02.09.2026 34,81 € +23,40 % —
Deutsche Börse AG 03.06.2026 242,20 € —
Deutsche Börse AG 19.08.2026 277,70 € +14,66 % —
Deutsche Lufthansa AG 15.05.2026 7,91 € —
Deutsche Lufthansa AG (vorbörslich) 06.05.2025 7,832 € Chart ansehen
Deutsche Lufthansa AG (vorbörslich) 04.09.2026 7,74 € -1,17 % Chart ansehen
Deutsche Post AG 08.06.2026 51,22 € —
Deutsche Telekom AG 12.06.2026 28,10 € Chart ansehen
Deutsche Telekom AG 04.09.2026 28,45 € +1,25 % Chart ansehen
Seite 2 – Einträge 101–200
Name Datum Kurs Veränderung in % Chart
Deutz AG 07.05.2026 11,13 Chart ansehen
Deutz AG 04.09.2026 12,85 € +15,45 % Chart ansehen
DMC Global Inc 30.07.2026 5,650 € Chart ansehen
DMC Global Inc 04.09.2026 6,92 $ +22,48 % Chart ansehen
DO & CO AG 29.05.2026 187,40 € —
Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz 15.05.2026 82,30 € —
Dürr AG 12.05.2026 21,20 € Chart ansehen
Dürr AG 04.09.2026 18,10 € -14,62 % Chart ansehen
E.ON SE 04.06.2026 18,02 € —
E.ON SE 27.08.2026 17,44 € -3,22 % —
Eckert & Ziegler AG 28.05.2026 15,62 € —
Elmos Semiconductor SE 06.05.2025 192,200 € Chart ansehen
Elmos Semiconductor SE 04.09.2026 137,60 € -28,41 % Chart ansehen
ENEL S.p.A 19.05.2026 9,538 € Chart ansehen
ENEL S.p.A 04.09.2026 9,06 € -5,01 % Chart ansehen
Erste Group Bank AG 09.06.2026 100,50 € —
EVN AG 02.06.2026 28,85 € —
Evonik Industries AG 05.06.2026 15,66 € —
Evotec SE 14.05.2026 4,59 € —
Evotec SE 04.09.2026 3,31 € -27,89 % —
flatexDEGIRO AG 01.05.2026 30,48 € —
Fraport AG 06.05.2025 67,45 € —
freenet AG 21.05.2026 26,06 € —
freenet AG 01.09.2026 24,54 € -5,83 % —
Fresenius Medical Care KGaA 05.06.2026 37,53 € —
Fresenius SE & Co. KGaA 03.06.2026 36,42 € —
Fresenius SE & Co. KGaA 01.09.2026 45,49 € +24,90 % —
Fuchs SE Vz 27.07.2026 40,28 € —
Fuchs SE Vz 04.09.2026 40,88 € +1,49 % —
GEA Group AG 14.05.2026 54,20 € —
Geberit AG 14.05.2026 548,20 € —
Givaudan SA 09.06.2026 3.179,00 € —
Hannover Rück SE 26.05.2026 243,00 € Chart ansehen
Hannover Rück SE 04.09.2026 262,00 € +7,82 % Chart ansehen
Heidelberg Materials AG 04.06.2026 175,20 € —
Heidelberg Materials AG 03.09.2026 163,65 € -6,59 % —
Heidelberger Druckmaschinen AG 19.08.2026 1,366 € Chart ansehen
Heidelberger Druckmaschinen AG 04.09.2026 1,45 € +6,15 % Chart ansehen
Helios Technologies Inc 12.05.2026 61,500 € Chart ansehen
Helios Technologies Inc 04.09.2026 72,11 $ +17,25 % Chart ansehen
HELLA GmbH & Co. KGaA 27.07.2026 69,30 € —
Henkel AG & Co. KGaA Vz 10.06.2026 68,32 € —
Henkel AG & Co. KGaA Vz 27.08.2026 75,24 € +10,13 % —
Hensoldt AG 71,74DEUR −3,88 16.06.2026 70,66 € Chart ansehen
Hensoldt AG 71,74DEUR −3,88 04.09.2026 81,90 € +15,91 % Chart ansehen
HENSOLDT AG Inhaber-Aktien o.N 01.06.2026 83,28 € Chart ansehen
HENSOLDT AG Inhaber-Aktien o.N 04.09.2026 81,90 € -1,66 % Chart ansehen
Hermes International S.C.A 11.06.2026 1.616,500 € Chart ansehen
HOCHTIEF AG 13.05.2026 504,500 € Chart ansehen
HOCHTIEF AG 04.09.2026 422,80 € -16,19 % Chart ansehen
Holcim Ltd 07.05.2026 81,14 € —
Honda Motor Co. Ltd 15.05.2026 7,585 € Chart ansehen
HUGO BOSS AG 12.06.2026 39,41 € —
HUGO BOSS AG 03.09.2026 38,55 € -2,18 % —
Infineon 15.06.2026 79,660 € Chart ansehen
Infineon 04.09.2026 56,74 € -28,77 % Chart ansehen
Infineon Technologies AG 09.06.2026 77,77 € —
Infineon Technologies AG 14.06.2026 80,06 € +2,94 % —
IONOS Group SE 09.06.2026 29,64 € —
JENOPTIK AG 08.06.2026 42,44 € —
K+S Aktiengesellschaft 09.06.2026 13,68 € —
KION Group 39,96DEUR +2,68 16.06.2026 41,38 € Chart ansehen
KION Group 39,96DEUR +2,68 04.09.2026 44,89 € +8,48 % Chart ansehen
KION GROUP AG 04.06.2026 40,48 € —
KION GROUP AG 03.09.2026 43,59 € +7,68 % —
KLX Energy Services Hldgs Inc 13.05.2026 3,240 € Chart ansehen
KLX Energy Services Hldgs Inc 04.09.2026 1,53 $ -52,78 % Chart ansehen
Klöckner & Co SE 04.06.2026 11,400 € Chart ansehen
Klöckner & Co SE 17.08.2026 12,22 € +7,19 % Chart ansehen
Knorr-Bremse AG 19.05.2026 103,80 € Chart ansehen
Knorr-Bremse AG 04.09.2026 103,70 € -0,10 % Chart ansehen
KONTRON AG O.N 07.05.2026 22,72 € —
Kratos Defense & Security Sol 28.05.2026 52,760 € Chart ansehen
Kratos Defense & Security Sol 04.09.2026 48,10 $ -8,83 % Chart ansehen
KRONES AG 08.05.2026 129,00 € —
Kuehne + Nagel International AG 02.06.2026 200,40 € —
Kurs heute: 12.06.2026 24.166,50 € Chart ansehen
Kurs heute: 04.09.2026 25.999,44 € +7,58 % Chart ansehen
LANXESS AG 21.07.2026 14,57 € —
LANXESS AG 04.09.2026 15,66 € +7,48 % —
LEG Immobilien AG 29.05.2026 56,15 € —
LEG Immobilien AG 04.09.2026 48,22 € -14,12 % —
Lenzing AG 14.05.2026 24,35 € —
Levi Strauss & Co 09.07.2026 20,010 € Chart ansehen
Levi Strauss & Co 04.09.2026 20,70 $ +3,45 % Chart ansehen
Logitech International S.A. 04.09.2026 87,22 € —
Lonza Group AG 09.06.2026 528,80 € —
LPKF Laser & Electronics SE 24.07.2026 14,75 € Chart ansehen
LPKF Laser & Electronics SE 04.09.2026 25.999,44 € +176167,39 % Chart ansehen
Maplebear Inc 25.08.2026 44,593 € Chart ansehen
Maplebear Inc 04.09.2026 51,72 $ +15,98 % Chart ansehen
Mercedes-Benz AG 17.06.2026 47,51 € —
Mercedes-Benz AG 01.09.2026 46,94 € -1,20 % —
Merck KGaA 05.06.2026 139,25 € —
Merck KGaA 03.09.2026 137,80 € -1,04 % —
Mercury Systems Inc 19.08.2026 90,580 € Chart ansehen
Mercury Systems Inc 04.09.2026 84,71 $ -6,48 % Chart ansehen
MTU Aero Engines AG 12.05.2026 293,50 € —
MTU Aero Engines AG 01.09.2026 343,20 € +16,93 % —
Münchener Rück. (Munich Re) AG 01.05.2026 511,60 € —
Seite 3 – Einträge 201–300
Name Datum Kurs Veränderung in % Chart
Münchener Rück. (Munich Re) AG 03.09.2026 524,60 € +2,54 % —
Nemetschek SE 05.06.2026 66,50 € —
Nemetschek SE 03.09.2026 67,90 € +2,11 % —
Nestlé S.A. 05.06.2026 83,29 € —
Nordex SE 03.06.2026 40,62 € —
Nordex SE 28.08.2026 39,32 € -3,20 % —
Novartis AG 02.06.2026 124,70 € —
OMV AG 09.06.2026 58,75 € —
Ottobock SE & Co. KGaA 09.06.2026 51,50 € —
Palfinger AG 28.05.2026 34,70 € —
Partners Group Holding AG 09.06.2026 773,60 € —
Porch Group 30.07.2026 12,410 € Chart ansehen
Porch Group 04.09.2026 18,06 $ +45,53 % Chart ansehen
Porr AG 09.06.2026 38,70 € —
Porsche AG Vz 04.05.2026 39,89 € Chart ansehen
Porsche AG Vz 04.09.2026 44,50 € +11,56 % Chart ansehen
Porsche Automobil Holding SE 04.09.2026 28,59 € —
Power Solutions Intl Inc 12.05.2026 34,970 € Chart ansehen
Power Solutions Intl Inc 04.09.2026 36,42 $ +4,15 % Chart ansehen
PUMA SE 05.06.2026 27,52 € —
PUMA SE 03.09.2026 23,84 € -13,37 % —
PVA TePla AG 28.07.2026 33,90 € —
Qiagen N.V. 04.06.2026 31,21 € —
Qiagen N.V. 04.09.2026 38,15 € +22,24 % —
Raiffeisen Bank International 01.06.2026 48,96 € —
RATIONAL AG 01.05.2026 618,50 € —
RATIONAL AG 03.09.2026 612,50 € -0,97 % —
Redcare Pharmacy N.V. 04.06.2026 50,10 € —
RENK GROUP AG INH O.N. 08.06.2026 50,31 € —
Rheinmetall AG 05.05.2026 1.368,40 € —
Rheinmetall AG 03.09.2026 1.070,20 € -21,79 % —
Roche Holding AG 05.06.2026 353,80 € —
RTL Group S.A. 01.05.2026 33,00 € —
RTL Group S.A. 27.08.2026 32,40 € -1,82 % —
RWE AG 05.06.2026 55,70 € —
RWE AG 01.09.2026 59,19 € +6,27 % —
Ryanair Holdings PLC 19.05.2026 23,200 € Chart ansehen
Ryanair Holdings PLC 04.09.2026 101,71 $ +338,41 % Chart ansehen
Salzgitter AG 03.06.2026 65,15 € —
Salzgitter AG: 52,30DEUR 10.07.2026 53,30 € Chart ansehen
Salzgitter AG: 52,30DEUR 04.09.2026 58,90 € +10,51 % Chart ansehen
Samsung Electronics (GDR) 26.06.2026 4.680,000 € Chart ansehen
SAP SE 29.05.2026 151,420 € Chart ansehen
SAP SE 04.09.2026 186,02 € +22,85 % Chart ansehen
Sartorius AG Vz. 22.05.2026 237,10 € —
Sartorius AG Vz. 26.08.2026 242,80 € +2,40 % —
SBO AG 29.05.2026 33,65 € —
Schaeffler AG 05.06.2026 9,59 € —
SCHOTT PHARMA INH O.N 09.07.2026 19,220 € Chart ansehen
SCHOTT PHARMA INH O.N 04.09.2026 23,15 € +20,45 % Chart ansehen
Scout24 SE NA O.N 04.06.2026 72,70 € Chart ansehen
Scout24 SE NA O.N 04.09.2026 77,65 € +6,81 % Chart ansehen
Siemens AG 04.06.2026 273,40 € —
Siemens AG 27.08.2026 285,55 € +4,44 % —
Siemens Energy AG 10.06.2026 149,60 € —
Siemens Energy AG 02.09.2026 142,18 € -4,96 % —
Siemens Healthineers 11.06.2026 34,88 € Chart ansehen
Siemens Healthineers 04.09.2026 39,06 € +11,98 % Chart ansehen
Siemens Healthineers AG 08.06.2026 34,04 € —
Sika AG 02.06.2026 162,80 € —
Siltronic AG 09.06.2026 94,65 € Chart ansehen
Siltronic AG 04.09.2026 77,45 € -18,17 % Chart ansehen
Siltronic. 93,90DEUR+6,20 15.06.2026 96,05 € Chart ansehen
Siltronic. 93,90DEUR+6,20 04.09.2026 77,70 € -19,10 % Chart ansehen
SK Hynix (GDR) 26.06.2026 1.505,000 € Chart ansehen
SMA Solar Technology AG 09.06.2026 56,15 € —
SMA Solar Technology AG 02.09.2026 54,95 € -2,14 % —
SONY Corp 31.07.2026 20,510 € Chart ansehen
SONY Corp 04.09.2026 24,96 $ +21,70 % Chart ansehen
Strabag SE 04.06.2026 93,90 € —
Ströer SE & Co. KGaA 29.05.2026 37,32 € —
SUSS MicroTec SE 09.06.2026 91,50 € —
Swiss Life Holding AG 20.05.2026 922,00 € —
Swisscom AG 09.07.2026 669,00 € —
SX5E (EuroStoxx) 28.05.2026 6.055,11 € Chart ansehen
SX5E (EuroStoxx) 04.09.2026 6.376,56 € +5,31 % Chart ansehen
Symrise AG 22.05.2026 77,88 € —
Symrise AG 01.09.2026 93,30 € +19,80 % —
TAG Immobilien AG 10.06.2026 12,87 € —
Taiwan Semiconductor Manufacturing (ADR) 24.06.2026 392,000 € Chart ansehen
Taiwan Semiconductor Manufacturing (ADR) 04.09.2026 417,01 $ +6,38 % Chart ansehen
Talanx AG 08.05.2026 106,60 € —
TeamViewer SE 04.06.2026 5,82 € —
THALES S.A 24.07.2026 241,100 € Chart ansehen
thyssenkrupp AG 06.05.2025 10,49 € —
thyssenkrupp AG 03.09.2026 14,23 € +35,65 % —
TKMS AG & Co. KGaA 29.05.2026 86,70 € —
TRATON SE 11.06.2026 32,40 € —
TUI AG 07.05.2026 6,84 € Chart ansehen
TUI AG 04.09.2026 6,86 € +0,29 % Chart ansehen
TUI AG 7,324DEUR +0,244 16.06.2026 7,33 € Chart ansehen
TUI AG 7,324DEUR +0,244 04.09.2026 6,86 € -6,41 % Chart ansehen
UBS Group AG 02.06.2026 41,13 € —
Umicore S.A 13.05.2026 22,900 € Chart ansehen
Umicore S.A 04.09.2026 22,72 € -0,79 % Chart ansehen
UNIQA Insurance Group AG 03.06.2026 17,74 € —
United Internet AG 16.06.2026 25,88 € —
United Internet AG 03.09.2026 27,80 € +7,42 % —
VERBIO Vereinigt.BioEnergie AG 24.06.2026 30,28 € —
Verbund AG 02.06.2026 58,00 € —
Seite 4 – Einträge 301–320
Name Datum Kurs Veränderung in % Chart
Vienna Insurance Group AG 20.05.2026 65,00 € —
Vodafone Group PLC 11.06.2026 1,2920 € Chart ansehen
Vodafone Group PLC 04.09.2026 16,58 $ +1183,28 % Chart ansehen
voestalpine AG 09.06.2026 45,76 € —
Volkswagen AG Vz 24.07.2026 73,00 € Chart ansehen
Volkswagen AG Vz. 04.09.2026 78,96 € —
Vonovia SE 25.06.2026 21,15 € —
Vonovia SE 03.09.2026 19,21 € -9,17 % —
Wacker Chemie AG 03.06.2026 104,00 € —
Wacker Chemie AG 01.09.2026 93,10 € -10,48 % —
Wienerberger AG 09.06.2026 23,26 € —
Wolters Kluwer N.V 09.07.2026 60,960 € Chart ansehen
Zalando 15.06.2026 24,800 € Chart ansehen
Zalando 04.09.2026 23,07 € -6,98 % Chart ansehen
Zalando SE 08.06.2026 24,01 € Chart ansehen
Zalando SE 04.09.2026 23,27 € -3,08 % Chart ansehen
Zeal Network SE 09.07.2026 44,40 € Chart ansehen
Zeal Network SE 04.09.2026 43,00 € -3,15 % Chart ansehen
Zurich Insurance Group AG 14.05.2026 611,00 € —
Österreichische Post AG 05.06.2026 32,45 € —
Veröffentlicht unter Training | 4 Kommentare

Spezielle Tradingstrategien

Meine-börse Veröffentlicht am 13. Januar 2026 von Franz16. August 2026

Traden ohne Strategie DOY (Do it yourself) – kann gut- aber auch gehörig daneben-gehen. Better do it with meine-börse!

Eine der beliebtesten Tradingstrategien ist die sogenannte Mean Reversion Strategy.
Mean Reversion (Mittelwertrückkehr) ist eine Finanztheorie, die besagt, dass Vermögenspreise und andere Kennzahlen dazu neigen, nach extremen Bewegungen wieder zu ihrem langfristigen historischen Durchschnitt zurückzukehren, ähnlich einem Gummiband, das sich zusammenzieht, nachdem es gedehnt wurde. Diese Theorie bildet die Grundlage für Handelsstrategien, bei denen Trader versuchen, von Abweichungen vom Mittelwert zu profitieren, indem sie überbewertete Vermögenswerte verkaufen und unterbewertete kaufen, oft mit technischen Indikatoren wie gleitenden Durchschnitten oder Bollinger-Bändern, um diese Momente zu identifizieren.

Kernkonzepte

Rückkehr zum Durchschnitt: Extreme Preisbewegungen sind oft nicht nachhaltig; die Preise pendeln sich wieder um ihren Mittelwert ein.
Symmetrie: Langfristig kehren Renditen zu einem stabilen Durchschnitt zurück, auch wenn kurzfristig große Schwankungen (z. B. hohe Renditen nach schlechten Jahren) auftreten.
Anwendungsbereiche: Gilt nicht nur für Aktienkurse, sondern auch für Volatilität (z. B. VIX), Unternehmensgewinne und Zinsen.

Anwendung im Trading

Identifikation: Technische Indikatoren wie RSI, Bollinger Bänder und gleitende Durchschnitte helfen, überkaufte oder überverkaufte Bedingungen zu erkennen.
Strategie: Kaufen bei Preisen weit unter dem Durchschnitt (erwartete Erholung) und Verkaufen bei Preisen weit darüber (erwartete Abkühlung).
Risikomanagement: Wichtig sind Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen, da eine echte Trendwende möglich ist, die gegen die Mean-Reversion-Strategie läuft.

Beispiele

Aktienmärkte: Ein Sektor, der stark gefallen ist, könnte eine Erholung erleben, während ein überhitzter Sektor zurückfällt (Sektorrotation).
Volatilität: Nach einer Phase extrem hoher Volatilität (z. B. VIX-Spitzen) kehrt diese oft wieder zu ihren historischen Durchschnittswerten zurück.
Wichtiger Hinweis
Mean Reversion ist ein statistisches Prinzip, keine Garantie. Es ist entscheidend, zwischen einer vorübergehenden Abweichung und einer fundamentalen Veränderung des langfristigen Trends zu unterscheiden, um nicht gegen eine neue Marktdynamik zu handeln.

Heranwagen ohne Erfahrung im strategischen Trading? Bloß nicht. 
Denn Mean Reversion Trading Strategien brauchen eine Menge Know How, allein schon im Umgang mit Indikatoren.

Da ist eine Strategie nach Larry Connors: Die RSI-10 Mean Reversion.
Dabei spielt der RSI eine wichtige Rolle, wobei Connors die besten Ergebnisse erzielte, wenn man 10 anstatt der üblichen 14 Perioden einstellt.
Getestet wurde diese Strategie auf dem S&P 500 (SPY) im Daily Timeframe über ganze 25 Jahre hinweg. Das Ergebnis: eine Trefferquote von 86,84%  bei 38 Trades. Ein Ergebnis, das doch erhebliche Zweifel an der Effektivität der Strategie aufkommen lässt.

Die Regeln, die von Larry Connors und Cesar Alvarez aufgestellt wurden, sind:
Der Preis schließt über dem 200-Tage-Moving Average. Dieser Tendfilter soll Käufe in Bärenmärkten eliminieren.
Das Signal By erhält der Filter durch das Momentum, welches erreicht ist, wenn der 10ner RSI unter 30 fällt. Der Filter signalisiert so eingestellt ein starkes bärisches Momentum, also einen überverkauften Marktzustand, der theoretisch einhergeht mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für eine Gegenbewegung.

Exit, als laufende Position(en) schließen, wenn der 10-Perioden-RSI über die 40 steigt.
Zeit-Exit: Position automatisch nach 10 Handelstagen schließen, falls der RSI-Exit nicht greift.


Und was ist mit den Stop-Losses?
Bei dieser Strategie wird kein Kurs- bzw. Preis-basierter Stop favorisiert, sondern den Exit übernimmt allein der Zeit-Exit. So sollen vorzeitige Stops durch zu große Volatilität verhindert werden.

Eine weitere Strategievariante ist die RSI 25 & RSI 75 Mean Reversion; alte Bezeichnung von Larry Connors.
Wer eine Weile die Märkte beobachtet, der kennt das, was man gemeinhin mit kurzfristigen Martübertreibungen bezeichnet. Solche Übertreibungen werden bei dieser Strategie durch einen 4-Perioden-RSI gemessen.
Liegt der Schlusskurs über dem 200-Tage-Moving Average und fällt der 4-Perioden-RSI unter 25, signalisiert das einen überverkauften Markt.
Das Kaufsignal: By beim Schlusskurs ergeht, wenn beide Bedingungen erfüllt sind.
Einige Trader neigen dazu, diese Strategie recht aggressiv einzusetzen. Die besteht darin, dass eine zweite Position eröffnet wird, wenn der RSI unter die 20 fällt. Bei Test musste Connors einsehen, dass der RSI 75 zu viel Drawdowns zulässt, also wenig brauchbar ist.
Merke: Diese Strategie lebt von mehr oder weniger starken, zeitlichen Gegenbewegungen im Kurs. Deshal eignen sich keine Stop-Losses, also preisbasierte Exits. Merke dazu: Da diese Strategie erst bei Börsenschluss die größte konkrete Angabe über Exit und Entry machen kann, müssen Trader nach dieser Strategievariante auch ihre Orders kurz vor Börsenschluss plazieren; dies ziueht die Orders in das Overnight Risiko.

Eine weitere Strategievariante ist die 1-2-3 Trading Strategie von Victor Sperandeo.
Diese Strategie identifiziert Trendwenden durch drei charakteristische Pivotpunkte, deshalb 1-2-3 Strategie genannt.
Da die Pivotpunkte meist leicht einstellbar sind auf den meisten Trading Plattformen, werden sie auch häufig genutzt. Bei professionellen Tradern aber spielen sie, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle gegenüber den Elliott Wellen und den Fibunacci Mustern.
Auch wenn in Tests erwiesen wurde, dass Mean Reverse Strategien besonders gut bei US-Aktien performen – Sharp Ratio >1,9 – bleiben Zweifel übrig. Denn bei höheren Risiken liegen natürlich die Renditen auch höher, wenn professionelle Trader am Werke sind. Aber liegen die höheren Rediten als der Marktdurchschnitt erreicht, an den Strategien oder an der Professionalität der Trader?

 

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Handelsinstrumente

Meine-börse Veröffentlicht am 4. Januar 2026 von Franz13. Februar 2026
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Literaturliste

Meine-börse Veröffentlicht am 29. Dezember 2025 von Franz5. Juni 2026

Ein kleiner Ausschnitt der wichtigsten Titel für einen guten Start an den Börsen:

André Tietje: Elliot-Wellen Leicht verständlich, FinanzBuch Verlag, 2011
Franz Rieder:
7-bändige Philosophie des menschlichen Daseins (ca. 3.500 Seiten).
Band 1: Andenken – Ein Anfang in Erinnerung.
Band 2: An die Arbeit – Die Idee der Marktwirtschaft.
Band 3: Vom Eigentum zum Markt – Die Transformation der Marktwirtschaft.
Band 4: Zu einer neuen Politischen Ökonomie.
Band 5: Digitalisierung – Geld, Politik und KI.
Band 6: Veränderung.
Band 7: Perspektiven politischer Praxis – Was möglich ist.

De Anima – Soziopathie der Moderne, Fach: Philosophie (ca. 400 Seiten).
Alle Bücher erhältlich als PDF und als E-Book hier und im stationäre Buchhandel, bei Hugendubel und bei Thalia u.v.a.m. auch in den Printversionen.
Larry Connors hat über 34 Jahre direkte Erfahrung in der Finanzmarktindustrie und wird weithin als einer der führenden Profis auf diesem Gebiet betrachtet. Er ist der hauptgeschäftsführende Gesellschafter von Connors Global Asset Management LLC. Larry Connors ist der Autor von mehr als 20 Büchern über Marktstrategien und Volatilitäts-Trading, inklusive „How Markets Really Work“.
Victor Sperandeo: “Trader Vic: Methods of a Wall Street Master”.
Ross Beck: The Gartley Trading Method

Carolyn Boroden: Fibonnacci Trading: How to Master the Time and Price Advantage

Linda Braschke-Redford:Street Smarts: High Probability Short-Term Trading Strategies
Linda Braschke-Redford: Trading Sardines

Thomas N. Bulkowski: Enzyklopädie der Chartmuster: Chartformationen erkennen und verstehen
Scott M. Carney – Harmonic Trading. Profiting from the Natural Order of the Financial Markets
Vol. 1 & 2

John F. Carter: Mastering The Trade
Proven Techniques for Profiting from Intraday and Swing Trading Techniques

Toby Crabel: Day Trading with Short Term Price Patterns and Opening Range Price Breakout

Ian Copsey: Harmonic Elliott Wave
The Case for Modification of R.N.Elliotts Impulsive Wave Structure

Pierre M. Däubner: Die besten Tradingstrategien

Edward R. Dewey, Edwin F. Dakin – Cycles The Mysterious Forces that trigger events
Edward R. Dewey, Og Mandino – Cycles The Science of Prediction

Mark Douglas Trading in the Zone: Master the Market with Confidence, Discipline, and a Winning Attitude by. This is a must-read for traders to understand how the human mind reacts to the markets.

Robert D. Edwards John F. Magee: Technical Analysis of stock trends

Dr. Alexander Elder: Trading for a Living: Psychology, Trading Tactics, Money Management
Dr. Alexander Elder (Update): The New Trading for a Living: Psychology, Discipline, Trading Tools and Systems, Risk Control, Trade Management

R.N. Elliott:Nature’s Law

Curtis M. Faith: Way of the Turtle
Alan S. Farley: The Master Swing Trader

Frost and Prechter: The Elliott Wave Principle

William Garrett: Torque Analysis of Slock Market Cycles

Bryce Gilmore:Geometry of Markets I & II
Bryce Gilmore: Price Action Manual
Bryce Gilmore: Dynamic Time and Price Analysis of Market Trends
Bryce Gilmore: Trading to win – One day at a time
Bryce Gilmore: Trading with an Edge

Perry Kaufman: Trading Systems and Methods

Wane Gorman Jeffrey Kennedy: Visual Guide to Elliott Wave Trading

Christopher Grafton: Mastering Hurst Cycle Analysis
A modern treatment of Hurst’s Original system of financial market analysis

Werner Heussinger: Elliott-Wave-Finanzmarktanalyse

James Hurst: The Profit Magic of Stock Transaction Timing
James Hurst: Cycles Trading Course

John Hill, George Pruitt and Lundy Hill: The Ultimate Trading Guide

Tom Hougaard: Best Loser wins
Why Normal Thinking Never Wins the Trading Game

Robert Lawlor – Sacred Geometry Philosophy and Practice

Edwin Le Fèvre: Reminiscences of a Stock Operator

Robert Miner: High Probability Trading Strategies
Robert Miner: The Definitive Guide to the U.S. Election Cycle and Stock Market Trends

John J. Murphy: Technische Analyse der Finanzmärkte: Grundlagen, Strategien, Methoden, Anwendungen
John J. Murphy: Neue Intermarket Analyse

Glenn Neely: Mastering Elliott Wave

Steve Nison:Technische Analyse mit Candlesticks

William J. O’Neil: How to Make Money in Stocks: A Winning System in Good Times and Bad (Can Slim Methode)

Dan Passarelli: Trading Options Greeks: How Time, Volatility, and Other Pricing Factors Drive Profits (Bloomberg Professional, Band 159) Gebundene Ausgabe – Illustriert, 28. September 2012

Larry Pesavento: Fibonnacci Ratios with Pattern Recognition
Larry Pesavento: Trade what you see: How to profit from Pattern Recognition

Robert R. Prechter jr.: Conquer the Crash

Karin Roller: Kursziele bestimmen mit Fibonnacci
Rene Rose: Enzyklopädie der Technischen Indikatoren

Joe Ross:Trading the Ross Hook

Jack Schwager: Market Wizzards (Z.B. Mehrere Bände – Interviews mit erfolgreichen Tradern)

Nassim Nicholas Taleb: The Black Swan

Dr. Van K. Tharp: Peak Performance Course for Traders and Investors Vol.1 – 5
Dr. Van K. Tharp: Beruf: Trader
Dr. Van K. Tharp: Trade your Way to Financial Freedom

Oliver Velez Greg Capra: Tools and Tactics for the Master Daytrader

Michael Voigt: Das große Buch der Markttechnik

Larry Williams:Trade Stocks and Commodities With The Insiders Secrets of The COT Report

Galen Woods: Day Trading with Price Action Vol. 1-4
Veröffentlicht unter Training

KI-Aktien – Aktuelle Infos zu KI/AI

Meine-börse Veröffentlicht am 16. Dezember 2025 von Franz4. September 2026

Aktuelle Informationen zu börsennotierten Unternehmen aus der KI-Branche. Neues aus Politik und Wissenschaft zur KI.

Fast jede zweite Organisation hat eine KI-Strategie, trotzdem bleibt der große Business Value oft aus. Laut einer aktuellen Statista-Befragung (2026) von 250 Entscheidern aus fünf europäischen Ländern bremsen nicht fehlende Tools die Projekte aus, sondern Governance-Lücken und fragmentierte Systeme.
Meine Börse fügt hinzu: es fehlt vor allem an realistischen Erwartungen an die KI Assistenten und vor allem an einen übergeordneten Konzept, das die KI nicht aufzusetzen ind der Lage ist; ein bisschen mehr menschliche Intelligenz hilft ungemein.


Selten – daher erwähnenswert: donald t. macht etwas richtig.

US-Präsident Donald Trump ordnet die beschleunigte Entwicklung und den Einsatz von Quantencomputern in US-Behörden an; das Energieministerium soll laut Michael Kratsios bis 2028 einen für Forschung geeigneten Quantencomputer erhalten. Mehrere Behörden, darunter die Nasa, erstellen Fünfjahrespläne, und die Absicherung kritischer Infrastruktur gegen Quantenangriffe erhält Priorität.
Sind die US-Amerikaner wieder den Europäern meilenweit voraus? Ja!
Schaut in den Juini und Ihr werden sehen, dass die USA auf breiter Front den Krypto- und den post-krypto Weg konsequent beschreiten.

Pimco verkauft Teile der 14 Milliarden Dollar Schuldenfinanzierung für Oracles Datenzentrum in Michigan. Das von der Bank of America geführte 16,3 Milliarden Dollar Projekt soll am 17. April abgeschlossen werden und umfasst etwa 2 Milliarden Dollar Eigenkapital von Blackstone.Bank of America Corp. 51,880 $ +3,18 %
Blackstone Group Inc., The 117,670 $ +4,38 %
Oracle Corp. 143,660 $ +0,34 %

Kurse am 09.04.2026

Broadcom schließt einen langfristigen Vertrag mit Google zur Entwicklung und Lieferung von TPUs sowie zur Bereitstellung von Netzwerk- und anderen Komponenten für Googles KI-Racks bis 2031 ab. Anthropic erhält ab 2027 Zugang zu etwa 3,5 GW TPU-Rechenleistung.
Kurse am 07.04.2026
Broadcom Inc. 314,430 $ -0,02 %
Alphabet Inc. (Class C) 297,660 $ +1,09 %

OpenAI gewährt Privatinvestoren vor einem möglichen Börsengang Zugang zu seinen Aktien über kommende ARK-ETFs und eine kürzliche 3-Milliarden-Dollar-Privatplatzierung. Die Platzierung erfolgt über Kunden von drei großen Banken. ARK Innovation ETF 58,770 € +0,79 %

OpenAI schließt eine Finanzierungsrunde über 122 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 852 Milliarden Dollar ab und generiert nach eigenen Angaben 2 Milliarden Dollar Umsatz pro Monat. Die Runde wird von Amazon, NVIDIA und SoftBank angeführt, wobei ChatGPT über 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer und mehr als 50 Millionen Abonnenten verzeichnet. Amazon 208,310 $ +3,69 %
NVIDIA Corp. 174,445 $ +5,62 %

BofA Securities hebt das Kursziel für Marvell Technology auf 125 US-Dollar (von 110 US-Dollar) an und bestätigt die Kaufempfehlung. Die Analysten sehen in der strategischen Partnerschaft mit Nvidia zur Entwicklung heterogener KI-Infrastruktur unter dem NVLink-Fusion-Ökosystem eine Stärkung von Marvells Position als Konnektivitätsanbieter für verschiedene Standards sowie eine tiefere Einbindung in das Nvidia-Ökosystem.
Marvell Technology Grp Ltd. 99,02 $ +12,74 %
NVIDIA Corp. 174,445 $ +5,62 %


04.09.2026
OpenAI lanciert Astra und proklamiert, damit einen wesentlichen Schritt in Richtung AKI gegangen zu sein.
Wir sehen das nicht so. Das ist die seit ein paar Jahren sattsam bekannte und erfolgreiche PR-Strategie der BigTechs.
Wir sehen in Astra ein erweitertes Office-Lösungspaket, welches sicherlich enorm viel Potenzial für Unternehmen / Anwender hat und viel Jobs im Office kosten wird.
Astra soll Recherchen durchführen, Formulare ausfüllen, Kalender organisieren, Kundendaten aktualisieren und Informationen direkt in E-Mails, Dokumente oder Präsentationen übertragen können . Das Modell soll zudem Tabellen erstellen, Daten analysieren, Diagramme anfertigen und umfangreiche Dokumentensammlungen auswerten. Anstatt lediglich zu erklären, wie eine Aufgabe erledigt wird, soll Astra sie möglichst selbst ausführen.

03.09.2026
Nachricht aus USA: Crypto Clarity Act werde noch im September verabschiedet.

Ein Konsortium aus 21 Banken unter Führung von Goldman Sachs und Bank of America plant den gemeinsamen Launch eines US-Dollar-Stablecoins bis zur ersten Jahreshälfte 2027. Eine Euro-Variante ist als nächster Schritt vorgesehen. Der Vorstoß bündelt erstmals Kapital großer Banken in einem eigenen Stablecoin-Projekt.

Das japanische Unternehmen Remixpoint verkauft am 1. September alle Altcoin-Positionen — Ethereum, Solana, XRP und Dogecoin — und konzentriert sein Krypto-Portfolio vollständig auf Bitcoin.

Coinbase startet in Kanada regulierte Krypto-Derivate mit bis zu zehnfachem Hebel und bietet berechtigten Tradern Perpetuals sowie Terminkontrakte an. Die Plattform erschließt ein Produktsegment, das auf dem kanadischen Markt bislang großen US-Handelsplätzen vorbehalten ist. Der Schritt verbreitert das Derivate-Angebot außerhalb der USA.

Spezielle Krypto-Begriffe findet Ihr in unserem Meine-Börse-Krypto-Wiki.

31.08.2026
Die Robinhood Chain erzielt 2,66 Mio. USD an Tages-App-Umsätzen und übertrifft damit Ethereum mit 1,27 Mio. USD sowie Base mit 438.436 USD. GMGN, Pons und Uniswap stellen 88 Prozent des Umsatzes. Auf Uniswap laufen in sechs Wochen 1,5 Mrd. USD an Trading-Volumen in tokenisierten Aktien über die Chain.

27.08.2026
Better startet in Kooperation mit Coinbase eine Bitcoin-besicherte Hypothek für US-Immobilienkäufer. Kreditnehmer hinterlegen Bitcoin als Sicherheit für die Anzahlung, ohne die Coins verkaufen zu müssen. Das Produkt schafft einen neuen Kanal, über den Bitcoin-Bestände als Kollateral in den US-Hypothekenmarkt gelangen.

Ökonomen der Dallas Fed warnen, dass tokenisierte Bankeinlagen bis zu 700 Mrd. USD an US-Bankkrediten abziehen können, davon 6,4 Mrd. USD in Bitcoin-Nachfrage. Die Modellrechnung quantifiziert den möglichen Deposit-Abfluss aus dem klassischen Bankensystem in tokenisierte Alternativen. Für die Kreditvergabe der US-Banken entsteht daraus spürbarer Refinanzierungsdruck.

20.08.2026
Bitcoin erreicht am 19./20. August einen Intraday-Kurs von bis zu 69.787 USD — den ersten Vorstoß über 70.000 USD seit Juni. Auslöser ist eine Kombination aus dem angekündigten Verdoppeln der US-Treasury-Anleihekäufe auf bis zu 4 Mrd. USD, dem White-House-Krypto-Summit und regulatorischer Aufbruchstimmung rund um den CLARITY Act. Der Kursanstieg von rund 8,7 % innerhalb von 24 Stunden löst 1,1 Mrd. USD an BTC-Short-Liquidierungen aus; die gesamten Krypto-Liquidierungen belaufen sich auf knapp 2,98 Mrd. USD und markieren damit das achtgrößte Liquidationsereignis der Geschichte.

Die kryptobezogenen Short-Positionen verlieren binnen 24 Stunden 2,74 Mrd. USD und markieren das größte Short-Liquidations-Ereignis der Krypto-Geschichte. Insgesamt werden 174.350 Trader für 2,98 Mrd. USD liquidiert, das achtgrößte Liquidationsereignis aller Zeiten. Die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung legt binnen 24 Stunden um 190 Mrd. USD zu.

18.08.2026

Börsengang im Herbst?
Anthropic hat sein Wachstumstempo noch einmal deutlich gesteigert. Der KI-Entwickler erreichte Ende Juli einen annualisierten Umsatz von mehr als 65 Mrd. USD.

Tokenisierte Aktien erreichen eine Gesamt-Marktkapitalisierung von rund 2,8 Mrd. USD und verdreifachen ihren Marktanteil im Segment tokenisierter Assets seit Jahresbeginn auf 15 Prozent. Ondo, Binance und die xStocks-Plattform dominieren das Feld. Binances bStocks steigen binnen zwei Monaten nach Launch zum zweitgrößten Emittenten tokenisierter Aktien auf. Quelle: stock3

Ripple schließt eine Zahlungspartnerschaft mit der Jeonbuk Bank, einer südkoreanischen Regionalbank, die fortan Ripple Payments für Echtzeit-Auslandsüberweisungen im Geschäftskundenbereich nutzt. Die Bank ersetzt damit das SWIFT-Netzwerk und wird nach eigenen Angaben die erste koreanische Regionalbank, die Ripple Payments im Live-Betrieb einsetzt. Offen bleibt, ob die Abwicklung über XRP oder den Ripple-eigenen Stablecoin RLUSD erfolgt. XRP notiert zum Zeitpunkt der Ankündigung unter der psychologischen Marke von 1 USD bei 0,9939 USD.Quelle: stock3

14.08.2026
Gemini erhöht die eigenen Bitcoin-Bestände auf 5.528 BTC im Gegenwert von 324 Mio. USD. Die Krypto-Börse baut damit ihre Treasury-Strategie aus und reiht sich in die wachsende Gruppe börsennotierter Bitcoin-Halter ein.

Bitcoin-Miner veräußern 28.000 BTC im Wert von rund 2 Mrd. USD, um steigenden Betriebskosten zu begegnen. Zahlreiche Betreiber verlagern Kapazitäten in das KI- und Rechenzentrumsgeschäft, um ihre Erlösbasis zu verbreitern.

06.08.2026
Eliza Labs-Gründer Shaw Walters erklärt den ELIZAOS-Token für beendet, nachdem ein Class-Action-Vergleich die Projektkasse vollständig aufgebraucht hat. ELIZAOS gilt als eines der prominentesten KI-Agenten-Kryptoprojekte der vergangenen zwei Jahre. Mit der Erklärung entfällt die operative Grundlage für den Token-Betrieb.

Die sechs US-gelisteten Solana-ETFs (BSOL, VSOL, FSOL, TSOL, SOEZ, GSOL) melden zwischen dem 29. Juli und dem 4. August fünf Handelstage in Folge mit Nullflows. Das kumulierte Seed-Kapital der sechs Produkte liegt bei 449,3 Mio. USD und entspricht damit 40 Prozent der bis zum 4. August aufgebauten 1,122 Mrd. USD. Die Aktivität in den Solana-ETF-Produkten lässt spürbar nach.

31.07.2026
28 Großbanken, darunter JPMorgan, Citi und UBS, bewegen im Rahmen eines Live-Pilots der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich 1 Mio. USD grenzüberschreitend über blockchain-basierte Settlement-Infrastruktur. Der Test nutzt tokenisiertes Zentralbankgeld und Geschäftsbankengeld auf einer gemeinsamen Plattform. Erstmals prüfen die Teilnehmer mit realen Beträgen, wie sich institutionelle Cross-Border-Zahlungen über tokenisierte Depositen abwickeln lassen.

Open USD, ein von mehr als 140 Unternehmen — darunter Visa, Mastercard, Stripe und BlackRock — unterstützter Stablecoin, startet auf Ethereum. Das Konsortium hinter dem Projekt positioniert Open USD als branchenübergreifendes Zahlungsmittel mit institutionellem Backing. Technische Details zur Reservestruktur und zum Launch-Datum stehen noch aus.

30.07.2026
Meta gibt keine spezifische Prognose für die Kapitalausgaben 2027 ab und begründet dies mit der hohen Dynamik der Infrastrukturplanung. Das Unternehmen richtet seine aktuellen Infrastrukturpläne darauf aus, die Kapazität in 2026 und 2027 zu maximieren und sich gleichzeitig Flexibilität für weiteres Wachstum ab 2028 zu bewahren.
Man könnte den Verdacht hegen, es mangelt Herrn Zuckerberg an Visionen und einem Geschäftsmodell im Bereich KI, welches kurzfritig greift und positien Return on Investment liefert.

29.07.2026
Zehn europäische Finanzinstitute, darunter ABN AMRO, DekaBank und Natixis CIB, starten das genossenschaftlich getragene Blockchain-Netzwerk RL1. Die Plattform nimmt als member-owned Cooperative den Betrieb auf und adressiert die Anforderungen der beteiligten Banken. Der europäische Bankensektor erhält damit eine eigene Infrastrukturschicht neben bestehenden Netzwerken.

Morgan Stanley bringt Spot-ETPs auf Ethereum und Solana an den Markt und reicht 100 Prozent der Staking-Erträge an die Investoren weiter. Das Institut grenzt sich damit von konkurrierenden Emittenten ab, die einen Teil der Staking-Rewards einbehalten. Der Schritt folgt auf den früheren Bitcoin-Fonds des Instituts.

Krypto-Sicherheitsverluste überschreiten im ersten Halbjahr 2026 die 1-Mrd.-USD-Marke, verteilt auf 212 Zwischenfälle. Das ist die höchste Zahl in einem Sechsmonatszeitraum. Ethereum-Projekte verlieren dabei 332 Mio. USD, Solana-Projekte 326 Mio. USD. Die Daten stammen von der On-Chain-Sicherheitsplattform Blockaid.

28.07.2026
Coinbase erwartet eine Abstimmung über den Crypto Clarity Act bereits am Montag, dem 3. August. Das Gesetz soll die regulatorische Zuständigkeit zwischen SEC und CFTC für digitale Assets klären und gilt als eines der bedeutendsten Krypto-Regulierungsprojekte der laufenden Legislaturperiode. Sollte der Zeitplan halten, wäre es die erste Abstimmung über ein umfassendes Krypto-Rahmengesetz im US-Kongress.

Circle übernimmt knapp 1.000 Blockchain-Patente von IBM und wird zum größten Inhaber von Blockchain-Patenten in den USA. Das Portfolio umfasst Anwendungen aus Blockchain, Banking, Versicherung und Cloud-Security. Die Transaktion stärkt die Position des USDC-Emittenten in der IP-Landschaft des US-Stablecoin-Sektors.

XRP verliert am 28. Juli 4,4 % auf 1,056 USD und markiert damit ein 24h-Tief von 1,055 USD. Der Kursrückgang fällt in eine Phase, in der der US-Senat den Clarity Act vorerst zurückstellt und anderen Gesetzesvorhaben Vorrang einräumt. New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James warnt parallel, das Gesetz würde die staatliche Krypto-Durchsetzung untergraben, und fordert strengere Verbraucherschutzauflagen.

Binance stellt ab dem 1. Juli den Handelsbetrieb in Frankreich und weiteren europäischen Ländern ein, nachdem die Plattform keine MiCA-Lizenz erhalten hat.

Die US-Regierung transferiert 3.941 BTC im Wert von rund 244 Mio. USD sowie 30.007 ETH im Wert von rund 53 Mio. USD an Coinbase Prime — ein Gesamtvolumen von knapp 297 Mio. USD aus beschlagnahmten Beständen. Arkham-Daten bestätigen den Transfer; die empfangende Coinbase-Prime-Adresse ist mit früheren Bewegungen von Samourai-Wallet-Geldern verknüpft. Ein Deposit an Coinbase Prime gilt als Custody-Schritt und bestätigt keinen unmittelbaren Verkauf, wirft aber Fragen zur US-Bitcoin-Reservestrategie unter der Trump-Administration auf.

Binance US kündigt eine Rückkehr in den US-Markt an und peilt nach eigenen Angaben einen Marktanteil von rund 20 Prozent an. CEO Stephen Gregory spricht von einem Neustart nach zwei Jahren regulatorischer Einschränkungen. Binance US operiert als eigenständige US-Tochter unter einem separaten regulatorischen Rahmen.

Bitcoin BTC/USD 62.739,69 $ -1,79 %
Ethereum ETH/USD 1.779,420 $ -1,77 %
Solana SOL/USD 76,32000 $ -0,95 %

Die US-Bitcoin-Spot-ETFs verzeichnen für die Woche vom 6. bis 10. Juli einen Nettozufluss von 197 Mio. USD und beenden eine achtwöchige Abflussserie. BlackRock führt die Rückkehr in die Zuflusszone an. Analysten werten das Signal allerdings als verhalten, weil Handelsaktivität und Nachfrage über die einzelnen Fonds hinweg unausgeglichen bleiben.

Anthropic wirft Alibaba in einem von der Financial Times veröffentlichten Brief an US-Senatoren vor, per „Destillation“ über etwa 25.000 Fake-Accounts Fähigkeiten des KI-Modells Claude abgegriffen zu haben, und fordert Gegenmaßnahmen des Kongresses. Der Kurs von Alibaba gibt daraufhin nach: Alibaba Group Holding Ltd. 10,530 € -4,96 %
Die US-Regierung lässt Anthropics Top-Modell „Fable 5“ wegen angeblicher Schwachstellen vorläufig vom Markt nehmen; Verhandlungen laufen.

23.06.2026. Binance verzeichnet binnen 24 Stunden Netto-USDT-Zuflüsse von rund 170 Mio. USD. Der Anstieg signalisiert deutlich höhere Stablecoin-Einlagen auf der nach Handelsvolumen größten Kryptobörse. Die zusätzliche Liquidität stärkt die Kaufkraft am Spotmarkt.

Fünf frühere Ethereum-Foundation-Forscher gründen Ethlabs, eine unabhängige gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungsorganisation. Das Nonprofit erhält finanzielle Unterstützung von Ethereum-Mitgründer Joe Lubin sowie den beiden größten ETH-Treasury-Unternehmen Bitmine Immersion Technologies und SharpLink. Ethlabs soll nach eigenen Angaben sicherstellen, dass das Ethereum-Netzwerk die institutionelle Nachfrage durch Stablecoins, Tokenisierung und KI-Anwendungen absorbieren kann — Ethereum-Kernforschung verlagert sich damit erstmals in nennenswerten Teilen aus der Ethereum Foundation heraus in privat finanzierte Strukturen.

Franklin Templeton baut nach Abschluss der 250-Digital-Übernahme eine eigene Krypto-Sparte auf und erweitert sein On-Chain-Produktportfolio binnen zwölf Monaten von rund 768 Mio. USD auf über 2,5 Mrd. USD. Der Edinburgher Asset-Manager Baillie Gifford mit 286 Mrd. GBP AUM legt den tokenisierten Enhanced Yield Fund (BAGEY) nativ auf Ethereum und Solana auf; die Tokenisierungs-Infrastruktur stellt BNY. Solana bündelt inzwischen 95 Prozent des Handelsvolumens für tokenisierte Aktien.
Quelle: stock3.

Celonis baut Palantir-Alternative – Gemeinsam mit Deepset entsteht eine europäische KI-Plattform für Behörden und kritische Infrastruktur.

Super Micro Computer plant Eigenkapital- und eigenkapitalgebundene Finanzierungen in Höhe von 7 Milliarden Dollar, um Komponentenkäufe für AI-Server-Aufträge zu finanzieren. Das Unternehmen gibt an, in den vergangenen Wochen Bestellungen für fortschrittliche AI-Server im Wert von rund 39 Milliarden Dollar von mehr als 20 Kunden erhalten zu haben.
Super Micro Computer Inc. 40,620 $ -7,64 %. Kann man das glauben, wenn man den Kurs und das Chart betrachtet?

US-Regierungsbeamte führen Gespräche über den Erwerb von Anteilen an großen KI-Unternehmen.

05.06.2026 – Kurse: NVIDIA Corp. 218,690 $ +1,80 %
Microsoft Corp. 428,050 $ +0,10 %
Alphabet Inc. (Class C) 369,370 $ +3,80 %
Wir beobachten, wie diese Geschäfte der „Politischen Ökonomie“ weitergehen. Dazu gibt es ein Buch hier.

Coinbase schließt gemeinsam mit Fannie Mae die erste Hypothek ab, die durch Bitcoin-Collateral besichert ist. Der Kredit läuft über die Plattform Better Home & Finance und erlaubt es Kreditnehmern, ihre Krypto-Bestände nicht liquidieren zu müssen. Die Partnerschaft zwischen Coinbase und Fannie Mae war im März 2026 angekündigt worden.

Ethereum baut den Stablecoin-Marktwert auf seiner Chain in den vergangenen drei Jahren um 102,4 Mrd. USD aus. Tron kommt im selben Zeitraum auf einen Zuwachs von 43,1 Mrd. USD, Solana auf 12,6 Mrd. USD laut Token-Terminal-Daten. Ethereum bleibt damit das dominierende Settlement-Layer für Stablecoin-Liquidität.

Stripe, Visa, Mastercard und Coinbase planen laut einem Bericht von The Information, ein gemeinsames Konsortium zur Einführung eines neuen Stablecoins zu gründen. Das Produkt soll direkt gegen Circle und Tether antreten. Details zu Architektur, Blockchain-Basis und Zeitplan sind bislang nicht öffentlich.

NVIDIA und Microsoft erweitern ihre Partnerschaft zur Entwicklung einer einheitlichen Computing-Plattform für agentenbasierte KI-Anwendungen auf Windows-Geräten, Azure-Cloud und lokalen Systemen. Die Kooperation umfasst unter anderem RTX Spark Laptops mit 1 Petaflop KI-Leistung ab Herbst, die DGX Station für Windows mit bis zu 20 Petaflops Rechenleistung sowie die Integration von NVIDIAs Nemotron 3 Ultra Modell in Microsofts Foundry-Dienst.

Cisco Systems stellt auf der Cisco Live in Las Vegas die neue Plattform Cisco Cloud Control vor, die es menschlichen Betreibern und KI-Agenten ermöglicht, kritische IT-Infrastrukturen gemeinsam über eine einheitliche Oberfläche zu verwalten. Die Plattform konsolidiert Netzwerk-, Sicherheits-, Rechen-, Beobachtungs- und Kollaborationssysteme und integriert sich mit Drittanbieter-Tools wie AWS, Microsoft, ServiceNow und Google Cloud.

Ripple bringt seinen USD-gestützten Stablecoin RLUSD in die Türkei und schließt dafür Partnerschaften mit den lokalen Plattformen BiLira, Bitexen und Bitlo. Die Türkei zählt zu den liquidesten Krypto-Märkten in der MENA-Region mit einem geschätzten Marktvolumen von 200 Milliarden USD. Institutionelle Nutzer vor Ort erhalten damit Zugang zu RLUSD über etablierte einheimische Handelsinfrastruktur.

Mastercard weitet seine globale Zahlungsinfrastruktur auf On-Chain-Settlement aus und bindet die Stablecoins von Circle, Paxos und Ripple ein. Das System ermöglicht künftig intraday, an Wochenenden und an Feiertagen Abrechnungen in Echtzeit. Die Partnerschaft umfasst regulierte Stablecoins und richtet sich an Finanzinstitutionen mit Bedarf an unterbrechungsfreier Liquiditätsbewegung.

Alphabet plant die Aufnahme von 80 Milliarden Dollar durch Aktienemissionen zur Finanzierung von Investitionen in KI-Infrastruktur und Rechenkapazitäten. Berkshire Hathaway beteiligt sich mit einer Privatplatzierung von 10 Milliarden Dollar an dem Unternehmen.

Nvidia will die gesamte Infrastruktur der künstlichen Intelligenz kontrollieren, vom Rechenzentrum über Softwareplattformen bis hin zum klassischen Personal Computer.
Im Mittelpunkt stand die neue Vera-Rubin-Plattform, Nvidias nächste Generation für Rechenzentren. Vera bezeichnet dabei die CPU, Rubin die GPU. Huang positioniert das System als Fundament einer Welt, in der sogenannte KI-Agenten komplexe Aufgaben selbstständig ausführen. Diese Agenten benötigten enorme Rechenleistung, extrem geringe Latenzen und leistungsfähige Netzwerke. Genau dafür sei Vera Rubin entwickelt worden.

Der Konzern betont insbesondere die hohe Speicherbandbreite und die enge Verzahnung von Prozessor, Grafikchip und Netzwerktechnologie. Nach Angaben von Huang befindet sich Vera Rubin bereits in voller Produktion. Zu den Anwendern zählen demnach Unternehmen aus dem Umfeld der führenden KI-Entwickler. Auch die New York Stock Exchange soll die neuen Vera-Prozessoren einsetzen, um Kapazitäten auszubauen und Reaktionszeiten zu senken.

Coinbase startet am 1. Juni direkte INR-Ein- und Auszahlungen in Indien und öffnet damit Spot-Märkte sowie unbefristete Futures für indische Retail-Trader über IMPS. Die Plattform ist nach eigenen Angaben bei der zuständigen Aufsichtsbehörde registriert und erschließt damit einen Markt mit rund 3 Milliarden USD Handelsvolumen. Damit erhält Indien erstmals direkten Fiat-Zugang zur Coinbase-Plattform.

Geschäftszahlen von Snowflake beflügeln die Aktie deutlich, während Salesforce nach seinem Zwischenbericht etwas nachgibt und der Dow Jones kaum verändert ist. Jefferies, Goldman Sachs und JPMorgan betonen eine früh sichtbare KI-Monetarisierung in der Daten-Infrastruktur und sehen Snowflake gut positioniert; SAP tendiert nach Schwankungen leicht fester.
SAP SE 151,420 € -0,12 %
Salesforce Inc 176,170 $ -0,75 %
Snowflake Inc. Reg. Shares Cl.A DL-,0001
239,20 $ +36,48 %
Cash App schaltet USDC-Transfers auf Ethereum, Solana, Polygon und Arbitrum frei. Der Block-Konzern öffnet damit erstmals seine Stablecoin-Schienen über das Bitcoin-Lightning-Netz hinaus. Der Schritt erweitert den USDC-Distributionskanal um eine Nutzerbasis im zweistelligen Millionenbereich.

Krakens neues BTC-Vault-Produkt zieht in den ersten zehn Handelsstunden Einlagen von 30 Mio. USD an. Die Mittel stammen aus rund 4.000 individuellen Wallets, die das Yield-Angebot auf Bitcoin-Basis testen.
Damit positioniert sich Kraken im Wettbewerb um institutionelle und retailgetriebene BTC-Renditeprodukte.

Der Krypto-Austausch Kraken startet das Produkt „Earn BTC Vault“, über das Bitcoin-Inhaber eine Rendite auf ihr Guthaben erzielen können. Innerhalb der ersten zehn Stunden nach Launch zieht das Produkt 30 Mio. USD in Form von Bitcoin-Einlagen aus 4.000 einzigartigen Wallets an. Kraken positioniert das Angebot als Alternative zu herkömmlichen Staking-Produkten für BTC-Holder.

Die US-Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen Google-Ingenieur wegen Insiderhandels auf der Prognoseplattform Polymarket. Der Vorwurf lautet Betrug und Geldwäsche; die CFTC reicht parallel eine zivilrechtliche Beschwerde wegen Verstößen gegen Insiderhandelsregeln ein. Dem Ingenieur wird vorgeworfen, interne Google-Suchdaten genutzt zu haben, um auf der Plattform 1,2 Mio. USD einzustreichen.
BlackRocks Bitcoin-ETF IBIT verzeichnet am 26. Mai einen Tages-Abfluss von 192,4 Mio. USD.
Bitcoin notiert am 27. Mai bei 75.590 USD mit einem 24h-Tief von 75.220 USD. Das 24h-Handelsvolumen liegt bei rund 39,3 Mrd. USD.

Coinbase-Protokoll Base führt ein neues MCP-Tool ein, das KI-Agenten den direkten Zugriff auf Krypto-Wallets ermöglicht. Das Tool erlaubt Transfers, Token-Swaps, Kontostandsabfragen und Transaktionshistorien über eine standardisierte Schnittstelle. Base positioniert sich damit als Infrastruktur-Layer für den wachsenden Markt autonomer KI-Agenten im Onchain-Bereich.
Quelle: stock3
Alphabets Waymo stoppt den Robotaxi-Service in Atlanta, nachdem ein leeres Fahrzeug in eine überflutete Straße gefahren ist. Einen ähnlichen Vorfall gab es in San Antonio und der neue folgt auf den Rückruf von 3.791 Fahrzeugen wegen Problemen bei der Software zur Erkennung von Überflutungen.
Alphabet Inc. (Class C) 383,53 $ -0,36 %.
Ma, jedenfalls wasserscheu ist der Algo nicht.
Visa: Die BoA bekräftigt ihre Kaufempfehlung für Visa mit einem Kursziel von 410 Dollar und sieht Befürchtungen zu Stablecoins, KI-gesteuertem Handel und regulatorischen Risiken als übertrieben an. Visa unterstützt mittlerweile über 160 Stablecoin-verknüpfte Kartenprogramme weltweit und sieht in KI-gestützten Transaktionen eher eine Ausweitung des Zahlungsmarktes als eine Bedrohung.
VISA Inc. 331,085 $ +0,09 %
Was das bedeutet für das Geldsystem und für jeden von uns, ist ausfürhrlich analysiert in Franz Rieder, Band 5
Anthropic zahlt SpaceX 1,25 Milliarden Dollar pro Monat bis Mai 2029 für Rechenkapazität der COLOSSUS-Systeme. Der Vertrag zwischen dem KI-Unternehmen und Elon Musks Raumfahrtfirma hat ein Gesamtvolumen von rund 60 Milliarden Dollar.

Nvidia-CFO Colette Kress prognostiziert für das laufende Jahr 20 Milliarden Dollar Umsatz mit der neuen Vera-CPU, die einen 200-Milliarden-Dollar-Markt erschließt und bereits von allen großen Hyperscalern eingesetzt wird. Das Unternehmen zeigt sich zuversichtlich für die Umsatzprognose von einer Billion Dollar mit Blackwell- und Rubin-Chips bis 2027.
Quelle: stock3
Großoffensive im KI-Alphabet.
Google führt im Sommer neue KI-Funktionen für die Suche ein, darunter Informationsagenten und agentic coding für AI Pro und Ultra Abonnenten.
Google stellt auf einer Konferenz einen neuen personalisierten KI-Agenten namens Gemini Spark vor. Zudem senkt das Unternehmen den Preis für den KI-Ultra-Plan von 250 auf 200 Dollar pro Monat und führt eine neue Preisstufe für 100 Dollar ein.
Google startet im Sommer „Docs Live“ in den USA und ermöglicht damit die sprachgesteuerte Dokumentenerstellung direkt in Google Docs.
Alphabet Inc. (Class C) 384,90 $ -2,09 %
OpenAI und Dell Technologies geben eine Zusammenarbeit bekannt, um Unternehmen die Bereitstellung von Codex in hybriden und On-Premises-Umgebungen zu ermöglichen. Die Partnerschaft integriert Codex mit Dells AI Data Platform und soll es Unternehmen ermöglichen, KI-Agenten in großem Maßstab unter Beibehaltung von Sicherheitskontrollen einzusetzen.
Dell Technologies Inc. 238,030 $ -1,64 %
Dell gewinnt im ersten Quartal 1.000 neue Kunden für KI-Server hinzu und verfügt nun über insgesamt 5.000 Kunden für KI-Server mit Nvidia-Chips. Dies gibt Michael Dell in einem Interview bekannt.
NVIDIA Corp. 222,36 $ -1,23 %
Dell Technologies Inc. 238,0300 $ -1,64 %
Quelle: stock3
TSMC prognostiziert, dass der globale Chipmarkt bis 2030 auf 1,5 Billionen Dollar anwachsen wird. Das Wachstum wird laut dem taiwanischen Halbleiterhersteller durch die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz angetrieben.
Taiwan Semiconductor Manufacturing (ADR)
347,500 € -2,39 %

Streitphase im AI-Sektor hat begonnen:
OpenAI prüft rechtliche Schritte gegen Apple wegen der als unzureichend empfundenen ChatGPT-Integration in Siri und Apple-Software. Das Unternehmen sieht seine Marke beschädigt und die erwarteten Abo-Umsätze blieben aus, während Apple plant, Siri für konkurrierende KI-Modelle zu öffnen.
Apple Inc. 298,17 $ -0,24 %
14.05.26:
Microsoft gibt bekannt, dass die Partnerschaft mit OpenAI über 100 Milliarden Dollar kostet, einschließlich Investitionen und Azure-Infrastrukturaufbau. Das Unternehmen bewertet seinen OpenAI-Anteil auf etwa 135 Milliarden Dollar und erwartet eine Rendite von 92 Milliarden Dollar aus den frühen Investitionen.

Microsoft sucht nach Übernahmen von KI-Startups, um sich auf eine Zukunft unabhängig von seinem Partner OpenAI vorzubereiten, und führt Gespräche mit dem Startup Inception, das eine alternative Methode zur Entwicklung großer Sprachmodelle verfolgt. Das Unternehmen zog im Frühjahr auch eine Übernahme des Code-Startups Cursor in Betracht, zog sich aber wegen regulatorischer Bedenken zurück.
Microsoft Corp. 405,210 $ -0,62 %

Die USA genehmigen rund zehn chinesischen Unternehmen den Kauf von Nvidias H200-Chips, darunter Alibaba, Bytedance und Tencent. Auch einige Distributoren wie Lenovo und Foxconn erhalten die US-Zulassung für den Erwerb der Nvidia-Chips.
Alibaba Group Holding Ltd. Reg.Shs (sp.ADRs)/8 DL-,000025 120,800 € -2,58 %
Tencent Holdings Ltd. 50,260 € -3,18 %
Lenovo Group Ltd. 1,428 € +0,99 %

In der Eifel fahren im Rahmen eines Pilotprojekts zwei Tesla Model Y mit „Full Self-Driving (Überwacht)“ als Shuttle mit Sicherheitsfahrer; das europaweit erste Projekt dieser Art wird auf weitere Landkreise ausgeweitet. Künftig sollen die Fahrten bedarfsorientiert an fünf Tagen eine Region mit rund einer halben Million Menschen abdecken, während FSD in den Niederlanden seit April zugelassen ist und in Deutschland noch nicht.
Tesla Inc. 445,185 $ +2,71 %
Quelle: stock3
13.05.26: Meta-Mitarbeiter verteilen in mehreren US-Büros Flugblätter, um gegen die kürzlich installierte Maus-Tracking-Software auf ihren Computern zu protestieren. Die Flugblätter rufen dazu auf, eine Online-Petition zu unterzeichnen, und weisen darauf hin, dass Arbeitnehmer rechtlich geschützt sind, wenn sie sich für bessere Arbeitsbedingungen organisieren.
Meta Platforms Inc 612,880 $ -9,21 %
Analysten stufen Teradyne mit „Buy“ und einem Kursziel von 440 Dollar ein. Das Unternehmen gilt bals Profiteur von Nvidias Rubin-Auslieferungen ab dem vierten Quartal 2026. Die Analysten empfehlen, jeden Kursrücksetzer zu kaufen, da Teradyne eine starke Position beim Testen von Co-Packaged-Optics-Lösungen besitzt und seine Testerflotte bis 2028 zukunftssicher macht.
NVIDIA Corp. 215,22 $ +1,76 %
Teradyne Inc. 359,850 $ +1,62 %
IBM und Oracle erweitern ihre 40-jährige Partnerschaft um neue KI- und Hybrid-Cloud-Produkte für Unternehmenskunden. Die Unternehmen planen die Markteinführung integrierter Tools Ende 2026 über die Oracle Cloud mit Red Hat-Unterstützung, ERP-Anbindungen und KI-Agenten.
Int. Business Machines (IBM) 229,480 $ -1,19 %
Oracle Corp. 180,290 $ +4,92 %
Gigantische Investitionen in AI/KI Rechenzentren:
Microsoft: 190 Mrd. USD
Amazon: 200 Mrd. USD
Alphabet: 175 bis 185 Mrd. USD
Meta: 120-140 Mrd. USD
Apple: Kein genauerer Wert zu erhalten.

Nun geht es erst richtig los: WordPress.com macht KI zum Content-Manager.
Schreiben, publizieren, moderieren: Mit der Erweiterung seines Model Context Protocol (MCP) geht WordPress.com den nächsten Schritt in Richtung agentischer Systeme: KI-Modelle erhalten erstmals Schreibzugriff auf Inhalte und können komplette Publishing-Workflows übernehmen. Lest den ganzen Artikel von Tobis Weidemann.

WordPress.com erweitert seine Plattform erstmals um neue Funktionen, die es KI-Agenten ermöglichen, aktiv Inhalte zu erstellen und zu verwalten. Wie das Unternehmen Automattic mitteilt, können Systeme wie ChatGPT oder Claude künftig Beiträge schreiben, Seiten erstellen, Kommentare moderieren und Inhalte strukturieren – direkt über natürliche Spracheingaben.
Möglich macht das eine Erweiterung des sogenannten Model Context Protocol (MCP), das damit einen deutlichen Funktionssprung erhält.

Für die Betreiber:innen von Internetpräsenzen bringt das einen grundlegenden Wandel im Content-Management mit sich – ist aber auch ein Risiko: Denn viele klassische Aufgaben lassen sich künftig per natürlicher Sprache steuern, ohne den Admin-Bereich aktiv nutzen zu müssen.

Bislang war die MCP-Schnittstelle, die WordPress.com im Herbst 2025 vorgestellt hatte, rein lesend ausgelegt. Die KI-Agenten konnten Inhalte durchsuchen, Statistiken abrufen oder Optimierungspotenziale identifizieren – blieben dabei aber bei reinen Leserechten. Mit dem Update vom 20. März 2026 ändert sich das grundlegend. Die Plattform erweitert MCP um 19 neue Funktionen in sechs zentralen Bereichen: Beiträge, Seiten, Kommentare, Kategorien, Tags und Medien.

Inhalte und Workflows per Prompt steuern

Die Erweiterung ist so weitreichend, dass die KI-Agenten komplette Workflows von der Erstellung von Postings über die Sortierung und Strukturierung von Inhalten bis zur Veröffentlichung planen können. Nicht ganz so riskant sind das Moderieren von Kommentaren sowie das Ergänzen von Metadaten. Automattic öffnet damit die Tür zu einer tieferen Integration von KI in bestehende Systeme.

In der Praxis ergeben sich daraus recht komplexe Anwendungsfälle. So können Nutzer:innen den KI-Agenten etwa auffordern, einen vollständigen Artikel zu erstellen, diesen thematisch einzuordnen, passende Schlagwörter zu vergeben und eine SEO-Beschreibung zu generieren. Auch strukturelle Änderungen an Websites sind möglich. Kategorien lassen sich neu organisieren, Seiten automatisch anlegen oder bestehende Inhalte nach vorgegebenen Regeln überarbeiten. In der Mediathek können KI-Agenten etwa fehlende Alt-Texte ergänzen, was sowohl die Barrierefreiheit als auch die Suchmaschinenoptimierung verbessern kann. Vor allem kleinere Teams und Selbstständige profitieren von weniger Aufwand bei der Pflege von Websites.

Eine der technisch interessantesten Neuerungen ist die sogenannte Theme Awareness. Bevor Inhalte erstellt werden, analysiert der KI-Agent das Designsystem der jeweiligen Website – inklusive Farben, Typografie, Abständen und Layout-Strukturen. Daraufhin generiert die KI Inhalte, die sich visuell in das bestehende Erscheinungsbild einfügen – mit dem Ziel, automatisch erstellte Seiten konsistent und ohne typische Stilbrüche darzustellen.
Sicherheitsmechanismen als zentrale Voraussetzung

Automattic betont gleichzeitig, dass die neuen Schreibrechte bewusst an klare Kontrollmechanismen und Guidelines geknüpft werden können. Denn jede Aktion eines KI-Agenten erfordert eine explizite Bestätigung durch die Nutzer:innen. Neue Inhalte werden standardmäßig als Entwurf angelegt. Änderungen an bereits veröffentlichten Beiträgen sind mit Warnhinweisen versehen, da sie sofort sichtbar werden. Gelöschte Inhalte landen dagegen zunächst im Papierkorb und können bis zu 30 Tage wiederhergestellt und zurückgeschrieben werden.

Zusätzlich dokumentiert ein Aktivitätsprotokoll sämtliche Aktionen der KI – das entbindet zwar nicht von der Haftung, sorgt aber für Transparenz. Auch bestehende Rollen- und Rechtekonzepte bleiben vollständig erhalten: Ein Contributor kann so Inhalte erstellen, aber nicht veröffentlichen, während ein Editor weitergehende Rechte besitzt. Für die sichere Verbindung zwischen KI-System und Website setzt WordPress.com auf OAuth 2.1 – solche Maßnahmen sollen gegen Bedenken helfen, dass das Internet mit KI-generierten Inhalten überflutet wird.
Wie vertrauensvoll ist Agentic Content?

Mit der Öffnung für schreibende KI-Agenten setzt WordPress.com einen neuen Standard im Content-Management. Dank des hohen Marktanteils – die Plattform steht für mehr als 43 Prozent aller Websites weltweit – dürfte die Entscheidung Signalwirkung für die gesamte Branche haben. Und vor allem wächst das MCP-Ökosystem dadurch, weil nicht nur WordPress.com, sondern auch andere Produkte von Automattic sowie Drittanbieter an entsprechenden Integrationen arbeiten. Auch für selbst gehostete WordPress-Installationen wird bereits an einem MCP-Adapter gearbeitet.

Doch die zentrale Frage bleibt, wie viel Agentic Content die Betreiber:innen von Websites wollen, denn sie geben damit Kontrolle ab und verändern das Vertrauen in digitale Inhalte. Ob durch solche Funktionen kuratierte, menschlich geprüfte Inhalte an Bedeutung gewinnen, hängt sicher vom Einzelfall ab. Klar ist aber auch, dass sich so regelbasierte AEO- und SEO-Content präziser und schneller in großem Umfang generieren lassen wird als je zuvor.

Quantencomputer erscheinen auf dem Börsenparkett

Marktpotenzial des Segments Quantencomuting weltweit.

Markteinschätzung von Quantencomuting und Indexbestandteile (Tabelle oben) sind lediglich Informationen und keine Empfehlungen von meine-börse.de.

BofA qualifiziert 15 Aktien aus dem IT-Hardware-Bereich als aussichtsreich, da eine höhere KI-Nutzung die gesamte Lieferkette von Servern über Speicher bis hin zu Optik und Netzwerktechnik begünstigt. Zu den favorisierten Unternehmen zählen unter anderem Dell, Hewlett Packard Enterprise, Super Micro Computer, Amphenol, Corning, IBM, NetApp und Pure Storage.
2026 beginnt mit Großoffensive der Technologie-Unternehmen in den USA
Micron Technology beginnt mit der Volumenauslieferung seines HBM4 36GB 12H-Speichers für NVIDIA Vera Rubin-Systeme und startet die Massenproduktion der nach eigenen Angaben ersten PCIe Gen6 SSD sowie 192GB SOCAMM2-Speichermodule der Branche. Das HBM4-Produkt erreicht Pin-Geschwindigkeiten von über 11 Gb/s und eine Bandbreite von mehr als 2,8 TB/s, was laut Micron das 2,3-fache der Bandbreite und über 20 Prozent höhere Energieeffizienz im Vergleich zum HBM3E-Speicher bedeutet.
Micron Technology Inc. 441,80 $ +3,68 %
NVIDIA Corp. 183,187 $ +1,62 %

Salesforce und NVIDIA geben eine Partnerschaft bekannt, um KI-Agenten über die Agentforce-Plattform und NVIDIA Nemotron-Modelle in Unternehmensabläufe zu integrieren. Die Zusammenarbeit ermöglicht den Einsatz von KI-Agenten über Slack in regulierten und On-Premises-Umgebungen unter Einhaltung von Datenschutz- und Compliance-Anforderungen.
Salesforce Inc 198,340 $ +2,87 %

NVIDIA stellt die Physical AI Data Factory Blueprint vor, eine offene Referenzarchitektur zur automatisierten Generierung von Trainingsdaten für Robotik, autonome Fahrzeuge und Vision-AI-Systeme. Microsoft Azure und Nebius integrieren die Blueprint in ihre Cloud-Infrastruktur, während Unternehmen wie FieldAI, Hexagon Robotics, Skild AI und Uber das System bereits für Entwicklungsprojekte nutzen.
Microsoft Corp. 399,950 $ +1,11 %
Uber Technologies Inc. 74,660 $ +1,72 %

NVIDIA gibt Partnerschaften mit Cadence, Dassault Systèmes, Siemens und Synopsys bekannt, um KI-gestützte Tools für Design-, Engineering- und Fertigungsabläufe zu entwickeln. Große Hersteller wie Samsung, SK hynix, TSMC, Honda, Mercedes-Benz und MediaTek setzen die NVIDIA-beschleunigten Softwaretools ein, wobei Honda 34-fach schnellere aerodynamische Simulationen und MediaTek eine 6-fache Beschleunigung bei Chip-Design-Prozessen meldet.

NVIDIA gibt auf seiner GTC-Konferenz die Veröffentlichung von Dynamo 1.0 bekannt, einer Open-Source-Software für KI-Inferenz im großen Maßstab, die als verteiltes Betriebssystem für KI-Rechenzentren fungiert und die Inferenz-Leistung von Blackwell-GPUs in jüngsten Benchmarks um das bis zu 7-fache steigert. Die Software wird bereits von großen Cloud-Anbietern wie Amazon Web Services, Microsoft Azure, Google Cloud und Oracle Cloud Infrastructure sowie von Unternehmen wie ByteDance, PayPal und Pinterest eingesetzt.

Dell Technologies ist laut Unternehmensangaben der erste Hersteller, der einen Desktop-Computer mit NVIDIAs GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip ausliefert. Der Dell Pro Max mit GB300 bietet 20 PetaFLOPS Leistung und 748GB Speicher für die Entwicklung autonomer KI-Agenten und unterstützt NVIDIA NemoClaw sowie NVIDIA OpenShell.
Dell Technologies Inc. 156,540 $ +3,24 %

Super Micro Computer stellt neue Server-Systeme für NVIDIAs kommende Vera Rubin-Plattform vor, die mit Flüssigkühltechnologie ausgestattet sind und KI-Workloads der nächsten Generation unterstützen sollen. Die Systeme umfassen den Vera Rubin NVL72 SuperCluster, ein 2U HGX Rubin NVL8-System sowie NVIDIA Vera CPU-Systeme und werden auf der GTC San Jose 2026 präsentiert.
Super Micro Computer Inc.
31,860 $ +3,61 %

NVIDIA geht Partnerschaften mit BYD, Hyundai, Nissan und Geely ein, um Robotaxis zu entwickeln. Zudem besteht eine Kooperation mit Uber.
Informationen von Tradeview Live Ticker.
Avocado. Die New York Times berichtet: Meta verschiebt sein neues KI-Modell „Avocado“ auf mindestens Mai, da interne Tests zeigen, dass es bei Logik, Programmierung und Textverarbeitung mit den Modellen von Google, OpenAI und Anthropic noch nicht mithalten kann. Das Unternehmen erwägt unterdessen eine mögliche Lizenzierung von Googles Gemini-Modell.

Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, sich das Chart von Meta anzuschauen; oder?

WIRED: Nvidia plant den Launch einer Open-Source-KI-Plattform namens NemoClaw. Die Plattform soll Unternehmen ermöglichen, KI-Agenten für ihre Belegschaft einzusetzen. NVIDIA Corp. 182,64 $ +2,79 %

Binance strebt laut Nikkei bis 2026 fünf weitere Krypto-Lizenzen in Asien an. Die Kryptobörse setzt damit ihre Expansionsstrategie in der Region fort.
Binance Coin BNB/EUR 546,11000 € +0,04 %
Schaut Euch das Chart an.
Anthropics Finanzvorstand erklärt, dass jüngste US-Regierungsmaßnahmen die Unternehmenserlöse 2026 um mehrere Milliarden Dollar reduzieren könnten.

Regime-Change bei Artifical Intelligence.

Das US-Zentralkommando nutzt nach wie vor die KI-Software von Anthropics, Claude-KI, ganz aktuell bei Angriffen auf den Iran für Geheimdienstbewertungen und Zielerkennung, obwohl Trump Bundesbehörden angewiesen hat, die Nutzung von Anthropic zu stoppen. Das Verteidigungsministerium benötigt aber bis zu sechs Monate für die schrittweise Abschaffung von Claude.

Anthropics KI-Assistent Claude erreicht Platz 1 im US App Store von Apple, während Nutzer von ChatGPT abwandern. Der Wechsel erfolgt, nachdem OpenAI eine Zusammenarbeit mit dem Pentagon anstrebt.
Wie geht das weiter. Demnächst mehr dazu hier.

Februar 2026

Die USA geben an, dass Chinas DeepSeek sein nächstes Modell trotz US-Exportverbot mit NVIDIAs fortschrittlichsten Blackwell-Chips trainiert hat. Die US-Regierung vermutet, dass das Unternehmen technische Indikatoren entfernen könnte, die die Nutzung von US-Chips offenlegen würden, wobei sich der Rechner-Cluster wahrscheinlich in einem Datenzentrum in der Inneren Mongolei befindet.

Physische AI – humanoide Roboter, etc. -> selbständig „handelnde“ Systeme
https://www.dje.de/de/markt-meinung/phys…e=hs_email

Was ist los bei Microsoft?
Analysten senken Kursziel von 540 auf 392 Dollar. Grund: die Umsatz- und Gewinnerwartungen für 2027 seien zu optimistisch. Dazu anhaltende Azure-Lieferengpässe, wachsende Konkurrenz durch Google und Anthropic sowie erwartete Investitionen von rund 200 Milliarden Dollar in 2027, die deutlich über den Markterwartungen liegen und die Margen belasten dürften.

Das sagen die Kurse heute dazu:
Microsoft Corp. 414,390 $ +0,82 %
Alphabets CFO erklärt, das Unternehmen finanziere seine KI-Investitionen durch kontinuierliche Effizienzsteigerungen und baue hauptsächlich eigene Rechenzentren für optimale Arbeitslasten.
Etwa 50% des Codes werden bereits von KI-Agenten geschrieben und von Ingenieuren überprüft, während KI im gesamten Geschäftsbetrieb eingesetzt wird.
Was sagt der Kurs?
Alphabet Inc. (Class C) 333,360 $ -3,07 %
OpenAI ist mit einigen der neuesten KI-Chips von Nvidia unzufrieden und sucht seit vergangenem Jahr nach Alternativen, insbesondere für schnellere Inferenz-Prozesse bei Produkten wie Codex. Die Verhandlungen über eine geplante Investition von bis zu 100 Milliarden Dollar durch Nvidia in OpenAI ziehen sich seit Monaten hin, während OpenAI parallel Deals mit AMD, Cerebras und anderen Chip-Anbietern abschließt.

Advanced Micro Devices Inc. 246,27 $ +3,97 %
NVIDIA Corp. 185,61 $ -2,97 %
Genau beobachten, ob die vergangene Euphorie nicht in Depression umschlägt.
Das ist die Zeit für Wettbewerber, wenn die die Technologie-Lücke – ach, diese unendliche Lücke – schließen können.

TSMC plant laut japanischen Medienberichten die Massenproduktion von 3-Nanometer-Chips in Kumamoto mit einer Gesamtinvestition von 17 Milliarden Dollar. Japan erwägt zusätzliche staatliche Unterstützung für das Projekt.
Taiwan Semiconductor Manufacturing (ADR) 279,500 € +0,54 %

Oracle plant, 2026 zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar durch eine Mischung aus Fremd- und Eigenkapital zu beschaffen, um die Cloud-Infrastruktur-Kapazitäten auszubauen. Das Unternehmen verweist auf vertraglich vereinbarte Nachfrage von Kunden wie Nvidia, OpenAI, Meta, AMD, TikTok und xAI.
Oracle Corp. 164,580 $ -2,62 %

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Veröffentlicht unter Chartanalyse

Psychologie

Meine-börse Veröffentlicht am 14. Dezember 2025 von Franz13. Februar 2026

Es gibt eine ganze Reihe von psychologischen Phänomenen und Prozessen, die direkt Einfluß haben auf das Trading an den Finanzmärkten oder die von dort auf den Trader einwirken.
Auch wenn wir solchen Phänomen in anderen Zusammenhängen öfters begegenen, es sind doch spezifische, wenn wir Traden. Auch wenn an den Börsen nichts sicher ist, das ist sicher: den folgenden psychologischen Phänomene werden alle Neueinsteiger begegenen – und auch erfahrene Trader sollten dieses Kapitel nicht vorschnell überspringen.
Das sind vor allem:
Selbstüberschätzung,
Fehlerresistenz,
Verlustängste,
Sicherheitsbedürfnis,

Gier.
Oft treten sie auch in dieser Reihenfolge auf.

* Selbstüberschätzung (oder der Overconfidence Bias) ist eine kognitive Verzerrung, bei der Menschen ihre eigenen Fähigkeiten, Kenntnisse oder Urteile systematisch zu hoch einschätzen, was zu riskanten Entscheidungen führen kann, aber auch Über-Selbstbewusstsein erzeugt, oft verbunden mit dem Dunning-Kruger-Effekt, bei dem Inkompetente ihre Fähigkeiten überschätzen, während Hochkompetente sie eher unterschätzen. Es ist eine Fehleinschätzung, die in vielen Lebensbereichen auftritt und durch mangelnde kritische Selbstreflexion sowie das „Bauchgefühl“ verstärkt wird.

* Fehlerresistenz ist wohl der gefährlichste Faktor auf dem Weg in den sicheren Ruin. Ein Beispiel: wenn man 1.000 € hat und von diesem Einsatz 50%, also 500 € verliert, dann muss man 100% Gewinn mit einem Einsatz von 500€ machen, um wieder 1.000€ zu besitzen, also das Doppelte vom Verlust. Jeder/Jede wird schnell beim Trading feststellen, wie schwer man sich tut, einen Verlust zu stoppen und hinzunehmen; im Gegenteil. Man hofft, dass der Verlust schnell wieder kompensiert wird, und schwupps ist man auf einem Weg ohne Rückkehr.

Das Unfäigkeit zum Eingeständnis von finanziellem Verlust reicht weit in unser Selbstbewusstsein hin und deformiert es zu einem unbedingten, ungerechtfertigten Glauben an uns selbst, was höchstwahrscheinlich zur Katastrophe führt. Verluste muss der Trader einkalkulieren und nur Erfahrung lassen ihn lernen, Verluste hinzunehmen. Nur wer nicht resistent ist gegen die eigenen Fehler, kommt auf den richtigen Weg.



* Verlustängste. Sie sind gewissermaßen die Kehrseite der Gier beim Trading. Beide schalten das Gehirn ab, vernunftvolles Traden findet da nicht statt. Verlustängste kennen wir von frühester Kindheit an als Angst, geliebte und wichtige Menschen zu verlieren. Wir klammern uns an solche Menschen, auch dann, wenn gar keine Gefahr besteht, sie zu verlieren. Wir sind eifersüchtig aus Verlustängsten und einer schaltet bei Gefahr vor Verlust sofort in den Angriffsmodus, ein anderer verschwindet bis zur Unkenntlichkeit in der Defensive und hofft, darin entdeckt und gerettet zu werden.

Beim Geld ist dies ein wenig anders. Einige kennen das, je mehr man hat, desto großer wird die Angst, es zu verlieren. Aber ist es wirklich die Angst vor dem Verlust von Geld?
Nein, wir behaupten, es ist die Angst davor, die soziale Anerkennung, den Respekt der Mitmenschen, also Achtung und Bestätigung zu verlieren. Denn Selbstachtung, Selbstvertrauen, ein positives Bewusstsein von sich selbst stehen hier auf dem Spiel, die es nur über die Gesellschaft und das soziale Umfeld gibt.

Sicherheitsbedürfnis. Wer lebt schon gerne in unsicheren Zeiten, in ungwissen Verhältnissen? Nun gut, Spielertypen fühlen sich dort pudelwohl, aber der normale Mensch eher weniger. So sucht und strebt er auch als Börsen-Trader nach Sicherheit und Gewissheit im Bewusstsein, und weis nicht, dass es beides nur wahrscheinlich geben kann. Alles, was an Analysetechniken an den Börsen existiert, basiert heute auf Wahrscheinlichkeitsberechnungen. Aber die, so präzise sie auch sein mögen, weichen trotzdem schnell vom Pfade der mathematischen Tugend ab, gaukeln nur kurz Sicherheit vor, und sind spätestens bei der Bilanz am Ende mit ihrem Latein.

Ohne Erfahrung und nur mit Wahrscheinlichkeiten allein, ist kein Gewinn zu erzielen.
Der bloß vorsichtige Trader mag vielleicht seine Angst vor größeren Verlusten mildern, allein im Gewinn ist er dadurch noch lange nicht. Die Umkehrung der Angst vor Verlusten in ein auf Sicherheit bedachtets Handeln erzeugt nicht den gewünschten Effekt. Dazu helfen Wissen und Erfahrung, die man sich im Erlernen der Analysetechniken, z.B. der Chartanalyse erwerben kann. Und einige andere Techniken gehören mit ins geistige Portfolio; sonst erlebt man schnell ein „Blaues Wunder“ an den Börsen.

Gier steht umgekehrt rezipok zur Angst, gleichsam wie die Manie zur Depression. Sie wird oft und gerne in Verbindung gebracht mit dem Geiz, aber da kann man sich schnell verirren wie in den schottischen Highlands. Was motiviert so viele junge Menschen zum Komasaufen? Sicherlich trifft der Satz: du trinkst viel zu gierig, wie man dies auch über ein bestimmtes Verhalten bei Tisch sagt, wenn Bullimie droht, wie umgekehrt reziprok die Magersucht bei gegenteiligem Verhalten. Wovor haben wir Angst, wenn wir zu gierig sind? Wir kennen das aus den Bildern von großer Not wie in den Nachkriegsjahren in Deutschland (1945f).

Der Geiz will nichts hergeben. Das beschrieb schon Siegmund Freud in der anal-retentiven Phase der Ichwerdung (das berühmte Kaka-Töpfchen Beispiel). Geiz konntotiert nicht zu Unrecht mit Reichtum, wird doch auch stets betont, man sei nicht reich geworden, weil man viel verdient, sondern weil man wenig ausgegeben hat.

Die Gier will nichts behalten, sie will mehr, immer mehr, hat nie genug. Dahinter steht die Angst, nicht gut wegzukommen und in schlechten Zeiten schlecht dazustehen. Am Komasaufen erkennen wir, es hat zunächst nichts zu tun mit dem einsamen Trinken des Alkoholikers; im Gegenteil. Im Komasaufen geht es auch um den Rausch in der Gruppe, um ein extatisch-orgiastisches Erlebnis; es geht um Verschwendung.

So sagt man auch: „der kann vom Leben nicht genug bekommen“ von einem, dessen Gier nach Leben ihn mitreißt wie ein schnell fließender Strom. Die Gier beim Traden kommt daher nicht im und durch das Bedürfnis nach Sicherheit, sonder stets dann, wenn die Gewinne zu laufen beginnen.
Die Gier des Traders hört dann nicht auf und freut sich über einen guten Gewinn, sie macht weiter, will die Börse sprengen, wie der Spieler die Bank im Casino. Die Gier verhindert den Stopp, den Take Profit. Das ist die Crux, dass die Gier zur Vorsorge und zur Antizipation der nächsten Krise neigt, und um ihr zuvorzukommen, rafft sie wo ein klug gesetzter Trailing Stopp vernünftiger wäre.

Die Bilder stammen von den Maler Bernard Lokai. Mehr von ihm seht ihr hier.

Bitte weiterlesen: Die Psychologie des Börsen-Tradings.

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Veröffentlicht unter Psychologie,Training | Verschlagwortet mit Lokai

Demo-Betrieb

Meine-börse Veröffentlicht am 9. Dezember 2025 von Franz13. Februar 2026
Sie haben leider keine Zugriffsberechtigung. Bitte melden Sie sich an. Bis 25 Jahre Alter kostet der volle Zugriff nur 1 Euro/Monat, alle anderen, ab 26 Jahre alt, zahlen 200 Euro/Jahr.
Seiten: 1 2 3 4
Veröffentlicht unter Training | Kommentar hinterlassen

Börsenlexikon – Meine-Börse Wiki

Meine-börse Veröffentlicht am 2. Dezember 2025 von Franz4. September 2026

A – B – C – D – E – F – G – H – I –K – L – M – N – O – P – R – S – T – U – V – W – Z

Vertiefende Themen im Meine-Börse Funnel

  • Einstieg & Ausbildung: Einsteiger · Level I · Level II · Level III
  • Trading-Stile & Psychologie: Trading Know How · Newstrader · Positionstrading · Psychologie · Spezielle Tradingstrategien
  • Chart- & Marktanalyse: Chartanalyse · Indikatoren · Elliott-Wellen / Fibonacci
  • Anlageklassen: Optionen · Edelmetalle · Forex · Krypto · Krypto-Wiki
  • KI & Aktuelles: Aktuelle Infos zu KI/AI · KI / AI

A


AAII-Investor-Sentiment-Survey – Wöchentliche Umfrage von Privatanlegern. Sie misst, wie Privatanleger die Entwicklung der Aktienmärkte in den nächsten 6 Monaten einschätzen: bullisch, bärisch oder neutral. Stimmungsextreme werden häufig als Kontraindikatoren zum Auffinden möglicher Marktwendepunkte genutzt.
Überschäumender Optimismus/Euphorie – ein möglicher Hochpunkt wurde erreicht. Extreme Angst/Panik – ein möglicher Tiefpunkt wurde erreicht. Der AAII-Survey findet international Beachtung. Die aktuellen Ergebnisse findet Ihr hier: AAII Investor Sentiment Survey | AAII

Ad-hoc Mitteilung / Adhoc News siehe Gewinnwarnung

Advance-/Decline-Linie. Der bekannteste Indikator zur Ermittlung der Marktbreite. Pro Handelstag wird die Differenz zwischen der Anzahl der gestiegenen und der Anzahl der gefallenen Aktien ermittelt. Das Ergebnis (+ oder minus) wird zum Wert des Vortages addiert. Basis der Berechnungen ist die New York Stock Exchange mit ca. 2.800 gelisteten Titeln.

Aktienrückkauf.
Die Reaktion der Aktienkurse auf die Ankündigung eines Aktienrückkaufs (Share Buyback) kann variieren, aber in der Regel gibt es einige typische Muster und Gründe für die Kursbewegungen:
Kursanstieg
Positive Signalwirkung: Ein Aktienrückkauf wird oft als Zeichen dafür interpretiert, dass das Unternehmen seine eigenen Aktien für unterbewertet hält. Dies kann das Vertrauen der Anleger stärken und den Kurs nach oben treiben.
Reduzierung der Aktienanzahl: Durch den Rückkauf verringert sich die Anzahl der ausstehenden Aktien, was den Gewinn pro Aktie (EPS) erhöhen kann. Dies macht die Aktie attraktiver für Investoren.
Kapitalrückführung: Ein Rückkauf zeigt, dass das Unternehmen über überschüssige Liquidität verfügt und diese an die Aktionäre zurückgibt, was positiv aufgenommen wird.
Kursschwankungen
Marktreaktionen: Die Höhe des Kursanstiegs hängt davon ab, wie der Markt die Ankündigung interpretiert. Wenn der Rückkauf bereits erwartet wurde, kann die Reaktion moderat ausfallen.
Zweifel an der Finanzierung: Wenn Anleger befürchten, dass das Unternehmen den Rückkauf durch Schulden finanziert oder seine Liquidität gefährdet, könnte der Kurs nur leicht steigen oder sogar fallen. Kursrückgang (seltener)
Negative Interpretation: In einigen Fällen kann ein Rückkauf als Zeichen dafür gewertet werden, dass das Unternehmen keine besseren Investitionsmöglichkeiten hat. Dies könnte den Kurs negativ beeinflussen.
Finanzielle Belastung: Wenn der Rückkauf als zu groß oder finanziell riskant angesehen wird, könnten Anleger skeptisch reagieren.
Langfristige Auswirkungen
Nachhaltigkeit: Langfristig hängt die Kursentwicklung davon ab, ob der Rückkauf tatsächlich zu einer höheren Wertschöpfung führt und das Unternehmen seine finanzielle Stabilität bewahrt.
Marktbedingungen: Allgemeine Markttrends und die Performance des Unternehmens spielen ebenfalls eine Rolle.
Zusammenfassung
In den meisten Fällen führt die Ankündigung eines Aktienrückkaufs zu einem kurzfristigen Kursanstieg, da sie als positives Signal für die Unternehmensgesundheit und die Bewertung der Aktie interpretiert wird. Langfristig hängt die Entwicklung jedoch von der Umsetzung des Rückkaufs und der allgemeinen Unternehmensperformance ab.


Allmende: Beispiele für Allmendegüter sind Trinkwasser, Wälder, öffentliche Verkehrswege, Waschküchen in Miethäusern oder gemeinsam genutzte Jugendräume u.v.a.m.

American Association of Individual Investors (AAII) – ist eine US-amerikanische gemeinnützige (Non-Profit-) Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Privatanleger durch gezielte Finanzausbildung wie datenbasierte Schulungen zu Portfolioaufbau, Aktieanalyse und Altersvorsorge zu unterstützen. Sie wurde 1978 gegründet und hat ca. 150.000 Mitglieder. Der bekannteste Bereich ist die AAII-Investor-Sentiment-Survey, die in der Finanzwelt rund um den Globus Beachtung findet. (s. dort)

Anlageklassen/Asset Classes: (Risiken + / niedrig bis +++++ / sehr hoch) 
Aktien: Anteile an einem Unternehmen, die dem Inhaber Eigentumsrechte und oft auch Stimmrechte bei Hauptversammlungen gewähren.
+++ Anleihen/Renten/Fixed Income: Schuldverschreibungen, bei denen der Emittent (z. B. ein Staat oder Unternehmen) dem Anleger über einen in den Ausgabebedingungen festgelegten Zeitraum und Höhe Zinsen und am Ende der Laufzeit den Nennwert zurückzahlt.
++ Commodities, s. Rohstoffe
+++ Derivate: Finanzinstrumente wie Optionen oder Futures sowie verbriefte Wertpapiere/Zertifikate, deren Wert von einem zugrunde liegenden Basiswert (z. B. Aktien, Indizes oder Rohstoffe) abhängt.
++++ Devisen (Forex): Der Handel mit Währungen, bei dem Anleger auf Wechselkursänderungen spekulieren.
++++ REITs (Real Estate Investment Trusts): Unternehmen, die in Immobilien investieren und den Anlegern regelmäßige Erträge aus Mieten oder Verkäufen ausschütten.
Rohstoffe: Physische Güter, die über Terminkontrakte oder ETFs/ETCs gehandelt werden:
Agrarrohstoffe, Edelmetalle, Industriemetalle, Energie: Öl, Gas, Heizöl,etc.
+ Jede Anlageform hat ihre eigenen Risiken und Chancen, daher ist es wichtig, sich gut zu informieren und die eigene Strategie daran auszurichten.

Alternative Investments sind Anlageformen, die außerhalb der traditionellen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Bargeld liegen. Sie bieten oft Diversifikation und können höhere Renditen oder eine bessere Risikostreuung ermöglichen. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Alternativen:

  1. Private Equity
    Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen.
    Beispiele: Venture Capital (Start-ups), Buyouts (Übernahmen von Unternehmen).
    Vorteile: Hohe Renditechancen, langfristige Investitionen.
    Risiken: Illiquidität, hohes Risiko.
  2. Hedgefonds
    Fonds, die komplexe Strategien nutzen (z. B. Leerverkäufe, Leverage).
    Beispiele: Long/Short-Strategien, globale Makrostrategien.
    Vorteile: Potenzial für absolute Renditen (unabhängig vom Markt).
    Risiken: Hohe Gebühren, komplexe Risiken.
  3. Immobilien
    Investitionen in Wohn-, Gewerbe- oder Industrieimmobilien.
    Beispiele: Direkte Immobilienkäufe, REITs (Immobilienfonds).
    Vorteile: Stabile Cashflows, Inflationsschutz.
    Risiken: Illiquidität, Marktschwankungen.
  4. Infrastruktur
    Investitionen in öffentliche oder private Infrastrukturprojekte.
    Beispiele: Straßen, Flughäfen, Energieversorgung.
    Vorteile: Stabile Renditen, langfristige Cashflows.
    Risiken: Politische Risiken, hohes Kapitalbedarf.
  5. Kunst und Sammlerobjekte
    Investitionen in Kunstwerke, Wein, Uhren oder andere Sammlerstücke.
    Beispiele: Gemälde, seltene Weine, Luxusuhren.
    Vorteile: Potenzial für hohe Wertsteigerungen.
    Risiken: Illiquidität, subjektive Bewertung.
  6. Kryptowährungen
    Digitale Währungen wie Bitcoin, Ethereum.
    Beispiele: Bitcoin, Ethereum, Altcoins.
    Vorteile: Hohe Renditechancen, dezentrale Struktur.
    Risiken: Extreme Volatilität, regulatorische Unsicherheit.
  7. Private Debt
    Kreditvergabe an Unternehmen oder Projekte außerhalb des Bankensystems.
    Beispiele: Unternehmenskredite, Projektfinanzierungen.
    Vorteile: Regelmäßige Zinszahlungen, Diversifikation.
    Risiken: Ausfallrisiko, Illiquidität.

Warum Alternative Investments?
Diversifikation: Reduzierung des Portfoliorisikos durch nicht korrelierte Anlagen.
Renditechancen: Potenzial für höhere Renditen

Anlagestrategie – (Aktienmärkte). Systematischer Plan zur Geldanlage und zum Vermögensaufbau. Er berücksichtigt Ziele, Anlagehorizont und Risikobereitschaft des Anlegers. Kenntnisstand und Zeitbudget des Anlegers spielen ebenfalls eine Rolle.

Anlagezertifikate sind strukturierte Wertpapiere (Inhaberschuldverschreibungen), die Anlegern ermöglichen, an der Wertentwicklung eines Basiswerts (Aktie, Index, Rohstoff etc.) zu partizipieren, ohne diesen direkt zu kaufen; sie sind vielseitig, bieten Chancen für verschiedene Marktphasen (z.B. Bonuszertifikate für Seitwärtsmärkte) und umfassen Varianten mit Kapitalschutz (z.B. Garantiezertifikate) oder ohne, wobei das Risiko vom Emittenten (Bank) und der Struktur abhängt. Sie sind eine Alternative zu Fonds und können das Portfolio diversifizieren, erfordern aber ein Verständnis der komplexen Bedingungen und des Emittentenrisikos.
Was sind sie?
Inhaberschuldverschreibungen: Rechtlich sind sie eine Schuld des Emittenten gegenüber dem Inhaber.
Basiswert: Der Wert des Zertifikats hängt von einem zugrundeliegenden Wert (z.B. DAX, Gold, Einzelaktie) ab.
Flexibilität: Es gibt sie für steigende, fallende oder seitwärts gerichtete Märkte und mit unterschiedlichen Risikoprofilen.
Wichtige Typen:
Indexzertifikate: Abbildung eines Börsenindex.
Garantiezertifikate: Begrenzen das Verlustrisiko, oft durch eine Kapitalschutzbarriere.
Bonuszertifikate: Ermöglichen Gewinne, wenn der Basiswert eine bestimmte Barriere nicht unterschreitet.
Discountzertifikate: Ermöglichen den Kauf eines Basiswerts mit Preisnachlass, verzichten aber oft auf volle Partizipation.
Vorteile:
Marktzugang: Erlauben den Zugang zu Märkten, die sonst schwer erreichbar wären (z.B. spezielle Rohstoffe).
Anpassbarkeit: Strukturierbar an individuelle Ziele und Risikobereitschaft.
Potenzial: Können auch in Seitwärtsmärkten Erträge generieren.
Risiken:
Emittentenrisiko: Bei Insolvenz der Bank können Verluste auftreten.
Komplexität: Die Mechanismen und Bedingungen sind oft schwer zu durchschauen.
Kosten: Gebühren und Spreads können die Rendite schmälern.
Fazit:
Anlagezertifikate sind vielseitige Instrumente für mittel- bis langfristige Anleger, die einen breiten Markt abdecken können. Eine gründliche Prüfung des Emittenten (Bonität) und der spezifischen Produktbedingungen ist unerlässlich.

Assetklassen (Anlageklassen) sind Gruppen von Finanzinstrumenten oder Vermögenswerten mit ähnlichen Merkmalen, Renditechancen und Risikoprofilen. Sie dienen dazu, das Anlagekapital strukturiert zu verteilen (Asset-Allokation), um Risiken durch Diversifikation zu minimieren.
Die wichtigsten Hauptassetklassen sind Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Geldmarktinstrumente.

Wichtige Assetklassen im Überblick:
Aktien: Unternehmensbeteiligungen mit hohen Renditechancen, aber auch höheren Risiken und Kursschwankungen.
Anleihen (Renten): Festverzinsliche Wertpapiere von Staaten oder Unternehmen, meist risikoärmer als Aktien.
Immobilien: Sachwerte, die durch Mieteinnahmen und Wertsteigerungen Renditen erzielen.
Geldmarktinstrumente: Sehr kurzfristige und risikoarme Anlagen wie Tagesgeld oder Sparbuch.
Rohstoffe: Investitionen in physische Güter wie Gold, Öl oder Agrarprodukte, oft zur Absicherung gegen Inflation.
Alternative Anlagen: Investments wie Kryptowährungen, Kunst oder Oldtimer, die oft hochspekulativ sind.

Warum die Einteilung wichtig ist:
Die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Klassen ist entscheidend für den Anlageerfolg, da diese sich in Krisen oft unterschiedlich entwickeln. Eine ausgewogene Mischung (Diversifikation) reduziert das Risiko, dass ein Einbruch in einem Bereich das gesamte Portfolio zerstört.

Asset Management. Der englische Begriff „Asset Management“ bezeichnet die Finanzdienstleistung der Verwaltung von Vermögen mit dem Ziel der Vermehrung der angelegten Finanzinstrumente. Ein Asset Manager (oder Vermögensverwalter) ist somit ein Unternehmen, welches die Verwaltung von Vermögen zum Geschäftszweck hat. Asset Manager bündeln die Ersparnisse von institutionellen Investoren und privaten Anlegenden und investieren diese möglichst gewinnbringend in die Weltwirtschaft.

Investitionsmöglichkeiten sind beispielsweise die Staatenfinanzierung durch Staatsanleihen, die Finanzierung der Privatwirtschaft durch Aktien- oder Anleihekäufe sowie die Finanzierung des Infrastrukturbedarfs mit dem Ziel der Erwirtschaftung einer Rendite, die zwischen dem Asset Manager in Form seiner Vergütung und dem Investor in Form seiner Rendite aufgeteilt wird.

B 

Berichtssaison /Earnings Season/Quarterly Earnings
4x pro Jahr legen börsennotierte Unternehmen ihre Geschäftsergebnisse für das abgelaufene Quartal vor. Ein kursbewegendes Ereignis, das jedes Mal erneut mit Spannung erwartet wird.
Wichtigste Eckpfeiler hier sind:

  1. Werden die (von den Analysten oder Unternehmen selbst) angekündigten Ergebnisse übertroffen oder verfehlt?
  2. Welchen Ausblick geben die Unternehmen auf das folgende Quartal (und das laufende Geschäftsjahr? Wird der Ausblick angehoben oder die Prognose gesenkt?

An der Börse werden Erwartungen für die Zukunft gehandelt. D.h. die unmittelbare Kursreaktion zeigt den Marktteilnehmern, ob die Quartalsergebnisse diesen Erwartungen entsprechen, sie unterboten oder übertroffen werden. Oftmals sind die Kursbewegungen im Vorfeld der Quatalsergebnisse signifikanter als die Reaktion auf die Ergebnisse selbst.

Betrugsmaschen, Betrüger, s. Scammer

Binäre Optionen sind hochspekulative Finanzwetten, bei denen Anleger auf einen steigenden („Call“) oder fallenden („Put“) Kurs eines Basiswerts (Aktien, Währungen, Rohstoffe etc.) innerhalb einer bestimmten Zeit spekulieren, mit dem Ergebnis entweder eine feste Auszahlung (Gewinn) oder der Totalverlust des Einsatzes, ohne den Basiswert selbst zu erwerben. In Deutschland sind Verkauf und Vertrieb an Privatanleger seit 2018 durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verboten, da sie extreme Risiken bergen und eher einem Glücksspiel als einer Anlage ähneln.
Funktionsweise
Binäres Prinzip: Es gibt nur zwei mögliche Ergebnisse: Entweder die Prognose trifft ein (Gewinn), oder sie trifft nicht ein (Totalverlust) – ähnlich dem Binärcode 0 oder 1.
Einsatz: Der Trader wählt einen Einsatz (z. B. 100 €) und eine Laufzeit (z. B. 60 Sekunden).
Prognose: Er wettet, ob der Kurs eines Basiswerts (z. B. USD/EUR) in dieser Zeit steigt oder fällt.
Auszahlung: Bei Erfolg erhält er eine vorher festgelegte Rendite (z. B. 70-90 % des Einsatzes), ansonsten verliert er den gesamten Einsatz.
Risiken & Regulierung
Hohes Risiko: Es droht der sofortige Totalverlust des Kapitals, was es eher zu einer Wette als zu einer Geldanlage macht.
Verbot: Die BaFin hat den Vertrieb und Verkauf an Kleinanleger in Deutschland untersagt (Stand 2024), um Anleger zu schützen.
Broker: Handel findet oft außerbörslich (OTC) über Online-Broker statt, was die Regulierung erschwert und das Risiko betrügerischer Anbieter erhöht.
Fazit
Binäre Optionen sind für Privatanleger in Deutschland nicht zulässig und stellen ein sehr hohes Risiko dar, das mit dem Glücksspiel vergleichbar ist, da es keinen wirklichen Vermögenswert gibt, sondern nur eine Wette auf Kursbewegungen.

BIP (Brutto-Inlandsprodukt). Das BIP gibt den Wert aller in einer Volkswirtschaft produzierten Waren und Dienstleistungen an. Es ist somit eine Kennziffer für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den Wohlstand eines Landes. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2024 bei etwa 110,6 Billionen US-Dollar im Vgl. zu 106,9 Billionen US-Dollar in 2023 mit den USA und China als größten Volkswirtschaften. Die Zahlen beziehen sich auf das nominale BIP.
Größte Volkswirtschaften (2024, nominal):
USA: ca. 29,3 Billionen USD
China: ca. 18,7 Billionen USD
Deutschland: ca. 4,7 Billionen USD
Entwicklung: Das Welt-BIP wächst, wobei der Anteil der Schwellenländer zunimmt, während der Anteil Europas relativ dazu zurückgeht.

„Biden-Zahlungspause„. Sie bezieht sich hauptsächlich auf die zeitlich begrenzte Aussetzung von Zahlungen für Bundes-Studienkredite (student loans) während seiner Präsidentschaft. Ziel der Biden Administration:  die wirtschaftliche Belastung der Bürger  mindern, Gesetze zur Anhebung der US-Schuldengrenze (debt ceiling) zu ermöglichen, um eine staatliche Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Diese Maßnahmen umfassten Verlängerungen der Zahlungsunterbrechungen, neue Rückzahlungspläne wie den SAVE Plan und die Unterzeichnung von Gesetzen, die die Kreditaufnahme der Regierung sicherten. Verhandlungen diesbezüglich gestalten sich zunehmend schwieriger, weil die Schuldensumme wie die Schuldenquote im US-Haushalt dramatische Formen angenommen haben..
Studienkredite. Verlängerungen: Die Zahlungen für Millionen von Bundes-Studienkrediten wurden wiederholt ausgesetzt, besonders während der COVID-19-Pandemie und auch danach, um Kreditnehmer zu entlasten.
Neue Pläne: Biden führte den SAVE Plan ein, der die Zahlungen basierend auf dem Einkommen berechnet und bei niedrigen Einkommen sogar auf Null setzen kann, mit dem Ziel, die Rückzahlung zu erleichtern und Schuldenerlass zu ermöglichen.
Herausforderungen: Bidens umfassendere Pläne zum Schuldennachlass wurden von Gerichten blockiert, was zu zusätzlichen Pausen führte.
Staatliche Schuldenobergrenze: Abwendung von Zahlungsunfähigkeit: Biden musste wiederholt Gesetze unterzeichnen, um die staatliche Schuldenobergrenze anzuheben oder auszusetzen, um zu verhindern, dass die US-Regierung ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen kann (government shutdown).
Parteipolitische Verhandlungen: Diese Gesetze wurden oft nach langwierigen Auseinandersetzungen zwischen Demokraten und Republikanern verabschiedet, wobei die Republikaner oft eine Kürzung der Staatsausgaben forderten.
Fazit: die „Biden-Zahlungspause“ ist ein euphämistischer Begriff für ein Sammelsurium seiner Bemühungen, die finanzielle Last für amerikanische Bürger (insbesondere bei Studienkrediten) und die Stabilität der US-Finanzen (durch Anhebung der Schuldenobergrenze) zu sichern.

Blue Chips/Large Caps/Standardwerte: Blue Chips-Aktien sind Aktien großer hochkapitalisierter, etablierter Unternehmen. Sie gelten durch ihre solide finanzielle Ausstattung als risikoarm und werden oftmals für die Langfristanlage genutzt. Im Vergleich zu den Aktien weniger hoch kapitalisierter, also kleinerer Unternehmen sind die durch Kursgewinne erzielten Erträge in der Regel geringer. (s. auch Dividendenaristokraten)

Bollinger Bänder (Bollinger Bands) sind ein beliebter Indikator der technischen Analyse, der die Volatilität eines Wertpapierkurses misst, indem er aus einem einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) und zwei darauf basierenden Bändern besteht, die durch die Standardabweichung berechnet werden. Sie bestehen aus einem mittleren Band (SMA), einem oberen Band (SMA + 2x Standardabweichung) und einem unteren Band (SMA – 2x Standardabweichung), die anzeigen, ob ein Kurs relativ zu seiner jüngsten Geschichte überkauft oder überverkauft ist und ob eine bevorstehende Trendwende oder ein Ausbruch bevorsteht, wenn sich die Bänder verengen.
Hauptkomponenten:
Mittleres Band: Ein einfacher gleitender Durchschnitt (SMA), standardmäßig über 20 Perioden.
Oberes Band: Das mittlere Band plus zwei Standardabweichungen.
Unteres Band: Das mittlere Band minus zwei Standardabweichungen.
Wie sie funktionieren und was sie anzeigen:
Volatilität: Enge Bänder zeigen geringe Volatilität (Marktruhe), während sich weitende Bänder auf steigende Volatilität hindeuten.
Überkauft/Überverkauft: Berührt der Kurs das obere Band, kann dies auf eine Überhitzung hindeuten; berührt er das untere Band, auf einen möglichen Überverkauf.
Ausbrüche: Sehr enge Bänder (eine Phase geringer Volatilität) signalisieren oft eine bevorstehende starke Kursbewegung (Ausbruch).
Trendenden: Ein starkes Weglaufen vom Band kann auf ein Ende des Trends hinweisen.
Anwendungsbereich:

Chartanalyse: Trader nutzen sie, um Unterstützungs- und Widerstandsbereiche zu identifizieren.
Volatilitätsmessung: Sie helfen, die Schwankungsbreite eines Wertpapiers zu verstehen, besonders bei volatilen Assets wie Kryptowährungen.
Trendanalyse: Sie visualisieren, ob ein Kurs sich im statistisch erwarteten Bereich bewegt oder ob eine Trendwende bevorsteht

Bonität – Zahlungsfähigkeit/Kreditwürdigkeit eines Schuldners, Bereitschaft des Schuldners, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. An der Börse umfasst der Begriff im wesentlichen: Emittenten als Herausgeber eines Derivats/Zertifikats, Staaten und Unternehmen, die eine Anleihe/Schuldverschreibung begeben. Bei Staaten und auch großen Unternehmen wird die Bonität von sog. Rating-Agenturen beurteilt und klassifiziert: Die wichtigsten sind Fitch, Moodys und Standard & Poor. Die Ratings sind für Anleger eine Entscheidungshilfe.

Buy and Hold – Kaufen und liegen lassen. Bekannteste (und einfachste) langfristige Anlagestrategie. Es wird ein Potfolio von Wertpapieren erworben und über Jahre, z.T. sogar Jahrzehnte gehalten. Einer der bekanntesten Vertreter ist André Kostolany.

C

CAN-SLIM – eine von William O’Neil in den 1950ger Jahren entwickelte Investment-Strategie, die fundamentale und technische Analyse vereint. Dabei steht: C – für Current earnings, A – Annual Earnings, N – New Product or service, S – Supply and Demand, L – Leader or Laggard, I – Institutional, M – Market Direction. (s. Literaturliste).

Capex: Capital Expenditure sind Investitionsausgaben für langfristige Vermögenswerte wie Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge oder IT-Systeme, um die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zu erhalten oder zu steigern. Diese Ausgaben werden nicht sofort als Kosten verbucht, sondern über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, was sie von laufenden Betriebskosten (OPEX) unterscheidet und steuerliche Vorteile bieten kann, da sie die Bilanz aktivieren und langfristig steuerlich geltend gemacht werden. CAPEX ist ein wichtiger Indikator für die strategische Investitionsplanung und wird in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen.
Was gehört zu CAPEX?

Anlagevermögen: Grundstücke, Gebäude, Fabriken, Maschinen, Anlagen.
Ausrüstung: Betriebs- und Geschäftsausstattung, Fuhrpark, Technologie (Hardware, Software, IT-Infrastruktur).
Immaterielle Vermögenswerte: Patente, Lizenzen.
Verbesserungen: Renovierungen und Upgrades, die die Lebensdauer oder Effizienz verlängern. 

CAPEX vs. OPEX (Betriebskosten)

CAPEX (Capital Expenditure): Langfristige Investitionen in Vermögenswerte (z.B. Kauf einer neuen Maschine).
OPEX (Operational Expenditure): Laufende Kosten für den täglichen Betrieb (z.B. Miete, Strom, Gehälter, Rohstoffe). 

Wichtigkeit von CAPEX

Strategische Planung: Zeigt, wie ein Unternehmen in seine Zukunft investiert.

Bilanzierung: Erhöht die Vermögenswerte und wird über die Zeit abgeschrieben (amortisiert).
Steuerliche Effekte: Abschreibungen mindern den steuerpflichtigen Gewinn.
Gesamtausgaben: CAPEX und OPEX zusammen ergeben die gesamten Ausgaben eines Unternehmens (TOTEX).

Ceteris paribus: Die lateinische Entsprechung für „unter sonst gleichen Bedingungen“ ist ceteris paribus (oft abgekürzt als c. p. oder cet. par.) und wird in Theorien, Analysen und Experimenten verwendet, um zu verdeutlichen, dass nur eine bestimmte Variable betrachtet wird, während alle anderen Faktoren konstant bleiben. Es bedeutet wörtlich so viel wie „bei gleichen anderen [Dingen oder Umständen]“, was eine wichtige Annahme ist, um Zusammenhänge isoliert betrachten zu können.

Bedeutung: Vereinfacht die Realität, indem sie erlaubt, die Wirkung eines einzelnen Faktors zu analysieren.
Anwendung: Sehr wichtig in der Ökonomie, Physik, Philosophie und anderen Wissenschaften.
Beispiel: Wenn der Preis einer Ware sinkt, steigt die Nachfrage (ceteris paribus) – unter der Annahme, dass Einkommen, Geschmack und andere Faktoren gleich bleiben.

CFDs (Contracts for Difference) sind Finanzderivate, mit denen Sie auf Preisbewegungen von Basiswerten (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen) spekulieren können, ohne sie tatsächlich zu besitzen, indem Sie die Preisdifferenz zwischen Eröffnung und Schließung des Vertrags austauschen
. Sie ermöglichen den Handel mit Hebelwirkung (Leverage), was Gewinne vervielfachen, aber auch Verluste erheblich steigern kann, wobei in Deutschland seit 2017 eine Nachschusspflicht für Privatanleger ausgeschlossen wurde und Positionen bei Margin-Verlusten geschlossen werden. CFDs sind hochspekulativ und mit hohen Risiken verbunden, da Verluste das eingesetzte Kapital übersteigen können, obwohl sie auch zur Absicherung bestehender Portfolios (Hedging) genutzt werden können.
Wie funktionieren CFDs?
Differenzgeschäft: Sie schließen einen Vertrag mit einem Broker ab, die Wertentwicklung eines Basiswertes auszutauschen.
Kein Eigentum: Sie kaufen nicht die Aktie selbst, sondern spekulieren auf ihre Preisentwicklung.
Long oder Short: Sie können auf steigende Kurse (Long-Position) oder fallende Kurse (Short-Position) setzen.
Hebelwirkung (Leverage): Mit einer kleinen Margin (Sicherheit) können Sie eine deutlich größere Position bewegen, was Gewinne und Verluste verstärkt.
Ergebnis: Bei korrektem Timing gewinnen Sie die Differenz, bei falscher Einschätzung verlieren Sie sie.
Basiswerte:
Aktien, Indizes (DAX, S&P 500), Rohstoffe (Gold, Öl), Währungen (Forex) und Kryptowährungen.
Chancen & Risiken:
Chancen: Hebelwirkung, Handel in fallenden Märkten (Short), Zugang zu vielen Märkten mit geringem Kapitaleinsatz, Absicherung (Hedging).
Risiken: Hohe Hebelwirkung kann zu schnellen und hohen Verlusten führen, Totalverlust des Kapitals möglich.
Regulierung (Deutschland):
Seit 2017 sind Nachschusspflichten für Privatanleger ausgeschlossen (BaFin-Regulierung).
Risikobegrenzung durch automatische Schließung bei Margin-Verlust.
Fazit:
CFDs sind komplexe Finanzinstrumente, die hohe Chancen, aber auch erhebliche Risiken bergen und nur für erfahrene Anleger geeignet sind, die die Funktionsweise und die Risiken vollständig verstehen.

Chartanalyse /Technische Analyse Die Technische Analyse geht davon aus, dass alle wichtigen Informationen, Bewertungen, Erwartungen und Meinungen zu einem Basiswert im Kursverlauf enthalten sind: Die Marktbewegung diskontiert alles. Sie versucht, durch die Analyse historischer Kusverläufe bzgl. Trends, Dynamik, Kursmustern, Handelsvolumina, u.a. Prognosen für zukünftige Kursverläufe zu erstellen. (Im Unterschied zur Fundamentalanalyse, s. dort)

Chartmuster/Chartformationen/Patterns

Ein wesentlicher Teil der klassischen Chartanalyse beschäftigt sich mit Chartmustern, -formationen oder auch Patterns. Dabei handelt es sich um wiederkehrende, typische Kursstrukturen, die entweder die Fortsetzung eines bestehenden Trends anzeigen – sog. Fortsetzungsformationen – oder dessen Umkehr bzw. Abbruch – sog. Umkehrformationen oder Reversals. Zum Themenkomplex Patterns findet Ihr hier – in Kürze – ausführliche Beiträge und Analysen.

Clarity Act.
Der Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act) ist ein geplantes US-Gesetz, das den ersten umfassenden rechtlichen Rahmen für Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte in den USA schaffen soll. Bitte hier weiterlesen…

Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) ist eine Anlagestrategie, bei der durch regelmäßige Einzahlung fester Beträge in Wertpapiere (z. B. ETFs/Fonds) bei niedrigen Kursen mehr und bei hohen Kursen weniger Anteile erworben werden.
Dies führt zu einem günstigeren durchschnittlichen Kaufpreis, minimiert das Risiko eines schlechten Timing-Einstiegs und eignet sich ideal für Sparpläne.

Funktionsweise: Anstatt einmalig eine große Summe zu investieren, wird z.B. monatlich 100 € angelegt. Fällt der Kurs, kaufen die 100 € mehr Anteile, steigt er, kaufen sie weniger.
Vorteile:
    Antizyklisches Handeln: Automatischer Kauf von mehr Anteilen in "Rabattphasen"
    .
    Psychologische Stütze: Es ist weniger Überwindung nötig, bei fallenden Kursen zu kaufen, da der Sparplan einfach weiterläuft.
    Risikominimierung: Schutz vor dem Fehler, das gesamte Kapital zu einem absoluten Höchstkurs anzulegen.
Nachteile & Mythos:
    Rendite: Mathematisch ist der Effekt bei stetig steigenden Märkten einer Einmalanlage unterlegen, da ein früher Einmalinvest mehr Rendite bringt.
    Kosten: Hohe Transaktionskosten bei vielen kleinen Käufen können den Vorteil zunichte machen (idealerweise über kostenlose Sparpläne).
Ideal für: Anleger, die monatlich sparen wollen (z. B. ETF-Sparplan) und schwankungsintensive Märkte nutzen möchten.

Der Effekt ist keine „Wunderwaffe“, sondern eine Disziplin-Strategie, die besonders in volatilen Zeiten ihre Stärken ausspielt.

Ein Cluster an der Börse bezeichnet die
Konzentration von Handelsvolumen auf spezifischen Preisniveaus innerhalb einer Kerze (Footprint-Chart), was Kauf- und Verkaufsungleichgewichte aufzeigt. Diese Volumencluster helfen Tradern, Unterstützungs- (Support) und Widerstandszonen (Resistance) zu identifizieren, um präzisere Einstiege zu finden.

Der Crypto Fear and Greed Index ist ein beliebtes Tool, das die Emotionen und Stimmungen auf dem Kryptomarkt misst. Er bewertet das Marktverhalten auf einer Skala von 0 bis 100, wobei 0 für extreme Angst und 100 für extreme Gier steht. Der Index basiert auf verschiedenen Faktoren wie Marktvolatilität, Social-Media-Sentiment, Handelsvolumen und anderen Indikatoren.
Der Index hilft Anlegern, die Marktstimmung besser zu verstehen und fundiertere Entscheidungen zu treffen.

D

Dark Period/Quiet Period – Handelssperrzeit ist eine Frist von meist ein bis 4 Wochen vor Quartals- oder Jahresberichten, in der ein börsennotiertes Unternehmen nicht oder nur eingeschränkt mit der Öffentlichkeit kommuniziert. Die Quiet Period soll Marktmanipulationen verhindern helfen. (Vgl. auch Insiderhandel).

Daytrader: Ein **Daytrader** ist ein spezieller Typ von Trader, der Wertpapiere (wie Aktien, Devisen, Rohstoffe oder Kryptowährungen) innerhalb eines einzigen Handelstages kauft und verkauft. Das Ziel eines Daytraders ist es, von kurzfristigen Preisschwankungen zu profitieren, ohne Positionen über Nacht zu halten. Hier ist eine detaillierte Beschreibung, was ein Daytrader macht:

1. Kurzfristige Handelsaktivitäten
Ein Daytrader führt mehrere Transaktionen an einem Tag durch, oft innerhalb von Minuten oder Stunden.
Er nutzt kleine Preisbewegungen, um Gewinne zu erzielen, und schließt alle Positionen vor Handelsschluss.

2. Nutzung von Technischer Analyse
Daytrader verlassen sich stark auf technische Analysen, wie Chartmuster, Indikatoren (z. B. gleitende Durchschnitte, RSI, MACD) und Trendlinien.
Sie analysieren historische Preisdaten und Volumen, um zukünftige Bewegungen vorherzusagen.

3. Fokus auf Liquidität und Volatilität
Daytrader bevorzugen liquide Märkte (z. B. große Aktien oder Währungspaare), da sie schnell ein- und aussteigen können.
Sie suchen nach volatilen Wertpapieren, da größere Preisschwankungen mehr Gewinnmöglichkeiten bieten.

4. Nutzung von Hebel und Margin
Viele Daytrader nutzen Hebel (Leverage), um ihre Positionen zu vergrößern und höhere Gewinne zu erzielen. Dies erhöht jedoch auch das Risiko von Verlusten.
Sie handeln oft auf Margin-Konten, um mit geliehenem Kapital zu arbeiten.

5. Risikomanagement
Daytrader setzen strikte Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen, und Take-Profit-Orders, um Gewinne zu sichern.
Sie verfolgen eine klare Risikomanagementstrategie, um ihr Kapital zu schützen.

6. Zeitintensiv und diszipliniert
Daytrading erfordert viel Zeit und Konzentration, da Märkte ständig beobachtet werden müssen.
Erfolgreiche Daytrader sind diszipliniert, emotional kontrolliert und folgen einem festgelegten Handelsplan.

7. Beispiele für Daytrading-Strategien
Scalping: Sehr kurzfristige Trades, oft nur Sekunden oder Minuten, um kleine Gewinne zu erzielen.
Momentum-Trading: Nutzung von starken Preisbewegungen in eine bestimmte Richtung.
Range-Trading: Handel innerhalb eines definierten Preiskorridors (Support und Resistance).

8. Risiken des Daytradings
Hohe Volatilität kann zu schnellen Verlusten führen.
Emotionale Entscheidungen (z. B. aus Angst oder Gier) können den Erfolg beeinträchtigen.
Transaktionskosten (Gebühren, Spreads) können die Gewinne schmälern.

Zusammengefasst: Ein Daytrader ist ein aktiver Marktteilnehmer, der kurzfristige Preisschwankungen nutzt, um Gewinne zu erzielen.

Devisen – s. Währungen

Dividenden-Aristokraten : Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, die ihre Dividendenausschüttungen seit mindestens 25 Jahren in Folge kontinuierlich gesteigert haben. Anleger schätzen die Qualität dieser Aktien hinsichtlich stabiler und kontinuierlich steigender Erträge und aufgrund eines bewährten Geschäftsmodells.

Dividendenausschüttung. Bei Dividendenausschüttungen verhalten sich Aktienkurse typischerweise so:

Ex-Dividende-Tag: Der Kurs einer Aktie wird am Tag derEx-Dividende um ungefähr den Betrag der Dividende angepasst. Das bedeutet, der Kurs fällt in der Regel um circa die Höhe der Dividende minus eventuelle Steuern und Marktbedingungen.
Vor dem Ex-Tag: Kurs könnte leicht ansteigen oder volatil sein, da Investoren auf die bevorstehende Dividendenzahlung spekulieren.
Am Tag der Dividende: Die Dividende wird an die Aktionäre ausgeschüttet; der Kurs spiegelt die Wertübertragung an die Aktionäre wider. In vielen Fällen bleibt der Schlusskurs nahe dem vorherigen Level, abzüglich der Dividendenhöhe, aber tatsächliche Bewegungen hängen von allgemeinem Markttrend, Unternehmensnachrichten und Nachfrage ab.
Nach dem Ex-Tag: Der Kurs setzt seine Bewegung basierend auf fundamentalen Faktoren, Marktstimmung und Renditeerwartungen fort. Dividendenrenditen machen die Aktie attraktiv, können aber auch zu Kursanpassungen führen, wenn Dividendenänderungen angekündigt werden.

Wichtige Punkte:
Die Dividende reduziert den Kurs am Ex-Tag um ungefähr den Dividendenbetrag, da der Vermögenswert, der hinter der Dividende steht, aufgeteilt wird.
Die Gesamtrendite aus Kursentwicklung plus Dividende kann positiv oder negativ sein, je nach Kursverlauf und Dividendenhöhe.
Steuern, Transaktionskosten und Währungsfaktoren können das effektive Kursverhalten beeinflussen.

Doji: kleiner Kerzenkörper, d.h. geringe Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs, signalisiert Unsicherheit oder Unentschlossenheit.

Drawdown (dt. „Wertverlust“, „Kurskorrektur“) beschreibt den prozentualen Rückgang eines Wertpapier- oder Portfoliowerts von einem Höchststand bis zum darauffolgenden Tiefststand in einem bestimmten Zeitraum und dient als wichtige Risikokennzahl zur Messung des maximalen Verlusts einer Anlage oder Strategie. Er zeigt das historische Risiko, hilft bei der Risikobewertung und ermöglicht den Vergleich verschiedener Investments, wobei besonders der Maximum Drawdown (MDD), der größte historische Verlust, eine entscheidende Rolle spielt.
Bedeutung und Anwendung
Risikobewertung: Misst das größte Risiko, das ein Anleger eingehen muss, um einen bestimmten Wert wieder zu erreichen.
Vergleich: Ermöglicht den Vergleich der Risikoprofile verschiedener Anlagen (z.B. Aktienfonds).
Analyse: Gibt Aufschluss über die Stärke und Dauer von Korrekturphasen einer Anlage (Time to Recover).
Berechnung (Beispiel MDD)
Höchststand (Peak) ermitteln.
Tiefststand (Trough) nach dem Höchststand finden.
Formel: Drawdown (%) = ((Höchststand – Tiefststand) / Höchststand) * 100.
Wichtige Aspekte
Maximum Drawdown (MDD): Der größte Wertverlust in einem definierten Zeitraum, der das Ausmaß des Risikos darstellt.
Psychologische Belastung: Lange und tiefe Drawdowns sind oft psychologisch herausfordernd.
Beispiel: Ein Verlust von 50 % erfordert eine Steigerung von 100 %, um den ursprünglichen Wert wieder zu erreichen (50 % Verlust = 50 Verlust auf 100 Wert; 100 Steigerung auf 50 ergibt 100 Wert).

Drei-Fünf-Sieben-Regel: Die 3-5-7-Regel ist ein pragmatischer Rahmen zur Vereinfachung des Risikomanagements und zur Maximierung der Rentabilität im Handel . Sie basiert auf drei Kernprinzipien: Traderisiko, Portffolio-Risiko und Gewinn-Verlust-Ratio.
Meine-börse empfiehl, das Risiko einzelner Trades auf 3 %, das Gesamtrisiko des Portfolios auf 5 % und das Gewinn-Verlust-Verhältnis auf 7:1 zu begrenzen.

DTCC steht meist für die Depository Trust & Clearing Corporation, eine zentrale US-amerikanische Wertpapierverwahrstelle, die Wertpapiere verwahrt und den Handel abwickelt. Im deutschen Kontext kann DTCC auch für Direct-to-Consumer (Direktvertrieb an Endkunden) stehen, ein Geschäftsmodell, das Zwischenhändler umgeht.

Dunning-Kruger-Effekt: Dunning-Kruger-Effekt: Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt eine kognitive Verzerrung, bei der inkompetente Menschen ihre Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich tendenziell überschätzen, da ihnen die Fähigkeit fehlt, ihre eigene Inkompetenz zu erkennen. Sie unterschätzen zudem oft die Fähigkeiten anderer, da ihnen das Wissen fehlt, eine realistische Einschätzung vorzunehmen. Dieser Effekt ist nach den US-amerikanischen Psychologen David Dunning und Justin Kruger benannt, die ihn 1999 wissenschaftlich beschrieben haben.

E

Elliott-Wellen
sind ein Werkzeug der technischen Analyse, das Finanzmarktbewegungen in wiederkehrende Muster aus Impuls- und Korrekturwellen einteilt, basierend auf der Annahme, dass die kollektive Psychologie der Marktteilnehmer zu diesen Mustern führt. Ein vollständiger Zyklus besteht aus fünf Wellen in Trendrichtung (1, 2, 3, 4, 5) und drei Korrekturwellen (A, B, C). Diese Wellen folgen oft der Fibonacci-Folge und dem Goldenen Schnitt und dienen Tradern zur Prognose von Preisbewegungen, obwohl sie umstritten sind. → Ausführliches Trade-Management zu Elliott-Wellen & Fibonacci.

Grundstruktur:
Impulswellen (Motiv-Wellen): Fünf Wellen (1, 3, 5 sind Impulswellen; 2, 4 sind Korrekturwellen dazwischen), die die Hauptrichtung des Trends anzeigen.
Korrekturwellen: Drei Wellen (A, B, C), die gegen den Haupttrend laufen und auf die Impulswellen folgen.

Anwendung
Identifikation: Trader nutzen die Wellen, um Ein- und Ausstiegspunkte zu finden.
Prognose: Sie versuchen, das Ausmaß zukünftiger Preisbewegungen abzuschätzen.
Muster: Es gibt verschiedene Korrekturmuster wie Zickzack, Flat oder Dreiecke.

Wichtig zu wissen
Entwickler: Ralph Nelson Elliott entwickelte die Theorie in den 1930er Jahren.
Basis: Basiert auf Massenpsychologie und Fibonacci-Zahlen.
Kontroverse: Die Theorie ist in der Finanzwelt umstritten und wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, wird aber von vielen Tradern als nützlich angesehen.

Equal Weight bedeutet auf Deutsch gleiche Gewichtung oder Gleichgewichtung. Es ist eine Anlagestrategie, bei der alle Aktien in einem Portfolio oder Index denselben Anteil erhalten, unabhängig von ihrer Marktkapitalisierung. Dies führt zu einer breiteren Diversifikation und reduziert das Klumpenrisiko im Vergleich zur üblichen kapitalgewichteten Methode.
Wichtige Aspekte der Equal-Weight-Strategie:
Funktionsweise: Im Gegensatz zu klassischen Indizes (z.B. MSCI World), wo große Unternehmen (Apple, Microsoft) dominieren, werden beim Equal Weight alle Unternehmen (z.B. 500 im S&P 500) gleich stark berücksichtigt.
Rebalancing: Da Kurse schwanken, müssen Equal-Weight-Portfolios in regelmäßigen Abständen (oft vierteljährlich) durch Kauf/Verkauf von Aktien neu ausbalanciert werden, um die gleiche Gewichtung wiederherzustellen.
Vorteile: Bessere Risikostreuung, höheres Gewicht von kleineren Werten (Mid-Caps), potenziell bessere Performance in Seitwärtsphasen.
Nachteile: Höhere Transaktionskosten durch häufiges Umschichten (Rebalancing), oft höhere Kosten (TER) bei ETFs, geringere Effizienz in starken Bullenmärkten.

„Equal weight“ bedeutet, dass alle Komponenten oder Elemente in einem bestimmten Kontext gleich gewichtet werden. Das heißt, jeder Teil hat den gleichen Einfluss oder die gleiche Bedeutung.
Zum Beispiel:
In der Finanzwelt: Bei einem „equal weight“ Index wird jeder Aktie im Index das gleiche Gewicht gegeben, unabhängig von ihrer Marktkapitalisierung. Das bedeutet, dass kleinere Unternehmen genauso viel Einfluss haben wie größere.
In der Statistik: Wenn du Daten analysierst und jedem Datenpunkt das gleiche Gewicht gibst, behandelst du alle Datenpunkte gleich, ohne bestimmte Punkte stärker zu gewichten.

Ein ESG-Rating ist eine standardisierte Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung und ethischen Verantwortung eines Unternehmens oder Finanzprodukts. Die Abkürzung steht für die drei Dimensionen: Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Es dient Investoren, Banken und Partnern als Entscheidungshilfe, um Risiken und Zukunftsfähigkeit zu beurteilen.

ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Fonds, die wie Aktien an der Börse gekauft und verkauft werden können und einen bestimmten Marktindex (z. B. DAX oder MSCI World) nachbilden, um Anlegern eine kostengünstige und einfache Möglichkeit zu bieten, breit gestreut in ganze Märkte, Branchen oder Regionen zu investieren. Sie bündeln viele Wertpapiere (wie Aktien oder Anleihen) in einem einzigen Produkt, streuen damit das Risiko und sind oft günstiger als aktiv gemanagte Fonds, da sie passiv den Index abbilden.
Wichtige Merkmale von ETFs:
Börsengehandelt:
Sie können während der Handelszeiten einfach über ein Depot gehandelt werden, ähnlich wie Aktien.
Indexnachbildung:
Sie versuchen, die Wertentwicklung eines bestimmten Marktindex möglichst genau abzubilden.
Diversifikation:
Mit einem einzigen ETF investieren Sie in viele Unternehmen oder Wertpapiere, was das Risiko streut.
Kostengünstig:
Da sie passiv einen Index nachbilden, fallen die Verwaltungsgebühren (Total Expense Ratio – TER) meist niedriger aus als bei aktiv gemanagten Fonds.
Transparent:
Anleger wissen durch die Nachbildung eines Index genau, in welche Wertpapiere sie investieren.
Vielfältig:
Es gibt ETFs auf verschiedenste Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe (Edelmetalle) oder sogar Kryptowährungen.
Wie sie funktionieren (Beispiel DAX-ETF):
Ein ETF, der den DAX nachbildet, kauft die Aktien der 40 im DAX enthaltenen Unternehmen proportional zu deren Gewichtung im Index.
Steigt der DAX, steigt auch der Wert des ETFs. Fällt der DAX, fällt auch der ETF.
Vorteile für Anleger:
Einfacher Zugang zu breiten Märkten, Geringe Kosten, Risikostreuung, Kann auch mit kleinen Beträgen über Sparpläne genutzt werden.

Exploits (Krypto) – ausführlich im Krypto-Wiki.

F

Faktorzertifikate sind Hebelprodukte, die eine überproportionale, tägliche Partizipation an der Wertentwicklung eines Basiswerts (Aktien, Indizes, Rohstoffe) ermöglichen, mit einem konstanten Faktor (z. B. 2x, 4x), ohne feste Laufzeit, aber mit dem Risiko von Zins- und Währungseffekten sowie Emittentenrisiko. Sie bilden Long-Positionen für steigende und Short-Positionen für fallende Kurse ab und eignen sich für kurzfristige Spekulationen in trendstarken Märkten, da sich der Hebel bei Seitwärtsbewegungen negativ auswirken kann.
Merkmale und Funktionsweise
Konstanter Hebel: Der Wert des Zertifikats ändert sich täglich um das Vielfache der prozentualen Veränderung des Basiswerts (z. B. bei Faktor 4x steigt/fällt das Zertifikat um 4 %, wenn der Basiswert um 1 % steigt/fällt).
Keine Knock-out-Schwelle: Anstelle einer Knock-out-Barriere gibt es eine Anpassungsschwelle, die bei Berührung den Hebel neu berechnet, um einen Totalverlust zu verhindern, aber das Produkt kann trotzdem wertlos verfallen.
Unbegrenzte Laufzeit (meist Open-End): Sie haben keine feste Laufzeit, aber der Emittent kann sie kündigen, oft wenn der Wert zu gering wird (z. B. unter 0,20 €).
Langfristige Performance: Bei längerfristigen Anlagen in volatilen Märkten führt der kumulative Effekt zu Abweichungen vom einfachen Hebel, oft zum Nachteil des Anlegers (Zins- und Zinseszinseffekte).
Risiken
Kumulationseffekt/Roll-Over-Effekt: Bei täglichen Schwankungen addieren sich die Hebelwirkungen, was bei starkem Trend zu hohen Gewinnen und bei Seitwärtsbewegungen zu erheblichen Verlusten führen kann (oft „Cost of Carry“ genannt).
Emittentenrisiko: Da es sich um Inhaberschuldverschreibungen handelt, besteht das Risiko der Insolvenz des Emittenten.
Währungsrisiko: Wenn der Basiswert in einer anderen Währung notiert, kann dies die Rendite beeinflussen.
Anwendungsbereich
Faktorzertifikate sind für erfahrene Anleger gedacht, die kurzfristig auf eine bestimmte Richtung eines Basiswerts spekulieren wollen und die Funktionsweise des konstanten Hebels sowie die damit verbundenen Risiken verstehen. Sie sind nicht für die langfristige Wertanlage geeignet.


Fed Reverse Repo Operation (oft kurz RRP-Operation genannt) ist ein geldpolitisches Instrument, bei dem die US-Zentralbank (Fed) Wertpapiere an berechtigte Gegenparteien verkauft, mit der gleichzeitigen Vereinbarung, diese Wertpapiere zu einem späteren Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis zurückzukaufen, was effektiv Geld aus dem Markt zieht und die kurzfristigen Zinssätze beeinflusst, indem sie die Liquidität reduziert und als kurzfristige Geldanlage für Geldmarktfonds dient.Was passiert dabei genau?

Verkauf: Die Fed verkauft Wertpapiere (z.B. Staatsanleihen) an eine Gegenpartei (z.B. Banken, Geldmarktfonds).
Rückkauf: Gleichzeitig wird vereinbart, dass die Fed diese Wertpapiere am nächsten Tag (oder zu einem anderen kurzen Termin) zu einem leicht höheren Preis zurückkauft.
Zinsen: Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Rückkaufpreis ist der Zins, den die Fed für das Geld zahlt, das sie sich quasi leiht.
Liquiditätsentzug: Indem die Fed Wertpapiere verkauft und Bargeld erhält, entzieht sie dem Bankensystem Liquidität. 

Warum macht die Fed das?

Zinskorrektur: Es hilft, den kurzfristigen Zinssatz (wie den Federal Funds Rate) in der gewünschten Spanne zu halten, indem es einen "Boden" für die Zinssätze setzt, da Marktteilnehmer das Geld lieber bei der Fed parken, als es zu niedrigeren Sätzen zu verleihen.
Liquiditätsmanagement: Es ist ein wichtiges Werkzeug zur Steuerung der Liquidität im Finanzsystem.
Inflationsbekämpfung: In Zeiten hoher Inflation hilft es, überschüssige Liquidität aus dem Markt zu ziehen. 

Zusammengefasst auf Deutsch:
Man könnte es als ein umgekehrtes Pensionsgeschäft, ein umgekehrtes Rückkaufabkommen oder eine Rücknahme von Wertpapieren mit Rückkaufsverpflichtung nennen, wobei die Fed als Darlehensnehmer (gegen Wertpapiere) agiert und kurzfristig Geld einsammelt.

Fehlsignale/Bullenfallen/Bärenfallen sind an der Börse unvermeidbar und für jeden Trader einzukalkulieren. Es gibt kein Signal, das immer funktioniert, keine 100%ige Trefferquote.

Feiertags-Bias – Die Vorfreude auf ein Fest oder einen Feiertag lässt Investoren optimistischer werden. In der Folge steigen die Aktienkurse häufig z.B. vor Ostern oder Weihnachten. Man spricht auch von der Oster- oder Weihnachtsrallye. Das Phänomen ist statistisch belegt.

Fibonacci Trading
ist eine technische Analyse-Methode, die mathematische Verhältnisse aus der Fibonacci-Folge (z.B. 23,6 %, 38,2 %, 61,8 %) nutzt, um potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus in Preischarts zu identifizieren, wo sich ein Trend umkehren oder korrigieren könnte. Trader verwenden Werkzeuge wie Fibonacci Retracements, um Einstiegs-, Ausstiegs- und Stop-Loss-Punkte zu bestimmen, indem sie auf Korrekturen bis zu diesen Levels warten, bevor der ursprüngliche Trend fortgesetzt wird. Besonders das 61,8%-Level (Goldener Schnitt) gilt als wichtiger Wendepunkt.
Wichtige Fibonacci-Levels

23,6 %: Schwache Korrektur, starker Trend.
38,2 %: Häufiger Rücksetzer, potenzieller Einstieg.
50 %: Nicht Teil der Fibonacci-Zahlen, aber ein wichtiges psychologisches Niveau.
61,8 %: Der "Goldene Schnitt", oft starker Wendepunkt.
78,6 %: Tiefere Korrektur, kann auf eine Trendwende hindeuten. 

Anwendung im Trading

Retracements (Rücksetzer): Messen, wie weit ein Kurs in einem bestehenden Trend zurückfällt, bevor er weiterläuft.
Extensions (Erweiterungen): Nutzen Verhältnisse über 100 % (z.B. 161,8 %), um Gewinnziele zu setzen.
Kombination: Trader kombinieren Fibonacci-Levels oft mit anderen Indikatoren wie Trendlinien oder gleitenden Durchschnitten für eine bessere Bestätigung.
Ziel: Bessere Einstiegs- und Ausstiegspunkte finden, um mit dem Trend zu handeln, anstatt gegen ihn. 

Fazit
Fibonacci-Trading ist ein beliebtes, aber anspruchsvolles Werkzeug der technischen Analyse, das darauf abzielt, die „Wellen“ der Märkte mathematisch zu erfassen, um Preisbewegungen vorherzusagen (siehe hier im Wiki: Elliot Wellen.

Forex-Trading (Devisenhandel) ist der Kauf und Verkauf von Währungen, um von Schwankungen der Wechselkurse zu profitieren, wobei immer Währungspaare (z.B. EUR/USD) gehandelt werden. Es ist der größte Finanzmarkt der Welt, der dezentral (außerbörslich) funktioniert und rund um die Uhr geöffnet ist, was ihn extrem liquide macht. Anleger spekulieren auf Kursbewegungen, um Gewinne zu erzielen, wobei Risikomanagement und eine Strategie entscheidend für den Erfolg sind.
So funktioniert Forex-Trading
Währungspaare: Man handelt immer eine Währung gegen eine andere, z.B. den Euro gegen den US-Dollar (EUR/USD).
Spekulation: Man kauft eine Währung in der Erwartung, dass sie im Wert steigt, oder verkauft sie, wenn man eine Wertminderung erwartet, um einen Gewinn zu erzielen.
Globaler Markt: Der Handel findet über ein Netzwerk von Banken und Handelsplattformen statt, nicht an einer zentralen Börse.
24/7-Handel: Der Markt ist praktisch 24 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche geöffnet, da er sich über die verschiedenen Zeitzonen der Finanzzentren erstreckt.
Wichtige Begriffe
Basiswährung: Die erste Währung im Paar (z.B. EUR in EUR/USD).
Kurswährung (Quote Currency): Die zweite Währung im Paar (z.B. USD in EUR/USD).
Long-Position: Kaufen in Erwartung eines Preisanstiegs.
Short-Position: Verkaufen in Erwartung eines Preisverfalls.
Risiken und Voraussetzungen
Hohes Risiko: Der Markt kann sehr volatil sein, und es besteht ein hohes Risiko für Verluste.
Regulierung: In Deutschland ist Forex-Trading erlaubt, aber Händler sollten nur bei von Behörden wie der BaFin regulierten Brokern handeln.
Wissen & Strategie: Ein solides Verständnis des Marktes und eine klare Strategie sind für langfristigen Erfolg unerlässlich. → Vertiefung auf unserer Forex-Themenseite.

Fortsetzungsformationen sind charakteristische Kursstrukturen, die nach der Konsolidierung einer Trendbewegung die Fortsetzung dieses Trends ankündigen (können). Je nach Autor werden sie auch trendbestätigende oder Konsolidierungsformationen genannt. Die wichtigsten Formationen sind:

Flaggen oder Wimpel

Dreiecke – ansteigende, fallende oder symmetrische Dreiecke

Rechteckige Formationen – auch Trading Ranges

Zum Themenkomplex Patterns findet Ihr hier – in Kürze – ausführliche Beiträge und Analysen.

Fundamentalanalyse: Die Fundamentalanalyse versucht, auf Basis von wirtschaftlichen Kennziffern: Gewinnentwicklung, Marktstellung, Bilanzdaten, etc. den Wert eines Unternehmens zu ermitteln und auf seine zukünftige Entwicklung zu schließen. Ist ein Unternehmen an der Börse gelistet, drücken sich diese wirtschaftlichen Kennzahlen in Kursgewinnverhältnissen (KGV), Buchwert, u.ä. aus.

Futures bezeichnen einen börsengehandelten Vertrag, der Käufern und Verkäufern das Recht bzw. die Pflicht auferlegt, einen Future zu einem festgelegten Termin zu einem festgelegten Preis kaufen zu können. Sie sind sowohl als Absicherungsinstrument gegen Kursveränderungen wie auch zur reinen Spekulation nutzbar. Es gibt Futures auf Zinsen, Aktienindizes, Edelmetalle und seit einigen Jahren auch für Kryptowährungen.

G

Ein Gap (Kurslücke) an der Börse bedeutet, dass der Kurs einer Aktie einen Sprung gemacht hat, ohne dass in dem Bereich dazwischen gehandelt wurde. Dies passiert häufig nach starken Unternehmensmeldungen über Nacht, wodurch der Eröffnungskurs über oder unter dem Vortagesschlusskurs liegt.
Häufige Ursachen und Arten von Gaps: Nachrichten und Quartalszahlen:
Überrascht ein Unternehmen (wie z. B. der Textilkonzern The Gap, Inc.) positiv oder negativ, bewerten Anleger die Aktie über Nacht völlig neu.
Ex-Dividende: Oft entsteht ein Gap exakt in Höhe der Dividendenzahlung am Tag nach der Hauptversammlung, da dieser Wert vom Aktienkurs abgezogen wird.
In der Charttechnik unterscheidet man zwischen verschiedenen Gap-Arten:
Common Gap: Eine Kurslücke, die meist schnell wieder geschlossen wird, oft ausgelöst durch geringe Handelsaktivität.
Breakaway Gap (Ausbruchs-Gap): Der Kurs bricht nach wichtigen Ereignissen (z. B. neuen Geschäftszahlen) aus einer charttechnischen Zone aus. Solche Gaps werden oft nicht sofort oder gar nicht geschlossen.
Runaway Gap (Ausreißer-Gap): Ein Kurssprung mitten in einem starken Trend, der die Dynamik und Richtung des Trends bestätigt.Exhaustion Gap (Erschöpfungs-Gap):
Ein Gap am Ende eines langen Trends, das oft darauf hinweist, dass dem Trend die Puste ausgeht und eine Umkehr bevorsteht.
Die Börsenregel: „Gaps werden geschlossen“Im kurzfristigen Trading gilt die oft beachtete Tendenz, dass Kurse dazu neigen, die Lücke im Chart (den Gap Close) im Laufe der Zeit wieder aufzufüllen. Das bedeutet, der Kurs läuft nachträglich in das übersprungene Preisniveau zurück.

Geldmengen sind die Gesamtbestände an umlaufendem Geld (Bargeld und Bankguthaben) in einer Volkswirtschaft, die von Zentralbanken wie der EZB gemessen werden, um Preisstabilität zu gewährleisten, wobei die gängigsten Kategorien M1 (sofort verfügbares Geld), M2 (M1 plus kurzfristige Einlagen) und M3 (M2 plus längerfristige Anlagen) sind, die sich nach Liquidität unterscheiden. Eine Zunahme der Geldmenge kann zu Inflation führen, während eine Verknappung Deflation verursachen kann.
Hauptkategorien der Geldmenge (Aggregat)
Zentralbankgeld (M0): Der gesamte Bargeldumlauf und die Einlagen der Geschäftsbanken bei der Zentralbank.
Geldmenge M1: Bargeld im Umlauf plus Sichteinlagen (täglich fällige Guthaben auf Girokonten) von Nichtbanken.
Geldmenge M2: M1 plus Termineinlagen bis zu zwei Jahren und Spareinlagen mit Kündigungsfristen bis zu drei Monaten.
Geldmenge M3: M2 plus Geldmarktpapiere (z.B. Geldmarktfonds) und andere kurzfristige Wertpapiere mit Laufzeiten bis zu zwei Jahren.
Bedeutung
Messung der Liquidität: Die verschiedenen Aggregate zeigen, wie viel Geld wie schnell für den Zahlungsverkehr verfügbar ist.
Geldpolitik: Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert die Geldmenge, um die Inflation zu kontrollieren und Preisstabilität zu sichern.
Wirtschaftliche Auswirkungen: Eine zu starke Ausweitung der Geldmenge kann die Preise erhöhen (Inflation), während eine zu geringe Geldmenge die Wirtschaft bremsen kann (Deflation).

Gleitende Durchschnitte /Moving Averages: Gleitende Durchschnitte gehören zu den traditionellen Instrumenten der Chart- bzw. Technischen Analyse. Sie zeigen je nach Einstellung bzgl. Zeiteinheit (Tag, Woche, Monat, Jahr) und Dauer (z.B. 20 Tage, 50 Tage, etc.) den durchschnittlichen Kursverlauf in der gewählten Einstellung auf.
Es gibt einfache gleitende Durchschnitte, Simple Moving Averages (SMA) und gewichtete oder modifizierte gleitende Durchschnitte – der bekannteste ist wohl der exponentiell gewichtete (Eponential Moving Average).
Gleitende Durchschnitte werden von Investoren (s. dort) und Tradern (s. dort) gleichermaßen beachtet, wenn auch in unterschiedlichem Kontext.
Die häufigsten Zeiteinheiten sind:
200 Tage-Linie
50 Tage Linie
21 Tage Linie

Der wichtigste Durchschnitt ist die 200-Tage-Linie. Sie gilt als wichtigster Indikator für den übergeordneten Trend. Notiert der Kurs darüber, spricht man von einem bullischen Markt, notiert der Kurs dauerhaft darunter, gilt dies zumindest als Ausrufezeichen bzw. Achtungssignal: Eine Phase der Kursrückgänge könnte sich anschließen.

Darüberhinaus gibt es Trading-/Handelssysteme (s. dort), die auf gleitenden Durchschnitten beruhen. Auch die häufiger in den sog. „financial media“/ der Finanzpresse genannten Begriffe „Golden Cross“ bzw. „Death Cross“ beruhen auf gleitenden Durchschnitten: Beim Golden Cross kreuzt der 50-Tage-Durchschnitt den 200-Tage Durchschnitt von unten nach oben – dies gilt als zumindest mittelfristiges Kaufsignal, beim Death Cross kreuzt der kürzere 50-Tage-Durchschnitt von oben nach unten – dies gilt als Verkaufssignal.

Geld-Dysmorhie. Dysmorphie (altgriechisch für „Fehlgestalt“) bezeichnet in der Medizin eine Abweichung von der normalen Körpergestalt, die sowohl harmlos (z.B. kleine, harmlose Schönheitsfehler) als auch krankhaft sein kann, oft im Kontext genetischer Syndrome. Im psychologischen Bereich beschreibt es die Körperdysmorphe Störung (KDS), bei der Betroffene eine übertriebene Sorge um einen vermeintlichen, für andere unbedeutenden Makel haben, was zu großem Leidensdruck und sozialen Beeinträchtigungen führt.
Mit dem Phäbomen Geld-Dysmorhie gemeint ist eine verzerrte Wahrnehmung der eigenen finanziellen Situation. Die eigene Wahrnehmung geht einher mit einer Einschätzung, mit einer Bewertung. Betroffene von Geld-Dysmorphie fühlen sich etwa ärmer oder auch reicher, als sie tatsächlich sind.

Gewinnwarnung – Sobald ein Unternehmen merkt, dass seine Geschäftsziele nicht mehr wie geplant erreicht werden können, muss es den Kapitalmarkt in einer Ad-hoc Mitteilung informieren. Die Gewinnwarnung ist eine Pflichtmitteilung. Auch im positiven Fall, wenn die Gewinne höher ausfallen als ursprünglich erwartet (Positive Earnings Surprise), muss das Unternehmen den Kapitalmarkt informieren.

Growth-Strategie/Wachstumsstrategie – legt den Schwerpunkt auf Aktien von Unternehmen, die sich durch starke Expansion und überdurchschnittliches Gewinnwachstum auszeichnen. Diese sind überwiegend in innovationsstarken, zukunftsträchtigen Branchen zu finden: (neue) Technologien KI, Robotik, Biotechnologie, erneuerbare Energien, u.a. Zur Identifikation wird beispielsweise die CAN SLIM-Strategie von William O’Neil verwendet. (s. dort, Literaturliste).

H

Handelssperrzeit s. Dark Period

Hauptwährungspaare (Major Pairs) sind die am stärksten gehandelten Devisenpaare der Welt. Sie machen fast die Hälfte des gesamten Währungshandels (Forex) aus. Die sieben wichtigsten Hauptwährungspaare im Überblick:

NZD/USD (Neuseeland-Dollar / US-Dollar)

EUR/USD (Euro / US-Dollar): Das liquideste Paar.

USD/JPY (US-Dollar / Japanischer Yen): Sehr sensibel für asiatische Märkte.

GBP/USD (Britisches Pfund / US-Dollar): Oft als „Cable“ bezeichnet.

USD/CHF (US-Dollar / Schweizer Franken).

AUD/USD (Australischer Dollar / US-Dollar).

USD/CAD (US-Dollar / Kanadischer Dollar).

Hebel (Leverage): Mit geringem Kapitaleinsatz kann man größere Positionen handeln. Je höher der Hebel, desto größer ist auch das Risiko.
Es hängt also davon ab, ob Sie sich für Finanzen, Imkerei, Reisen oder Shopping interessieren.

Hebelzertifikate. Hebelzertifikate sind spekulative Finanzderivate, die durch einen eingebauten Hebel eine überproportionale Partizipation an Kursbewegungen eines Basiswerts (Aktie, Index, Rohstoff) ermöglichen, was sowohl Gewinne als auch Verluste vervielfacht.
Hebelwirkung: Der Hebel vervielfacht die prozentuale Veränderung des Basiswerts im Zertifikat.
Long/Short: Anleger können auf steigende (Call/Long) oder fallende (Put/Short) Kurse setzen.
Knock-out-Schwelle: Bei Erreichen dieser Barriere wird das Zertifikat wertlos und verfällt (Totalverlustrisiko).
Basiswert: Kann eine Aktie, ein Index, ein Rohstoff oder eine Währung sein.
Vorteile:
Geringer Kapitaleinsatz: Ermöglichen spekulieren mit wenig Kapital.
Flexibilität: Schnelle Umsetzung von Handelsideen für steigende und fallende Märkte.
Risiken:
Hohes Risiko: Erheblich höhere Risiken als bei direkten Investitionen.
Totalverlust: Möglicher Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals, insbesondere bei Knock-outs.
Bekannte Arten:
Knock-out-Zertifikate (KO-Zertifikate): Klassische Hebelzertifikate mit Knock-out-Barriere.
Turbo-Zertifikate (Turbo-Optionsscheine): Eine spezielle Form von Knock-outs, oft endlos handelbar (Open End).
Mini-Futures: Ähnlich wie Turbos, oft ohne feste Laufzeit.
Geeignet für:
Erfahrene, spekulativ orientierte Trader mit kurzfristigem Anlagehorizont.
Anleger, die ein hohes Risiko akzeptieren und die Märkte aktiv beobachten.

Heiliger Gral/Holy Grail – Die Suche nach dem Heiligen Gral meint die Suche nach der perfekten in allen Marktphasen profitablen Tradingstrategie. Verlusttrades sind hier nicht vorgesehen. Erfahrene Trader wissen, dass diese Suche vergeblich ist.

Hexensabbat/Großer Verfall/Triple Witching Day – findet 4 x pro Jahr statt und zwar jeweils am dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember. An diesem Tag verfallen gleichzeitig drei Arten von Derivaten: Aktienindex-Futures, Aktienindex-Optionen und Einzelaktien-Optionen.

Home Bias – Ein psychologisches Phänomen im Anlegerverhalten, das die Bevorzugung heimischer Aktien beschreibt.

Hyperscaler sind extrem große Cloud-Anbieter (wie AWS, Azure, Google Cloud), die riesige, global verteilte Rechenzentren betreiben und Unternehmen mit massiv skalierbaren IT-Ressourcen (Rechenleistung, Speicher, Netzwerk) für Big Data, KI und allgemeine Cloud-Dienste versorgen. Sie ermöglichen eine fast unbegrenzte horizontale Skalierbarkeit, automatisierte Verwaltung und ein flexibles Pay-as-you-go-Preismodell, das sie von traditionellem Hosting unterscheidet.
Was ist ein Hyperscaler?

Definition: Ein Anbieter von Cloud-Computing-Diensten mit einer globalen Infrastruktur aus riesigen, vernetzten Rechenzentren.
Skalierbarkeit: Sie können ihre Ressourcen dynamisch und fast unbegrenzt an die Nachfrage anpassen, um massive Workloads zu bewältigen (z. B. für Social Media oder Big Data).
Infrastruktur: Besteht aus Tausenden von Servern, die in verteilten Rechenzentren betrieben werden, was hohe Leistung, Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit gewährleistet. 

Typische Beispiele

Amazon Web Services (AWS)
Microsoft Azure
Google Cloud Platform (GCP)
Alibaba Cloud 

Merkmale und Vorteile

Ressourcen: Bereitstellung von Rechenleistung, Speicher, Datenbanken, KI-Diensten usw..
Wartung: Wird vollständig vom Hyperscaler übernommen, einschließlich Updates und Management.
Kostenmodell: Typischerweise „Pay-as-you-go“ (nach Verbrauch), was Kostenoptimierung ermöglicht.
Flexibilität: Ermöglicht schnelles Wachstum und die Bewältigung schwankender Lasten ohne große Vorabinvestitionen. 

Unterschied zu traditionellem Hosting

Skalierung: Traditionell begrenzt (feste Server), bei Hyperscalern fast grenzenlos und dynamisch.
Infrastruktur: Einzelne Server vs. globales Netzwerk von Rechenzentren.
Management: Manuell durch den Kunden/Hoster vs. automatisiert durch den Anbieter. 

I

Inflation : Grundsätzlich versucht der Begriff der Inflation den Verfall des Geldes bzw. der Kaufkraft zu beschreiben. Man bekommt bei höherer Inflation einfach weniger für sein Geld. Aber diese Art der Beschreibung ist höchst problematisch. Deshalb zuerst einmal einige der wesentlichen katagorialen Unterschiedes in der Begriffsbestimmung.

Kern-Inflationsrate: Die Kerninflationsrate misst die Preissteigerung ohne stark schwankende Posten wie Energie und Nahrungsmittel, da diese oft durch externe Faktoren beeinflusst werden und das langfristige Preisniveau verzerren können. Sie gilt als besserer Indikator für die nachhaltige Inflation und zeigt die allgemeine Preisentwicklung der zugrundeliegenden Wirtschaft. Die Berechnung schließt meist Energie (Heizöl, Strom, Gas, Kraftstoffe) und Lebensmittel aus dem Warenkorb aus, manchmal auch Tabak und administrierte Preise (wie bei der „Kerninflation 2“ des Statistischen Bundesamtes), um die grundlegende Inflationsdynamik besser zu erfassen

Inflection Point – gängiger Begriff in Börsenpublikationen, der aus charttechnischer Sicht wichtige Schlüssel- oder Wendepunkte mit hoher Signifikanz bezeichnet. Dem Kursverlauf an diesen Stellen wird ein entscheidender Einfluß auf die zukünftige Kursentwicklung beigemessen.

Index – Indizes: Hier ein paar der wichtigsten weltweit.
DAX (Deutscher Aktienindex):
Der DAX ist der wichtigste deutsche Aktienindex und umfasst die 40 größten und liquidesten Unternehmen an der Frankfurter Börse. Er gilt als Indikator für die deutsche Wirtschaft.
MDAX:
Der MDAX enthält die 50 mittelgroßen Unternehmen in Deutschland, die nach den DAX-Unternehmen folgen. Er deckt Branchen wie Industrie, Handel und Dienstleistungen ab.
TecDAX:
Der TecDAX ist ein Index für Technologieunternehmen in Deutschland und umfasst die 30 größten Tech-Aktien außerhalb des DAX. Er spiegelt die Performance des deutschen Technologiesektors wider.
Nasdaq:
Der Nasdaq ist ein US-amerikanischer Index, der vor allem Technologieunternehmen wie Apple, Microsoft und Amazon umfasst. Er ist bekannt für seine starke Konzentration auf innovative und wachstumsstarke Firmen.
Dow Jones Industrial Average (DJIA):
Der Dow Jones ist einer der ältesten und bekanntesten US-Indizes. Er umfasst 30 große, etablierte Unternehmen aus verschiedenen Branchen und gilt als Barometer für die US-Wirtschaft.
S&P 500:
Der S&P 500 ist ein breiter US-Index, der die 500 größten börsennotierten Unternehmen abdeckt. Er gilt als umfassender Indikator für die US-Wirtschaft und den Aktienmarkt.

Jeder dieser Indizes hat eine spezifische Bedeutung und spiegelt die Performance unterschiedlicher Märkte und Sektoren wider.
Unternehmen können unter gewissen Voraussetzung wie etwa Umsatzgröße und Marktanteile von einem (niedrigeren) in einen anderen Index aufsteigen. Das ist meisten mit einer Verbesserung der Liquidität des Unternehmenns verbunden und einer besseren Markt- und Aktienperformance (steigende Aktienkurse).

Intermarketanalyse: Die Intermarketanalyse untersucht Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Anlageklassen: Z.B. Auswirkungen von Zinssenkungen oder -erhöhungen auf die Aktienmärkte, die Entwicklung des US-Dollars als Leitwährung auf Edelmetallpreise, den Einfluss der Rohstoffpreise auf Rohstoffwährungen wie den Australischen oder Kanadischen Dollar. Diese Wechselwirkungen werden oftmals in Korrelationen ausgedrückt, die allerdings nicht exakt und zu jeder Zeit bestehen. Die Intermarketanalyse hilft, mittels dieser Korrelationen Kapital in die jeweils aussichtsreichen Segmente umzuschichten.

Investoren

Investoren haben im Unterschied zu Tradern (s.dort) einen langfristigen Anlagehorizont und treffen ihre Anlageentscheidungen vornehmlich aufgrund von wirtschaftlichen Kennziffern und Erwägungen. Hierzulande bekannte und erfolgreichste Vertreter sind US-Investmentlegende Warren Buffet wie auch der zumindest den Älteren im Lande noch bekannte Andre Kostolany mit seinem prägenden Satz „Kaufen und liegen lassen“ – auch „Buy-and-hold“-Strategie genannt.

Der Begriff Investoren umfasst ganz wesentlich Institutionelle Investoren, das sog. Smart Money oder auch salopp gesprochen: die sog. „Big Boys“, die im Auftrag von Investmentgesellschaften entlang festgelegter Anlagerichtlinien für Investmentfonds tätig sind. Aber auch Pensionsfonds, die im US-amerikanischen Raum eine wichtige Position bei der Alterssicherung einnehmen sowie im deutschsprachigen Raum die Versorgungswerke zählen zu diesem Anlagekreis.

IPO: Ein IPO (Initial Public Offering) ist der erste öffentliche Verkauf von Aktien eines privaten Unternehmens an der Börse. Dabei wird das Unternehmen für externe Investoren zugänglich, Kapital von der Öffentlichkeit eingesammelt und die Eigentümerstruktur grundlegend verändert – aus einem privaten wird ein börsennotiertes Unternehmen.

K

Der Keltner-Kanal ist ein technischer Analyseindikator, der einen Trendkanal um Kurse bildet, bestehend aus einem mittleren gleitenden Durchschnitt (meist ein 20-Perioden-EMA) und zwei äußeren Bändern, die auf der Average True Range (ATR) basieren, um Volatilität zu messen. Er hilft Tradern, Trends zu erkennen, Ausbrüche zu identifizieren (wenn der Kurs die Bänder durchbricht) und Stop-Loss-Levels zu setzen, indem er die Marktvolatilität berücksichtigt.
Aufbau des Keltner-Kanals:Mittlere Linie: Ein exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA), oft für 20 Perioden.
Obere Linie: Mittlere Linie + (ATR * Multiplikator), meistens (EMA + 2 * ATR).
Untere Linie: Mittlere Linie – (ATR * Multiplikator), meistens (EMA – 2 * ATR).
Anwendung im Trading
Trendbestätigung:
Der Kanal zeigt die typische Preisspanne an; ein starker Trend kann sich durch das Verharren des Kurses an den Bändern zeigen.
Ausbruchssignale:
Ein Durchbruch über das obere Band kann ein Kaufsignal sein, während ein Durchbruch unter das untere Band ein Verkaufssignal sein kann, insbesondere nach Seitwärtsbewegungen mit niedriger Volatilität.
Volatilitätsfilter:
Da er die ATR nutzt, passt sich der Kanal automatisch an die Marktvolatilität an – in volatileren Märkten weitet er sich, in ruhigeren Märkten verengt er sich.
Vergleich zu Bollinger Bändern:
Keltner-Kanäle reagieren sanfter auf Preisbewegungen als Bollinger-Bänder, da sie die ATR statt der Standardabweichung verwenden, was sie besser für Trendfolge-Strategien macht.

Eine k-förmige Wirtschaft beschreibt eine Situation, in der sich Teile der Volkswirtschaft unterschiedlich stark erholen oder enttäuschen. Statt einer gleichmäßigen, breiten Konjunkturentwicklung gibt es zwei (oder mehr) Gruppen:

Eine Gruppe (z. B. wohlhabendere Haushalte, profitable Branchen) erlebt ein starkes Aufschwung-Szenario mit steigenden Einkommen, Investitionen und Arbeitsplätzen.
Eine andere Gruppe (z. B. Geringverdiener, krisengeschüttelte Branchen) kämpft weiter mit niedrigem Wachstum, Arbeitslosigkeit oder schwachen Löhnen.
Folge: Ungleiches Wachstum, divergierende Vermögenswerte, unterschiedlich hohe Inflations- und Zinssensitivität zwischen den Sektoren.

Kleiner Verfall – der kleine Verfall findet 12 x im Jahr an jedem 3. Freitag im Monat statt. Es verfallen lediglich Optionen auf Aktien. (Vgl. Hexensabbat, Großer Verfall)

KO-Zertifikate (Knock-Out-Zertifikate) sind gehebelte Derivate, die Anlegern Spekulation auf Kursbewegungen (steigend oder fallend) bei Aktien, Indizes oder Rohstoffen ermöglichen; sie besitzen eine integrierte Knock-Out-Barriere, bei deren Berührung das Zertifikat wertlos verfällt und ein Totalverlust droht, was sie hochriskant, aber auch profitabel machen kann, da Gewinne (und Verluste) vervielfacht werden. Sie werden von Banken (Emittenten) herausgegeben und bieten durch den Hebel Hebelwirkung und Risiko-Management durch das Knock-Out-Level.
So funktionieren KO-Zertifikate:

Basiswert: Sie beziehen sich auf einen Basiswert (Aktie, Index, Rohstoff).
Long/Short: Man kann mit „Long“-Zertifikaten auf steigende Kurse und mit „Short“-Zertifikaten auf fallende Kurse setzen.
Hebel: Der Hebel multipliziert Kursbewegungen, was höhere Gewinne, aber auch höhere Verluste ermöglicht.
Knock-Out-Barriere: Eine festgelegte Preisgrenze; wird diese erreicht (oder überschritten), verfällt das Zertifikat sofort wertlos (Totalverlust).
Kosten & Emittent: Sie werden an der Börse gehandelt, Kosten und Emittentenbonität (Risiko der Bank) sind zu beachten.
Vorteile (Chancen):
Hohe Gewinne: Durch den Hebel können überproportionale Renditen erzielt werden.
Risikobegrenzung (semi): Der Knock-Out-Level begrenzt den maximalen Verlust auf den Kaufpreis.
Kostengünstiger Einstieg: Man kann mit geringerem Kapitaleinsatz große Positionen handeln.
Nachteile (Risiken):
Totalverlustrisiko: Das größte Risiko ist der vollständige Verlust des eingesetzten Kapitals.
Emittentenrisiko: Risiko, dass die Bank zahlungsunfähig wird.
Komplexität: Erfordert detaillierte Markt- und Volatilitätskenntnisse.
Für wen sind sie geeignet?
Knock-Out-Zertifikate eignen sich nur für risikobereite Anleger mit guten Marktkenntnissen, die sich einen Totalverlust leisten können und kurz- bis mittelfristig spekulieren möchten.

Krypto-ETPs.
Krypto-ETPs (Exchange Traded Products) sind börsengehandelte Wertpapiere, mit denen Anleger an der Kursentwicklung von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum partizipieren können, ohne eigene Wallets verwalten zu müssen
Die wichtigsten Merkmale von Krypto-ETPs im Überblick:
Kein Wallet erforderlich: Die Verwahrung und Absicherung der digitalen Währungen übernimmt der Emittent; der Handel erfolgt über ein herkömmliches Wertpapierdepot.Physische Besicherung:
Die meisten europäischen Krypto-ETPs sind physisch mit den echten Coins gedeckt, was bedeutet, dass der Emittent die hinterlegten Kryptowerte tatsächlich hält.Handelbarkeit: Sie lassen sich börsentäglich über etablierte Handelsplätze (z. B. Xetra in Deutschland oder die SIX Swiss Exchange in der Schweiz) kaufen und verkaufen.
Regulierung & Steuern: Krypto-ETPs unterliegen Prospektpflichten. In Deutschland werden sie steuerlich meist wie klassische Wertpapiere behandelt, wodurch Gewinne (oft über die Abgeltungssteuer) steuerlich verrechnet werden.

Kryptowährungen (die wichtigsten) sind:

  • Bitcoin (BTC): Die erste und bekannteste Kryptowährung, geschaffen als digitales Geld und „digitales Gold“. Dezentral, begrenzt auf 21 Millionen Coins.
  • Ethereum (ETH): Eine Blockchain mit Smart Contracts, die dezentrale Apps (dApps) ermöglicht. Fokus auf DeFi, NFTs und Web3.
  • Solana (SOL): Hochskalierbare Blockchain mit schnellen und günstigen Transaktionen. Nutzt Proof-of-History (PoH) neben Proof-of-Stake (PoS).
  • XRP (XRP): Entwickelt für schnelle und günstige internationale Zahlungen. Wird von Ripple Labs genutzt, aber oft wegen Zentralisierung kritisiert.

→ Mehr im Krypto-Bereich und im Krypto-Wiki.

Kurzfassung:
BTC = Digitales Gold, ETH = Smart-Contract-Plattform, SOL = Schnelle Transaktionen, XRP = Zahlungsnetzwerk für Banken.

Kursindex – ein Index, der die reine Wertentwicklung der in diesem Index enthaltenen Wertpapiere wiedergibt. Das bedeutet z.B.ohne Dividenden oder Zinszahlungen.

L

Leerverkäufe (Short Selling) bei Aktien sind Handelsgeschäfte, bei denen Anleger auf fallende Kurse spekulieren.
Dabei werden Aktien, die man nicht besitzt, von einem Verleiher geliehen und sofort zum aktuellen Kurs verkauft, mit dem Ziel, sie später günstiger zurückzukaufen.
Die Differenz abzüglich Gebühren ist der Gewinn.
Wichtige Fakten und Synonyme:Synonyme: Short Selling, Short-Position, „Aktien shorten“.
Funktionsweise: Leihen -> Verkaufen -> (Kurs fällt) -> Günstiger Rückkauf -> Rückgabe der Aktie.
Beispiel: Eine Aktie wird zu (100€) geliehen und verkauft. Fällt der Kurs auf (80€), wird sie zurückgekauft. Der Gewinn beträgt (20€) (vor Gebühren).
Risiko: Wenn der Kurs steigt, sind die Verluste theoretisch unbegrenzt, da der Rückkaufpreis immer höher wird.
Zweck: Spekulation auf Kursverluste oder Absicherung (Hedging) bestehender Portfolios.
Auswirkung: Leerverkäufe erhöhen das Angebot und können Abwärtsdruck auf Aktienkurse ausüben.
Risikohinweis: Leerverkäufe sind hochspekulativ und eignen sich primär für erfahrene Anleger.

Leitwährung (Ankerwährung) – eine Währung, die international als dominierendes Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Recheneinheit dient. Heute: der US-Dollar. Bis 1944 das Britische Pfund (Abkommen von Bretton Woods).

„Long Cap Aktien“ kombiniert zwei Börsenbegriffe:
Large Caps (große Unternehmen mit hoher Marktkapapitalisierung, oft über 10 Mrd. USD, z.B. Apple, Microsoft), die als stabil gelten, und eine Long-Position (Kauf von Wertpapieren, um sie langfristig zu halten und auf Kurssteigerung zu setzen). Man kauft also etablierte, große Firmen mit der Erwartung, dass deren Wert langfristig steigt, was eine Kombination aus Sicherheit (Large Cap) und langfristiger Spekulation (Long) darstellt, oft in stabilen Sektoren wie Tech, Gesundheit oder Konsumgüter.

Lender of Last Resort (Kreditgeber letzter Instanz). Nach traditioneller Lehre eine Institution, typischerweise eine Zentralbank, die Finanzinstituten in Krisenzeiten dringend benötigte Liquidität bereitstellt, wenn diese keine Kredite mehr von anderen Quellen erhalten können, um eine Insolvenz und einen Systemzusammenbruch zu verhindern, wobei der Internationale Währungsfonds (IWF) diese Rolle für Länder übernimmt. Diese Funktion ist entscheidend, um das Vertrauen in das Finanzsystem zu wahren, birgt aber auch das Risiko eines moralischen Hazards, da Banken riskanter handeln könnten in der Erwartung einer Rettung. 
Funktion und Rolle:
Sicherheitsnetz: Zentralbanken bieten Banken in Liquiditätsnot, aber grundsätzlich solventen Instituten, Notfallkredite (ELA – Emergency Liquidity Assistance) an.
Verhinderung von Panik: Indem sie Liquidität bereitstellen, verhindern sie Bank Runs und die Ansteckung anderer Institute, die durch Gerüchte oder tatsächliche Probleme ausgelöst werden können.
Systemstabilität: Die Hauptaufgabe ist die Sicherung der Stabilität des gesamten Finanzsystems, wie die Europäische Zentralbank (EZB) erklärt. 
Akteure:
National: Die Zentralbank (z.B. Bundesbank, Federal Reserve).
International: Der Internationale Währungsfonds (IWF) für Länder in Finanznot. 
Herausforderungen:
Moral Hazard: Banken könnten übermäßige Risiken eingehen, weil sie auf eine Rettung hoffen, was die Aufsicht erschwert.
Bedingungen: Die Hilfe wird oft an strenge Auflagen geknüpft, mit höheren Zinsen und Abschlägen (Haircuts) auf Sicherheiten, da das Risiko für die Zentralbank steigt. 
Beispielhafte Krisenreaktion:
Während der Finanzkrise 2008/2009, weitete die Fed ihre Rolle aus, um auch illiquide Märkte zu stützen und teilweise sogar illiquide Banken zu unterstützen, um einen Kollaps zu verhindern

Lot
0,5 Lot beim UK 100 (FTSE 100) entspricht dem Wert von 50 Aktien, da ein Standard-Lot 100 Aktien repräsentiert, aber der genaue Euro-Betrag hängt vom aktuellen Kurs des UK 100 Index ab; beispielsweise wären bei 7.500 Punkten 0,5 Lot 375.000 Euro, wobei der tatsächliche Betrag sich mit jeder Kursbewegung ändert, da es sich um einen CFD handelt und der Pip-Wert pro Lot oft 10 € beträgt, was bei 0,5 Lot 5 € pro Pip ausmacht.
So berechnet ihr den Wert:
Was ist ein Lot? Bei Aktienindizes wie dem UK 100 (FTSE 100) entspricht 1 Lot 100 Einheiten des Index, also 100 Aktien.
Ihr Anteil: 0,5 Lot sind demnach 0,5 * 100 = 50 Einheiten (Aktien) des Index.
Aktueller Kurs: Multipliziert die 50 Einheiten mit dem aktuellen Kurs des UK 100.
Beispiel: Wenn der UK 100 bei 7.500 Punkten steht, wären 0,5 Lot 50 * 7.500 = 375.000 € (theoretischer Wert).
Pip-Wert: Der Wert, den Sie pro Kursbewegung (Pip) gewinnen oder verlieren, hängt vom Broker ab, oft sind es 10 € pro Pip für ein volles Lot. Bei 0,5 Lot wären das 5 € pro Pip (10 € / 2).

Fazit: Der genaue Euro-Betrag ist dynamisch und richtet sich nach dem aktuellen Kurs des FTSE 100 und dem Handelsvolumen eures Brokers (hier Pepperstone).

M

MACD – Moving Average Convergence Divergence Indikator- von Gerald Appel Ende der 70ger Jahre – entwickelt – genießt ähnliche Poulrität wie der RSI nach Wilder.
Basierend auf der Berechnung von 2 unterschiedlich langen gleitenden Durchschnitten, zeigt er ähnlich wie der RSI Trendstärke/Momentum und Trendrichtung an. Auch das Er hilft Tradern zu beurteilen, ob ein Wert zu schnell gestiegen oder gefallen ist. Er wird oft in Verbindung mit Divergenzen genutzt. Eine bärische Divergenz entsteht, wenn der Kurs des betrachteten Basiswerts ein neues Hoch erreicht, das im MACD nicht bestätigt wird. (D.h. es entsteht kein neues Hoch mehr im MACD). Umgekehrt entsteht eine bullische Divergenz, wenn der betrachtete Basiswert ein neues Tief aufweist, der MACD dieses in seinem Kursverlauf jedoch nicht nachvollzieht (D.h. es entsteht kein neues Tief mehr im MACD).

Major Pairs, s. Hauptwährungen

Marktbreite – beschäftigt sich mit der Frage, ob eine Rallye an den Aktienmärkten nur von wenigen Titeln oder eben „dem breiten Markt“ getragen wird. Der älteste und bekannteste Indikator hierzu ist die Advance-/Decline-Linie. Pro Handelstag wird die Differenz zwischen der Anzahl der gesteiegenen und der Anzahl der gefallenen Aktien ermittelt.

Marktkapitalisierung /Market cap/ Börsenkapitalisierung/Börsenwert – ist der rechnerische Gesamtwert der in Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Die Marktkapitalisierung ist in mehrfacher Hinsicht wichtig: z.B. der Beurteilung der Liquidität/Handelbarkeit, Berechnung des KGV (Kurs-/Gewinnverhältnis), Zugehörigkeit zu und Gewichtung in einem Börsenindex, u.a. Einen lesenswerten Überblick bietet folgender Artikel bei Wikipedia: Marktkapitalisierung – Wikipedia

Money Management – eins der wichtigsten Themen in Trading und Geldanlage. Es beschäftigt sich mit dem systematischen Umgang mit Risiken: d.h. der Begrenzung möglicher Verluste vor Erwerb einer Position, dem Verhältnis des maximal kalkulierten Verlustes zu erzielbarem Gewinn – der sog. Risk-to-Reward-Ratio, der Verteilung des eingesetzten Kapitals auf risikoreiche und risikoärmere Anlagen, u.a.m.

Margin: Sicherheitsleistung, die man beim Broker hinterlegen muss. Vorsicht! Es droht Totalverlust besonders bei Overnight-Geschäften.

Momentum/Momentum Indikator: Das Momentum zeigt die Geschwindigkeit/Schwungkraft einer Kursbewegung an und ist ein wesentliches technisches Konzept an der Börse. Die Berechnung ist mehr als einfach: Der Momentum-Indikator zeigt die Differenz zwischen dem aktuellen Schlusskurs eines Basiswerts und dem Schluss einer früheren (in der Chartsoftware einzustellenden) Zeitpunkts an. Je höher die Differenz, desto stärker ist das Momentum. Nachteil des Momentum-Indikators: Er eignet sich nicht zum Vergleich verschiedener Basiswerte, da er keine Normierung enthält. Neben dem Indikator erschliesst sich das Momentum auch rein visuell im Chart: Je steiler der Steigungswinkel, desto höher ist das Momentum.

MSCI Inc. ist ein weltweit führender Anbieter von Finanzindizes, Daten und Analysewerkzeugen, die von professionellen Investoren genutzt werden, um Risiken zu verstehen, Portfolios zu bauen und Märkte zu vergleichen. Die Firma spielt eine zentrale Rolle im globalen Finanzsystem, weil viele Billionen Dollar an Vermögen an ihre Indizes gekoppelt sind.
Was MSCI Inc. ist (kurz & klar).
MSCI ist ein US‑amerikanisches Finanzdaten- und Analyseunternehmen, das:
Aktienindizes wie den MSCI World, MSCI Emerging Markets oder MSCI ACWI entwickelt,
Risikomodelle und Analytics für institutionelle Investoren bereitstellt,
Nachhaltigkeitsratings (ESG) erstellt,
Private‑Market‑Daten und Benchmarks anbietet.
Warum MSCI so wichtig ist.
$21 Billionen an Vermögen sind an MSCI‑Aktienindizes gekoppelt.
MSCI berechnet rund 300.000 Indizes täglich – von Länder‑ und Branchenindizes bis zu Faktor‑ und ESG‑Indizes.
98 der 100 größten Vermögensverwalter weltweit nutzen MSCI‑Daten.
Damit ist MSCI einer der wichtigsten „Infrastruktur‑Player“ der globalen Kapitalmärkte.
Was MSCI konkret anbietet.
Indizes – MSCI World – MSCI Emerging Markets -MSCI ACWI / ACWI IMI
Branchen‑, Länder‑ und Themenindizes
Daten & Analytics. Risikomodelle – Portfolio‑Optimierung – Markt‑ und Faktoranalysen
ESG & Nachhaltigkeit. ESG‑Ratings – Klimarisiko‑Analysen
Private Markets. – Datenbanken für Private Equity, Private Debt, Real Estate – Benchmarks für nicht‑börsliche Anlagen
Unternehmensprofil.
Sitz: New York, USA – Branche: Finanzdaten & Indexanbieter
Kunden: Asset Manager, Banken, Versicherer, Hedgefonds, Pensionsfonds
Warum Ihr MSCI oft seht.
Wenn Ihr Aktien, ETFs oder Indizes anschaut (z. B. auf TradingView), taucht „MSCI“ häufig auf, weil viele ETFs MSCI‑Indizes als Benchmark nutzen – z. B. der iShares MSCI World ETF.

N

Nettoinventarwert je Aktie (NAV – Net Asset Value) ist der innere Wert eines Fondsanteils oder einer Aktie, berechnet aus dem Gesamtvermögen abzüglich der Verbindlichkeiten, geteilt durch die Anzahl der Aktien
. Er dient als Kennzahl für die Bewertung von Investments, wobei ein Kurs unter dem NAV auf eine Unterbewertung hindeuten kann.
Kernaspekte zum Nettoinventarwert (NAV):

Berechnung: (Gesamtvermögen - Verbindlichkeiten) / Anzahl der ausstehenden Aktien.
Anwendung: Zentral für Investmentfonds, ETFs und Immobilienaktien.
Bedeutung: Der NAV stellt den „fairen“ Wert dar, während der Börsenkurs durch Angebot und Nachfrage abweichen kann.
Immobilien-/Holdingaktien: Hier zeigt der NAV oft den Wert des Immobilienportfolios (Substanzwert) pro Aktie an, wobei stille Reserven einbezogen werden.
Veröffentlichung: Der NAV wird von Investmentfonds in der Regel täglich berechnet, bei Unternehmen quartalsweise. 

Ein niedrigerer NAV im Vergleich zum Kurs ist laut HDFC Bank kein verlässlicher Indikator für eine bessere Anlageentscheidung.

Nettokapitalzufluss. Der Begriff steht in direktem Zusammenhang mit dem des Nettokapitalabflusses.
Ein Nettokapitalabfluss (oft auch Nettoauslandsinvestition genannt) beschreibt in der Volkswirtschaftslehre den Betrag, den Inländer im Ausland investieren, abzüglich des Betrags, den Ausländer im Inland anlegen.
Er gibt an, ob einem Land netto Kapital zufließt oder abfließt.
Hier sind die wichtigsten Details auf einen Blick:
Die Formel: Nettokapitalabfluss = Kapitalabfluss -Kapitalzufluss
Kapitalabfluss = Inländer erwerben ausländische Vermögenswerte;
Kapitalzufluss = Ausländer kaufen inländische Vermögenswerte).
Positiver Nettokapitalabfluss: Es fließt mehr Kapital aus dem Inland ins Ausland als umgekehrt. Das Land ist netto ein Kapitalgeber (Gläubiger) für den Rest der Welt.
Negativer Nettokapitalabfluss: Es fließt mehr Kapital aus dem Ausland ins Inland (Zufluss übersteigt Abfluss). Das Land ist netto ein Kapitalnehmer (Schuldner).
Zusammenhang mit dem Außenhandel: In einer offenen Volkswirtschaft entspricht der Nettokapitalabfluss exakt den Nettoexporten (Differenz zwischen Exporten und Importen).
Wenn ein Land Waren exportiert, erhält es im Gegenzug ausländisches Vermögen – der Nettokapitalabfluss steigt.
Hinweis zur Unternehmensfinanzierung:
Gelegentlich wird der Begriff verwechselt mit dem Net Working Capital (auch Nettoumlaufvermögen genannt). Dieses bezeichnet jedoch eine Kennzahl aus der Unternehmensbilanz (Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten) und hat nichts mit internationalen Kapitalströmen zu tun.

Notenbanken (auch Zentralbanken genannt) sind zentrale Institutionen, die das alleinige Recht zur Geldschöpfung (Banknoten) haben und für die Geld- und Währungspolitik eines Landes oder Währungsraums zuständig sind, um Preisstabilität und ein stabiles Finanzsystem zu gewährleisten. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Steuerung der Geldmenge, die Festlegung von Leitzinsen und die Regulierung des Bankensystems. Beispiele sind die Europäische Zentralbank (EZB) für den Euroraum und die Federal Reserve (Fed) für die USA.
Hauptaufgaben und Merkmale
Geldpolitik: Steuerung von Zinssätzen und Geldmenge, um Inflation zu kontrollieren und Wirtschaftswachstum zu fördern.
Notenausgabemonopol: Alleiniges Recht zur Ausgabe von Banknoten (Geldscheinen).
Finanzstabilität: Überwachung der Banken und Sicherung des Finanzsystems.
Unabhängigkeit: Politisch unabhängig, um Entscheidungen im langfristigen öffentlichen Interesse treffen zu können.
Währungsreserven: Verwaltung von Gold- und Fremdwährungsreserven.
Beispiele
Europäische Zentralbank (EZB): Für die Eurozone zuständig.
Federal Reserve (Fed): Die Zentralbank der USA.
Deutsche Bundesbank: Teil des EZB-Systems, aber mit eigenen Aufgaben in Deutschland.
Historische Entwicklung
Früher existierten auch private Notenbanken, aber um die Geldversorgung zu stabilisieren, wurde das Notenprivileg fast weltweit auf staatliche Institutionen (Zentralbanken) übertragen.

O

Hinter OpenAI stehen die gemeinnützige OpenAI Foundation sowie die gewinnorientierte Public Benefit Corporation „OpenAI Group“.
Ursprünglich 2015 als reines Non-Profit-Unternehmen (u.a. von Sam Altman und Elon Musk) gegründet, ist der wichtigste strategische Partner und Großinvestor heute der Tech-Konzern Microsoft.
Die Struktur und die wichtigsten Akteure hinter dem Unternehmen im Detail:
Die Führung:
Die treibende Kraft und das prominente Gesicht des Unternehmens ist Mitgründer und CEO Sam Altman.
Microsoft: Der Konzern ist der größte Anteilseigner und stellt für den enormen Rechenbedarf von OpenAI die Azure-Infrastruktur bereit.
Weitere Investoren: In früheren Finanzierungsrunden beteiligten sich zudem bekannte Firmen wie Thrive Capital, Khosla Ventures, Nvidia, SoftBank und MGX.
Die Ursprünge: Zu den ursprünglichen Mitgründern im Jahr 2015 zählten neben Altman auch Greg Brockman, Ilya Sutskever und Elon Musk. Elon Musk ist mittlerweile nicht mehr beteiligt.

Optionen – Eine Option ist ein Vertrag, der Ihnen das Recht – aber nicht die Pflicht – einräumt, einen Vermögenswert (z.B. eine Aktie) zu einem festgelegten Preis innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu kaufen oder zu verkaufen. Die beiden Hauptarten sind: Call-Optionen und Put-Optionen. (Call Optionen – es werden steigende Kurse erwartet. Put-Optionen – es werden fallende Kurse erwartet). → Mehr zum Optionshandel.

Outperforming. Unternehmen können auch „outperformen“, wenn sie bessere Finanzergebnisse liefern als erwartet (z. B. höhere Gewinne als Prognosen).
Unterschied zu ähnlichen Begriffen:

"Overweight": Wird oft in Portfolio-Kontexten verwendet und bedeutet, dass eine Aktie oder Branche stärker gewichtet werden sollte als der Markt.
"Buy": Eine direktere Kaufempfehlung (stärker als "Outperform").

Opportunitätskosten (auch Alternativkosten genannt) sind der entgangene Nutzen oder Gewinn einer nicht gewählten Alternative bei einer Entscheidung, da Ressourcen wie Zeit oder Geld begrenzt sind. Sie sind keine direkten, auszahlbaren Kosten, sondern ein virtueller Wert, der beschreibt, worauf man verzichtet, wenn man sich für eine Option entscheidet – beispielsweise Zinserträge, die man durch eine andere Investition erzielen könnte, oder den Deckungsbeitrag eines nicht produzierten Produkts.
Kernkonzept

Definition:
Der Wert der nächstbesten Alternative, die aufgegeben werden musste, um eine Entscheidung zu treffen. 

Beispiele im Alltag:

Zeit: Wenn Sie sich entscheiden, zu schlafen, anstatt eine Geburtstagsfeier zu besuchen, sind die entgangenen sozialen Kontakte die Opportunitätskosten. 

Geld: 100 € in ein Unternehmen zu investieren, statt sie in Aktien anzulegen, bedeutet, die potenziellen Dividenden zu verlieren.

Beispiele in der Wirtschaft:

Kapitalbindung: Das Kapital, das in Lagerbeständen gebunden ist, könnte alternativ verzinst werden; diese entgangenen Zinsen sind Opportunitätskosten (Kapitalbindungskosten). 

Produktion: Die Entscheidung, Produkt A herzustellen, verdrängt die Produktion von Produkt B, dessen Deckungsbeitrag die Opportunitätskosten darstellt.

Das Overnight-Risiko an der Börse bezieht sich auf die Gefahr, dass sich der Kurs eines Wertpapiers über Nacht, also während die Börsen geschlossen sind, durch unerwartete Nachrichten (Politik, Wirtschaft, Katastrophen) oder Entwicklungen an anderen Märkten stark ändert, was zu großen
Kurslücken (Gaps) beim Wiedereröffnen führt und Stop-Loss-Orders unwirksam machen kann, wodurch das Verlustrisiko steigt. Zusätzliche Risiken sind geringere Liquidität und höhere Volatilität im außerbörslichen Handel sowie Kosten (Swap-Gebühren) für das Halten von Positionen.
Hauptrisiken im Detail:
Kurslücken (Gaps): Nachrichtenereignisse außerhalb der Handelszeiten können den Eröffnungskurs am nächsten Tag erheblich vom Schlusskurs des Vortages abweichen lassen (z. B. durch Gewinnwarnungen oder politische Entscheidungen).
Ineffektive Stop-Loss-Orders: Bei einem Gap wird ein Stop-Loss nicht zum gesetzten Preis, sondern zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt, was zu deutlich höheren Verlusten führen kann.
Geringe Liquidität und hohe Volatilität: Im Nachthandel sind oft weniger Marktteilnehmer aktiv, was zu breiteren Spreads (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis) und größeren Kursschwankungen führt.
Keine Echtzeit-Reaktion: Trader können bei negativen Entwicklungen über Nacht nicht eingreifen, bis der Markt wieder öffnet.
Kosten: Das Halten von Positionen über Nacht verursacht oft sogenannte Swap- oder Roll-Over-Gebühren.
Was ihr tun könnt:
Limit-Orders nutzen: Nur Limit-Orders sind im Overnight-Handel oft zugelassen und schützen vor Ausführung zu unrealistischen Preisen.
Diversifizieren: Verteilt euer Kapital auf verschiedene Assets, um das Risiko zu streuen.
Kosten berücksichtigen: Berechnet Swap-Gebühren in eure Handelsstrategie ein.
Risikomanagement: Seid euch bewusst, dass Stop-Loss-Orders bei Gaps nicht immer greifen. Fazit:
Das Halten von Positionen über Nacht erhöht die Risiken durch unkontrollierbare Kursschwankungen und mangelnde Interventionsmöglichkeiten, weshalb es insbesondere für Daytrader ein bedeutender Faktor ist.

P

Parabolische Rallye – In einer Parabolischen Rallye schießen die Preise steil nach Norden. Die Bewegung ist selbstverstärkend, d.h. die Geschwindigkeit des Anstiegs nimmt mit zunehmender Dauer zu. Kurzfristige Konsolidierungen finden quasi kaum statt. Auf dem Chart erscheint ein senkrechter Strich. Es herrscht völlige Kaufpanik. Nach einer solchen Rallye folgt in der Regel eine scharfe Korrektur, ausgelöst durch hektische Gewinnmitnahmen und Stopp-Loss-Orders. Kaufpanik kehrt sich um in Verkaufspanik.

Passives Investieren – meint eine Anlagestrategie, bei der langfristig auf die Marktentwicklung einer Asset-Klasse gesetzt wird. Passive Investments bilden in aller Regel einen Index nach. Auf eine gezielte Aktienauswahl wird bewusst verzichtet. Häufigste Anlagevehikel sind die Exchange Traded Funds (s. dort).

Performance Index – auch Total Return Index (TRI) – misst die gesamte Wertentwicklung einer Gruppe von Komponenten, die in diesem Index vertreten sind. Während ein Kursindex nur die Preisentwicklung der zugehörigen Werte berücksichtigt, schliesst ein Performanceindex zusätzlich auch ausgeschüttete Dividenden, Bezugsrechte und bei Anleihenindizes auch Zinszahlungen mit ein. Dies geschieht, indem z.B. Dividenden auch nach der Ausschüttung an die Anteilseigner rein rechnerisch im Index verbleiben. Die Unterscheidung zwischen Kursindex und Performanceindex ist unbedingt zu beachten, wenn man die Wertentwicklung verschiedener Indizes vergleichen möchte.

Performance-Vergleich (z. B. Fonds oder Aktien) Ein Fonds, eine Aktie oder ein Portfolio „outperforms“, wenn es bessere Renditen erzielt als ein Referenzindex oder Benchmark.
Beispiel: „Der Tech-Fonds hat den S&P 500 im letzten Jahr outperformed.“

Pip Kleinste Kurseinheit, z. B. 0,0001 bei EUR/USD

Pivot-Punkte (Dreh- oder Angelpunkte) sind in der technischen Analyse wichtige Kursniveaus, die Händler nutzen, um potenzielle Unterstützungen und Widerstände für einen bestimmten Zeitraum (Tag, Woche) vorherzusagen, basierend auf dem Hoch, Tief und Schlusskurs der vorherigen Periode. Sie helfen, den Markttrend zu bestimmen (bullisch über dem Punkt, bärisch darunter) und dienen als Orientierung für Ein- und Ausstiegspunkte, wobei der zentrale Pivot-Punkt (P) als Basis und weitere Linien (R1, S1, etc.) als Ziele dienen.  
Funktion und Berechnung
Definition: Pivot-Punkte sind dynamische Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, die sich täglich neu berechnen. 
Berechnung (Standard): Der Hauptpunkt (P) ist der Durchschnitt von Hoch (H), Tief (L) und Schlusskurs (C) der vorherigen Periode: (P=(H+L+C)/3). 
Weitere Niveaus: Daraus werden weitere Widerstands- (R1, R2, R3) und Unterstützungsniveaus (S1, S2, S3) abgeleitet, oft mit Formeln wie (R1=2P-L) und (S1=2P-H). 
Anwendung: Trader suchen nach Kursreaktionen an diesen Niveaus; ein Durchbruch über einen Widerstand kann diesen zu einer neuen Unterstützung machen. 
Arten und Anwendung im Trading
Standard-Pivot-Punkte:
Die gängigste Methode, oft als Indikator in Chart-Software integriert. 
Andere Methoden: Es gibt auch Camarilla-, Fibonacci- und Woodie-Pivot-Punkte, die leicht unterschiedliche Berechnungen nutzen. 
Signale: Bullisch: Kurs über P => Long-Positionen suchen.  Bärisch: Kurs unter P => Short-Positionen suchen. 
Bestätigung: Händler warten oft auf Kerzenformationen (z.B. Hammer) an den Pivot-Punkten, um Trades zu bestätigen, anstatt blind zu handeln. 
Vorteile für Trader
Einfachheit: Auch für Anfänger leicht zu verstehen.
Relevanz: Zeigt kurzfristige Umkehrpunkte und Trendrichtung an.
Universalität: Anwendbar auf Aktien, Indizes, Währungen (Forex) und andere Märkte. 

Pflichtmitteilung – siehe Gewinnwarnung

Power-ICs (Power Integrated Circuits) sind spezielle integrierte Schaltkreise, die Leistungselektronik auf einem Chip vereinen, um hohe Ströme und Spannungen zu steuern – oft für Anwendungen, die über die Möglichkeiten normaler Logik-ICs hinausgehen, wie die Ansteuerung von Motoren, Displays oder Ventilen. Deutsch bedeutet „Integrierte Schaltungen mit Leistungshalbleitern“, die in Bereichen wie der Industrieautomation (ICS – Industrial Control Systems), Automotive und im Energiemanagement eingesetzt werden, um Effizienz zu steigern und Stromversorgung zu verwalten.

Price Action Trading ist eine Trading Strategie, die sich – wie der Name schon sagt – eng am „puren“ Kursgeschehen orientiert. Wichtig sind neben Techniken zur Bestimmung der allgemeinen Marktrichtung/Trend aus nur wenigen Bars/Candles bestehende Kursmuster, die als Einstiegssignale oder Ausstiegssignale genutzt werden. Der Focus liegt auf Reduktion von Komplexität. Price Action Trading kann auf allen gängigen Zeitebenen – also vom Day- über Swing- bis Positionstrading angewendet werden.

Put/Call Ratio
Das Put/Call Ratio (kurz PCR, deutsch: Put-Call-Verhältnis) ist eine wichtige Kennzahl im Optionshandel, die das Verhältnis von gehandelten Put-Optionen (Verkaufsoptionen) zu Call-Optionen (Kaufoptionen) darstellt. Es dient als Sentiment-Indikator, um die Marktstimmung zu messen: Ein PCR über 1 deutet auf Pessimismus (bärisch), unter 1 auf Optimismus (bullisch) hin.
Berechnung: Anzahl gehandelter Put-Optionen / Anzahl gehandelter Call-Optionen
Interpretation:
PCR > 1: Mehr Puts als Calls – Anleger sind pessimistisch, erwarten fallende Kurse.
PCR < 1: Mehr Calls als Puts – Anleger sind optimistisch, erwarten steigende Kurse.
Kontraindikator: Extrem hohe oder niedrige Werte können auf eine übertriebene Marktreaktion hinweisen und Wendepunkte (Marktumkehr) signalisieren.

Das Put/Call-Verhältnis wird oft auf Basis des Volumens (Anzahl Kontrakte) berechnet.

R

Ratio-Analyse: Neben dem RSL-Konzept (Relative Stärke nach Levy) bietet die Ratio-Analyse eine einfach zu handhabende Möglichkeit, die Performance/Relative Stärke zweier Basiswerte miteinander zu vergleichen. Es wird der Quotient der beiden interessierenden Werte gebildet über einen Zeitraum X und das Ergebnis in einer Linie dargestellt. Ist der Zähler – nennen wir ihn Basiswert A – stärker als der Nenner (Basiswert B), steigt die Linie. Ist Basiswert A schwächer als B, fällt die Linie. Die Ratio-Linie wird mit dem vom Analysten bevorzugten charttechnischen Verfahren (Trendlinien, Unterstützung/Widerstand, etc.) analysiert.

Rating – Empfehlung von Analysten
Wenn ein Analyst eine Aktie als „Outperform“ einstuft, bedeutet das, dass er erwartet, dass die Aktie besser abschneiden wird als der Markt oder eine Vergleichsgruppe (z. B. ein bestimmter Index wie der DAX oder S&P 500).
Es ist eine Kaufempfehlung, aber nicht so stark wie z. B. „Strong Buy“.
Vergleichbare Begriffe:
„Market Perform“ = entspricht in etwa der Marktentwicklung
„Underperform“ = schlechter als der Markt (oft eine Verkaufsempfehlung)

Ein Rebound an der Börse bezeichnet eine Erholung der Kurse nach einem vorherigen Rückgang oder einer Abwärtsbewegung. Es handelt sich um eine kurzfristige oder längerfristige Aufwärtsbewegung, die oft auf eine Überverkauft-Situation, positive Nachrichten oder eine allgemeine Marktkorrektur zurückzuführen ist.
Wie entsteht ein Rebound?

Überverkauft-Situation: Wenn Aktien oder Märkte stark verkauft wurden und der Kurs unter den fairen Wert fällt, kann es zu einer Gegenbewegung kommen, da Anleger die Gelegenheit nutzen, günstig einzusteigen.
Positive Nachrichten: Gute Unternehmenszahlen, positive Wirtschaftsdaten oder politische Entscheidungen können das Vertrauen der Anleger stärken und einen Rebound auslösen.
Technische Analyse: Unterstützungsniveaus oder Indikatoren wie der Relative Strength Index (RSI) können Hinweise auf eine mögliche Erholung geben.

Beispiel: Ein Aktienindex fällt über mehrere Tage hinweg um 10 %. Anschließend steigt er wieder um 5 %. Diese Aufwärtsbewegung wird als Rebound bezeichnet.

Reflation
ist eine gezielte wirtschaftspolitische Maßnahme, um nach einer Rezession oder Deflation die Preise anzuheben, die Wirtschaft anzukurbeln und die Beschäftigung zu fördern, indem Geldmenge und Staatsausgaben erhöht werden, um die Nachfrage zu steigern und das Preisniveau auf einen langfristigen Trendpfad zurückzuführen. Sie beschreibt die erste Phase der wirtschaftlichen Erholung, in der die Inflation wieder ansteigt, aber noch unter Vollbeschäftigung liegt, oft durch expansive Geld- und Fiskalpolitik erreicht

Maßnahmen:

Geldpolitik: Senkung der Zinsen, Erhöhung der Geldmenge durch die Zentralbank.
Fiskalpolitik: Erhöhung der Staatsausgaben und/oder Senkung von Steuern. 

Abgrenzung zu Inflation:

Reflation: Gezielte Erholung zur Rückkehr zu einem vorherigen Preisniveau oder Trend, oft unter Vollbeschäftigung.
Inflation: Steigerung des allgemeinen Preisniveaus über das vorherige Niveau hinaus

Merkmale:

Tritt in einer Phase wirtschaftlicher Schwäche auf.
Führt zu steigenden Preisen und verstärkter wirtschaftlicher Aktivität.
Gilt als Phase der Erholung nach einer Rezession

Reversal.
Ein Reversal an der Börse ist eine Trendumkehr, bei der die Richtung des Kurses wechselt, wie der Übergang von einem Aufwärtstrend zu einem Abwärtstrend (oder umgekehrt).
Wichtige Formen sind das Intraday Reversal innerhalb eines Tages, das Reversal Pattern als Chartmuster oder der spekulative Börse Online Reversal Index für gefallene Werte.
Grundlagen und MusterTrendumkehr: Wechsel der vorherrschenden Kursrichtung (Bullen- zu Bärenmarkt oder umgekehrt).Typische Chartmuster: Kopf-Schulter-Formation, Doppel-Top, Doppel-Boden oder Kerzenmuster wie Hammer und Engulfing.
Intraday Reversal: Richtungswechsel der Kurse innerhalb eines einzigen Handelstages, oft ausgelöst durch Nachrichten.
Anwendung und StrategienRisikomanagement: Nutzung von Stop-Loss-Marken zum Schutz vor falschen Signalen.
Indikator-Bestätigung: Überprüfung von Trendwenden durch das Handelsvolumen,

Risk-off/Risk-on
Definition:
In einer Risk-off-Phase herrscht Unsicherheit oder Angst vor Verlusten.
Anleger verkaufen risikoreiche Anlagen (z. B. Aktien, Rohstoffe) und investieren stattdessen in sichere Häfen (z. B. Staatsanleihen, Gold, Cash).
Auslöser: Wirtschaftliche Krisen (z. B. Rezessionen).
Geopolitische Spannungen (z. B. Kriege, Handelskonflikte).
Negative Nachrichten (z. B. schlechte Unternehmenszahlen, Zinserhöhungen).
Folgen: Aktienmärkte fallen (z. B. DAX, S&P 500).
Sichere Anlagen steigen (z. B. US-Staatsanleihen, Schweizer Franken).
Die Volatilität (z. B. VDAX, VIX) nimmt zu.

Rücksetzer: (auch Pullback genannt) bezeichnet an der Börse einen kurzzeitigen Kursrückgang innerhalb eines bestehenden Aufwärtstrends. Im Gegensatz zu einer schwerwiegenden Korrektur oder einem Crash ist ein Rücksetzer meist moderat und bietet oft neue Kaufgelegenheiten.
Einordnung nach Intensität:
Anleger unterscheiden Rücksetzer oft anhand der prozentualen Einbußen vom letzten Höchststand:
* Rücksetzer: Ein kurzfristiger Rückgang um etwa 5 %. Solche Bewegungen treten historisch gesehen durchschnittlich dreimal pro Jahr auf.
* Korrektur: Ein deutlicherer Rückgang von 10 % bis 20 %. Diese Phasen dauern im Schnitt etwa 115 Tage.
* Bärenmarkt / Crash: Ein Einbruch von über 20 %. Solche Ereignisse treten seltener auf (etwa alle 3,5 Jahre) und können fast ein Jahr andauern.
Meine-börse empfiehlt, Rücksetzer und Korrekturen nach chartanalytischen Kriterien zu bestimmen; siehe Chartanalyse.

Repo-Märkte. Der globale Repo-Markt ist riesig und schwer exakt zu beziffern, da viele Geschäfte bilateral sind, aber Schätzungen gehen von einem Volumen von weit über 15 Billionen Euro aus, mit einem täglichen Handel von rund 3 Billionen Euro, wobei die USA mit einem täglichen Engagement von über 12 Billionen US-Dollar (Q3 2025) dominieren, während auch Europa, Japan und andere Märkte große Volumina aufweisen.
Wichtige Zahlen & Fakten:

Global: Das ausstehende Volumen liegt bei über 15 Billionen Euro, mit ca. 3 Billionen Euro täglichem Umsatz.
USA: Der US-Repo-Markt hatte im Q3 2025 ein durchschnittliches tägliches Engagement von rund 12,6 Billionen US-Dollar.
Zentralbanken: Zentralbanken, wie die EZB, steuern durch Repo-Geschäfte die Liquidität im System, wobei die EZB regelmäßig Milliarden Euro zuweist. 

Warum ist der Markt so groß?
Der Repo-Markt ist entscheidend für die Finanzierung von Banken und anderen Finanzinstituten, da er eine schnelle, besicherte Kreditaufnahme ermöglicht, indem Wertpapiere als Sicherheit dienen.
Märkte & Akteure:

Große Märkte: USA, Europa (Eurozone, UK), Japan.
Wichtige Akteure: Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter und Zentralbanken. 

Herausforderungen:

Liquidität: Ein Mangel an hochwertigen Sicherheiten (wie durch Quantitative Easing der Zentralbanken) kann zu Liquiditätsengpässen führen, wie es der US-Markt im Jahr 2025 zu spüren bekam.
Volatilität: Spannungen auf dem Markt können Zinssätze in die Höhe treiben und erfordern manchmal Zentralbank-Interventionen

Roadshow – Vor einem IPO (Initial Public Offering / Börsengang)findet in der Regel eine sog. Roadshow statt: eine mehrtägige Präsentationstour vor potenziellen Großinvestoren, in der das Vertrauen der Anleger gewonnen oder gestärkt werden soll: Visionen, Geschäftsmodell, Wachstumsstrategie und Finanzkraft werden vorgestellt. Das mediale Echo sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit.

Rohstoffwährungen – (Commodity Currencies) – die drei wichtigsten Rohstoffwährungen sind der Kanadische Dollar (CAD), der Australische Dollar (AUD) und der Neuseelandollar (NZD). Weiterhin die Norwegische Krone (NOK), der Südafrikanische Rand (ZAR), der Brasilianische Real (BRL) und der chilenische Peso (CLP). Erleben die in den jeweiligen Ländern geförderten oder produzierten (Agar-) Rohstoffe einen Boom, legen auch die jeweiligen Rohstoffwährungen zu. (s. auch Intermarketanalyse).

RSI: Der RSI (Relative Strength Index von Wilder) ist ein überaus populärer Momentum-Indikator der technischen Analyse, der die Geschwindigkeit und Veränderung von Preisbewegungen auf einer Skala von 0 bis 100 misst, um überkaufte (> 70) oder überverkaufte (< 30) Marktbedingungen zu erkennen und potenzielle Trendwenden zu signalisieren.
Er hilft Tradern zu beurteilen, ob ein Wert zu schnell gestiegen oder gefallen ist. Er wird oft in Verbindung mit Divergenzen genutzt. Eine bärische Divergenz entsteht, wenn der Kurs des betrachteten Basiswerts ein neues Hoch erreicht, das im RSI nicht bestätigt wird. (D.h. es entsteht kein neues Hoch mehr im RSI.) Umgekehrt entsteht eine bullische Divergenz, wenn der betrachtete Basiswert ein neues Tief aufweist, der RSI dieses in seinem Kursverlauf jedoch nicht nachvollzieht (D.h. es entsteht kein neues Tief mehr im RSI.)

RSL: RSL (Relative Strength nach Levy). Nicht zu verwechseln mit dem RSI nach Wilder ist das Konzept der relativen Stärke nach Levy. Hier wird ein relativ einfacher Indikator berechnet, indem der aktuelle Wochenschlusskurs eines betrachteten Basiswerts durch den durchschnittlichen Wochenschlusskurs der letzten t Wochen dividiert wird. Die Standardeinstellung für t ist 27. Ist der Indikator > 1, ist der aktuelle Wochenschlusskurs höher, als er es im Durchschnitt der letzten 27 Wochen war. Er weist also relative Stärke aus. Ist er <1, so ist der aktuelle Kurs niedriger als im Durchschnitt der letzten 27 Wochen, der Basiswert ist also relativ schwächer.

Der Indikator wird in der Regel für eine ganze Reihe von Basiswerten berechnet. Im Anschluss wird eine Rangfolge nach dem RSL-Wert gebildet und die relativ stärksten Werte für ein Investment in Betracht gezogen. Zugrunde liegt der Gedanke, dass Stärke weitere Stärke nach sich zieht und Schwäche weitere Schwäche (Trendkonzept).

Ein anderes Konzept, um die relative Stärke verschiedener Basiswerte zu vergleichen, ist die Ratio-Analyse.

Der Russell 1000 ist ein Kursindex und repräsentiert 90 Prozent der Marktkapitalisierung der US-amerikanischen Aktienmärkte. Als Basis dienen die 1000 größten Aktiengesellschaften des Russell 3000. Berechnet wird der Index nach der Wertindex-Formel, die als Meßzahl die Gesamtwertveränderung angibt. Der Russell 1000 wird nicht um Dividendenzahlungen bereinigt. Kapitalmaßnahmen wie Aktiensplits haben keinen (verzerrenden) Einfluss auf den Index.
Das Anlageuniversum beinhaltet alle Unternehmen mit Sitz in den USA, die an der New York Stock Exchange (NYSE), der NYSE Amex (früher American Stock Exchange) und der NASDAQ gelistet sind.

S

Scammer – Betrüger. Immer wenn’s um Geld geht, sind Betrüger nicht weit. Identitätsdiebstahl, IPO-Scam, betrügerische Handelsplattformen, Krypto-Betrügereien mit und ohne vorgetäuschte Prominentenunterstützung, Social-Media Chats und Gruppen mit betrügerischen Aktienempfehlungen, utopischen Renditen in kürzester Zeit, Tinder-Trading-Scam, und vieles mehr.

„SEC“ ist eine Abkürzung für die US-Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission), zuständig für die Regulierung der US-Kapitalmärkte und den Anlegerschutz.

Sekundärer Aktienverkauf (oft auch Sekundärtransaktion, Secondary Sale oder Secondary Offering genannt) bezeichnet den Verkauf von Unternehmensanteilen durch bestehende Aktionäre (wie Gründer, Mitarbeiter oder frühe Investoren) an andere Investoren. Im Gegensatz zu einem Primärmarktverkauf (Kapitalerhöhung) fließen die Erlöse aus einem sekundären Verkauf nicht in das Unternehmen, sondern direkt an die verkaufenden Anteilseigner.
Zentrale Merkmale

Kein neues Kapital für das Unternehmen: Das Unternehmen erhält kein Geld, es handelt sich um einen reinen Eigentümerwechsel.
Liquiditätsquelle: Es ist eine gängige Methode für Gründer, Mitarbeiter oder VCs in privaten Unternehmen (Start-ups), ihre Anteile zu Geld zu machen, bevor ein offizieller Börsengang (IPO) oder eine Übernahme stattfindet.
Keine Verwässerung: Da keine neuen Aktien geschaffen werden, werden die Anteile der anderen Aktionäre nicht verwässert.
Handel auf dem Sekundärmarkt: Sekundärverkäufe finden auf dem sogenannten Sekundärmarkt statt, der den Handel zwischen Investoren ermöglicht. 

Die Sharpe Ratio ist eine Kennzahl zur Bewertung der risikoadjustierten Rendite einer Geldanlage: Sie misst die Überrendite (Rendite über dem risikofreien Zins) pro Einheit Risiko (Volatilität/Standardabweichung) und hilft Anlegern, Investments besser zu vergleichen, indem sie bewertet, ob die erzielte Rendite das eingegangene Risiko angemessen entschädigt; eine höhere Sharpe Ratio bedeutet eine bessere risikobereinigte Performance.  
Grundprinzip & Berechnung:
Überrendite berechnen: Man zieht vom Wertpapier- oder Fondsrendite den risikofreien Zinssatz (z.B. von Staatsanleihen) ab. 
Durch Volatilität teilen: Das Ergebnis wird durch die Standardabweichung (Volatilität) der Renditen geteilt, welche die Schwankung misst. 
Interpretation:
Je höher: Je höher die Sharpe Ratio, desto besser wird das Risiko belohnt (bessere risikoadjustierte Rendite). 
1: Der Fonds entschädigt das Risiko hervorragend. 
< 1: Der Anleger wird für das Risiko unterdurchschnittlich entschädigt. 
< 0: Die Rendite liegt unter dem risikofreien Zins, ein schlechteres Geschäft. 
Wozu dient sie?
Die Sharpe Ratio beantwortet die Frage, ob eine höhere Rendite das höhere Risiko wirklich wert ist, und ermöglicht einen objektiven Vergleich zwischen verschiedenen Anlageoptionen, selbst wenn diese unterschiedliche Risikoprofile haben.

Schuldenregime. Ein Schuldenregime, meist in Deutschland als die sogenannte Schuldenbremse (Haushaltsdisziplin) bekannt, ist ein finanzpolitischer Rahmen (verankert im Grundgesetz), der die staatliche Neuverschuldung begrenzt, um eine solide Haushaltspolitik zu gewährleisten, indem er Nettokredite in Normalzeiten strikt verbietet und nur unter bestimmten Bedingungen (Konjunktur, Naturkatastrophen) Kredite erlaubt. Es zielt auf eine Haushaltskonsolidierung ab, mit dem Ziel, strukturell ausgeglichene Haushalte zu erreichen, und definiert klare Regeln für Bund und Länder, inklusive Ausnahmeregeln für Krisensituationen.
Kernmerkmale des Schuldenregimes (Schuldenbremse):

Strikte Begrenzung: Grundsätzlich ein Verbot der Nettoneuverschuldung.
Strukturelle Komponente: Dem Bund wird ein begrenzter Spielraum für strukturelle Neuverschuldung (0,35 % des BIP) zugestanden.
Konjunkturabhängigkeit: Kredite sind nur bei konjunkturellen Schwankungen oder außergewöhnlichen Notsituationen erlaubt (z.B. Naturkatastrophen).
Ziel: Haushaltsdisziplin und langfristige finanzielle Stabilität.
Anwendung: Begann 2011, mit Übergangsfristen für Bund und Länder. 

Zusammenfassend ist ein Schuldenregime eine festgelegte Regelung, die die Aufnahme neuer Staatsschulden stark einschränkt, um eine nachhaltige Finanzpolitik zu sichern, wie sie die deutsche Schuldenbremse darstellt; besser gesagt, darstellte.

Short-Eindeckungen (engl. Short Covering) bezeichnen den Rückkauf von zuvor leerverkauften Wertpapieren, um eine Short-Position zu schließen. Dies geschieht meist, um Gewinne bei fallenden Kursen zu sichern oder Verluste bei steigenden Kursen zu begrenzen. Der Rückkauf erzeugt Kaufdruck, der den Aktienkurs steigen lässt.

Subprime. Mit dem Namen ist die letzte große Weltfinanzkrise bezeichnet, eine globale Banken- und Finanzkrise als Teil der Weltwirtschaftskrise in den Jahren 2007 bis 2009. Die Krise war unter anderem Folge eines spekulativ aufgeblähten Immobilienmarkts (insbesondere Subprime-Markt) in den USA.
Anstatt sich auf den risikoreichen Kreditstatus eines Kreditnehmers zu beziehen, bezeichnete Subprime ursprünglich einen „unterhalb des Prime“-Zinssatzes liegenden Kreditzins – also einen Zinssatz unterhalb des Prime-Zinssatzes, den Banken und andere Kreditinstitute den attraktivsten Kreditnehmern anbieten.
Zwei große Unternehmen kamen in die Krise und mussten von der US-Regierung (also den Bürgern der USA) gerettet werden: Funny Mae und Freddi Mac. Die bank Lehman Brothers ging Pleite und durch die Medien.

Spread: Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs

Stagflation: Stagflation ist eine
wirtschaftliche Krise, bei der hohe Inflation (steigende Preise) und wirtschaftliche Stagnation (geringes oder kein Wachstum) gleichzeitig auftreten, oft begleitet von hoher Arbeitslosigkeit. Der Begriff ist eine Kombination aus „Stagnation“ und „Inflation“ und stellt Wirtschaftspolitiker vor große Herausforderungen, da klassische Maßnahmen gegen Inflation (z.B. Zinserhöhungen) die Stagnation verschlimmern können, meist ausgelöst durch sogenannte Angebotsschocks (z.B. Energiepreiskrisen).

Staatsverschuldung / Staatsquote: Die Staatsverschuldung der USA liegt aktuell (Stand 2024/2025) bei über 120 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Prognose für weitere Anstiege in den kommenden Jahren.
Die Staatsquote ist deutlich höher als der internationale Durchschnitt und ein anhaltendes strukturelles Haushaltsdefizit (negative Differenz von Importen und Exporten) treibt die Verschuldung weiter nach oben,was auch die Zinslast weiter erhöht, die heute schon bei etwa 1 Billion USD/Jahr liegt; Tendenz steigend.
Wichtige Fakten zur US-Schuldenquote:

Aktuelle Quote: Rund 122-124 % des BIP (Stand Ende 2024/Anfang 2025).
Entwicklung: Ein deutlicher Anstieg seit der Pandemie (2020), mit weiterhin steigenden Prognosen.

Absolute Zahlen: Die Gesamtschulden belaufen sich auf über 36 Billionen US-Dollar.
Vergleich: Die Quote liegt über dem internationalen Durchschnitt und auch über vielen europäischen Ländern wie Frankreich, aber unter Japan (mit über 230 % BIP, wobei in Japan speziell gilt: der Staat ist überwiegend bei seinen Bürgern, nicht im Ausland verschuldet).

Ursachen: Dauerhaftes, sich ausweitendes strukturelles Haushaltsdefizit. Neue Ausgabenprogramme. Strukturelles Steuerungleichgewicht. Exportschwäche im Industriesektor.

Risiken: Die steigende Schuldenlast führt zu einer höheren jährlichen Zinsbelastung (mittlerweile über eine Billion US Dollar). Zunehmende Besorgnis bei Gläubigern lässt die Nachfrage nach US-Staatsanleihen sinken, so dass der Staat höhere Zinsen zur Refinanzierung der Schulden an Gläubiger ausschreiben muss. 

Fazit: Die Staatsverschuldung der USA ist bereits in einen wachsenden strukturellen Schuldenkreislauf eingetreten. Fiskalische Defizite belasten langfristig sowohl die Finanzmärkte als auch die Währungen, die Zinsstruktur wird erheblich negativ beeinflusst.

Stop-Loss (Verlust-Stopp) ist ein automatischer Verkaufsauftrag, den Anleger platzieren, um ihre Verluste bei Wertpapiergeschäften zu begrenzen, indem eine Aktie oder ein anderes Wertpapier verkauft wird, sobald der Kurs einen vordefinierten, tieferen Preis erreicht. Es ist ein wichtiges Risikomanagement-Instrument, das Gewinne sichert und starke Verluste verhindert, indem es die Position bei Erreichen eines bestimmten Kursniveaus automatisch schließt. Der tatsächliche Verkaufspreis kann dabei leicht vom Stop-Preis abweichen (Slippage)

SWAPS: Der Swap-Markt ist ein globaler Finanzmarkt, auf dem Vertragspartner künftige Zahlungsströme – meist feste gegen variable Zinsen oder verschiedene Währungen – tauschen. Diese Geschäfte finden im Regelfall außerbörslich (Over-the-Counter, OTC) statt und nicht direkt auf dem Parkett einer klassischen Börse. Die wichtigsten Kennzahlen (wie den aktuellen 10-Jahres-Swap-Satz) findet Ihr in Finanzübersichten, etwa bei der Tagesschau. Wie der Swap-Markt funktioniert.
Zinsswaps (Interest Rate Swaps): Zwei Parteien tauschen feste Zinszahlungen gegen variable Zinszahlungen (gekoppelt an den Euribor oder SOFR) aus.Währungsswaps: Hierbei werden Kapitalbeträge und Zinsen in unterschiedlichen Währungen getauscht, um Fremdwährungsrisiken zu steuern.
Kreditausfall-Swaps (CDS): Dienen als Absicherung gegen das Ausfallrisiko von Anleihen oder Krediten.
Eigenschaften des Marktes
OTC-Handel: Die Verträge werden individuell zwischen Banken, Unternehmen und institutionellen Investoren verhandelt.
Standardisierung: Trotz des OTC-Handels erfolgt die Abwicklung stark standardisiert über Rahmenverträge der ISDA (International Swaps and Derivatives Association).
Risikomanagement: Zinssätze von Swaps (wie der 10-Jahres-Swapsatz) gelten an den Märkten als wichtige Indikatoren für die Zinserwartungen der großen Akteure.


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Was ist Tax Loss Selling? Viele sprechen heute lieber über Tax Loss Harvesting: Steuerliche Verlustnutzung.
Dahinter verbirgt sich der gezielte Verkauf von Vermögenswerten, die Verluste schreiben. Durch die Veräußerung werden die Verluste tatsächlich realisiert und damit steuerlich relevant, wodurch sie von entsprechenden Gewinnen aus dem aktuellen Jahr abgezogen werden können.

Terminmärkte. Terminmärkte sind ein wesentlicher Bestandteil der Finanzmärkte und ermöglichen es den Teilnehmern, Verträge für den Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten zu einem zukünftigen Zeitpunkt und zu einem im Voraus festgelegten Preis abzuschließen. Diese Märkte spielen eine entscheidende Rolle bei der Preisbildung, Risikomanagement und der Spekulation.
Was sind Terminmärkte?
Terminmärkte sind Plattformen, auf denen Futures- und Optionen gehandelt werden. Ein Futures-Kontrakt ist ein rechtlich bindender Vertrag, der den Käufer verpflichtet, einen bestimmten Vermögenswert zu einem festgelegten Preis zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu kaufen, während der Verkäufer verpflichtet ist, diesen Vermögenswert zu liefern. Optionen hingegen geben dem Käufer das Recht, aber nicht die Verpflichtung, einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis bis zu einem bestimmten Datum zu kaufen oder zu verkaufen.
Hauptfunktionen von Terminmärkten
Risikomanagement: Unternehmen und Investoren nutzen Terminmärkte, um sich gegen Preisschwankungen abzusichern. Beispielsweise kann ein Landwirt Futures-Kontrakte verkaufen, um den Preis seiner Ernte im Voraus zu sichern.
Spekulation: Trader nutzen Terminmärkte, um von Preisschwankungen zu profitieren. Sie kaufen oder verkaufen Kontrakte in der Hoffnung, dass sich die Marktpreise in eine für sie vorteilhafte Richtung bewegen.
Preisinformation: Terminmärkte tragen zur Preisbildung bei, indem sie Informationen über Angebot und Nachfrage reflektieren. Die Preise von Futures-Kontrakten können als Indikatoren für die erwartete zukünftige Preisentwicklung von Vermögenswerten dienen.
Beispiele für Terminmärkte
Eurex: Einer der größten Terminmärkte in Europa, der eine Vielzahl von Futures und Optionen auf Aktienindizes, Zinsen und andere Vermögenswerte anbietet.
CME Group: Der Chicago Mercantile Exchange ist einer der größten Terminmärkte weltweit und bietet eine breite Palette von Futures, darunter Rohstoffe, Währungen und Aktienindizes.
Risiken und Herausforderungen
Obwohl Terminmärkte zahlreiche Vorteile bieten, sind sie auch mit Risiken verbunden. Die Hebelwirkung, die in vielen Futures-Kontrakten verwendet wird, kann zu erheblichen Verlusten führen, wenn sich die Märkte gegen die Position des Traders entwickeln. Darüber hinaus können Marktvolatilität und unvorhergesehene Ereignisse (z. B. Naturkatastrophen oder politische Unruhen) den Markt erheblich beeinflussen.
Fazit
Terminmärkte sind ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Finanzwelt. Sie bieten sowohl Möglichkeiten zur Absicherung als auch zur Spekulation und tragen zur Stabilität und Effizienz der Märkte bei. Dennoch ist es wichtig, die Risiken zu verstehen und eine fundierte Handelsstrategie zu entwickeln, um erfolgreich in diesen Märkten zu agieren.

Token Approval

Ein Token Approval ist die Erlaubnis, mit der Sie einem Smart Contract gestatten, Ihre Krypto-Token direkt aus Ihrer MetaMask-Wallet zu bewegen oder zu tauschen. Dies ist bei dezentralen Börsen (DEXs), DeFi-Protokollen und NFT-Marktplätzen notwendig. Achten Sie darauf, nur vertrauenswürdigen Plattformen unbegrenzten Zugriff zu gewähren.
Um die Risiken zu minimieren und Token-Genehmigungen oder dApp-Berechtigungen in Ihrer MetaMask zu widerrufen (das sogenannte „Revoking“), können Sie Drittanbieter-Tools nutzen. Diese zeigen Ihnen genau an, welcher Plattform Sie welche Limits eingeräumt haben:
Revoke.cash: Ein weit verbreitetes Web3-Dashboard zum Überprüfen und Widerrufen von Smart Contract-Berechtigungen über verschiedene Netzwerke (Ethereum, Polygon, BSC usw.) hinweg. MetaMask-Sicherheitscenter: In den offiziellen MetaMask Help Centern erfahren Sie mehr über die Sicherheitsmechanismen bei Token-Freigaben und wie Sie Ihr Web3-Konto schützen.
Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Verwaltung solcher Berechtigungen finden Sie zudem auf Datawallet.

Trader/Händler: Trader treffen ihre Entscheidungen schwerpunktmäßig mittels der Technischen / Chartanalyse. Die Haltedauer ihrer Engagements reicht je nach Strategie von wenigen Minuten/Stunden (Daytrader) bis zu Tagen, Wochen und sogar Monaten, wenn versucht wird, möglichst umfassend von einem Trend/Swing zu profitieren. Im amerikanischen Sprachgebrauch wird der private Trader als Retail Trader bezeichnet.

Tradingsysteme auch Handelssysteme genannt
Trendfolgesysteme: Diese Systeme basieren darauf, bestehende Trends zu identifizieren und darauf zu setzen. Beispiele sind das Moving Average Crossover System (bei dem zwei gleitende Durchschnitte verwendet werden) oder das Donchian Channel System (das auf Höchst- und Tiefstständen basiert).
Mean-Reversion-Systeme: Diese Systeme gehen davon aus, dass sich Preise nach extremen Bewegungen wieder auf ihren Durchschnitt zurückbewegen. Ein bekanntes Beispiel ist das Bollinger Bands System, das auf der Annahme basiert, dass der Preis innerhalb der Bollinger-Bänder bleibt.
Breakout-Systeme: Diese Systeme identifizieren Preisniveaus, bei denen der Markt aus einem Bereich ausbricht, und setzen auf die Fortsetzung dieser Bewegung. Ein Beispiel ist das Turtle Trading System, das auf Breakouts aus bestimmten Preisbereichen setzt.
Algorithmische Handelssysteme: Diese Systeme nutzen komplexe Algorithmen und mathematische Modelle, um Handelsentscheidungen zu treffen. Beispiele sind High-Frequency Trading (HFT) und Statistische Arbitrage.
Sentiment-basierte Systeme: Diese Systeme analysieren Marktstimmungen und -meinungen, oft durch die Auswertung von Nachrichten, sozialen Medien oder anderen Datenquellen. Ein Beispiel ist die Nutzung von Natural Language Processing (NLP), um Marktstimmungen zu bewerten.
Fundamentalanalyse-basierte Systeme: Diese Systeme nutzen fundamentale Daten wie Unternehmensgewinne, Wirtschaftsindikatoren oder Zinsentscheidungen, um Handelsentscheidungen zu treffen. Ein Beispiel ist das Value Investing, das auf der Bewertung von Unternehmen basiert.
Technische Analyse-basierte Systeme: Diese Systeme verwenden technische Indikatoren und Chartmuster, um Handelsentscheidungen zu treffen. Beispiele sind das Relative Strength Index (RSI) oder das MACD (Moving Average Convergence Divergence).

Trade-Weighted Dollar Index der US-Notenbank– stellt das Verhältnis von 26 Währungen zum US-Dollar dar. Die 26 Währungen teilen sich auf in eine Hauptgruppe, die die sieben Hauptwährungen (Major Currencies) umfasst, sowie eine sog. Nebengruppe (OITP – Other important Trading Partners), in der sich nicht nur der chinesische Remnimbie, der mexikanische Peso wiederfinden, sondern insgesamt Währungen. (S. The Fed – Foreign Exchange Rates – H.10 – Currency Weights).

Trend

Der Trend ist ein zentrales Element der Technischen Analyse: „The trend is your friend“ ist eine der bekanntesten sog. Börsenweisheiten. Ein Aufwärtstrend bezeichnet eine Folge steigender Hochs und steigender Tiefs, ein Abwärtstrend eine Serie fallender Hochs und fallender Tiefs. Wichtig im Zusammenhang mit Trends sind Trendstärke (=Dynamik/Geschwindigkeit der Bewegung), Trendkanäle, Trendreife und mehr. Zum Themenkomplex Trend findet Ihr hier – in Kürze – ausführliche Beiträge und Analysen.

U

Überkreuzbeteiligungen (auch Cross-Holdings genannt) beschreiben eine Situation, bei der zwei oder mehr Unternehmen gegenseitig Anteile aneinander halten.
Definition:
Unternehmen A hält Anteile an Unternehmen B, und gleichzeitig hält Unternehmen B Anteile an Unternehmen A.
Dies kann auch zwischen mehreren Unternehmen in einem Netzwerk geschehen.
Beispiel:
Unternehmen A besitzt 10 % der Anteile von Unternehmen B.
Unternehmen B besitzt 5 % der Anteile von Unternehmen A.

Warum gibt es Überkreuzbeteiligungen?
Strategische Gründe:
Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen.
Schutz vor Übernahmen durch gegenseitige Kontrolle.

Finanzielle Gründe:
Nutzung von Synergien (z. B. Kosteneinsparungen).
Stabilisierung der Eigentümerstruktur.
Vorteile von Überkreuzbeteiligungen
Schutz vor Übernahmen:
Gegenseitige Anteilsbesitz kann verhindern, dass ein externer Investor die Kontrolle übernimmt.
Stärkung von Partnerschaften:
Unternehmen können enger zusammenarbeiten und gemeinsame Ziele verfolgen.

Nachteile von Überkreuzbeteiligungen
Komplexität:
Die Eigentümerstruktur wird undurchsichtig, was für externe Investoren unattraktiv sein kann.
Interessenkonflikte:
Unternehmen könnten Entscheidungen treffen, die nicht im Interesse aller Anteilseigner liegen.
Illiquidität:
Anteile sind oft langfristig gebunden und können nicht einfach verkauft werden.

Beispiele aus der Praxis:
Ein bekanntes Beispiel sind japanische Keiretsu-Strukturen, bei denen Unternehmen innerhalb eines Netzwerks gegenseitig Anteile halten, um langfristige Partnerschaften zu sichern.
Ein anderes Beispiel ist weniger bekannt: die Überkreuzbeteiligungen der zehn wichtigsten US-amerikanischen IT-Unternehmen.

Umkehrformationen/Reversals

Umkehrformationen oder Reversals sind charakteristische Kursstrukturen, die das Ende einer Trendbewegung ankündigen (können). Die wichtigsten Formationen sind:
Schulter-Kopf-Schulter Formationen/Inverse Schulter-Kopf-Schulter Formationen
Bullische oder bärische Keile
Doppeltops oder Doppelböden – M oder W-Formationen
Dreifachspitzen oder -böden
Rounding Tops und Böden/Untertassenformationen

V-Umkehr – der Buchstabe beschreibt die Form. Es handelt dich um einen steilen Abverkauf, gefolgt von einem ebenso schnellen steilen Anstieg.

Zum Themenkomplex Reversals findet Ihr hier – in Kürze – ausführliche Beiträge und Analysen.

Underlying:
Definition: Der Basiswert ist das Fundament, auf dem Optionen, Futures, Zertifikate und andere Derivate basieren.
Beispiele: Häufige Underlyings sind Aktien, Aktienindizes, ETFs, Währungen, Rohstoffe (z.B. Gold, Rohöl) oder Anleihen.
Funktion: Die Wertentwicklung des Derivats hängt von der Kursbewegung des Underlyings ab.
Vertragsgegenstand: Ein Optionskontrakt bezieht sich in der Regel auf eine standardisierte Menge des Basiswerts, oft 100 Stück.

Unterstützung und Widerstand – sind Preisregionen, in denen der Kurs zumindest zeitweise Halt auf dem Weg nach unten (Unterstützung) oder nach oben (Widerstand) findet. Oftmals handelt es sich um Preisregionen, in denen der betrachtete Basiswert in der Vergangenheit schon einmal (signifikante) Hochs oder Tiefs ausgebildet hat.

U.S. Dollarindex (DXY) – ist ein börsengehandelter Future. Er zeigt den Wert des US-Dollars im Verhältnis zu 6 Hauptwährungen: Euro (EUR), japanischer Yen (JPY), britisches Pfund (GBP), kanadischer Dollar (CAD), schwedische Krone (SEK) und Schweizer Franken (CHF). Der Euro ist mit 57,6% die mit Abstand dominanteste Währung. Der U.S. Dollarindex ist kein offizieller Index einer Zentralbank oder Regierung, sondern privatwirtschaftlich von der Börsengesellschaft Intercontinental Exchange (ICE) geführt. Seine Hauptfunktion ist die eines standardisierten Finanzinstruments. Der Index existiert seit 1973 und ermöglicht historische Rückbetrachtungen. Er ist allerdings seit 25 Jahren nicht mehr aktualisiert worden, so dass die Entwicklung des Chinesischen Renmibi (CNY) und des mexikanischen Pesos (MXN) nicht berücksichtigt sind. (Vgl. Trade-Weighted Dollar Index/Broad Index/ als von der US-Notenbank genutzte Alternative).

V
Value Investing – ist eine fundamentale, langfristige Anlagestrategie. Aktien werden nach ihrem inneren Wert (intrinsic value) ausgewählt, der ermittelt wird nach der Bilanz, dem Cashflow, dem Geschäftsmodell und Wettbewerbsvorteilen. Wichtige Kennzahlen sind weiterhin: Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis und Dividendenrendite. Idealerweise notieren ausgewählte Aktien mit einem Sicherheitsabschlag (safety margin) unterhalb ihres inneren Wertes.

VDAX-NEW – von der Deutsche Börse AG über ihr Tochterunternehmen STOXX Ltd. berechneter und veröffentlichter Volatilitätsindex. Er misst die implizite Volatilität für den deutschen Aktien-Leitindex DAX für den Zeitraum der nächsten 30 Tage und wird in annualisierter Form notiert. Der Berechnung liegen die an der Terminbörse Eurex gehandelten At-the-Money- und Out-of-the-Money-DAX-Optionen zu Grunde. Ein hoher VDAX-NEW-Wert weist auf einen unruhigen Markt hin, niedrige Werte lassen eine Entwicklung ohne starke Kursschwankungen erwarten; der VDAX-NEW wird daher auch als „Angstbarometer“ bezeichnet. Über die Richtung der Änderung, also steigende oder sinkende Kurse, gibt er grundsätzlich keinen Aufschluss, allerdings sind die historischen Höchststände in schwierigen Marktphasen erreicht worden. (Gabler Bankenlexikon)

Volatilität bei Aktien beschreibt die Stärke der Kursschwankungen um einen Mittelwert und ist ein Maß für das Risiko einer Anlage: Hohe Volatilität bedeutet starke, schnelle Preisbewegungen mit hohem Gewinn- und Verlustpotenzial, während niedrige Volatilität für moderate, stabilere Kurse steht. Sie wird mathematisch oft als Standardabweichung gemessen und hilft Anlegern, Risiken einzuschätzen und Anlagestrategien zu entwickeln, wobei Indikatoren wie der VIX (global) und VDAX (deutsch) die erwartete Volatilität anzeigen. 
Was Volatilität bedeutet.
* Schwankungsbreite: Misst, wie stark der Aktienkurs in einem bestimmten Zeitraum (z.B. täglich, wöchentlich) vom Durchschnitt abweicht.
* Risikoindikator: Eine hohe Volatilität deutet auf ein höheres Risiko hin, da starke Kursbewegungen nach oben und unten möglich sind.
Chancen: Hohe Volatilität bietet auch Chancen auf hohe Gewinne, birgt aber auch das Risiko größerer Verluste. 
Arten der Volatilität:
* Historische Volatilität: Beschreibt die tatsächlichen Schwankungen in der Vergangenheit.
* Implizite Volatilität: Gibt die erwartete zukünftige Schwankungsstärke an, die vom Markt erwartet wird. 
Messung und Indikatoren:
Volatilität bei Aktien beschreibt die
* Standardabweichung: Die mathematische Grundlage zur Berechnung der Schwankungsbreite.
* VIX-Index (Volatility Index): Misst die erwartete Volatilität des S&P 500 und wird oft als „Angstindex“ bezeichnet.
* VDAX: Misst die Volatilität des deutschen Leitindex DAX.
* ATR (Average True Range): Ein Indikator, der die durchschnittliche wahre Spanne eines Assets misst. 
Wichtiger Unterschied: Volatilität vs. Risiko:
Volatilität ist nicht dasselbe wie Risiko; sie ist nur ein Maß für die Schwankungsintensität.
Ob eine hohe Volatilität ein Problem darstellt, hängt von der Anlagestrategie und der Risikobereitschaft des Anlegers ab. 
Volatile Aktien:
Aktien mit hoher Volatilität sind oft in Sektoren wie Krypto, Technologie oder Biotechnologie zu finden, aber auch kleinere Unternehmen sind oft volatil.
Spezielles Merkmal: Sie können schnell auf Nachrichten, Trends oder Unsicherheiten reagieren.

Volumen bezeichnet den Umfang des Handels in einem Basiswert. Ein besonders hohes, also überdurchschnittliches Volumen deutet auf ein hohes Interesse der Marktteilnehmer zu diesem Zeitpunkt hin. Hohes Volumen bes. sog. Volumenspitzen oder Volumen Peaks treten häufig in Verbindung mit wichtigen Wendepunkten im Kursverlauf auf.

Vorbörslich bezieht sich auf Aktivitäten oder Geschäfte, die vor dem offiziellen Börsenhandel stattfinden. Hier eine kurze Erklärung: Was bedeutet „vorbörslich“?
Zeitlicher Rahmen:
Gemeint ist der Zeitraum vor der regulären Handelszeit einer Börse (z. B. vor 9:00 Uhr an der Frankfurter Börse).
In diesem Zeitraum können bereits erste Kursbewegungen oder Nachrichten den späteren Handel beeinflussen.
Handelsaktivitäten:
Einige Börsen bieten vorbörslichen Handel an, bei dem limitierte Orders platziert werden können.
Diese Geschäfte werden jedoch erst mit Beginn des regulären Handels ausgeführt.
Nachrichten & Analysen:
Unternehmen veröffentlichen oft vorbörslich wichtige Meldungen (z. B. Quartalszahlen), um den Markt vorzubereiten.
Analysten geben vorbörsliche Empfehlungen ab, die den Kursverlauf beeinflussen können.
Beispiel:
„Die Aktie stieg vorbörslich um 3 %, nachdem das Unternehmen positive Quartalszahlen veröffentlicht hatte.“

VWAP. Der VWAP (Volume Weighted Average Price) ist ein technischer Indikator, der den Durchschnittspreis eines Wertpapiers basierend auf dem gehandelten Volumen gewichtet.
Er wird im Intraday-Handel verwendet, um den „fairen Wert“ zu ermitteln und die Richtung des aktuellen Markttrends zu bestimmen. So wird der VWAP genutzt.
Trendbestimmung: Kurse über dem VWAP deuten auf einen bullischen (steigenden) Trend hin. Kurse unter dem VWAP signalisieren einen bärischen (fallenden) Trend.
Unterstützung und Widerstand: Die VWAP-Linie dient oft als dynamisches Unterstützungs- oder Widerstandsniveau.
Institutioneller Maßstab: Viele große Marktteilnehmer und Fonds nutzen den Indikator als Benchmark für den Order-Einstieg, um zu prüfen, ob sie zu einem guten oder schlechten Durchschnittspreis gehandelt haben.
Die Funktionsweise im Detail:
Im Gegensatz zu klassischen gleitenden Durchschnitten (wie dem Simple Moving Average), die jeden Preis gleich behandeln, bezieht der VWAP die Handelsmenge mit ein. Ein Kurs, bei dem sehr viele Aktien gehandelt wurden, hat folglich einen viel stärkeren Einfluss auf die VWAP-Linie als ein Kurs, bei dem kaum Aktivität herrschte.
Die Berechnung beginnt jeden Handelstag bei Börseneröffnung von Neuem. Die Formel lautet vereinfacht: VWAP = Summe aus Typischer Kurs x Volumen geteilt durch Gesamtvolumen. (Der typische Kurs errechnet sich dabei aus: (Hoch + Tief + Schlusskurs ÷ 3).
Praktische Strategien:
VWAP-Pullback: Befindet sich der Markt in einem starken Aufwärtstrend, nutzen viele Trader Rücksetzer (Pullbacks) bis an die VWAP-Linie, um dort Long-Positionen zu eröffnen. Die VWAP-Linie dient hierbei als Einstiegszone und Orientierung für den Stopp-Loss.
Seitwärtstage meiden:
An Tagen, an denen sich der Kurs stark seitwärts um die VWAP-Linie bewegt und das Volumen gering ist, liefert der Indikator oft Fehlsignale und sollte von Daytradern weniger beachtet werden.
Anchor VWAP:
Eine spezielle Variante ist der „verankerte VWAP“ (Anchor VWAP), der es ermöglicht, den Beginn der Berechnung auf einen beliebigen Startpunkt im Chart zu legen. Dies ist besonders nützlich, um die Marktpositionierung zu bestimmten Ereignissen (wie wichtigen Unternehmensnachrichten) zu analysieren.

W

Eine Watchlist (Beobachtungsliste) ist eine personalisierte Liste, um Kursverläufe von Wertpapiere (Aktien, ETFs etc.) zu verfolgen.
Zweck: Verfolgung von Kursentwicklungen, Nachrichten und anderen relevanten Ereignissen bei Wertpapieren, die man kaufen oder verkaufen möchte.
Funktion: Kann als Musterdepot dienen, um das Verhalten einer Aktie zu studieren, bevor man investiert, oder um bestehende Investments im Auge zu behalten.
Anbieter: Verfügbar bei Online-Brokern (z.B. LYNX, Consorsbank) und Finanzportalen (z.B. onvista, stock3 u.a.).

Währungen – staatlich reguliertes Zahlungsmittel – s. USD-Index, Trade-Weighted Dollar Index, Leitwährung, Hauptwährungspaare, Rohstoffwährungen.

Widerstand, s. Unterstützung

Der Williams %R (Williams Prozent Range) ist ein Momentum-Oszillator in der technischen Analyse, der überkaufte und überverkaufte Marktbedingungen anzeigt, indem er den Schlusskurs mit der Handelsspanne eines Zeitraums vergleicht
. Er schwankt zwischen 0 und -100, wobei Werte nahe 0 auf überkauft (z.B. 0 bis -20) und Werte nahe -100 auf überverkauft (z.B. -80 bis -100) hinweisen. Der Indikator hilft Tradern, mögliche Wendepunkte zu finden, ähnlich der Stochastik, wird aber oft mit anderen Indikatoren kombiniert, um Fehlsignale zu reduzieren.
Funktionsweise und Interpretation:
Berechnung: Der %R vergleicht den aktuellen Schlusskurs mit dem höchsten Hoch und dem tiefsten Tief eines definierten Zeitraums (Standard: 14 Perioden) und stellt das Verhältnis dar, multipliziert mit -100.
Überkauft: Werte nahe 0 (z.B. zwischen 0 und -20) deuten auf einen überkauften Zustand hin.
Überverkauft: Werte nahe -100 (z.B. zwischen -80 und -100) deuten auf einen überverkauften Zustand hin.
Signale: Trader suchen nach Ausbrüchen aus diesen Zonen oder nach Divergenzen, um Trendumkehrungen zu erkennen, so TradingView.
Anwendung:
Momentum-Analyse: Er misst die Stärke des Momentums eines Vermögenswerts.
Ein- und Ausstiegspunkte: Er wird genutzt, um optimale Zeitpunkte für Long- (nach überverkauft) oder Short-Positionen (nach überkauft) zu finden.
Trendbestätigung: In einem Aufwärtstrend kann ein Ausbruch aus dem überverkauften Bereich einen Einstiegspunkt signalisieren, in einem Abwärtstrend ein Ausbruch aus dem überkauften Bereich.
Kombination: Oft wird er mit gleitenden Durchschnitten (Moving Averages) oder dem MACD kombiniert, um die Zuverlässigkeit der Signale zu erhöhen.

Window Dressing an der Börse beschreibt das gezielte „Schönputzen“ von Portfolios oder Bilanzen durch Fondsmanager und Institutionen kurz vor Berichtsfristen (Quartals-/Jahresende), um eine bessere Performance vorzutäuschen: Sie verkaufen Verlierer-Aktien und kaufen gut gelaufene Aktien, um die Wertentwicklung besser aussehen zu lassen, was zu Kursschwankungen führen kann, da dies eine Form der Bilanzkosmetik ist.  

Worldcoin/WLD-Exposure
Worldcoin (inzwischen umbenannt in World Network) ist ein Krypto-Projekt von OpenAI-Chef Sam Altman und dem deutschen Gründer Alex Blania. Ziel ist der Aufbau eines globalen Identitätsnetzwerks zur Unterscheidung von echten Menschen und Bots (Proof of Humanity). Nutzer erhalten als Belohnung für einen Iris-Scan die Kryptowährung WLD.
„WLD-Exposure“ bezieht sich typischerweise darauf, wie Anleger an der Kursentwicklung von Worldcoin (WLD) partizipieren. Aktuell sorgt ein Antrag von Grayscale für einen US-Spot-ETF (Ticker: GWLD) für Aufsehen, der den Zugang zu WLD über traditionelle Brokerage-Konten ohne direkte Wallet-Verwaltung ermöglichen soll. Zudem lässt sich WLD über Krypto-Derivate und Perpetual Futures (z.B. auf Hyperliquid) mit Hebel handeln.

Z

Ein Zickzackkurs an der Börse beschreibt eine unruhige Marktphase, in der sich steigende und fallende Kurse ständig kurzfristig abwechseln, ohne dass es einen klaren, langfristigen Trend gibt.
Aktive Trader nutzen die impliziten starken Schwankungen (Volatilität), um gezielt von kurzfristigen Trends oder Wendepunkten zu profitieren. Eine ZZ-Formation steht oft (nicht immer) als Endformation am Ende eines längeren Auf- oder Abwärtstrends.

Zinsen.
* Notenbank-Zinsen, auch Referenzzinsen.
Referenzzinssätze sind eine wichtige Grundlage für alle Arten von Finanzprodukten mit einer variablen Verzinsung, z. B. für Baufinanzierungen, Dispositionskredite, Einlagen und komplexere Finanzgeschäfte wie Wertpapiere. Eine variable Verzinsung bedeutet, dass der Zinssatz während der Laufzeit steigen oder fallen kann.
Der wichtigste EZB-Referenzzinssatz, der Hauptrefinanzierungssatz, liegt aktuell bei 2,15 % (Stand Dezember 2025), nachdem er seit Juni 2025 unverändert ist. Daneben gibt es den Einlagenzins von 2,00 % und den Spitzenrefinanzierungssatz von 2,40 %, die ebenfalls die wichtigsten Leitzinsen der EZB für den Euroraum darstellen.

* Der neutrale Zinssatz (auch natürlicher Zins genannt) ist das Zinsniveau, bei dem die Geldpolitik die Wirtschaft weder ankurbelt noch bremst, da das Angebot an Ersparnissen genau die Nachfrage nach Investitionen deckt und die Inflation konstant bleibt. Er dient Notenbanken wie der EZB als Orientierung, um zu bestimmen, ob der aktuelle Leitzins expansiv (stimulierend) oder restriktiv (bremsend) wirkt, auch wenn sein exakter Wert schwer zu bestimmen ist und Gegenstand von Schätzungen und Debatten ist.
Kernmerkmale und Bedeutung:

Gleichgewicht: Er repräsentiert das Gleichgewicht zwischen Sparen und Investieren, wenn die Wirtschaft voll ausgelastet ist.
Wirkung der Geldpolitik: Liegt der Leitzins darunter, wirkt die Geldpolitik expansiv (stimulierend); liegt er darüber, wirkt sie restriktiv (bremsend).

Schwierige Bestimmung: Der neutrale Zins ist ein theoretisches Konzept, das nicht direkt beobachtbar ist, sondern nur geschätzt wird, was zu unterschiedlichen Einschätzungen führt.
Einflussfaktoren: Er wird durch langfristige Faktoren wie Demografie, Technologie und Produktivität beeinflusst, erklärt LGT Private Banking und Bloomberg.com. 

Aktuelle Relevanz: – EZB-Debatte: Der neutrale Zins steht im Fokus der Diskussionen über den zukünftigen Leitzinspfad, da Notenbanken versuchen, das richtige Niveau zu treffen, um Inflation zu bekämpfen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen.
Bandbreiten: Aktuelle Schätzungen für den neutralen Zins in der Eurozone liegen oft in einer Bandbreite von etwa 1,5 % bis 3 %, wobei die EZB selbst Werte um die 2 % annimmt.

Zölle (USA): Zölle, so Trump, sei eines seiner Lieblingsworte und so hat er keine Gelegenheit ausgelassen, über Zölle zu schwadronieren. Natülich waren seine Zölle mim Jahresrückblich ein voller Erfolg; nur die Höe des Erfolges schwankt ein wenig. Nach Angaben des Weißen Hauses beliefen sich die US Zolleinnahmen in 2025 auf 200 Mrd. USD. Das US-Finanzministerium errechnete 235 Mrd. USD, immerhin eine Differenz von mehr als 15%. Aber davon spricht die Finanzbehörde nicht, die ihre Zahlen in einem mit Lo-Fi-Musik unterlegten Weihnachts-Livestream des auf Youtube präsentierte (Low Fidelity, auch Lo-Fi oder Lofi, bezeichnet Musik, die mit simplem technischen Equipment aufgenommen wurde oder so klingt, als wäre die Aufnahme mit solchem gemacht worden. Das Antonym dazu ist High Fidelity bzw. Hi-Fi.).
Im Juli hatte US-Finanzminister Scott Bessent sogar von 300 Milliarden Dollar bis zum Jahresende gesprochen; was soll’s, das Spiel mit Big Data ist einfach „wunderbar“wonderful“- noch so eins seiner Lieblingsworte.
Die ganze Chausse kann aber auch zur Rohrkrepierer werden, wenn die Prüfung des Obersten Gerichtshofs der USA zu dem Urteil kommt, dass die Zölle unrechtmäig unter Berufung auf eine nationalen Notstand erlassen wurden. Dann wäre die US-Regierung gewungen, die eingenommenen Gelder – auch die von der EU – zurückzuzahlen; aber dann, woher, wenn nicht stehlen?

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Meine-börse Veröffentlicht am 1. Dezember 2025 von Franz15. März 2026
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Meine-börse ist im Februar 2026 mit einer Beta-Version gestartet. Nun kommen täglich neue Funktionen und Bereiche dazu. Also, am Ball bleiben.
Unbedingt lesen: Training -> Chartanalyse -> Level I.
Einsteiger -> Training -> Wochenausblicke. Besonders KW19.

Der erste Demo-Algorithmus von meine-börse ist in Arbeit und macht gute Fortschritte in Tests und auf Demo-Konten.
Info über Fertigstellung hier.

Neue Kursbeobachtungen in Sammlung Europa und Sammlung USA.
Neuer Bereich: Trader -> Optionen.

Beitrag zum Nachdenken: Das Paradoxon der Geldpolitik.

+++++++ Eilmeldung ++++++

Die Vereinigten Arabischen Emirate(VAE) treten mit Wirkung zum 1. Mai aus der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und dem Bündnis Opec+ aus. Der Schritt werde "keine unmittelbaren Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt haben", schrieb David Oxley, Ökonom bei Capital Economics. Bald werden wir an der Tankstelle wissen, ob die Marktwirtschaft wirklich funktioniert. Die Emirate und Saudi-Arabien waren lang enge Verbündete, tragen seit einigen Jahren ihren Machtkampf zunehmend offen aus. Sie ringen um wirtschaftlichen Einfluss und unterstützen etwa bei Konflikten mit Jemen und im Sudan unterschiedliche Seiten.
Wir sind da nicht so zuversichtlich, wie Mr. Oxley.

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