Zölle sind historisch betrachtet, nicht selten und Gesetzes regeln ständig, was erlaubt ist und was nicht; soweit alles normal. Aber wenn ein Irrer ständig Zölle einführt, Zollsätze verändert, alle oder teilweise wieder einkassiert und Zölle zu eigenen Zwecke und als Gefälligkeiten misbraucht, wird‘ ein Irrenhaus, was Weltwirtschaft noch vor Kurzem hieß.
Dasselbe gilt für Gesetzes; so, wie es das Genie jenseits des Antlantiks jedenfalls versteht. System mögen flexibel sein, aber gegen ihre eigene Anarchie kommen sie nicht an.
Die Politik des donald zeigt, was Gelehrte und Experten vorher schon wussten: Zölle wirken gesamtwirtschaftlich verteuernd, Preise steigen und somit die Inflation. Und die Zeche zahlen zum größeren Teil die Verbraucher in den USA.
Wenn Gesetze in Anarchie umschlagen, weil deren Halbwerzeit gering und deren Sanktionsrichtung instabil sind, dann kostet das enorme Summe und nicht nur in Wisconsin.
Es gibt noch nicht viele Untersuchungen, aber erste Studienergebnisse.
Forscher des Peterson Institute for International Economics schätzten, dass die Zölle auf Stahl und Aluminium sowie die von der Trump-Administration eingeführten Zölle auf China die US-Wirtschaft um etwa 1 von 10 US-Dollar bei bestimmten Gütern reduziert haben könnten.
Eine andere Analyse von The Trade Partnership schätzte, dass die Zölle in den Jahren 2018 und 2019 etwa 1,4 Millionen Arbeitsplätze gefährdeten und die amerikanische Wirtschaft um 186 Milliarden Dollar schädigten.
Langfristige Effekte: Langfristig könnten die Zölle auch zu höheren Produktionskosten und verminderten Wettbewerbsfähigkeit führen, was sich negativ auf wirtschaftliches Wachstum und Innovation auswirken kann.

BoJ. Die Notenbank-Zinsen (auch Referenzzinsen) in Japan steigen wieder. Der Zinsatz wurde angehoben von der BoJ um 0,50 Punkte auf 0,75%. Damit erreicht der Zinssatz ein 30-Jahres Hoch.
Die Notenbankzinsen sind eine wichtige Kenngröße für eine Vielzahl an volkswirtschaftlichen Relationen und privatwirtschaftlichen sowie arbeitsmarktpolitischen Annahmen. Deshalb hier eine erste, ausführlichere Betrachtung am Beispiel der japanischen Volkswirtschaft.

Wie ist die Stimmungslage in der deutschen Privatwirtschaft (Industrie und Dienstleister) zum Jahresende?

ifo Chart: keine rosigen, maximal gleichbleibende Aussichten.
Quelle – S&P Global: Insgesamt zeichnet das Stimmungsbarometer für die gesamte deutsche Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – ein eher verhaltenes bzw. instabiles Bild. Im Dezember fiel das Barometer um 0,9 von 52,4 auf 51,5 Punkte. Das ist der tiefste Stand seit vier Monaten. Ökonomen hatten mit einem stabilen Wert gerechnet.
Europa insegesamt bietet ein etwas besseres Bild, aber keinen Anlaß, die Korken knallen zu lassen und mit einer positiven Aufschwungsstimmung das neue Jahr 2026 zu beginnen.
Es ist die Zeit der Vorsicht und der Börsen-Erfahrung, weniger die der Waghalsigen und Übermütigen.


Kleiner Hoffnungsschimmer am Immobilienmarkt für MIeter: Aufwärtstrend bei Baugenehmigungen setzt sich fort.
Deutsche Finanzbranche hält digitalen Euro überwiegend für unnötig. Wen wundert das?
PR-Mitteilung:
Martinsried/Planegg, Germany, 16. Dezember 2025 – Die Leo International Precision Health AG („LIPH“ oder „die Gesellschaft“, WKN:549060, Börsenkürzel: LEOW), eine Investment- und Holdinggesellschaft mit Schwerpunkt auf KI-gestützte Precision Health-Unternehmen, gibt den Erwerb ihrer ersten sechs Portfoliounternehmen bekannt. Die Transaktion umfasst die Mehrheitsbeteiligungen von LIPH an wesentlichen Vermögenswerten im Bereich Precision Health und entspricht einer Gesamtbewertung des Portfolios von EUR 108 Millionen.
Der Erwerb der Unternehmensbeteiligungen und die damit einhergehende Kapitalerhöhung durch Sacheinlage, wie zuvor in der Ad-hoc-Mitteilung der Gesellschaft vom 25. November 2025 bekannt gegeben, wurden am 16. Dezember 2025 vollzogen und im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen. Damit erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 500.000,00 durch eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen um EUR 50.000,00 auf EUR 550.000,00 durch die Ausgabe von 50.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit voller Gewinnbeteiligung zum 1. Januar 2025.
Die erworbenen sechs Unternehmen bilden die Grundlage für das integrierte, KI-gestützte Gesundheitsökosystem von LIPH und decken die Bereiche Medizintechnik, Gesundheitstechnologie, Biotechnologie und Gesundheitswesen ab. Wie in der heutigen Ad-hoc-Mitteilung dargelegt, wurden die Beteiligungen an den folgenden Unternehmen bzw. Unternehmensbeteiligungen nun in LIPH eingebracht:
amiko AI Biomedical Limited, Taiwan (51,00%)
Danner Laboratory, Inc., USA (51,00%)
Immune Anima Inc. (UHO Wellness), Taiwan (67,32%)
Pathomics Health Pte. Ltd., Singapur (51,00%)
Rehne Biotech (Australia) Pty Ltd, Australien (51,00%)
Wankang Medical Group (Hong Kong) Co., Limited (Dr. Pain), Hongkong (100,00%)
Britische Sammelklage in Höhe von über 900 Millionen Pfund gegen Apple und Amazon.Gegenstand der Klage: durch einen Deal von 2018 seien unabhängige Apple-Händler von Amazon verdrängt und damit iPhone-, iPad- und Mac-Preise für Millionen von Käufern künstlich hochgehalten worden.
Anmerkung: Was in GB als Wettbewerbsverstoß gilt, ist in den USA kein Vergehen; soviel zum Unterschied.
Die neue Musk Flexibilität:
Elon Musk will laut Axios die Wahlkampagnen der Republikaner für Repräsentantenhaus und Senat 2026 finanziell unterstützen. Zuvor hatte der Tesla-CEO erklärt, er sei mit der Politik „fertig“.
„Heilige Allianzen“: Amazon kooperiert mit dem von JPMorgan unterstützten Fintech Slope, um Marketplace-Verkäufern vorgeprüfte Kredite bis zu 5 Millionen Dollar anzubieten. Die Finanzierung erfolgt auf Basis von Amazon-Verkaufsdaten zu einem Zinssatz von etwa 2,5% für 60 Tage und ermöglicht Händlern schnellen Zugang zu Betriebskapital.
Wir nennen das Zinswucher.
AWS (Amazon Web Services)-CEO, Matt Garman, kritisiert Unternehmen, die Junior-Mitarbeiter durch KI ersetzen wollen, als „extrem dumm“. Er warnt, dass das Kürzen der günstigsten und KI-versiertesten Arbeitskräfte die Talent-Pipeline zerstört und für langfristig orientierte Unternehmen nicht akzeptabel ist.
Einerseits investiert AWS Milliarden in KI, andererseits votiert es für den Mensch als unverzichtbaren Mitarbeiter; woran halten wir uns nun?

Aktuell versucht Paramount Skydance, die bereits laufende Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Netflix mit einem eigenen, feindlichen Übernahmeangebot zu stoppen. Paramount bietet deutlich mehr als Netflix für den Gesamtkonzern. 

Aktueller Stand: Mit diesem höheren Angebot will Paramount den Bieterstreit eskalieren und Netflix überbieten, um einen der größten Hollywood-Konzerne zu schaffen. 
Netflix-Deal: Netflix hat bereits eine Vereinbarung zur Übernahme der Film- und Fernsehstudios sowie der Streaming-Sparte (HBO Max) von Warner Bros. Discovery für rund 72 Milliarden US-Dollar getroffen. Dieser Deal sollte voraussichtlich bis zum dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

Paramounts Gegenangebot: Paramount hat daraufhin ein feindliches Angebot in Höhe von insgesamt 108,4 Milliarden US-Dollar für das gesamte Unternehmen Warner Bros. Discovery – einschließlich der traditionellen Fernsehsender wie CNN – abgegeben (Quelle: Google KI-Modus).
Brisanz und ein Geschmäckle bekommt der Deal dadurch, dass der US Präsident sich einmischt und auf die Seite von Paramount stellt, die von einem seiner vertrauten Buddies, Lary Ellison, Chef von Google, geführt wird. Und dazu kommt noch, dass am Bieterwettbewerb die Private Equty Company: Affinity Partners beteiligt sein soll.

Jared Kushner gründete die Investmentfirma im Jahr 2021 nach dem Ende seiner Tätigkeit als Senior Advisor im Weißen Haus. Die Firma mit Sitz in Miami, Florida, konzentriert sich auf Investitionen in amerikanische und israelische Unternehmen. Die Finanzierung stammt überwiegend aus dem saudi-arabischen Staatsfonds (Public Investment Fund, PIF). 
Affinity Partners war kürzlich an mehreren hochkarätigen Transaktionen beteiligt, unter anderem:Als Investor im Rahmen des feindlichen Übernahmeangebots von Paramount Skydance für Warner Bros. Discovery, um Netflix zu überbieten. Als Teil eines Konsortiums, das sich bereit erklärte, den Videospiel-Riesen Electronic Arts (EA) für rund 55 Milliarden US-Dollar zu übernehmen (Quelle: Google KI-Modus).

Kein Wunder, die Aktie von Netflix schwächelt daraufhin ein wenig. Wir erwarten einen Rücksetzer zum 61er auf 89,35, sogar leicht darunter. Sollte Paramount den Deal machen, muss der Netflix Chart neu ausgezählt werden.
Der DAX hat eine ordentliche Talfahrt hinter sich. Wer glaubt, das sei ein idealer Einstieg in den Index, sollte vorsichtig sein. Es könnte auch noch etwas tiefer gehen.

DAX-Wochenausblick: Alle Dämme gebrochen oder gewinnen die Bullen den Kampf um EMA 200?

Fällt die Jahresendrally aus oder war die letzte Woche nur verfallsbedingt bärisch ausgerichtet und die Bullen nutzen ihre Chance?
Es herrscht Ausverkaufsstimmung an den Börsen – der DAX stürzt den vierten Tag in Folge ab. Bis zu 1,5 Prozent auf 23.227 Punkte geht es für die deutschen Standardwerte nach unten. Der DAX notiert damit so tief wie seit Juni nicht mehr.
Das deutsche Börsenbarometer befindet sich in einem steilen Abwärtstrend – seit seinem Vorwochen-Hoch bei 24.442 Zählern hat es nun bereits über 1.200 Punkte eingebüßt.

Die DAX-Anleger sind nervös

Die massiven Kursverluste sind in erster Linie der großen Verunsicherung der Anleger geschuldet. Denn Unsicherheit ist nicht gerne gesehen an der Börse. „Erst verkaufen, dann fragen“, lautet in solchen Fällen meist das Motto.
Auch die Volatilität hat massiv angezogen. Ablesbar ist das am VDAX, der einen mächtigen Satz nach oben gemacht hat. Der VDAX misst die erwartete Schwankungsbreite der DAX-Kurse und wird nicht umsonst auch als „Angstbarometer“ der Börse bezeichnet.