A – B – C – D – E – F – G – H – I – K – L – M – N – O – P – R – S – T – V – W – Z

A
Allmende: Beispiele für Allmendegüter sind Trinkwasser, Wälder, öffentliche Verkehrswege, Waschküchen in Miethäusern oder gemeinsam genutzte Jugendräume u.v.a.m.
Anlageformen: (Risiken + / niedrig bis +++++ / sehr hoch)
Aktien: Anteile an einem Unternehmen, die dem Inhaber Eigentumsrechte und oft auch Stimmrechte bei Hauptversammlungen gewähren.
+++
Anleihen: Schuldverschreibungen, bei denen der Emittent (z. B. ein Staat oder Unternehmen) dem Anleger regelmäßige Zinsen und am Ende der Laufzeit den Nennwert zurückzahlt.
++
ETFs (Exchange-Traded Funds): Börsengehandelte Fonds, die einen Index, einen Sektor oder eine Anlageklasse abbilden und eine kostengünstige Diversifikation ermöglichen.
+
Fonds: Professionell verwaltete Investmentvehikel, die das Kapital vieler Anleger bündeln und in verschiedene Wertpapiere investieren.
+
Rohstoffe: Physische Güter wie Gold, Öl oder Agrarprodukte, die über Terminkontrakte oder ETFs gehandelt werden.
+++
Derivate: Finanzinstrumente wie Optionen oder Futures, deren Wert von einem zugrunde liegenden Basiswert (z. B. Aktien, Indizes oder Rohstoffe) abhängt.
++++
Devisen (Forex): Der Handel mit Währungen, bei dem Anleger auf Wechselkursänderungen spekulieren.
++++
REITs (Real Estate Investment Trusts): Unternehmen, die in Immobilien investieren und den Anlegern regelmäßige Erträge aus Mieten oder Verkäufen ausschütten.
+
Jede Anlageform hat ihre eigenen Risiken und Chancen, daher ist es wichtig, sich gut zu informieren und die eigene Strategie daran auszurichten.
Anlagezertifikate sind strukturierte Wertpapiere (Inhaberschuldverschreibungen), die Anlegern ermöglichen, an der Wertentwicklung eines Basiswerts (Aktie, Index, Rohstoff etc.) zu partizipieren, ohne diesen direkt zu kaufen; sie sind vielseitig, bieten Chancen für verschiedene Marktphasen (z.B. Bonuszertifikate für Seitwärtsmärkte) und umfassen Varianten mit Kapitalschutz (z.B.
Garantiezertifikate) oder ohne, wobei das Risiko vom Emittenten (Bank) und der Struktur abhängt. Sie sind eine Alternative zu Fonds und können das Portfolio diversifizieren, erfordern aber ein Verständnis der komplexen Bedingungen und des Emittentenrisikos.
Was sind sie?
Inhaberschuldverschreibungen: Rechtlich sind sie eine Schuld des Emittenten gegenüber dem Inhaber.
Basiswert: Der Wert des Zertifikats hängt von einem zugrundeliegenden Wert (z.B. DAX, Gold, Einzelaktie) ab.
Flexibilität: Es gibt sie für steigende, fallende oder seitwärts gerichtete Märkte und mit unterschiedlichen Risikoprofilen.
Wichtige Typen:
Indexzertifikate: Abbildung eines Börsenindex.
Garantiezertifikate: Begrenzen das Verlustrisiko, oft durch eine Kapitalschutzbarriere.
Bonuszertifikate: Ermöglichen Gewinne, wenn der Basiswert eine bestimmte Barriere nicht unterschreitet.
Discountzertifikate: Ermöglichen den Kauf eines Basiswerts mit Preisnachlass, verzichten aber oft auf volle Partizipation.
Vorteile:
Marktzugang: Erlauben den Zugang zu Märkten, die sonst schwer erreichbar wären (z.B. spezielle Rohstoffe).
Anpassbarkeit: Strukturierbar an individuelle Ziele und Risikobereitschaft.
Potenzial: Können auch in Seitwärtsmärkten Erträge generieren.
Risiken:
Emittentenrisiko: Bei Insolvenz der Bank können Verluste auftreten.
Komplexität: Die Mechanismen und Bedingungen sind oft schwer zu durchschauen.
Kosten: Gebühren und Spreads können die Rendite schmälern.
Fazit:
Anlagezertifikate sind vielseitige Instrumente für mittel- bis langfristige Anleger, die einen breiten Markt abdecken können. Eine gründliche Prüfung des Emittenten (Bonität) und der spezifischen Produktbedingungen ist unerlässlich.
Asset Managent. Der englische Begriff „Asset Management“ bezeichnet die Finanzdienstleistung der Verwaltung von Vermögen mit dem Ziel der Vermehrung der angelegten Finanzinstrumente. Ein Asset Manager (oder Vermögensverwalter) ist somit ein Unternehmen, welches die Verwaltung von Vermögen zum Geschäftszweck hat. Asset Manager bündeln die Ersparnisse von institutionellen Investoren und privaten Anlegenden und investieren diese möglichst gewinnbringend in die Weltwirtschaft.
Investitionsmöglichkeiten sind beispielsweise die Staatenfinanzierung durch Staatsanleihen, die Finanzierung der Privatwirtschaft durch Aktien- oder Anleihekäufe sowie die Finanzierung des Infrastrukturbedarfs mit dem Ziel der Erwirtschaftung einer Rendite, die zwischen dem Asset Manager in Form seiner Vergütung und dem Investor in Form seiner Rendite aufgeteilt wird.
Binäre Optionen sind hochspekulative Finanzwetten, bei denen Anleger auf einen steigenden („Call“) oder fallenden („Put“) Kurs eines Basiswerts (Aktien, Währungen, Rohstoffe etc.) innerhalb einer bestimmten Zeit spekulieren, mit dem Ergebnis entweder eine feste Auszahlung (Gewinn) oder der Totalverlust des Einsatzes, ohne den Basiswert selbst zu erwerben. In Deutschland sind Verkauf und Vertrieb an Privatanleger seit 2018 durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verboten, da sie extreme Risiken bergen und eher einem Glücksspiel als einer Anlage ähneln.
Funktionsweise
Binäres Prinzip: Es gibt nur zwei mögliche Ergebnisse: Entweder die Prognose trifft ein (Gewinn), oder sie trifft nicht ein (Totalverlust) – ähnlich dem Binärcode 0 oder 1.
Einsatz: Der Trader wählt einen Einsatz (z. B. 100 €) und eine Laufzeit (z. B. 60 Sekunden).
Prognose: Er wettet, ob der Kurs eines Basiswerts (z. B. USD/EUR) in dieser Zeit steigt oder fällt.
Auszahlung: Bei Erfolg erhält er eine vorher festgelegte Rendite (z. B. 70-90 % des Einsatzes), ansonsten verliert er den gesamten Einsatz.
Risiken & Regulierung
Hohes Risiko: Es droht der sofortige Totalverlust des Kapitals, was es eher zu einer Wette als zu einer Geldanlage macht.
Verbot: Die BaFin hat den Vertrieb und Verkauf an Kleinanleger in Deutschland untersagt (Stand 2024), um Anleger zu schützen.
Broker: Handel findet oft außerbörslich (OTC) über Online-Broker statt, was die Regulierung erschwert und das Risiko betrügerischer Anbieter erhöht.
Fazit
Binäre Optionen sind für Privatanleger in Deutschland nicht zulässig und stellen ein sehr hohes Risiko dar, das mit dem Glücksspiel vergleichbar ist, da es keinen wirklichen Vermögenswert gibt, sondern nur eine Wette auf Kursbewegungen.
BIP (Brutto-Inlandsprodukt). Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 bei etwa 106,9 Billionen US-Dollar, wobei für 2024 eine Steigerung auf rund 111 Billionen US-Dollar erwartet wird, mit den USA und China als größten Volkswirtschaften. Diese Zahlen beziehen sich auf das nominale BIP und zeigen ein stetiges Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung.
2023: ca. 106,9 Billionen US-Dollar
2024 (Prognose): ca. 111 Billionen US-Dollar
Größte Volkswirtschaften (2024, nominal):
USA: ca. 29,3 Billionen USD
China: ca. 18,7 Billionen USD
Deutschland: ca. 4,7 Billionen USD
Entwicklung: Das Welt-BIP wächst, wobei der Anteil der Schwellenländer zunimmt, während der Anteil Europas relativ dazu zurückgeht.
Schätzungen in Euro:
USA 30,6 Billionen
EU-27 18 Billionen
Eurozone 15,2
Deutschland 3,3
Frankreich 2,9
Italien 2,2
Spanien 1,6
NL 1,1.
„Biden-Zahlungspause„. Sie bezieht sich hauptsächlich auf die zeitlich begrenzte Aussetzung von Zahlungen für Bundes-Studienkredite (student loans) während seiner Präsidentschaft. Ziel der Biden Administration: die wirtschaftliche Belastung der Bürger mindern, Gesetze zur Anhebung der US-Schuldengrenze (debt ceiling) zu ermöglichen, um eine staatliche Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Diese Maßnahmen umfassten Verlängerungen der Zahlungsunterbrechungen, neue Rückzahlungspläne wie den SAVE Plan und die Unterzeichnung von Gesetzen, die die Kreditaufnahme der Regierung sicherten. Verhandlungen diesbezüglich gestalten sich zunehmend schwieriger, weil die Schuldensumme wie die Schuldenquote im US-Haushalt dramatische Formen angenommen haben..
Studienkredite. Verlängerungen: Die Zahlungen für Millionen von Bundes-Studienkrediten wurden wiederholt ausgesetzt, besonders während der COVID-19-Pandemie und auch danach, um Kreditnehmer zu entlasten.
Neue Pläne: Biden führte den SAVE Plan ein, der die Zahlungen basierend auf dem Einkommen berechnet und bei niedrigen Einkommen sogar auf Null setzen kann, mit dem Ziel, die Rückzahlung zu erleichtern und Schuldenerlass zu ermöglichen.
Herausforderungen: Bidens umfassendere Pläne zum Schuldennachlass wurden von Gerichten blockiert, was zu zusätzlichen Pausen führte.
Staatliche Schuldenobergrenze: Abwendung von Zahlungsunfähigkeit: Biden musste wiederholt Gesetze unterzeichnen, um die staatliche Schuldenobergrenze anzuheben oder auszusetzen, um zu verhindern, dass die US-Regierung ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen kann (government shutdown).
Parteipolitische Verhandlungen: Diese Gesetze wurden oft nach langwierigen Auseinandersetzungen zwischen Demokraten und Republikanern verabschiedet, wobei die Republikaner oft eine Kürzung der Staatsausgaben forderten.
Fazit: die „Biden-Zahlungspause“ ist ein euphämistischer Begriff für ein Sammelsurium seiner Bemühungen, die finanzielle Last für amerikanische Bürger (insbesondere bei Studienkrediten) und die Stabilität der US-Finanzen (durch Anhebung der Schuldenobergrenze) zu sichern.
Bollinger Bänder (Bollinger Bands) sind ein beliebter Indikator der technischen Analyse, der die Volatilität eines Wertpapierkurses misst, indem er aus einem einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) und zwei darauf basierenden Bändern besteht, die durch die Standardabweichung berechnet werden. Sie bestehen aus einem mittleren Band (SMA), einem oberen Band (SMA + 2x Standardabweichung) und einem unteren Band (SMA – 2x Standardabweichung), die anzeigen, ob ein Kurs relativ zu seiner jüngsten Geschichte überkauft oder überverkauft ist und ob eine bevorstehende Trendwende oder ein Ausbruch bevorsteht, wenn sich die Bänder verengen.
Hauptkomponenten:
Mittleres Band: Ein einfacher gleitender Durchschnitt (SMA), standardmäßig über 20 Perioden.
Oberes Band: Das mittlere Band plus zwei Standardabweichungen.
Unteres Band: Das mittlere Band minus zwei Standardabweichungen.
Wie sie funktionieren und was sie anzeigen:
Volatilität: Enge Bänder zeigen geringe Volatilität (Marktruhe), während sich weitende Bänder auf steigende Volatilität hindeuten.
Überkauft/Überverkauft: Berührt der Kurs das obere Band, kann dies auf eine Überhitzung hindeuten; berührt er das untere Band, auf einen möglichen Überverkauf.
Ausbrüche: Sehr enge Bänder (eine Phase geringer Volatilität) signalisieren oft eine bevorstehende starke Kursbewegung (Ausbruch).
Trendenden: Ein starkes Weglaufen vom Band kann auf ein Ende des Trends hinweisen.
Anwendungsbereich:
Chartanalyse: Trader nutzen sie, um Unterstützungs- und Widerstandsbereiche zu identifizieren.
Volatilitätsmessung: Sie helfen, die Schwankungsbreite eines Wertpapiers zu verstehen, besonders bei volatilen Assets wie Kryptowährungen.
Trendanalyse: Sie visualisieren, ob ein Kurs sich im statistisch erwarteten Bereich bewegt oder ob eine Trendwende bevorsteht
C
Capex: Capital Expenditure) sind Investitionsausgaben für langfristige Vermögenswerte wie Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge oder IT-Systeme, um die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zu erhalten oder zu steigern. Diese Ausgaben werden nicht sofort als Kosten verbucht, sondern über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, was sie von laufenden Betriebskosten (OPEX) unterscheidet und steuerliche Vorteile bieten kann, da sie die Bilanz aktivieren und langfristig steuerlich geltend gemacht werden. CAPEX ist ein wichtiger Indikator für die strategische Investitionsplanung und wird in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen.
Was gehört zu CAPEX?
Anlagevermögen: Grundstücke, Gebäude, Fabriken, Maschinen, Anlagen.
Ausrüstung: Betriebs- und Geschäftsausstattung, Fuhrpark, Technologie (Hardware, Software, IT-Infrastruktur).
Immaterielle Vermögenswerte: Patente, Lizenzen.
Verbesserungen: Renovierungen und Upgrades, die die Lebensdauer oder Effizienz verlängern.
CAPEX vs. OPEX (Betriebskosten)
CAPEX (Capital Expenditure): Langfristige Investitionen in Vermögenswerte (z.B. Kauf einer neuen Maschine).
OPEX (Operational Expenditure): Laufende Kosten für den täglichen Betrieb (z.B. Miete, Strom, Gehälter, Rohstoffe).
Wichtigkeit von CAPEX
Strategische Planung: Zeigt, wie ein Unternehmen in seine Zukunft investiert.
Bilanzierung: Erhöht die Vermögenswerte und wird über die Zeit abgeschrieben (amortisiert).
Steuerliche Effekte: Abschreibungen mindern den steuerpflichtigen Gewinn.
Gesamtausgaben: CAPEX und OPEX zusammen ergeben die gesamten Ausgaben eines Unternehmens (TOTEX).
Ceteris paribus: Die lateinische Entsprechung für „unter sonst gleichen Bedingungen“ ist ceteris paribus (oft abgekürzt als c. p. oder cet. par.) und wird in Theorien, Analysen und Experimenten verwendet, um zu verdeutlichen, dass nur eine bestimmte Variable betrachtet wird, während alle anderen Faktoren konstant bleiben. Es bedeutet wörtlich so viel wie „bei gleichen anderen [Dingen oder Umständen]“, was eine wichtige Annahme ist, um Zusammenhänge isoliert betrachten zu können.
Bedeutung: Vereinfacht die Realität, indem sie erlaubt, die Wirkung eines einzelnen Faktors zu analysieren.
Anwendung: Sehr wichtig in der Ökonomie, Physik, Philosophie und anderen Wissenschaften.
Beispiel: Wenn der Preis einer Ware sinkt, steigt die Nachfrage (ceteris paribus) – unter der Annahme, dass Einkommen, Geschmack und andere Faktoren gleich bleiben.
CFDs (Contracts for Difference) sind Finanzderivate, mit denen Sie auf Preisbewegungen von Basiswerten (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen) spekulieren können, ohne sie tatsächlich zu besitzen, indem Sie die Preisdifferenz zwischen Eröffnung und Schließung des Vertrags austauschen
. Sie ermöglichen den Handel mit Hebelwirkung (Leverage), was Gewinne vervielfachen, aber auch Verluste erheblich steigern kann, wobei in Deutschland seit 2017 eine Nachschusspflicht für Privatanleger ausgeschlossen wurde und Positionen bei Margin-Verlusten geschlossen werden. CFDs sind hochspekulativ und mit hohen Risiken verbunden, da Verluste das eingesetzte Kapital übersteigen können, obwohl sie auch zur Absicherung bestehender Portfolios (Hedging) genutzt werden können.
Wie funktionieren CFDs?
Differenzgeschäft: Sie schließen einen Vertrag mit einem Broker ab, die Wertentwicklung eines Basiswertes auszutauschen.
Kein Eigentum: Sie kaufen nicht die Aktie selbst, sondern spekulieren auf ihre Preisentwicklung.
Long oder Short: Sie können auf steigende Kurse (Long-Position) oder fallende Kurse (Short-Position) setzen.
Hebelwirkung (Leverage): Mit einer kleinen Margin (Sicherheit) können Sie eine deutlich größere Position bewegen, was Gewinne und Verluste verstärkt.
Ergebnis: Bei korrektem Timing gewinnen Sie die Differenz, bei falscher Einschätzung verlieren Sie sie.
Basiswerte:
Aktien, Indizes (DAX, S&P 500), Rohstoffe (Gold, Öl), Währungen (Forex) und Kryptowährungen.
Chancen & Risiken:
Chancen: Hebelwirkung, Handel in fallenden Märkten (Short), Zugang zu vielen Märkten mit geringem Kapitaleinsatz, Absicherung (Hedging).
Risiken: Hohe Hebelwirkung kann zu schnellen und hohen Verlusten führen, Totalverlust des Kapitals möglich.
Regulierung (Deutschland):
Seit 2017 sind Nachschusspflichten für Privatanleger ausgeschlossen (BaFin-Regulierung).
Risikobegrenzung durch automatische Schließung bei Margin-Verlust.
Fazit:
CFDs sind komplexe Finanzinstrumente, die hohe Chancen, aber auch erhebliche Risiken bergen und nur für erfahrene Anleger geeignet sind, die die Funktionsweise und die Risiken vollständig verstehen.
D
Daytrader: Ein **Daytrader** ist ein spezieller Typ von Trader, der Wertpapiere (wie Aktien, Devisen, Rohstoffe oder Kryptowährungen) innerhalb eines einzigen Handelstags kauft und verkauft. Das Ziel eines Daytraders ist es, von kurzfristigen Preisschwankungen zu profitieren, ohne Positionen über Nacht zu halten. Hier ist eine detaillierte Beschreibung, was ein Daytrader macht:
1. Kurzfristige Handelsaktivitäten
Ein Daytrader führt mehrere Transaktionen an einem Tag durch, oft innerhalb von Minuten oder Stunden.
Er nutzt kleine Preisbewegungen, um Gewinne zu erzielen, und schließt alle Positionen vor Handelsschluss.
2. Nutzung von Technischer Analyse
Daytrader verlassen sich stark auf technische Analysen, wie Chartmuster, Indikatoren (z. B. gleitende Durchschnitte, RSI, MACD) und Trendlinien.
Sie analysieren historische Preisdaten und Volumen, um zukünftige Bewegungen vorherzusagen.
3. Fokus auf Liquidität und Volatilität
Daytrader bevorzugen liquide Märkte (z. B. große Aktien oder Währungspaare), da sie schnell ein- und aussteigen können.
Sie suchen nach volatilen Wertpapieren, da größere Preisschwankungen mehr Gewinnmöglichkeiten bieten.
4. Nutzung von Hebel und Margin
Viele Daytrader nutzen Hebel (Leverage), um ihre Positionen zu vergrößern und höhere Gewinne zu erzielen. Dies erhöht jedoch auch das Risiko von Verlusten.
Sie handeln oft auf Margin-Konten, um mit geliehenem Kapital zu arbeiten.
5. Risikomanagement
Daytrader setzen strikte Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen, und Take-Profit-Orders, um Gewinne zu sichern.
Sie verfolgen eine klare Risikomanagementstrategie, um ihr Kapital zu schützen.
6. Zeitintensiv und diszipliniert
Daytrading erfordert viel Zeit und Konzentration, da Märkte ständig beobachtet werden müssen.
Erfolgreiche Daytrader sind diszipliniert, emotional kontrolliert und folgen einem festgelegten Handelsplan.
7. Beispiele für Daytrading-Strategien
Scalping: Sehr kurzfristige Trades, oft nur Sekunden oder Minuten, um kleine Gewinne zu erzielen.
Momentum-Trading: Nutzung von starken Preisbewegungen in eine bestimmte Richtung.
Range-Trading: Handel innerhalb eines definierten Preiskorridors (Support und Resistance).
8. Risiken des Daytradings
Hohe Volatilität kann zu schnellen Verlusten führen.
Emotionale Entscheidungen (z. B. aus Angst oder Gier) können den Erfolg beeinträchtigen.
Transaktionskosten (Gebühren, Spreads) können die Gewinne schmälern.
Zusammengefasst: Ein Daytrader ist ein aktiver Marktteilnehmer, der kurzfristige Preisschwankungen nutzt, um Gewinne zu erzielen.
Drawdown (dt. „Wertverlust“, „Kurskorrektur“) beschreibt den prozentualen Rückgang eines Wertpapier- oder Portfoliowerts von einem Höchststand bis zum darauffolgenden Tiefststand in einem bestimmten Zeitraum und dient als wichtige Risikokennzahl zur Messung des maximalen Verlusts einer Anlage oder Strategie. Er zeigt das historische Risiko, hilft bei der Risikobewertung und ermöglicht den Vergleich verschiedener Investments, wobei besonders der Maximum Drawdown (MDD), der größte historische Verlust, eine entscheidende Rolle spielt.
Bedeutung und Anwendung
Risikobewertung: Misst das größte Risiko, das ein Anleger eingehen muss, um einen bestimmten Wert wieder zu erreichen.
Vergleich: Ermöglicht den Vergleich der Risikoprofile verschiedener Anlagen (z.B. Aktienfonds).
Analyse: Gibt Aufschluss über die Stärke und Dauer von Korrekturphasen einer Anlage (Time to Recover).
Berechnung (Beispiel MDD)
Höchststand (Peak) ermitteln.
Tiefststand (Trough) nach dem Höchststand finden.
Formel: Drawdown (%) = ((Höchststand – Tiefststand) / Höchststand) * 100.
Wichtige Aspekte
Maximum Drawdown (MDD): Der größte Wertverlust in einem definierten Zeitraum, der das Ausmaß des Risikos darstellt.
Psychologische Belastung: Lange und tiefe Drawdowns sind oft psychologisch herausfordernd.
Beispiel: Ein Verlust von 50 % erfordert eine Steigerung von 100 %, um den ursprünglichen Wert wieder zu erreichen (50 % Verlust = 50 Verlust auf 100 Wert; 100 Steigerung auf 50 ergibt 100 Wert).
Drei-Fünf-Sieben-Regel: Die 3-5-7-Regel ist ein pragmatischer Rahmen zur Vereinfachung des Risikomanagements und zur Maximierung der Rentabilität im Handel . Sie basiert auf drei Kernprinzipien: Traderisiko, Portffolio-Risiko und Gewinn-Verlust-Ratio.
Meine-börse empfiehl, das Risiko einzelner Trades auf 3 %, das Gesamtrisiko des Portfolios auf 5 % und das Gewinn-Verlust-Verhältnis auf 7:1 zu begrenzen.
Dunning-Kruger-Effekt: Dunning-Kruger-Effekt: Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt eine kognitive Verzerrung, bei der inkompetente Menschen ihre Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich tendenziell überschätzen, da ihnen die Fähigkeit fehlt, ihre eigene Inkompetenz zu erkennen. Sie unterschätzen zudem oft die Fähigkeiten anderer, da ihnen das Wissen fehlt, eine realistische Einschätzung vorzunehmen. Dieser Effekt ist nach den US-amerikanischen Psychologen David Dunning und Justin Kruger benannt, die ihn 1999 wissenschaftlich beschrieben haben.
DTCC steht meist für die Depository Trust & Clearing Corporation, eine zentrale US-amerikanische Wertpapierverwahrstelle, die Wertpapiere verwahrt und den Handel abwickelt. Im deutschen Kontext kann DTCC auch für Direct-to-Consumer (Direktvertrieb an Endkunden) stehen, ein Geschäftsmodell, das Zwischenhändler umgeht.
E
Elliott-Wellen
sind ein Werkzeug der technischen Analyse, das Finanzmarktbewegungen in wiederkehrende Muster aus Impuls- und Korrekturwellen einteilt, basierend auf der Annahme, dass die kollektive Psychologie der Marktteilnehmer zu diesen Mustern führt. Ein vollständiger Zyklus besteht aus fünf Wellen in Trendrichtung (1, 2, 3, 4, 5) und drei Korrekturwellen (A, B, C). Diese Wellen folgen oft der Fibonacci-Folge und dem Goldenen Schnitt und dienen Tradern zur Prognose von Preisbewegungen, obwohl sie umstritten sind.
Grundstruktur:
Impulswellen (Motiv-Wellen): Fünf Wellen (1, 3, 5 sind Impulswellen; 2, 4 sind Korrekturwellen dazwischen), die die Hauptrichtung des Trends anzeigen.
Korrekturwellen: Drei Wellen (A, B, C), die gegen den Haupttrend laufen und auf die Impulswellen folgen.
Anwendung
Identifikation: Trader nutzen die Wellen, um Ein- und Ausstiegspunkte zu finden.
Prognose: Sie versuchen, das Ausmaß zukünftiger Preisbewegungen abzuschätzen.
Muster: Es gibt verschiedene Korrekturmuster wie Zickzack, Flat oder Dreiecke.
Wichtig zu wissen
Entwickler: Ralph Nelson Elliott entwickelte die Theorie in den 1930er Jahren.
Basis: Basiert auf Massenpsychologie und Fibonacci-Zahlen.
Kontroverse: Die Theorie ist in der Finanzwelt umstritten und wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, wird aber von vielen Tradern als nützlich angesehen.
ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Fonds, die wie Aktien an der Börse gekauft und verkauft werden können und einen bestimmten Marktindex (z. B. DAX oder MSCI World) nachbilden, um Anlegern eine kostengünstige und einfache Möglichkeit zu bieten, breit gestreut in ganze Märkte, Branchen oder Regionen zu investieren. Sie bündeln viele Wertpapiere (wie Aktien oder Anleihen) in einem einzigen Produkt, streuen damit das Risiko und sind oft günstiger als aktiv gemanagte Fonds, da sie passiv den Index abbilden.
Wichtige Merkmale von ETFs:
Börsengehandelt:
Sie können während der Handelszeiten einfach über ein Depot gehandelt werden, ähnlich wie Aktien.
Indexnachbildung:
Sie versuchen, die Wertentwicklung eines bestimmten Marktindex möglichst genau abzubilden.
Diversifikation:
Mit einem einzigen ETF investieren Sie in viele Unternehmen oder Wertpapiere, was das Risiko streut.
Kostengünstig:
Da sie passiv einen Index nachbilden, fallen die Verwaltungsgebühren (Total Expense Ratio – TER) meist niedriger aus als bei aktiv gemanagten Fonds.
Transparent:
Anleger wissen durch die Nachbildung eines Index genau, in welche Wertpapiere sie investieren.
Vielfältig:
Es gibt ETFs auf verschiedenste Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe (Edelmetalle) oder sogar Kryptowährungen.
Wie sie funktionieren (Beispiel DAX-ETF):
Ein ETF, der den DAX nachbildet, kauft die Aktien der 40 im DAX enthaltenen Unternehmen proportional zu deren Gewichtung im Index.
Steigt der DAX, steigt auch der Wert des ETFs. Fällt der DAX, fällt auch der ETF.
Vorteile für Anleger:
Einfacher Zugang zu breiten Märkten, Geringe Kosten, Risikostreuung, Kann auch mit kleinen Beträgen über Sparpläne genutzt werden.
F
Faktorzertifikate sind Hebelprodukte, die eine überproportionale, tägliche Partizipation an der Wertentwicklung eines Basiswerts (Aktien, Indizes, Rohstoffe) ermöglichen, mit einem konstanten Faktor (z. B. 2x, 4x), ohne feste Laufzeit, aber mit dem Risiko von Zins- und Währungseffekten sowie Emittentenrisiko. Sie bilden Long-Positionen für steigende und Short-Positionen für fallende Kurse ab und eignen sich für kurzfristige Spekulationen in trendstarken Märkten, da sich der Hebel bei Seitwärtsbewegungen negativ auswirken kann.
Merkmale und Funktionsweise
Konstanter Hebel: Der Wert des Zertifikats ändert sich täglich um das Vielfache der prozentualen Veränderung des Basiswerts (z. B. bei Faktor 4x steigt/fällt das Zertifikat um 4 %, wenn der Basiswert um 1 % steigt/fällt).
Keine Knock-out-Schwelle: Anstelle einer Knock-out-Barriere gibt es eine Anpassungsschwelle, die bei Berührung den Hebel neu berechnet, um einen Totalverlust zu verhindern, aber das Produkt kann trotzdem wertlos verfallen.
Unbegrenzte Laufzeit (meist Open-End): Sie haben keine feste Laufzeit, aber der Emittent kann sie kündigen, oft wenn der Wert zu gering wird (z. B. unter 0,20 €).
Langfristige Performance: Bei längerfristigen Anlagen in volatilen Märkten führt der kumulative Effekt zu Abweichungen vom einfachen Hebel, oft zum Nachteil des Anlegers (Zins- und Zinseszinseffekte).
Risiken
Kumulationseffekt/Roll-Over-Effekt: Bei täglichen Schwankungen addieren sich die Hebelwirkungen, was bei starkem Trend zu hohen Gewinnen und bei Seitwärtsbewegungen zu erheblichen Verlusten führen kann (oft „Cost of Carry“ genannt).
Emittentenrisiko: Da es sich um Inhaberschuldverschreibungen handelt, besteht das Risiko der Insolvenz des Emittenten.
Währungsrisiko: Wenn der Basiswert in einer anderen Währung notiert, kann dies die Rendite beeinflussen.
Anwendungsbereich
Faktorzertifikate sind für erfahrene Anleger gedacht, die kurzfristig auf eine bestimmte Richtung eines Basiswerts spekulieren wollen und die Funktionsweise des konstanten Hebels sowie die damit verbundenen Risiken verstehen. Sie sind nicht für die langfristige Wertanlage geeignet.
Fed Reverse Repo Operation (oft kurz RRP-Operation genannt) ist ein geldpolitisches Instrument, bei dem die US-Zentralbank (Fed) Wertpapiere an berechtigte Gegenparteien verkauft, mit der gleichzeitigen Vereinbarung, diese Wertpapiere zu einem späteren Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis zurückzukaufen, was effektiv Geld aus dem Markt zieht und die kurzfristigen Zinssätze beeinflusst, indem sie die Liquidität reduziert und als kurzfristige Geldanlage für Geldmarktfonds dient.Was passiert dabei genau?
Verkauf: Die Fed verkauft Wertpapiere (z.B. Staatsanleihen) an eine Gegenpartei (z.B. Banken, Geldmarktfonds).
Rückkauf: Gleichzeitig wird vereinbart, dass die Fed diese Wertpapiere am nächsten Tag (oder zu einem anderen kurzen Termin) zu einem leicht höheren Preis zurückkauft.
Zinsen: Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Rückkaufpreis ist der Zins, den die Fed für das Geld zahlt, das sie sich quasi leiht.
Liquiditätsentzug: Indem die Fed Wertpapiere verkauft und Bargeld erhält, entzieht sie dem Bankensystem Liquidität.
Warum macht die Fed das?
Zinskorrektur: Es hilft, den kurzfristigen Zinssatz (wie den Federal Funds Rate) in der gewünschten Spanne zu halten, indem es einen "Boden" für die Zinssätze setzt, da Marktteilnehmer das Geld lieber bei der Fed parken, als es zu niedrigeren Sätzen zu verleihen.
Liquiditätsmanagement: Es ist ein wichtiges Werkzeug zur Steuerung der Liquidität im Finanzsystem.
Inflationsbekämpfung: In Zeiten hoher Inflation hilft es, überschüssige Liquidität aus dem Markt zu ziehen.
Zusammengefasst auf Deutsch:
Man könnte es als ein umgekehrtes Pensionsgeschäft, ein umgekehrtes Rückkaufabkommen oder eine Rücknahme von Wertpapieren mit Rückkaufsverpflichtung nennen, wobei die Fed als Darlehensnehmer (gegen Wertpapiere) agiert und kurzfristig Geld einsammelt.
Fibonacci Trading
ist eine technische Analyse-Methode, die mathematische Verhältnisse aus der Fibonacci-Folge (z.B. 23,6 %, 38,2 %, 61,8 %) nutzt, um potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus in Preischarts zu identifizieren, wo sich ein Trend umkehren oder korrigieren könnte. Trader verwenden Werkzeuge wie Fibonacci Retracements, um Einstiegs-, Ausstiegs- und Stop-Loss-Punkte zu bestimmen, indem sie auf Korrekturen bis zu diesen Levels warten, bevor der ursprüngliche Trend fortgesetzt wird. Besonders das 61,8%-Level (Goldener Schnitt) gilt als wichtiger Wendepunkt.
Wichtige Fibonacci-Levels
23,6 %: Schwache Korrektur, starker Trend.
38,2 %: Häufiger Rücksetzer, potenzieller Einstieg.
50 %: Nicht Teil der Fibonacci-Zahlen, aber ein wichtiges psychologisches Niveau.
61,8 %: Der "Goldene Schnitt", oft starker Wendepunkt.
78,6 %: Tiefere Korrektur, kann auf eine Trendwende hindeuten.
Anwendung im Trading
Retracements (Rücksetzer): Messen, wie weit ein Kurs in einem bestehenden Trend zurückfällt, bevor er weiterläuft.
Extensions (Erweiterungen): Nutzen Verhältnisse über 100 % (z.B. 161,8 %), um Gewinnziele zu setzen.
Kombination: Trader kombinieren Fibonacci-Levels oft mit anderen Indikatoren wie Trendlinien oder gleitenden Durchschnitten für eine bessere Bestätigung.
Ziel: Bessere Einstiegs- und Ausstiegspunkte finden, um mit dem Trend zu handeln, anstatt gegen ihn.
Fazit
Fibonacci-Trading ist ein beliebtes, aber anspruchsvolles Werkzeug der technischen Analyse, das darauf abzielt, die „Wellen“ der Märkte mathematisch zu erfassen, um Preisbewegungen vorherzusagen (siehe hier im Wiki: Elliot Wellen.
Forex-Trading (Devisenhandel) ist der Kauf und Verkauf von Währungen, um von Schwankungen der Wechselkurse zu profitieren, wobei immer Währungspaare (z.B. EUR/USD) gehandelt werden. Es ist der größte Finanzmarkt der Welt, der dezentral (außerbörslich) funktioniert und rund um die Uhr geöffnet ist, was ihn extrem liquide macht. Anleger spekulieren auf Kursbewegungen, um Gewinne zu erzielen, wobei Risikomanagement und eine Strategie entscheidend für den Erfolg sind.
So funktioniert Forex-Trading
Währungspaare: Man handelt immer eine Währung gegen eine andere, z.B. den Euro gegen den US-Dollar (EUR/USD).
Spekulation: Man kauft eine Währung in der Erwartung, dass sie im Wert steigt, oder verkauft sie, wenn man eine Wertminderung erwartet, um einen Gewinn zu erzielen.
Globaler Markt: Der Handel findet über ein Netzwerk von Banken und Handelsplattformen statt, nicht an einer zentralen Börse.
24/7-Handel: Der Markt ist praktisch 24 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche geöffnet, da er sich über die verschiedenen Zeitzonen der Finanzzentren erstreckt.
Wichtige Begriffe
Basiswährung: Die erste Währung im Paar (z.B. EUR in EUR/USD).
Kurswährung (Quote Currency): Die zweite Währung im Paar (z.B. USD in EUR/USD).
Long-Position: Kaufen in Erwartung eines Preisanstiegs.
Short-Position: Verkaufen in Erwartung eines Preisverfalls.
Risiken und Voraussetzungen
Hohes Risiko: Der Markt kann sehr volatil sein, und es besteht ein hohes Risiko für Verluste.
Regulierung: In Deutschland ist Forex-Trading erlaubt, aber Händler sollten nur bei von Behörden wie der BaFin regulierten Brokern handeln.
Wissen & Strategie: Ein solides Verständnis des Marktes und eine klare Strategie sind für langfristigen Erfolg unerlässlich.
G
Geldmengen sind die Gesamtbestände an umlaufendem Geld (Bargeld und Bankguthaben) in einer Volkswirtschaft, die von Zentralbanken wie der EZB gemessen werden, um Preisstabilität zu gewährleisten, wobei die gängigsten Kategorien M1 (sofort verfügbares Geld), M2 (M1 plus kurzfristige Einlagen) und M3 (M2 plus längerfristige Anlagen) sind, die sich nach Liquidität unterscheiden. Eine Zunahme der Geldmenge kann zu Inflation führen, während eine Verknappung Deflation verursachen kann.
Hauptkategorien der Geldmenge (Aggregat)
Zentralbankgeld (M0): Der gesamte Bargeldumlauf und die Einlagen der Geschäftsbanken bei der Zentralbank.
Geldmenge M1: Bargeld im Umlauf plus Sichteinlagen (täglich fällige Guthaben auf Girokonten) von Nichtbanken.
Geldmenge M2: M1 plus Termineinlagen bis zu zwei Jahren und Spareinlagen mit Kündigungsfristen bis zu drei Monaten.
Geldmenge M3: M2 plus Geldmarktpapiere (z.B. Geldmarktfonds) und andere kurzfristige Wertpapiere mit Laufzeiten bis zu zwei Jahren.
Bedeutung
Messung der Liquidität: Die verschiedenen Aggregate zeigen, wie viel Geld wie schnell für den Zahlungsverkehr verfügbar ist.
Geldpolitik: Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert die Geldmenge, um die Inflation zu kontrollieren und Preisstabilität zu sichern.
Wirtschaftliche Auswirkungen: Eine zu starke Ausweitung der Geldmenge kann die Preise erhöhen (Inflation), während eine zu geringe Geldmenge die Wirtschaft bremsen kann (Deflation).
H
Hebel (Leverage): Mit geringem Kapitaleinsatz kann man größere Positionen handeln. Je höher der Hebel, desto größer ist auch das Risiko.
Es hängt also davon ab, ob Sie sich für Finanzen, Imkerei, Reisen oder Shopping interessieren.
Hebelzertifikate. Hebelzertifikate sind spekulative Finanzderivate, die durch einen eingebauten Hebel eine überproportionale Partizipation an Kursbewegungen eines Basiswerts (Aktie, Index, Rohstoff) ermöglichen, was sowohl Gewinne als auch Verluste vervielfacht.
Hebelwirkung: Der Hebel vervielfacht die prozentuale Veränderung des Basiswerts im Zertifikat.
Long/Short: Anleger können auf steigende (Call/Long) oder fallende (Put/Short) Kurse setzen.
Knock-out-Schwelle: Bei Erreichen dieser Barriere wird das Zertifikat wertlos und verfällt (Totalverlustrisiko).
Basiswert: Kann eine Aktie, ein Index, ein Rohstoff oder eine Währung sein.
Vorteile:
Geringer Kapitaleinsatz: Ermöglichen spekulieren mit wenig Kapital.
Flexibilität: Schnelle Umsetzung von Handelsideen für steigende und fallende Märkte.
Risiken:
Hohes Risiko: Erheblich höhere Risiken als bei direkten Investitionen.
Totalverlust: Möglicher Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals, insbesondere bei Knock-outs.
Bekannte Arten:
Knock-out-Zertifikate (KO-Zertifikate): Klassische Hebelzertifikate mit Knock-out-Barriere.
Turbo-Zertifikate (Turbo-Optionsscheine): Eine spezielle Form von Knock-outs, oft endlos handelbar (Open End).
Mini-Futures: Ähnlich wie Turbos, oft ohne feste Laufzeit.
Geeignet für:
Erfahrene, spekulativ orientierte Trader mit kurzfristigem Anlagehorizont.
Anleger, die ein hohes Risiko akzeptieren und die Märkte aktiv beobachten.
Hyperscaler sind extrem große Cloud-Anbieter (wie AWS, Azure, Google Cloud), die riesige, global verteilte Rechenzentren betreiben und Unternehmen mit massiv skalierbaren IT-Ressourcen (Rechenleistung, Speicher, Netzwerk) für Big Data, KI und allgemeine Cloud-Dienste versorgen. Sie ermöglichen eine fast unbegrenzte horizontale Skalierbarkeit, automatisierte Verwaltung und ein flexibles Pay-as-you-go-Preismodell, das sie von traditionellem Hosting unterscheidet.
Was ist ein Hyperscaler?
Definition: Ein Anbieter von Cloud-Computing-Diensten mit einer globalen Infrastruktur aus riesigen, vernetzten Rechenzentren.
Skalierbarkeit: Sie können ihre Ressourcen dynamisch und fast unbegrenzt an die Nachfrage anpassen, um massive Workloads zu bewältigen (z. B. für Social Media oder Big Data).
Infrastruktur: Besteht aus Tausenden von Servern, die in verteilten Rechenzentren betrieben werden, was hohe Leistung, Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit gewährleistet.
Typische Beispiele
Amazon Web Services (AWS)
Microsoft Azure
Google Cloud Platform (GCP)
Alibaba Cloud
Merkmale und Vorteile
Ressourcen: Bereitstellung von Rechenleistung, Speicher, Datenbanken, KI-Diensten usw..
Wartung: Wird vollständig vom Hyperscaler übernommen, einschließlich Updates und Management.
Kostenmodell: Typischerweise „Pay-as-you-go“ (nach Verbrauch), was Kostenoptimierung ermöglicht.
Flexibilität: Ermöglicht schnelles Wachstum und die Bewältigung schwankender Lasten ohne große Vorabinvestitionen.
Unterschied zu traditionellem Hosting
Skalierung: Traditionell begrenzt (feste Server), bei Hyperscalern fast grenzenlos und dynamisch.
Infrastruktur: Einzelne Server vs. globales Netzwerk von Rechenzentren.
Management: Manuell durch den Kunden/Hoster vs. automatisiert durch den Anbieter.
G
Geld-Dysmorhie. Dysmorphie (altgriechisch für „Fehlgestalt“) bezeichnet in der Medizin eine Abweichung von der normalen Körpergestalt, die sowohl harmlos (z.B. kleine, harmlose Schönheitsfehler) als auch krankhaft sein kann, oft im Kontext genetischer Syndrome. Im psychologischen Bereich beschreibt es die Körperdysmorphe Störung (KDS), bei der Betroffene eine übertriebene Sorge um einen vermeintlichen, für andere unbedeutenden Makel haben, was zu großem Leidensdruck und sozialen Beeinträchtigungen führt.
Mit dem Phäbomen Geld-Dysmorhie gemeint ist eine verzerrte Wahrnehmung der eigenen finanziellen Situation. Die eigene Wahrnehmung geht einher mit einer Einschätzung, mit einer Bewertung. Betroffene von Geld-Dysmorphie fühlen sich etwa ärmer oder auch reicher, als sie tatsächlich sind.
Inflation : Grundsätzlich versucht der Begriff der Inflation den Verfall des Geldes bzw. der Kaufkraft zu beschreiben. Man bekommt bei höherer Inflation einfach weniger für sein Geld. Aber diese Art der Beschreibung ist höchst problematisch. Deshalb zuerst einmal einige der wesentlichen katagorialen Unterschiedes in der Begriffsbestimmung.
Kern-Inflationsrate: Die Kerninflationsrate misst die Preissteigerung ohne stark schwankende Posten wie Energie und Nahrungsmittel, da diese oft durch externe Faktoren beeinflusst werden und das langfristige Preisniveau verzerren können. Sie gilt als besserer Indikator für die nachhaltige Inflation und zeigt die allgemeine Preisentwicklung der zugrundeliegenden Wirtschaft. Die Berechnung schließt meist Energie (Heizöl, Strom, Gas, Kraftstoffe) und Lebensmittel aus dem Warenkorb aus, manchmal auch Tabak und administrierte Preise (wie bei der „Kerninflation 2“ des Statistischen Bundesamtes), um die grundlegende Inflationsdynamik besser zu erfassen
Index – Indizes: Hier ein paar der wichtigsten weltweit.
DAX (Deutscher Aktienindex):
Der DAX ist der wichtigste deutsche Aktienindex und umfasst die 40 größten und liquidesten Unternehmen an der Frankfurter Börse. Er gilt als Indikator für die deutsche Wirtschaft.
MDAX:
Der MDAX enthält die 50 mittelgroßen Unternehmen in Deutschland, die nach den DAX-Unternehmen folgen. Er deckt Branchen wie Industrie, Handel und Dienstleistungen ab.
TecDAX:
Der TecDAX ist ein Index für Technologieunternehmen in Deutschland und umfasst die 30 größten Tech-Aktien außerhalb des DAX. Er spiegelt die Performance des deutschen Technologiesektors wider.
Nasdaq:
Der Nasdaq ist ein US-amerikanischer Index, der vor allem Technologieunternehmen wie Apple, Microsoft und Amazon umfasst. Er ist bekannt für seine starke Konzentration auf innovative und wachstumsstarke Firmen.
Dow Jones Industrial Average (DJIA):
Der Dow Jones ist einer der ältesten und bekanntesten US-Indizes. Er umfasst 30 große, etablierte Unternehmen aus verschiedenen Branchen und gilt als Barometer für die US-Wirtschaft.
S&P 500:
Der S&P 500 ist ein breiter US-Index, der die 500 größten börsennotierten Unternehmen abdeckt. Er gilt als umfassender Indikator für die US-Wirtschaft und den Aktienmarkt.
Jeder dieser Indizes hat eine spezifische Bedeutung und spiegelt die Performance unterschiedlicher Märkte und Sektoren wider.
Unternehmen können unter gewissen Voraussetzung wie etwa Umsatzgröße und Marktanteile von einem (niedrigeren) in einen anderen Index aufsteigen. Das ist meisten mit einer Verbesserung der Liquidität des Unternehmenbs verbunden und einer besseren Markt- und Aktienperformance (steigende Aktienkurse).
K
Der Keltner-Kanal ist ein technischer Analyseindikator, der einen Trendkanal um Kurse bildet, bestehend aus einem mittleren gleitenden Durchschnitt (meist ein 20-Perioden-EMA) und zwei äußeren Bändern, die auf der Average True Range (ATR) basieren, um Volatilität zu messen. Er hilft Tradern, Trends zu erkennen, Ausbrüche zu identifizieren (wenn der Kurs die Bänder durchbricht) und Stop-Loss-Levels zu setzen, indem er die Marktvolatilität berücksichtigt.
Aufbau des Keltner-Kanals:Mittlere Linie: Ein exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA), oft für 20 Perioden.
Obere Linie: Mittlere Linie + (ATR * Multiplikator), meistens (EMA + 2 * ATR).
Untere Linie: Mittlere Linie – (ATR * Multiplikator), meistens (EMA – 2 * ATR).
Anwendung im Trading
Trendbestätigung:
Der Kanal zeigt die typische Preisspanne an; ein starker Trend kann sich durch das Verharren des Kurses an den Bändern zeigen.
Ausbruchssignale:
Ein Durchbruch über das obere Band kann ein Kaufsignal sein, während ein Durchbruch unter das untere Band ein Verkaufssignal sein kann, insbesondere nach Seitwärtsbewegungen mit niedriger Volatilität.
Volatilitätsfilter:
Da er die ATR nutzt, passt sich der Kanal automatisch an die Marktvolatilität an – in volatileren Märkten weitet er sich, in ruhigeren Märkten verengt er sich.
Vergleich zu Bollinger Bändern:
Keltner-Kanäle reagieren sanfter auf Preisbewegungen als Bollinger-Bänder, da sie die ATR statt der Standardabweichung verwenden, was sie besser für Trendfolge-Strategien macht.
Eine k-förmige Wirtschaft beschreibt eine Situation, in der sich Teile der Volkswirtschaft unterschiedlich stark erholen oder enttäuschen. Statt einer gleichmäßigen, breiten Konjunkturentwicklung gibt es zwei (oder mehr) Gruppen:
Eine Gruppe (z. B. wohlhabendere Haushalte, profitable Branchen) erlebt ein starkes Aufschwung-Szenario mit steigenden Einkommen, Investitionen und Arbeitsplätzen.
Eine andere Gruppe (z. B. Geringverdiener, krisengeschüttelte Branchen) kämpft weiter mit niedrigem Wachstum, Arbeitslosigkeit oder schwachen Löhnen.
Folge: Ungleiches Wachstum, divergierende Vermögenswerte, unterschiedlich hohe Inflations- und Zinssensitivität zwischen den Sektoren.
KO-Zertifikate (Knock-Out-Zertifikate) sind gehebelte Derivate, die Anlegern Spekulation auf Kursbewegungen (steigend oder fallend) bei Aktien, Indizes oder Rohstoffen ermöglichen; sie besitzen eine integrierte Knock-Out-Barriere, bei deren Berührung das Zertifikat wertlos verfällt und ein Totalverlust droht, was sie hochriskant, aber auch profitabel machen kann, da Gewinne (und Verluste) vervielfacht werden. Sie werden von Banken (Emittenten) herausgegeben und bieten durch den Hebel Hebelwirkung und Risiko-Management durch das Knock-Out-Level.
So funktionieren KO-Zertifikate:
Basiswert: Sie beziehen sich auf einen Basiswert (Aktie, Index, Rohstoff).
Long/Short: Man kann mit „Long“-Zertifikaten auf steigende Kurse und mit „Short“-Zertifikaten auf fallende Kurse setzen.
Hebel: Der Hebel multipliziert Kursbewegungen, was höhere Gewinne, aber auch höhere Verluste ermöglicht.
Knock-Out-Barriere: Eine festgelegte Preisgrenze; wird diese erreicht (oder überschritten), verfällt das Zertifikat sofort wertlos (Totalverlust).
Kosten & Emittent: Sie werden an der Börse gehandelt, Kosten und Emittentenbonität (Risiko der Bank) sind zu beachten.
Vorteile (Chancen):
Hohe Gewinne: Durch den Hebel können überproportionale Renditen erzielt werden.
Risikobegrenzung (semi): Der Knock-Out-Level begrenzt den maximalen Verlust auf den Kaufpreis.
Kostengünstiger Einstieg: Man kann mit geringerem Kapitaleinsatz große Positionen handeln.
Nachteile (Risiken):
Totalverlustrisiko: Das größte Risiko ist der vollständige Verlust des eingesetzten Kapitals.
Emittentenrisiko: Risiko, dass die Bank zahlungsunfähig wird.
Komplexität: Erfordert detaillierte Markt- und Volatilitätskenntnisse.
Für wen sind sie geeignet?
Knock-Out-Zertifikate eignen sich nur für risikobereite Anleger mit guten Marktkenntnissen, die sich einen Totalverlust leisten können und kurz- bis mittelfristig spekulieren möchten.
Kryptowährungen (die wichtigsten) sind:
- Bitcoin (BTC): Die erste und bekannteste Kryptowährung, geschaffen als digitales Geld und „digitales Gold“. Dezentral, begrenzt auf 21 Millionen Coins.
- Ethereum (ETH): Eine Blockchain mit Smart Contracts, die dezentrale Apps (dApps) ermöglicht. Fokus auf DeFi, NFTs und Web3.
- Solana (SOL): Hochskalierbare Blockchain mit schnellen und günstigen Transaktionen. Nutzt Proof-of-History (PoH) neben Proof-of-Stake (PoS).
- XRP (XRP): Entwickelt für schnelle und günstige internationale Zahlungen. Wird von Ripple Labs genutzt, aber oft wegen Zentralisierung kritisiert.
Kurzfassung:
BTC = Digitales Gold, ETH = Smart-Contract-Plattform, SOL = Schnelle Transaktionen, XRP = Zahlungsnetzwerk für Banken.
L
„Long Cap Aktien“ kombiniert zwei Börsenbegriffe:
Large Caps (große Unternehmen mit hoher Marktkapapitalisierung, oft über 10 Mrd. USD, z.B. Apple, Microsoft), die als stabil gelten, und eine Long-Position (Kauf von Wertpapieren, um sie langfristig zu halten und auf Kurssteigerung zu setzen). Man kauft also etablierte, große Firmen mit der Erwartung, dass deren Wert langfristig steigt, was eine Kombination aus Sicherheit (Large Cap) und langfristiger Spekulation (Long) darstellt, oft in stabilen Sektoren wie Tech, Gesundheit oder Konsumgüter.
Lender of Last Resort (Kreditgeber letzter Instanz). Nach traditioneller Lehre eine Institution, typischerweise eine Zentralbank, die Finanzinstituten in Krisenzeiten dringend benötigte Liquidität bereitstellt, wenn diese keine Kredite mehr von anderen Quellen erhalten können, um eine Insolvenz und einen Systemzusammenbruch zu verhindern, wobei der Internationale Währungsfonds (IWF) diese Rolle für Länder übernimmt. Diese Funktion ist entscheidend, um das Vertrauen in das Finanzsystem zu wahren, birgt aber auch das Risiko eines moralischen Hazards, da Banken riskanter handeln könnten in der Erwartung einer Rettung.
Funktion und Rolle:
Sicherheitsnetz: Zentralbanken bieten Banken in Liquiditätsnot, aber grundsätzlich solventen Instituten, Notfallkredite (ELA – Emergency Liquidity Assistance) an.
Verhinderung von Panik: Indem sie Liquidität bereitstellen, verhindern sie Bank Runs und die Ansteckung anderer Institute, die durch Gerüchte oder tatsächliche Probleme ausgelöst werden können.
Systemstabilität: Die Hauptaufgabe ist die Sicherung der Stabilität des gesamten Finanzsystems, wie die Europäische Zentralbank (EZB) erklärt.
Akteure:
National: Die Zentralbank (z.B. Bundesbank, Federal Reserve).
International: Der Internationale Währungsfonds (IWF) für Länder in Finanznot.
Herausforderungen:
Moral Hazard: Banken könnten übermäßige Risiken eingehen, weil sie auf eine Rettung hoffen, was die Aufsicht erschwert.
Bedingungen: Die Hilfe wird oft an strenge Auflagen geknüpft, mit höheren Zinsen und Abschlägen (Haircuts) auf Sicherheiten, da das Risiko für die Zentralbank steigt.
Beispielhafte Krisenreaktion:
Während der Finanzkrise 2008/2009, weitete die Fed ihre Rolle aus, um auch illiquide Märkte zu stützen und teilweise sogar illiquide Banken zu unterstützen, um einen Kollaps zu verhindern
Lot
0,5 Lot beim UK 100 (FTSE 100) entspricht dem Wert von 50 Aktien, da ein Standard-Lot 100 Aktien repräsentiert, aber der genaue Euro-Betrag hängt vom aktuellen Kurs des UK 100 Index ab; beispielsweise wären bei 7.500 Punkten 0,5 Lot 375.000 Euro, wobei der tatsächliche Betrag sich mit jeder Kursbewegung ändert, da es sich um einen CFD handelt und der Pip-Wert pro Lot oft 10 € beträgt, was bei 0,5 Lot 5 € pro Pip ausmacht.
So berechnet ihr den Wert:
Was ist ein Lot? Bei Aktienindizes wie dem UK 100 (FTSE 100) entspricht 1 Lot 100 Einheiten des Index, also 100 Aktien.
Ihr Anteil: 0,5 Lot sind demnach 0,5 * 100 = 50 Einheiten (Aktien) des Index.
Aktueller Kurs: Multipliziert die 50 Einheiten mit dem aktuellen Kurs des UK 100.
Beispiel: Wenn der UK 100 bei 7.500 Punkten steht, wären 0,5 Lot 50 * 7.500 = 375.000 € (theoretischer Wert).
Pip-Wert: Der Wert, den Sie pro Kursbewegung (Pip) gewinnen oder verlieren, hängt vom Broker ab, oft sind es 10 € pro Pip für ein volles Lot. Bei 0,5 Lot wären das 5 € pro Pip (10 € / 2).
Fazit: Der genaue Euro-Betrag ist dynamisch und richtet sich nach dem aktuellen Kurs des FTSE 100 und dem Handelsvolumen eures Brokers (hier Pepperstone).
M
Margin: Sicherheitsleistung, die man beim Broker hinterlegen muss. Vorsicht! Es droht Totalverlust besonders bei Overnight-Geschäften.
N
Notenbanken (auch Zentralbanken genannt) sind zentrale Institutionen, die das alleinige Recht zur Geldschöpfung (Banknoten) haben und für die Geld- und Währungspolitik eines Landes oder Währungsraums zuständig sind, um Preisstabilität und ein stabiles Finanzsystem zu gewährleisten. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Steuerung der Geldmenge, die Festlegung von Leitzinsen und die Regulierung des Bankensystems. Beispiele sind die Europäische Zentralbank (EZB) für den Euroraum und die Federal Reserve (Fed) für die USA.
Hauptaufgaben und Merkmale
Geldpolitik: Steuerung von Zinssätzen und Geldmenge, um Inflation zu kontrollieren und Wirtschaftswachstum zu fördern.
Notenausgabemonopol: Alleiniges Recht zur Ausgabe von Banknoten (Geldscheinen).
Finanzstabilität: Überwachung der Banken und Sicherung des Finanzsystems.
Unabhängigkeit: Politisch unabhängig, um Entscheidungen im langfristigen öffentlichen Interesse treffen zu können.
Währungsreserven: Verwaltung von Gold- und Fremdwährungsreserven.
Beispiele
Europäische Zentralbank (EZB): Für die Eurozone zuständig.
Federal Reserve (Fed): Die Zentralbank der USA.
Deutsche Bundesbank: Teil des EZB-Systems, aber mit eigenen Aufgaben in Deutschland.
Historische Entwicklung
Früher existierten auch private Notenbanken, aber um die Geldversorgung zu stabilisieren, wurde das Notenprivileg fast weltweit auf staatliche Institutionen (Zentralbanken) übertragen.
O
Outperforming. Unternehmen können auch „outperformen“, wenn sie bessere Finanzergebnisse liefern als erwartet (z. B. höhere Gewinne als Prognosen).
Unterschied zu ähnlichen Begriffen:
"Overweight": Wird oft in Portfolio-Kontexten verwendet und bedeutet, dass eine Aktie oder Branche stärker gewichtet werden sollte als der Markt.
"Buy": Eine direktere Kaufempfehlung (stärker als "Outperform").
Opportunitätskosten (auch Alternativkosten genannt) sind der entgangene Nutzen oder Gewinn einer nicht gewählten Alternative bei einer Entscheidung, da Ressourcen wie Zeit oder Geld begrenzt sind. Sie sind keine direkten, auszahlbaren Kosten, sondern ein virtueller Wert, der beschreibt, worauf man verzichtet, wenn man sich für eine Option entscheidet – beispielsweise Zinserträge, die man durch eine andere Investition erzielen könnte, oder den Deckungsbeitrag eines nicht produzierten Produkts.
Kernkonzept
Definition:
Der Wert der nächstbesten Alternative, die aufgegeben werden musste, um eine Entscheidung zu treffen.
Beispiele im Alltag:
Zeit: Wenn Sie sich entscheiden, zu schlafen, anstatt eine Geburtstagsfeier zu besuchen, sind die entgangenen sozialen Kontakte die Opportunitätskosten.
Geld: 100 € in ein Unternehmen zu investieren, statt sie in Aktien anzulegen, bedeutet, die potenziellen Dividenden zu verlieren.
Beispiele in der Wirtschaft:
Kapitalbindung: Das Kapital, das in Lagerbeständen gebunden ist, könnte alternativ verzinst werden; diese entgangenen Zinsen sind Opportunitätskosten (Kapitalbindungskosten).
Produktion: Die Entscheidung, Produkt A herzustellen, verdrängt die Produktion von Produkt B, dessen Deckungsbeitrag die Opportunitätskosten darstellt.
Das Overnight-Risiko an der Börse bezieht sich auf die Gefahr, dass sich der Kurs eines Wertpapiers über Nacht, also während die Börsen geschlossen sind, durch unerwartete Nachrichten (Politik, Wirtschaft, Katastrophen) oder Entwicklungen an anderen Märkten stark ändert, was zu großen
Kurslücken (Gaps) beim Wiedereröffnen führt und Stop-Loss-Orders unwirksam machen kann, wodurch das Verlustrisiko steigt. Zusätzliche Risiken sind geringere Liquidität und höhere Volatilität im außerbörslichen Handel sowie Kosten (Swap-Gebühren) für das Halten von Positionen.
Hauptrisiken im Detail:
Kurslücken (Gaps): Nachrichtenereignisse außerhalb der Handelszeiten können den Eröffnungskurs am nächsten Tag erheblich vom Schlusskurs des Vortages abweichen lassen (z. B. durch Gewinnwarnungen oder politische Entscheidungen).
Ineffektive Stop-Loss-Orders: Bei einem Gap wird ein Stop-Loss nicht zum gesetzten Preis, sondern zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt, was zu deutlich höheren Verlusten führen kann.
Geringe Liquidität und hohe Volatilität: Im Nachthandel sind oft weniger Marktteilnehmer aktiv, was zu breiteren Spreads (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis) und größeren Kursschwankungen führt.
Keine Echtzeit-Reaktion: Trader können bei negativen Entwicklungen über Nacht nicht eingreifen, bis der Markt wieder öffnet.
Kosten: Das Halten von Positionen über Nacht verursacht oft sogenannte Swap- oder Roll-Over-Gebühren.
Was ihr tun könnt:
Limit-Orders nutzen: Nur Limit-Orders sind im Overnight-Handel oft zugelassen und schützen vor Ausführung zu unrealistischen Preisen.
Diversifizieren: Verteilt euer Kapital auf verschiedene Assets, um das Risiko zu streuen.
Kosten berücksichtigen: Berechnet Swap-Gebühren in eure Handelsstrategie ein.
Risikomanagement: Seid euch bewusst, dass Stop-Loss-Orders bei Gaps nicht immer greifen.Fazit:
Das Halten von Positionen über Nacht erhöht die Risiken durch unkontrollierbare Kursschwankungen und mangelnde Interventionsmöglichkeiten, weshalb es insbesondere für Daytrader ein bedeutender Faktor ist.
P
Performance-Vergleich (z. B. Fonds oder Aktien) Ein Fonds, eine Aktie oder ein Portfolio „outperforms“, wenn es bessere Renditen erzielt als ein Referenzindex oder Benchmark.
Beispiel: „Der Tech-Fonds hat den S&P 500 im letzten Jahr outperformed.“
Pip Kleinste Kurseinheit, z. B. 0,0001 bei EUR/USD
Pivot-Punkte (Dreh- oder Angelpunkte) sind in der technischen Analyse wichtige Kursniveaus, die Händler nutzen, um potenzielle Unterstützungen und Widerstände für einen bestimmten Zeitraum (Tag, Woche) vorherzusagen, basierend auf dem Hoch, Tief und Schlusskurs der vorherigen Periode. Sie helfen, den Markttrend zu bestimmen (bullisch über dem Punkt, bärisch darunter) und dienen als Orientierung für Ein- und Ausstiegspunkte, wobei der zentrale Pivot-Punkt (P) als Basis und weitere Linien (R1, S1, etc.) als Ziele dienen.
Funktion und Berechnung
Definition: Pivot-Punkte sind dynamische Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, die sich täglich neu berechnen.
Berechnung (Standard): Der Hauptpunkt (P) ist der Durchschnitt von Hoch (H), Tief (L) und Schlusskurs (C) der vorherigen Periode: (P=(H+L+C)/3).
Weitere Niveaus: Daraus werden weitere Widerstands- (R1, R2, R3) und Unterstützungsniveaus (S1, S2, S3) abgeleitet, oft mit Formeln wie (R1=2P-L) und (S1=2P-H).
Anwendung: Trader suchen nach Kursreaktionen an diesen Niveaus; ein Durchbruch über einen Widerstand kann diesen zu einer neuen Unterstützung machen.
Arten und Anwendung im Trading
Standard-Pivot-Punkte:
Die gängigste Methode, oft als Indikator in Chart-Software integriert.
Andere Methoden: Es gibt auch Camarilla-, Fibonacci- und Woodie-Pivot-Punkte, die leicht unterschiedliche Berechnungen nutzen.
Signale: Bullisch: Kurs über P => Long-Positionen suchen. Bärisch: Kurs unter P => Short-Positionen suchen.
Bestätigung: Händler warten oft auf Kerzenformationen (z.B. Hammer) an den Pivot-Punkten, um Trades zu bestätigen, anstatt blind zu handeln.
Vorteile für Trader
Einfachheit: Auch für Anfänger leicht zu verstehen.
Relevanz: Zeigt kurzfristige Umkehrpunkte und Trendrichtung an.
Universalität: Anwendbar auf Aktien, Indizes, Währungen (Forex) und andere Märkte.
Power-ICs (Power Integrated Circuits) sind spezielle integrierte Schaltkreise, die Leistungselektronik auf einem Chip vereinen, um hohe Ströme und Spannungen zu steuern – oft für Anwendungen, die über die Möglichkeiten normaler Logik-ICs hinausgehen, wie die Ansteuerung von Motoren, Displays oder Ventilen. Deutsch bedeutet „Integrierte Schaltungen mit Leistungshalbleitern“, die in Bereichen wie der Industrieautomation (ICS – Industrial Control Systems), Automotive und im Energiemanagement eingesetzt werden, um Effizienz zu steigern und Stromversorgung zu verwalten
R
Rating – Empfehlung von Analysten
Wenn ein Analyst eine Aktie als „Outperform“ einstuft, bedeutet das, dass er erwartet, dass die Aktie besser abschneiden wird als der Markt oder eine Vergleichsgruppe (z. B. ein bestimmter Index wie der DAX oder S&P 500).
Es ist eine Kaufempfehlung, aber nicht so stark wie z. B. „Strong Buy“.
Vergleichbare Begriffe:
„Market Perform“ = entspricht in etwa der Marktentwicklung
„Underperform“ = schlechter als der Markt (oft eine Verkaufsempfehlung)
Reflation
ist eine gezielte wirtschaftspolitische Maßnahme, um nach einer Rezession oder Deflation die Preise anzuheben, die Wirtschaft anzukurbeln und die Beschäftigung zu fördern, indem Geldmenge und Staatsausgaben erhöht werden, um die Nachfrage zu steigern und das Preisniveau auf einen langfristigen Trendpfad zurückzuführen. Sie beschreibt die erste Phase der wirtschaftlichen Erholung, in der die Inflation wieder ansteigt, aber noch unter Vollbeschäftigung liegt, oft durch expansive Geld- und Fiskalpolitik erreicht
Maßnahmen:
Geldpolitik: Senkung der Zinsen, Erhöhung der Geldmenge durch die Zentralbank.
Fiskalpolitik: Erhöhung der Staatsausgaben und/oder Senkung von Steuern.
Abgrenzung zu Inflation:
Reflation: Gezielte Erholung zur Rückkehr zu einem vorherigen Preisniveau oder Trend, oft unter Vollbeschäftigung.
Inflation: Steigerung des allgemeinen Preisniveaus über das vorherige Niveau hinaus
Merkmale:
Tritt in einer Phase wirtschaftlicher Schwäche auf.
Führt zu steigenden Preisen und verstärkter wirtschaftlicher Aktivität.
Gilt als Phase der Erholung nach einer Rezession
Rücksetzer: (auch Pullback genannt) bezeichnet an der Börse einen kurzzeitigen Kursrückgang innerhalb eines bestehenden Aufwärtstrends. Im Gegensatz zu einer schwerwiegenden Korrektur oder einem Crash ist ein Rücksetzer meist moderat und bietet oft neue Kaufgelegenheiten.
Einordnung nach Intensität:
Anleger unterscheiden Rücksetzer oft anhand der prozentualen Einbußen vom letzten Höchststand:
* Rücksetzer: Ein kurzfristiger Rückgang um etwa 5 %. Solche Bewegungen treten historisch gesehen durchschnittlich dreimal pro Jahr auf.
* Korrektur: Ein deutlicherer Rückgang von 10 % bis 20 %. Diese Phasen dauern im Schnitt etwa 115 Tage.
* Bärenmarkt / Crash: Ein Einbruch von über 20 %. Solche Ereignisse treten seltener auf (etwa alle 3,5 Jahre) und können fast ein Jahr andauern.
Meine-börse empfiehlt, Rücksetzer und Korrekturen nach chartanalytischen Kriterien zu bestimmen; siehe Chartanalyse.
Repo-Märkte. Der globale Repo-Markt ist riesig und schwer exakt zu beziffern, da viele Geschäfte bilateral sind, aber Schätzungen gehen von einem Volumen von weit über 15 Billionen Euro aus, mit einem täglichen Handel von rund 3 Billionen Euro, wobei die USA mit einem täglichen Engagement von über 12 Billionen US-Dollar (Q3 2025) dominieren, während auch Europa, Japan und andere Märkte große Volumina aufweisen.
Wichtige Zahlen & Fakten:
Global: Das ausstehende Volumen liegt bei über 15 Billionen Euro, mit ca. 3 Billionen Euro täglichem Umsatz.
USA: Der US-Repo-Markt hatte im Q3 2025 ein durchschnittliches tägliches Engagement von rund 12,6 Billionen US-Dollar.
Zentralbanken: Zentralbanken, wie die EZB, steuern durch Repo-Geschäfte die Liquidität im System, wobei die EZB regelmäßig Milliarden Euro zuweist.
Warum ist der Markt so groß?
Der Repo-Markt ist entscheidend für die Finanzierung von Banken und anderen Finanzinstituten, da er eine schnelle, besicherte Kreditaufnahme ermöglicht, indem Wertpapiere als Sicherheit dienen.
Märkte & Akteure:
Große Märkte: USA, Europa (Eurozone, UK), Japan.
Wichtige Akteure: Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter und Zentralbanken.
Herausforderungen:
Liquidität: Ein Mangel an hochwertigen Sicherheiten (wie durch Quantitative Easing der Zentralbanken) kann zu Liquiditätsengpässen führen, wie es der US-Markt im Jahr 2025 zu spüren bekam.
Volatilität: Spannungen auf dem Markt können Zinssätze in die Höhe treiben und erfordern manchmal Zentralbank-Interventionen
RSI: Der RSI (Relative Strength Index) ist ein wichtiger Momentum-Indikator der technischen Analyse, der die Geschwindigkeit und Veränderung von Preisbewegungen misst, um überkaufte (oft über 70) oder überverkaufte (oft unter 30) Marktbedingungen zu erkennen und potenzielle Trendwenden zu signalisieren, indem er eine Skala von 0 bis 100 nutzt
. Er hilft Tradern zu beurteilen, ob ein Wert zu schnell gestiegen oder gefallen ist und ob eine Korrektur bevorsteht, und wird oft in Verbindung mit Trendlinien und Divergenzen genutzt.
Der Russell 1000 ist ein Kursindex und repräsentiert 90 Prozent der Marktkapitalisierung der US-amerikanischen Aktienmärkte. Als Basis dienen die 1000 größten Aktiengesellschaften des Russell 3000. Berechnet wird der Index nach der Wertindex-Formel, die als Meßzahl die Gesamtwertveränderung angibt. Der Russell 1000 wird nicht um Dividendenzahlungen bereinigt. Kapitalmaßnahmen wie Aktiensplits haben keinen (verzerrenden) Einfluss auf den Index.
Das Anlageuniversum beinhaltet alle Unternehmen mit Sitz in den USA, die an der New York Stock Exchange (NYSE), der NYSE Amex (früher American Stock Exchange) und der NASDAQ gelistet sind.
S
Schuldenregime. Ein Schuldenregime, meist in Deutschland als die sogenannte Schuldenbremse (Haushaltsdisziplin) bekannt, ist ein finanzpolitischer Rahmen (verankert im Grundgesetz), der die staatliche Neuverschuldung begrenzt, um eine solide Haushaltspolitik zu gewährleisten, indem er Nettokredite in Normalzeiten strikt verbietet und nur unter bestimmten Bedingungen (Konjunktur, Naturkatastrophen) Kredite erlaubt. Es zielt auf eine Haushaltskonsolidierung ab, mit dem Ziel, strukturell ausgeglichene Haushalte zu erreichen, und definiert klare Regeln für Bund und Länder, inklusive Ausnahmeregeln für Krisensituationen.
Kernmerkmale des Schuldenregimes (Schuldenbremse):
Strikte Begrenzung: Grundsätzlich ein Verbot der Nettoneuverschuldung.
Strukturelle Komponente: Dem Bund wird ein begrenzter Spielraum für strukturelle Neuverschuldung (0,35 % des BIP) zugestanden.
Konjunkturabhängigkeit: Kredite sind nur bei konjunkturellen Schwankungen oder außergewöhnlichen Notsituationen erlaubt (z.B. Naturkatastrophen).
Ziel: Haushaltsdisziplin und langfristige finanzielle Stabilität.
Anwendung: Begann 2011, mit Übergangsfristen für Bund und Länder.
Zusammenfassend ist ein Schuldenregime eine festgelegte Regelung, die die Aufnahme neuer Staatsschulden stark einschränkt, um eine nachhaltige Finanzpolitik zu sichern, wie sie die deutsche Schuldenbremse darstellt; besser gesagt, darstellte.
Subprime. Mit dem Namen ist die letzte große Weltfinanzkrise bezeichnet, eine globale Banken- und Finanzkrise als Teil der Weltwirtschaftskrise in den Jahren 2007 bis 2009. Die Krise war unter anderem Folge eines spekulativ aufgeblähten Immobilienmarkts (insbesondere Subprime-Markt) in den USA.
Anstatt sich auf den risikoreichen Kreditstatus eines Kreditnehmers zu beziehen, bezeichnete Subprime ursprünglich einen „unterhalb des Prime“-Zinssatzes liegenden Kreditzins – also einen Zinssatz unterhalb des Prime-Zinssatzes, den Banken und andere Kreditinstitute den attraktivsten Kreditnehmern anbieten.
Zwei große Unternehmen kamen in die Krise und mussten von der US-Regierung (also den Bürgern der USA) gerettet werden: Funny Mae und Freddi Mac. Die bank Lehman Brothers ging Pleite und durch die Medien.
Stagflation: Stagflation ist eine
wirtschaftliche Krise, bei der hohe Inflation (steigende Preise) und wirtschaftliche Stagnation (geringes oder kein Wachstum) gleichzeitig auftreten, oft begleitet von hoher Arbeitslosigkeit. Der Begriff ist eine Kombination aus „Stagnation“ und „Inflation“ und stellt Wirtschaftspolitiker vor große Herausforderungen, da klassische Maßnahmen gegen Inflation (z.B. Zinserhöhungen) die Stagnation verschlimmern können, meist ausgelöst durch sogenannte Angebotsschocks (z.B. Energiepreiskrisen).
Staatsverschuldung / Staatsquote: Die Staatsverschuldung der USA liegt aktuell (Stand 2024/2025) bei über 120 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Prognose für weitere Anstiege in den kommenden Jahren.
Die Staatsquote ist deutlich höher als der internationale Durchschnitt und ein anhaltendes strukturelles Haushaltsdefizit (negative Differenz von Importen und Exporten) treibt die Verschuldung weiter nach oben,was auch die Zinslast weiter erhöht, die heute schon bei etwa 1 Billion USD/Jahr liegt; Tendenz steigend.
Wichtige Fakten zur US-Schuldenquote:
Aktuelle Quote: Rund 122-124 % des BIP (Stand Ende 2024/Anfang 2025).
Entwicklung: Ein deutlicher Anstieg seit der Pandemie (2020), mit weiterhin steigenden Prognosen.
Absolute Zahlen: Die Gesamtschulden belaufen sich auf über 36 Billionen US-Dollar.
Vergleich: Die Quote liegt über dem internationalen Durchschnitt und auch über vielen europäischen Ländern wie Frankreich, aber unter Japan (mit über 230 % BIP, wobei in Japan speziell gilt: der Staat ist überwiegend bei seinen Bürgern, nicht im Ausland verschuldet).
Ursachen: Dauerhaftes, sich ausweitendes strukturelles Haushaltsdefizit. Neue Ausgabenprogramme. Strukturelles Steuerungleichgewicht. Exportschwäche im Industriesektor.
Risiken: Die steigende Schuldenlast führt zu einer höheren jährlichen Zinsbelastung (mittlerweile über eine Billion US Dollar). Zunehmende Besorgnis bei Gläubigern lässt die Nachfrage nach US-Staatsanleihen sinken, so dass der Staat höhere Zinsen zur Refinanzierung der Schulden an Gläubiger ausschreiben muss.
Fazit: Die Staatsverschuldung der USA ist bereits in einen wachsenden strukturellen Schuldenkreislauf eingetreten. Fiskalische Defizite belasten langfristig sowohl die Finanzmärkte als auch die Währungen, die Zinsstruktur wird erheblich negativ beeinflusst.
Stop-Loss (Verlust-Stopp) ist ein automatischer Verkaufsauftrag, den Anleger platzieren, um ihre Verluste bei Wertpapiergeschäften zu begrenzen, indem eine Aktie oder ein anderes Wertpapier verkauft wird, sobald der Kurs einen vordefinierten, tieferen Preis erreicht. Es ist ein wichtiges Risikomanagement-Instrument, das Gewinne sichert und starke Verluste verhindert, indem es die Position bei Erreichen eines bestimmten Kursniveaus automatisch schließt. Der tatsächliche Verkaufspreis kann dabei leicht vom Stop-Preis abweichen (Slippage)
Spread: Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs
„SEC“ ist eine Abkürzung für die US-Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission), zuständig für die Regulierung der US-Kapitalmärkte und den Anlegerschutz.
Was ist Tax Loss Selling? Viele sprechen heute lieber über Tax Loss Harvesting: Steuerliche Verlustnutzung.
Dahinter verbirgt sich der gezielte Verkauf von Vermögenswerten, die Verluste schreiben. Durch die Veräußerung werden die Verluste tatsächlich realisiert und damit steuerlich relevant, wodurch sie von entsprechenden Gewinnen aus dem aktuellen Jahr abgezogen werden können.
Tradingsysteme auch Handelssysteme genannt
Trendfolgesysteme: Diese Systeme basieren darauf, bestehende Trends zu identifizieren und darauf zu setzen. Beispiele sind das Moving Average Crossover System (bei dem zwei gleitende Durchschnitte verwendet werden) oder das Donchian Channel System (das auf Höchst- und Tiefstständen basiert).
Mean-Reversion-Systeme: Diese Systeme gehen davon aus, dass sich Preise nach extremen Bewegungen wieder auf ihren Durchschnitt zurückbewegen. Ein bekanntes Beispiel ist das Bollinger Bands System, das auf der Annahme basiert, dass der Preis innerhalb der Bollinger-Bänder bleibt.
Breakout-Systeme: Diese Systeme identifizieren Preisniveaus, bei denen der Markt aus einem Bereich ausbricht, und setzen auf die Fortsetzung dieser Bewegung. Ein Beispiel ist das Turtle Trading System, das auf Breakouts aus bestimmten Preisbereichen setzt.
Algorithmische Handelssysteme: Diese Systeme nutzen komplexe Algorithmen und mathematische Modelle, um Handelsentscheidungen zu treffen. Beispiele sind High-Frequency Trading (HFT) und Statistische Arbitrage.
Sentiment-basierte Systeme: Diese Systeme analysieren Marktstimmungen und -meinungen, oft durch die Auswertung von Nachrichten, sozialen Medien oder anderen Datenquellen. Ein Beispiel ist die Nutzung von Natural Language Processing (NLP), um Marktstimmungen zu bewerten.
Fundamentalanalyse-basierte Systeme: Diese Systeme nutzen fundamentale Daten wie Unternehmensgewinne, Wirtschaftsindikatoren oder Zinsentscheidungen, um Handelsentscheidungen zu treffen. Ein Beispiel ist das Value Investing, das auf der Bewertung von Unternehmen basiert.
Technische Analyse-basierte Systeme: Diese Systeme verwenden technische Indikatoren und Chartmuster, um Handelsentscheidungen zu treffen. Beispiele sind das Relative Strength Index (RSI) oder das MACD (Moving Average Convergence Divergence).
V
Volatilität bei Aktien beschreibt die Stärke der Kursschwankungen um einen Mittelwert und ist ein Maß für das Risiko einer Anlage: Hohe Volatilität bedeutet starke, schnelle Preisbewegungen mit hohem Gewinn- und Verlustpotenzial, während niedrige Volatilität für moderate, stabilere Kurse steht. Sie wird mathematisch oft als Standardabweichung gemessen und hilft Anlegern, Risiken einzuschätzen und Anlagestrategien zu entwickeln, wobei Indikatoren wie der VIX (global) und VDAX (deutsch) die erwartete Volatilität anzeigen.
Was Volatilität bedeutet.
* Schwankungsbreite: Misst, wie stark der Aktienkurs in einem bestimmten Zeitraum (z.B. täglich, wöchentlich) vom Durchschnitt abweicht.
* Risikoindikator: Eine hohe Volatilität deutet auf ein höheres Risiko hin, da starke Kursbewegungen nach oben und unten möglich sind.
Chancen: Hohe Volatilität bietet auch Chancen auf hohe Gewinne, birgt aber auch das Risiko größerer Verluste.
Arten der Volatilität:
* Historische Volatilität: Beschreibt die tatsächlichen Schwankungen in der Vergangenheit.
* Implizite Volatilität: Gibt die erwartete zukünftige Schwankungsstärke an, die vom Markt erwartet wird.
Messung und Indikatoren:
Volatilität bei Aktien beschreibt die
* Standardabweichung: Die mathematische Grundlage zur Berechnung der Schwankungsbreite.
* VIX-Index (Volatility Index): Misst die erwartete Volatilität des S&P 500 und wird oft als „Angstindex“ bezeichnet.
* VDAX: Misst die Volatilität des deutschen Leitindex DAX.
* ATR (Average True Range): Ein Indikator, der die durchschnittliche wahre Spanne eines Assets misst.
Wichtiger Unterschied: Volatilität vs. Risiko:
Volatilität ist nicht dasselbe wie Risiko; sie ist nur ein Maß für die Schwankungsintensität.
Ob eine hohe Volatilität ein Problem darstellt, hängt von der Anlagestrategie und der Risikobereitschaft des Anlegers ab.
Volatile Aktien:
Aktien mit hoher Volatilität sind oft in Sektoren wie Krypto, Technologie oder Biotechnologie zu finden, aber auch kleinere Unternehmen sind oft volatil.
Spezielles Merkmal: Sie können schnell auf Nachrichten, Trends oder Unsicherheiten reagieren.
W
Eine Watchlist (Beobachtungsliste) ist eine personalisierte Liste, um Kursverläufe von Wertpapiere (Aktien, ETFs etc.) zu verfolgen.
Zweck: Verfolgung von Kursentwicklungen, Nachrichten und anderen relevanten Ereignissen bei Wertpapieren, die man kaufen oder verkaufen möchte.
Funktion: Kann als Musterdepot dienen, um das Verhalten einer Aktie zu studieren, bevor man investiert, oder um bestehende Investments im Auge zu behalten.
Anbieter: Verfügbar bei Online-Brokern (z.B. LYNX, Consorsbank) und Finanzportalen (z.B. onvista, stock3 u.a.).
Der Williams %R (Williams Prozent Range) ist ein Momentum-Oszillator in der technischen Analyse, der überkaufte und überverkaufte Marktbedingungen anzeigt, indem er den Schlusskurs mit der Handelsspanne eines Zeitraums vergleicht
. Er schwankt zwischen 0 und -100, wobei Werte nahe 0 auf überkauft (z.B. 0 bis -20) und Werte nahe -100 auf überverkauft (z.B. -80 bis -100) hinweisen. Der Indikator hilft Tradern, mögliche Wendepunkte zu finden, ähnlich der Stochastik, wird aber oft mit anderen Indikatoren kombiniert, um Fehlsignale zu reduzieren.
Funktionsweise und Interpretation:
Berechnung: Der %R vergleicht den aktuellen Schlusskurs mit dem höchsten Hoch und dem tiefsten Tief eines definierten Zeitraums (Standard: 14 Perioden) und stellt das Verhältnis dar, multipliziert mit -100.
Überkauft: Werte nahe 0 (z.B. zwischen 0 und -20) deuten auf einen überkauften Zustand hin.
Überverkauft: Werte nahe -100 (z.B. zwischen -80 und -100) deuten auf einen überverkauften Zustand hin.
Signale: Trader suchen nach Ausbrüchen aus diesen Zonen oder nach Divergenzen, um Trendumkehrungen zu erkennen, so TradingView.
Anwendung:
Momentum-Analyse: Er misst die Stärke des Momentums eines Vermögenswerts.
Ein- und Ausstiegspunkte: Er wird genutzt, um optimale Zeitpunkte für Long- (nach überverkauft) oder Short-Positionen (nach überkauft) zu finden.
Trendbestätigung: In einem Aufwärtstrend kann ein Ausbruch aus dem überverkauften Bereich einen Einstiegspunkt signalisieren, in einem Abwärtstrend ein Ausbruch aus dem überkauften Bereich.
Kombination: Oft wird er mit gleitenden Durchschnitten (Moving Averages) oder dem MACD kombiniert, um die Zuverlässigkeit der Signale zu erhöhen.
Window Dressing an der Börse beschreibt das gezielte „Schönputzen“ von Portfolios oder Bilanzen durch Fondsmanager und Institutionen kurz vor Berichtsfristen (Quartals-/Jahresende), um eine bessere Performance vorzutäuschen: Sie verkaufen Verlierer-Aktien und kaufen gut gelaufene Aktien, um die Wertentwicklung besser aussehen zu lassen, was zu Kursschwankungen führen kann, da dies eine Form der Bilanzkosmetik ist.
Zinsen.
* Notenbank-Zinsen, auch Referenzzinsen.
Referenzzinssätze sind eine wichtige Grundlage für alle Arten von Finanzprodukten mit einer variablen Verzinsung, z. B. für Baufinanzierungen, Dispositionskredite, Einlagen und komplexere Finanzgeschäfte wie Wertpapiere. Eine variable Verzinsung bedeutet, dass der Zinssatz während der Laufzeit steigen oder fallen kann.
Der wichtigste EZB-Referenzzinssatz, der Hauptrefinanzierungssatz, liegt aktuell bei 2,15 % (Stand Dezember 2025), nachdem er seit Juni 2025 unverändert ist. Daneben gibt es den Einlagenzins von 2,00 % und den Spitzenrefinanzierungssatz von 2,40 %, die ebenfalls die wichtigsten Leitzinsen der EZB für den Euroraum darstellen.
* Der neutrale Zinssatz (auch natürlicher Zins genannt) ist das Zinsniveau, bei dem die Geldpolitik die Wirtschaft weder ankurbelt noch bremst, da das Angebot an Ersparnissen genau die Nachfrage nach Investitionen deckt und die Inflation konstant bleibt. Er dient Notenbanken wie der EZB als Orientierung, um zu bestimmen, ob der aktuelle Leitzins expansiv (stimulierend) oder restriktiv (bremsend) wirkt, auch wenn sein exakter Wert schwer zu bestimmen ist und Gegenstand von Schätzungen und Debatten ist.
Kernmerkmale und Bedeutung:
Gleichgewicht: Er repräsentiert das Gleichgewicht zwischen Sparen und Investieren, wenn die Wirtschaft voll ausgelastet ist.
Wirkung der Geldpolitik: Liegt der Leitzins darunter, wirkt die Geldpolitik expansiv (stimulierend); liegt er darüber, wirkt sie restriktiv (bremsend).
Schwierige Bestimmung: Der neutrale Zins ist ein theoretisches Konzept, das nicht direkt beobachtbar ist, sondern nur geschätzt wird, was zu unterschiedlichen Einschätzungen führt.
Einflussfaktoren: Er wird durch langfristige Faktoren wie Demografie, Technologie und Produktivität beeinflusst, erklärt LGT Private Banking und Bloomberg.com.
Aktuelle Relevanz: – EZB-Debatte: Der neutrale Zins steht im Fokus der Diskussionen über den zukünftigen Leitzinspfad, da Notenbanken versuchen, das richtige Niveau zu treffen, um Inflation zu bekämpfen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen.
Bandbreiten: Aktuelle Schätzungen für den neutralen Zins in der Eurozone liegen oft in einer Bandbreite von etwa 1,5 % bis 3 %, wobei die EZB selbst Werte um die 2 % annimmt.
Zölle (USA): Zölle, so Trump, sei eines seiner Lieblingsworte und so hat er keine Gelegenheit ausgelassen, über Zölle zu schwadronieren. Natülich waren seine Zölle mim Jahresrückblich ein voller Erfolg; nur die Höe des Erfolges schwankt ein wenig. Nach Angaben des Weißen Hauses beliefen sich die US Zolleinnahmen in 2025 auf 200 Mrd. USD. Das US-Finanzministerium errechnete 235 Mrd. USD, immerhin eine Differenz von mehr als 15%. Aber davon spricht die Finanzbehörde nicht, die ihre Zahlen in einem mit Lo-Fi-Musik unterlegten Weihnachts-Livestream des auf Youtube präsentierte (Low Fidelity, auch Lo-Fi oder Lofi, bezeichnet Musik, die mit simplem technischen Equipment aufgenommen wurde oder so klingt, als wäre die Aufnahme mit solchem gemacht worden. Das Antonym dazu ist High Fidelity bzw. Hi-Fi.).
Im Juli hatte US-Finanzminister Scott Bessent sogar von 300 Milliarden Dollar bis zum Jahresende gesprochen; was soll’s, das Spiel mit Big Data ist einfach „wunderbar“wonderful“- noch so eins seiner Lieblingsworte.
Die ganze Chausse kann aber auch zur Rohrkrepierer werden, wenn die Prüfung des Obersten Gerichtshofs der USA zu dem Urteil kommt, dass die Zölle unrechtmäig unter Berufung auf eine nationalen Notstand erlassen wurden. Dann wäre die US-Regierung gewungen, die eingenommenen Gelder – auch die von der EU – zurückzuzahlen; aber dann, woher, wenn nicht stehlen?
